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Autor Thema: Original oder Nachbauverschleissteile?  (Gelesen 80043 mal)

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Klaus

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #60 am: 16. Mai 2011, 10:11:51 »

Moin,

wenn ich bei den jetzigen sehr trockenen Verhältnissen mit meinem, inzwischen verkauften, Pflug arbeiten würde, dann müsste ich auch nach ca. 10 ha die aufgeschraubten Scharspitzen drehen bzw. wechseln. Sand schmirgelt nun mal eben und trockener Sand schmirgelt doppelt.

Um mir die Schrauberei zu sparen habe ich schon frühzeitig auf Schare mit gehärteter Spitze von HTU gesetzt. Diese Schare waren nicht teurer als die Originalschare von Kvernelands, hielten ebenso lang wie diese und ersparten die Investition in diverse Sätze Aufschraubspitzen sowie die Zeit der Schrauberei.


Gruß
Klaus

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nofear

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #61 am: 16. Mai 2011, 10:35:05 »

Das hört sich abenteulerlich an, ist aber so! Das sind Quarzsandböden. Wenn  man da in der nacht grubbert, fleigen immer wieder kleine funken im Erdstrom mit hoch!

Ich hab das mal beim Rapsdrillen mit der 4 meter Horschfräse geschafft, mit 40 ha einen kompletten Messersatz "zu verarbeiten"! Da es wegen der trackenheit damals die einzige MAschine war, mit der auf dem Betrieb das Rapsdrillen im August ging, hat mir der LAndwirt den Messersatz extra bezahlt!

Normalerweise hat so ein Messersatz zwischen 600 und 700 ha gehalten.

Kann da Georg nur zustimmen, wir haben so ähnliche Böden! Normal zwar Glimmerschieferverwitterung, aber da sind immer mal wieder Quarzadern drinnen und die Verwittern eben nicht. Das mit den glühenden Spänen im Bodenstrom kenn ich auch. Wer solche Böden kennt, der weiß auch warum Direktsaat und flache, extensive Mulchsaat mit entsprechender Fruchtfolge sehr sinnvoll sind... unser Boden neigt aber eben auch nicht zum Dichtlagern und Mikroersion wird dadurch auch verhindert, so dass auf tiefes Lockern verzichtet werden kann wenn der Boden nicht zu nass/zu schwer befahren/bearbeitet wird. Den Rest an Lockerung besorgt der Tonanteil durch Schrumpfung/Quellung bei Trockenheit/Nässe bzw. fast immer der Frost im Winter.
Das mit der Horschfräse könnte glatt bei uns gewesen sein, zumindest hatte unsere AG die gleiche Erfahrung gemacht, da wurde von Horsch gleich schnell mal ne komplette Fräswelle mit Messern dran nachgeliefert  ;D Die Fräse gab´s aber wohl zu Versuchszwecken nur eine Saison lang.

MfG nofear
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schweizer

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #62 am: 16. Mai 2011, 12:13:30 »

Ich bin selbst auch erstaunt/enttäuscht über die geringe Haltbarkeit. Das Pflügen unter so trockenen Verhältnissen war sehr kraftzehrend und wurde nur deshalb gemacht weil mein Bruder biologisch wirtschaftet und deshal auf einen sauberen Acker angewiesen ist. (Es war Kleegras vor Mais, der Mais musste ja noch vor dem Regen in den Boden)
Auf anderen Betrieben hat der Pflug überhaupt nicht mehr eingezogen... so hatten wir vermehrt Aufträge in unserem Lohnbetrieb zur Streifenfrässaat von Mais. Auch hier hatten wir einen noch nie so hohen Verschleis an den Lockerungsscharen die in gut 20 cm tiefe arbeiten.
So oder so werd ich beim Importeur für Pöttinger Bodenbearbeitung welcher gleichzeitig Hersteller der Streifenfräse ist vorstellig werden.
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Gregor

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #63 am: 16. Mai 2011, 13:31:15 »

Das Problem hatten wir dieses Jahr auch, nicht ganz so extrem, aber ähnlich....

Nach Feldgras auf Sandboden gepflügt. Den Pflug nur in die Erde zu bekommen war ohne vorheriges losreißen der Vorgewende mit dem Tiefenmeißel garnicht möglich! Die Scharspitzen unseres Kvernelandes haben in diesen 8ha mehr gelitten als sonst auf 50.... >:(
Sogar in der Mitte einfach durchgebrochen ist eine, was ich in der Form noch nie erlebt hab...

Eigentlich wollten wir garnicht pflügen, aber der Grubber schied alleine wegen der Grassoden (unsere Maisdrille hat keine Mulchsaatausrüstung!) aus und an Direktsaat per LU haben wir uns nicht rangetraut... Die Flächen waren schon vor dem Feldgras nicht gepflügt worden und das Problem des Dichtlagerns ist ja nunmal bekannt.

Letztes Jahr haben wir neue Streichbleche am Pflug bekommen, welche aber schon nach geschätzten 2-5 ha der Reihe nach wegbrachen! Der zuständige Händler war allerdings sehr kulant.... :D
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Jochen

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #64 am: 16. Mai 2011, 13:55:30 »


Ich bin froh das wir nicht solche Böden haben und sich der Verschleiß in Grenzen hält

wobei wenn es so trocken ist wüßte ich nicht ob ich pflügen würde....
gut im Frühjahr pflügen ist hier sowieso eine Katastrophe für sich ... das trocknet binnen ein paar Tage auf gepflügte tiefe runter aus und dann hast "Kindsköpfe" am Acker liegen...

mfg
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Ceres

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #65 am: 16. Mai 2011, 14:07:30 »


Ich bin froh das wir nicht solche Böden haben und sich der Verschleiß in Grenzen hält

wobei wenn es so trocken ist wüßte ich nicht ob ich pflügen würde....
gut im Frühjahr pflügen ist hier sowieso eine Katastrophe für sich ... das trocknet binnen ein paar Tage auf gepflügte tiefe runter aus und dann hast "Kindsköpfe" am Acker liegen...

mfg

und dann mit dem GROßEN Hammer die Kindsköpfe kleinmachen !!!!

