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Autor Thema: Landwirtschaft im TV  (Gelesen 317127 mal)

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Farmer

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #885 am: 09. Juli 2019, 22:28:23 »

Egal was da heute Abend kommt es wird wieder viel kaputt machen.  Ich habe ja auch ein paar Kühe, und unschöne Situationen gibt es immer mal. Entscheident ist aber wie man damit umgeht. Der Umgang mit kranken Tieren macht viel Arbeit für die oft egal in welcher Betriebsgröße zu wenig Zeit ist.Dann muss man aber so konsequent sein und solche Dinge schnell Entscheiden wenn kurzfristig keine Besserung in Sicht ist. Dies hat der Betriebsleiter zu verantworten. Wenn er dieser Verantwortung mehrfach nicht gerecht wird sollte man schneller, und konsequent von Behördenseite reagieren. Das würde den Betrieben nutzen die einen respektvollen Umgang mit Ihren Tieren leben.
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nofear

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #886 am: 09. Juli 2019, 23:21:00 »

Habs mir kurz angeschaut.

Kranke Tiere gibts immer mal, egal ob groß oder klein. Auch der Umgang damit ist keine Frage von groß oder klein.
Schwarze Schafe gibts leider überall. Diese Berichte schaden uns allen.
Ganz klar: Verstöße sind anzuzeigen und zu ahnden, fertig aus.
Wer den Respekt im Umgang mit dem Mitgeschöpf verloren hat ist fehl am Platz und sollte sofort aufhören.

Nochwas: Hier fährt kein Transporter mehr ein Tier, welches nicht gesund ist zum Schlachthof. Da reicht schon Fieber oder schwere Lahmheit. Sobald nicht sicher ist, ob das Tier den Transporter am Schlachthof aus eigener Kraft verlassen kann lädt hier keiner mehr auf. Und das wissen mittlerweile alle. Das hat leider die unangenehme Folge für die Tierhaltungsbetriebe, dass Tiere die normal nix bis wenig haben (normalerweise werden Milchkühe ja nur geschlachtet wenn es einen Grund gibt, abgesehen von Alter, Leistung und Fruchtbarkeitsproblemen) nur noch verlustbringend anderweitig "entsorgt" werden können. Schon traurig, wenn man bedenkt, dass dies eigentlich Nahrungsmittel oder zumindest noch Nahrung für Tiere darstellt.
Aber da sieht man mal wieder, welchen Stellenwert Tierhaltung hier noch hat. Im übrigen ist diese Reportage ein weiterer Sargnagel für Nutztierhaltung hier.

Keine Ahnung, was da alles schief gelaufen ist, da müssen mehrere weggeschaut haben...

Das alles völlig wertfrei und ohne Vorwurf.
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„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Rohana

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #887 am: 10. Juli 2019, 08:06:12 »

Tiere mit Fieber und Tiere die sich nicht selbst (und schmerzefrei) auf den Transporter bewegen können sind nicht transportfähig, ist auch nicht erst seit gestern so... 
« Letzte Änderung: 10. Juli 2019, 08:29:18 von Rohana »
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bayernfarmer

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #888 am: 10. Juli 2019, 08:29:10 »

Hallo,
der Betrieb is jetzt sowieso erledigt, bei 39 Kontrollen in den letzten paar Jahren hat definitiv einiges nicht gepasst.

Mastschweine, die sich am Bein verletzt haben, sind auch nach Ausheilung nicht mehr zu vermarkten, da sich immer noch was feststellen lässt.

ein hinkendes Tier nimmt dir hier kein Viehfahrer mehr mit.

Früher wurde das betrefende Teil als nicht tauglich abgezogen. Heute kommt garantiert die Anzeige vom Schlachthoftierarzt.
Also wird es sofort notgetötet. Sinnvoll?
Aber Betriebe, die so mit Tieren umgehen verschärfen das ganze noch, und ganz ehrlich, ich bin froh wenn beim Schweine liefern alle Tiere einwandfrei vom Transporter laufen und am Schlachtband keine alten Verletzungen oder gar frische fest gestellt werden und mittags keine mündliche Anzeigemitteilung eingetroffen ist. Denn Tiere können immer mal aufspringen und ausrutschen und sich verletzen.
Hier gab es schon einige Anzeigen, obwohl von den betreffenden LW wissentlich kein verletztes Tier verladen wurde.
Aber die Veterinäre haben mitlerweile alle Schiss, das irgendwo eine Kamera hängt, oder irgendwer sie anzeigen könnte, wenn sie nicht reagieren.
Das ganze erzeugt nur mehr Druck, weil keiner dem anderen mehr traut.
Warum, weil es immer wieder Typen gibt, die glauben sie müssten sich nicht an Gesetze und an Moral halten, egal wie groß die Bestände sind.

mfg

fritz
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Henrik

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #889 am: 10. Juli 2019, 08:46:44 »

Hallo,
der Betrieb is jetzt sowieso erledigt, bei 39 Kontrollen in den letzten paar Jahren hat definitiv einiges nicht gepasst.


Das ganze erzeugt nur mehr Druck, weil keiner dem anderen mehr traut.
Warum, weil es immer wieder Typen gibt, die glauben sie müssten sich nicht an Gesetze und an Moral halten, egal wie groß die Bestände sind.

Bei einigen ist das auch Masche. Irgendwann sind die so groß und glauben das sie unfehlbar sind, vor allem weil bei Kontrollen und anzeigen am Ende nix oder nicht viel rausgekommen ist. Die Mühlen der Justitz und Behörden mahlen langsam aber irgendwann kommen auch diese Betriebe dran. Dann fällt den alles vor die Füsse was mal gut war. Und dann hilft auch die Größe nicht mehr.
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wernerzwo

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #890 am: 10. Juli 2019, 17:45:15 »

Was mir auffällt:
Jeder schreibt hier nur über das A....och, welches auf seinem Hof die Tiere unnötig gequält hat und leiden hat lassen. Was aber ist mit der "SOKO Tierschutz", welche offenbar über Tage das Leiden eines Tieres "dokumentiert" hat und offenbar sogar mehrere Fälle am gleichen Betrieb?

Die haben das Leiden der Tiere unnötig verlängert UND die nachfolgende Fälle erst möglich gemacht, weil der erste Fall bei den Behörden nicht unmittelbar angezeigt wurde! Eigentlich sollte man die "Tierschützer" ebenfalls wegen Tierquälerei anzeigen...
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bayernfarmer

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #891 am: 10. Juli 2019, 18:26:49 »

Hallo wernerzwo
das macht kein Tierhalter, da er sicher sein kann, der nächste zu sein.
Diese Soko begründet es mit Beweismittel sammeln. Ausserdem gingen während der Beobachtungszeit bereits Anzeigen ein.
Angezeigt hat es im Vorfeld bereits ein Verpächter an Endres. Auch im letzten Jahr gab es bereits Anzeigen.
Dieses jetzt publick zu machen hat den Zweck Druck auf die Politik und die Beamten zu machen.
Du lebst etwas abseits einer viel befahren Straße, bzw stehst nicht so sehr in der Öffentlichkeit, damit du jetzt schon interessant bist als Objekt.
Wir greifen hier immer wieder ungebetene Gäste auf und ich hatte letztes Jahr mehrere unangemeldete Veterinärkontrollen, bis hin zu dem Verdacht unerlaubten Antibiotikaeinsatzes. Gehört hab ich nie danach nie mehr was, ausser bei den ersten Blutproben, weil sie gar nix gefunden haben und weitere angeordnet wurden.
Bis es öffentlich wird, ist schon manches am laufen.
Was etwas unterging war der Verbleib kranker Tiere, Gott sei dank. Dabei geht es darum den Fleischverzehr zu verleiden.
Das System dieser Organisationen ist perfide, aber mit dem System Angst um die Gesundheit des eigenen Lebens zu machen  kannst du gut Geld machen.
Das die Bedingungen der Tierhaltung dort alles andere als ok sind ist wohl klar.
Aber trau dich und zeig sie an, ich garantiere, du hast bald Besuch, ich weis warum das Veterinäramt bei mir zu Besuch war und in letzter Zeit auch wieder einige andere am Hof.
Weil ich manchmal meine Meinung zu eindeutig sage. Dabei muss dir auch klar sein, welche Auswirkungen dies auf deine Psyche hat und die deiner Familie.

mfg

Fritz
« Letzte Änderung: 10. Juli 2019, 18:29:54 von bayernfarmer »
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BNT

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #892 am: 10. Juli 2019, 19:29:52 »

Wenn du oft genug Besuch von den Behörden hast, stellt sich irgendwann so etwas wie Routine ein. Man kennt sich, weiß, was man voneinander zu erwarten hat - das ist dann eigentlich eine recht angenehme Situation im Vergleich zu einer ersten Kontrolle aufgrund einer anonymen Anzeige, in der man irgend eines schweren Vergehens bezichtigt wird.
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bayernfarmer