Es lebe die Bodenstruktur und das Kleinlebewesen  ;D ;D
glaube so was nennt man auch Fachlich Gute Kentniss

Ceres

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Schorsch

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #66 am: 18. Mai 2011, 08:18:30 »

@ schweizer

Hallo,
es heißt ja, daß sich bei 40% erhöhter Fahrgeschwindigkeit der Verschleiß, bezogen auf die bearbeitete Fläche, verdoppeln soll. Mal interessehalber: Wie schnell seid Ihr beim Pflügen gefahren?

Schorsch
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schweizer

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #67 am: 18. Mai 2011, 09:31:23 »

Da der grössere Schlepper an der Streifenfrässaatkombination hängte waren wir mit dem 90 PS Schlepper 4 Scharig unterwegs. Bei diesen trockenen Bedingungen war nicht mehr wie gut 4 km/h drin, Leistungsmässig und auch um die Maschinen nicht zu sehr zu Strapazieren. Ansonsten Pflügen wir eher mit ca 6 km/h. Ich habe irgenwo mal gelesen dass eine verdoppelung der Geschwindigkeit sogar eine vervierfachung von Kraftbedarf und Verschleiss bedeutet. Deshalb und wegen dem Onlandpflügen (bessere Zuglinie) haben wir uns für einen gebrauchten Vierschar entschieden anstatt 3 Schar was eher zu Betriebsgrösse und vohandene Schlepper passen würde.
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Bleifuss

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #68 am: 21. Oktober 2011, 20:31:59 »

Die meisten sprechen hier von Bodenbearbeitungsgeräten. Wie sieht es aber bei hochbelasteten Verschleissteilen von Mähdrescher, SF Häcksler, Mulcher und Mähwerken aus?
Grund : Mir ist ein Häckslermesser gebrochen, absolut ohne fremdeinwirkung, war alles andere als gemütlich, wir waren dann auch 2Tage am schrauben bis wirs wieder hingekriegt haben. Ich hatte den ganzen Satz bei einem hier auch schon genannten Händler bezogen.
Muss man bei einem Nachbauteil halt mit sowas rechnen?
Oder wäre das mit einem Original nicht passiert?
Wenn ein Grubberschar einmal die Qualität nicht hat, passiert ja nichts, aber bei schnellaufenden Teilen ists ja schon mal eine viel höhere gefahrenquelle
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Thomas

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #69 am: 21. Oktober 2011, 20:54:03 »

Bei meinem MD kommen nur Originalteile rein. Im Winter Frühbezug nutzen, sind 30 Prozent und dann ist kaum Preisunterschied. Beim Mähwerk sagte mir der Monteur, dass die Original-Klingen deutlich besser halten als der Nachbau. Kann ich noch nichts zu sagen, da ich jetzt die letzten Billig-Klingen drauf hab.

Gruß
Thomas
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Mateusz

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #70 am: 13. Januar 2012, 15:16:57 »

Hallo, kann mir jemand bitte sagen wo ich am besten die Nachbauteile Ersatzteile/Verschleißteile für Mähdrescher einkaufen kann.

Danke!!
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Euro-T

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #71 am: 13. Januar 2012, 15:23:29 »

Hi,

Schröter ist recht gut sortiert und preislich immer vorne mit dabei:

http://www.schroeter-ersatzteile.de/formular.php
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Gruß

~~ Olli

JoBeck

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #72 am: 13. Januar 2012, 20:56:06 »

Hi,

Schröter ist recht gut sortiert und preislich immer vorne mit dabei:

http://www.schroeter-ersatzteile.de/formular.php

ja da kauf ich auch immer ein, qualität/preis ist ok.

Jobeck
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fons

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #73 am: 13. Januar 2012, 21:01:18 »

Bei meiner Mais Trocknung Laxhuber habe ich den Elevator auch dort gekauft gute Qualität und kostet ca. die Hälfte wie vom Hersteller.
Also Schröter kann ich nur empfehlen.
Habe da schon mehr gekauft Halmteiler usw.
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Mfg. Fons

Henrik

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Re: Original oder Nachbauverschleissteile?
« Antwort #74 am: 18. August 2012, 22:22:45 »

Hallo Henrik

Wie lange halten halten diese Schare im Vergleich zu normalen Schare?
Ich hab bei meinen Leichtgrubber heuer zum ersten mal meine Gänsefußschare mit Panzerelektroden hinter den Reifen aufgepanzert um die ganzen Schare auf einmal tauschen zu können - ob es etwas bringt kann ich erst in 2 Jahren sagen.


Hallo Stefan.

schreibe deine Antwort mal hierein, weil es besser passt  ;) Die Mammut Schare haben locker die doppelte Standzeit wie die normalen Schare, man muss aber genau schauen was man vergleich und jedes Jahr ist anders. Wir hatten zum Beispiel mal das gewendelte Schar von Väderstadt auf einem Grubber drauf, da war es mehr als die vierfache Standzeit, sind aber auch deutlich schwerer.

Beim allrounder ist es noch krasser, im Vergleich zu den Orignal Köckerling kommen wir mit den HTU Scharen ungefähr auf die 6 fache Standzeit. Die normalen sind im nu runter während bei den anderen noch kaum was zu sehen ist.
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