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #893 am: 10. Juli 2019, 20:42:16 »

Hallo BNT,

du hast keine Ahnung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Du hast nicht verstanden was ich geschrieben habe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Denk nach!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ne  QS Kontrolle oder GobalGap etc is ein Kindergeburtstag,
Da kommen nicht immer die gleichen, und wenn sie dich aus dem Bett läuten wirds anders, besonders wenn du von Razzia etc tags darauf in der Zeitung liest. Bzw du nur noch Beifahrer bist in der Betriebsorganisation, das erste was sie dir zeigen ist die Anordnung, bzw den Durchsuchungsbefehl.
Nur weil du den einem oder anderem auf die Zehen getretten bist.
Das musst du auch mal deiner Familie erklären, bzw Frau, die auch noch Beamte ist.
Wenn du zurück schlägst wird ne andere Liga!!!!!
Die wollen zeigen wa sie können.


Fritz
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Josef

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #894 am: 10. Juli 2019, 20:42:19 »

Wenn du oft genug Besuch von den Behörden hast, stellt sich irgendwann so etwas wie Routine ein. Man kennt sich, weiß, was man voneinander zu erwarten hat - das ist dann eigentlich eine recht angenehme Situation

So ist es, wir haben bei den Hähnchen 3 Verladekontrollen je Durchgang (7,5 Durchgänge pro Jahr )
Dann noch QS, Tierwohl, IKB, VLOG bei Hähnchen und teilweise bei Schweinen!
Natürlich die Kontrollen die zu GAP gehören plus Kontrollen durch den Landkreis (IED)
Ich hab sicher noch welche vergessen! Das macht mich ehrlich gesagt nicht mehr nervös, jeder der gekommen ist zu kontrollieren ist auch wieder gegangen, keiner hat sich hier eingenistet  :D

Das ganze macht auch ein wenig Kontrollerfahren und ruhiger!
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wolf

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #895 am: 16. Juli 2019, 09:43:23 »

Habt ihr gestern Hart aber Fair gesehen?

https://www.ardmediathek.de/ard/shows/Y3JpZDovL3dkci5kZS9oYXJ0IGFiZXIgZmFpcg/hart-aber-fair

Auffallend war, wie schwach der Rukwied aussah. Dagegen Franz Prinz zu Salm-Salm, der Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes in Sachsen-Anhalt ist. Er gab wirklich flammende Appelle in emotionalen, mitreißenden Vorträgen ab, wurde eigentlich nie unterbrochen und am Ende hatten alle vollstes Verständnis für seine Forderungen.  ;)
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Hacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht. Albert Einstein

www.genussregion.oberfranken.de
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wernerzwo

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #896 am: 16. Juli 2019, 10:05:07 »

Das Personal in unserer Berufsvertretung ist eigentlich schon etwas länger "suboptimal"!

Ich erinnere nur mal an die "Ruckwied-Dürrehilfe" letztes Jahr oder die Vertretung der Landwirte beim Volksbegehren in Bayern.
Laut Aussage von Bürgern aus München, gab es über einen langen Zeitraum x-Stände an zentraler Stelle von Befürwortern aber keine mit Argumenten des BBV. Ich frage mich da schon manchmal, was die hauptberuflichen "Vertreter" in der Zentrale in München so den ganzen Tag machen!

Nachdem man mit fliegenden Fahnen verloren hatte, kam ein Brief vom Bayernpräsidenten mit dem Inhalte "... man sei wieder Gesprächspartner auf Augenhöhe"  :bruell:
Die Antwort kam den kurz drauf vom Ministerpräsidenten, der einfach ohne Druck noch zusätzliche 80.000 ha "Schutzfläche" über das Volksbegehren hinaus draufgesattelt hat.  :wall:

Von so manchem "Vorbild" aus der oberen Führungsriege will ich da noch gar nicht sprechen:
https://www.nordbayern.de/region/hersbruck/strafbefehl-gegen-bauernprasident-gunther-felssner-erlassen-1.7254316
Solche Dinge bleiben bei vielen Menschen hängen  :-\

Wie gesagt - suboptimal!


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Georg

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #897 am: 16. Juli 2019, 10:44:32 »

Ja, ich habs mir auch angetan!
Eigentlich hat mir zum Schluss gefehlt das die liebe Julia der Runde noch ne Weinprobe anbietet...
Über Ruckwieds Diskussionsbeiträge ein Wort zu verlieren ist vergebliche Mühe...

Gut gefallen haben mir der Beitrag von Franz Alt : Die Kinderarbeit ist doch auch nicht mit höheren Steuern besiegt worden, der Sklavenhandel auch nicht. Wo sind die schlichten Verbote? Nur Verbote seitens der Politik können jetzt noch helfen.....

Es ist halt (leider) wie es ist. Warmblütige Lebewesen (und dazu gehört auch der Mensch) funktionieren halt teilweise nur auf Anleitung und/oder Verbot. OK die große Masse der Warmblüter funktioneren nach Instinkt aber haben fast immer ein Leittier in der Herde.
Aber Menschen und Tiere die durch den Menschen in der Zucht geändert wurden funktionieren halt meist nur auf Verbote oder auf Befehl/Anleitung durch den Menschen (Pferd, Hund, etc.)
Das wird Menschen schon als Kinder beigebracht das sie in irgendeine Richtung zu "funktionieren" haben.
Ob im Kindergarten, Schule, Beruf, Militär etc.
Es gibt ja den einen nach meiner Meinung "wahren Spruch" eines gebürtigen Östreichers in seinem Buch:
"Der Mensch ist eine willenlose Masse und braucht einen Führer" Achtung! Ist nicht meine politische Richtung!
Der einzige Fehler in dem Satz das er sich nur auf Menschen, der besser auf "Stimmvieh" bei Wahlen, bezieht.
Richtig müsste es heißen: Warmblüter sind eine willenlose Masse...

Grundsätze der Natur lassen sich halt mal nicht aushebeln!

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Habe ich einen großen Durst
Ist mir meine Leber wurscht

Fox!

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #898 am: 16. Juli 2019, 12:21:15 »

Habe mir die Sendung auch angesehen - da die Parteien ausnahmsweise mal halbwegs fair verteilt wurden.

Zur Klöckner verliere ich besser nicht so viele Worte. Viel bla bla was sie alles macht und tut und noch tun will. Irgendwo hab ich einen Kommentar gelesen "War das eine Wahlkampfveranstaltung der CDU?". Steckt schon ein Fünkchen Wahrheit drin.
Ploeger schilderte seine Einschätzungen als Wetterexperte, nicht mehr und nicht weniger.
Franz Alt kam mir vor wie ein seniler, alter Mann, der sich nur noch den Satz "Wir brauchen 30 % Ökolandwirtschaft!" erinnern kann und das in einer Tour in die Runde geplärrt hat. Meint wohl damit den Klimawandel aufzuhalten oder die LW damit irgendwie zu stabilisieren. Seltsamer Typ.
Ruckwied hat recht lange gebraucht darauf zu reagieren und hätte ruhig mal etwas deutlicher sagen können, dass der Verbraucher halt keinen Bock auf 30 % Ökolandwirtschaft hat. Insgesamt etwas blass geblieben.
Der Prinz war tatsächlich klasse - obwohl auch er gegen die LW gestichelt hat. Aber ansonsten super Plädoyers für seinen Berufszweig gehalten. Wie weiter oben schon erwähnt die Leute emotional gepackt und mitgerissen, das war rhetorisch sehr gut gemacht. So einen Mann bräuchten wir auch mal.

Wäre ich ein neutraler Zuschauer gewesen, hätte ich am Ende mehr Mitleid und Verständnis für die Waldbauern als die Landwirte gehabt.
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Georg

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Re: Landwirtschaft im TV
« Antwort #899 am: 16. Juli 2019, 14:11:05 »

Fox, sorry, von wem erwartest Du als Landwirt (Unternehmer) Mitleid?
Übrigens, auch hier gilt das Sprichwort: "Mitleid bekommt man umsonst............

Ich gehe davon aus, das Du als Landwirt (Unternehmer) respektiert werden, und Deine Leistungen für die Allgemeinheit anerkannt bekommen, möchtest?

Wenn Du genau hingehört hast, und genau das war/ist die Gleinigkeit, wehalb der Prinz so gut auch zu Dir rüber kam, er hat im Gegensatz zum Beuernpräsident nicht um Mitleid gebettelt, sonder er hat ganz klar und deutlich seine Forderungen leicht für jeden Zuschauer gestellt.

Die Waldbauern bekommen ja nun 600 Mio für Nachpflanzungen. Wenn er es auch noch erreicht das Glöckner das Ganze auf 6 Milliarden aufstocken will, bekommt Glöckner das Geld aus anderen Töpfen....
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