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Autor Thema: Mehr Kontrollen im nächsten Jahr!  (Gelesen 4138 mal)

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Georg

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Mehr Kontrollen im nächsten Jahr!
« am: 22. Juni 2007, 16:00:55 »

Soebenhab ich eine (zumindest für mich geschäftlich) interesante Information bekommen.

In Brüssel wurden diese Woche die neuen Regularien der Ausgleichzahlungskontrolle ab 2008 beschlossen!

2 Änderungen sind für Landwirte "relativ unschön"!

1. Anstatt 5 % der Flächen müssen von den Mitgliedsländern ab 2008 50% der Flächen auf Größengenauigkeit
kontrolliert werden! Die kann mit Orthophotos oder GPS geschehen (beides wurde rechtlich gleich gesetzt)
2. Es wird keine Tolleranzen mehr geben! Bisher waren es +/- 1,5 % der Fläche.

Der erste Punkt ist ja noch machbar! Aber der zweite Punkt ist in meinen Augen sehr kritisch zu bewerten!

Vor allen Dingen der kleine Pasus in den Regularien das GPS und Orthophoto gleich berechtigt sind!

Was ist wenn jemand mit GPS seine Flächen erfasst und daraufhin angaben macht, und er wird über das Orthophoto das eventuell schon 5 Jahre alt ist kontrolliert! Ich kann mir heute schon das Theater in den Ämtern oder Kammern vorstellen!

Übrigens das sind nur die Änderungen die mich direkt geschäftlich betreffen! Nach den weiteren Änderungen hab ich nicht gefragt.
Noch nicht entschieden wurde, ob die Flächenstilllegung aufgehoben wird! Das soll in den nächsten 2 Wochen passieren!
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Gery79

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Re: Mehr Kontrollen im nächsten Jahr!
« Antwort #1 am: 22. Juni 2007, 20:41:44 »

Das is ja fast schon wie es Amen im Gebet daß die Kontrollen immer mehr werden. Ich bin der Meinung daß die Flächenstilllegungen sowieso früher oder später aufgehoben werden.
Lassen wir uns überraschen was rauskommt.


Mfg Gerald
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Jochen

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Re: Mehr Kontrollen im nächsten Jahr!
« Antwort #2 am: 22. Juni 2007, 20:52:59 »

Wundert mich auch nicht

wenn ich mir das anschau was bauern so aufführen - da werden einfach 100% der parzellengröße angegeben - und unser kadasterplan? naja

da sind feldwege etc. mit auf der parzelle (war immer so und wir so bleiben sind ja alles privatwege die die anderen nutzen dürfen) und die zieht keiner ab

wenn man mit der sähmaschine unterwegs ist beim sojasähen sieht mans auch - auf grund der größeren überlappung (nur jede zweite düse offen) muß mehr am hektarzähler drauf sein - manche halten einem die anträge unter die nase zum fläche abschreiben und dann guckt man auf den ha zähler und man hat teilweise weniger drauf....

bauernschlau eben

die bauern die bis dato immer in ordnung gearbeitet haben müssen sich nicht fürchten - trozdem nimmt es polizeistaatähnliche strukturen an - was ich so nicht verstehe - ich warte ja nur bis es wieder einen hobbylandwirt erwischt der eigentlich rechtsanwalt ist - dann gehts wieder rund

mfg
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Stanky

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Re: Mehr Kontrollen im nächsten Jahr!
« Antwort #3 am: 22. Juni 2007, 21:18:30 »

Moin,
seit dem wir in S.-H. die Feldblöcke haben, habe ich vor Flächenkontrollen keine Angst mehr, die Flächen hat uns doch das ALR vorgegeben.
Viel entäuschender ist doch, das unsere Einwendungen aus dem Beteiligungsverfahren aus 2005 immer noch nicht in die Anträge eingeflossen sind, und keiner weiß ob sie im nächsten Sammelantrag berücksichtigt werden.
Grüße
Stanky
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Georg

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Re: Mehr Kontrollen im nächsten Jahr!
« Antwort #4 am: 22. Juni 2007, 23:50:12 »

Moin,
seit dem wir in S.-H. die Feldblöcke haben, habe ich vor Flächenkontrollen keine Angst mehr, die Flächen hat uns doch das ALR vorgegeben.
Viel entäuschender ist doch, das unsere Einwendungen aus dem Beteiligungsverfahren aus 2005 immer noch nicht in die Anträge eingeflossen sind, und keiner weiß ob sie im nächsten Sammelantrag berücksichtigt werden.
Grüße
Stanky

Na Stanky, da würde ich Dir aber raten Dir mal genau die Regeln der Ausgleichszahlungen durchzulesen!

Für die Richtigkeit der Feldblöcke und dwe Feldstücke zewichnet nixcht das ARL verantworlich aondern der Antragsteller! Da unterliegen 99% der LAndwirte in der EU einem Fehlglauben!

Genau das ist der Grund weshalb die Kontrolle durch die EU so ratikal erhöht wird!!!!

So wie es aussieht werden derzeit in der EU ca 3% zuveil bewirtschaftete Fläche beantragt! Das sind ca 1 Milliarde Euro Ausgleichzahlung zuviel!

Ich möchte heir bitte nicht missverstanden werden! Was Ihr macht und beantragt und wie es Ihr macht ist mir persönlcih egal! Ich wollte mit meinem Beitrag lediglich auf diese Änderung hinweisen!

Veileicht ist ja der EIne oder ANdere von Euch demnächst auf dem deutschen Bauerntag in Bamberg und kann sich dort dann Genhofers Märchen von der Verwaltungsvereinfachung bei der CC anhören! Der Bauernverband feiert Dies ja als den großen Erfolg!

Der "Erfolg" in Kalrschrift ist: Vegehen unter 100 Euro werden nicht mehr verfolgt (wurden in der Praxis bisher auch nicht geahnted!) Als Ausgleich wird nun bei den Flächenprämien hingelangt!

Einige Mitarbeiter der Kontrollbehörden hatten ja schon Angstzustände das eventuell ihr Job am Faden hängt!
Nun sihts fast so aus als wenn die Mitarbeiterzahl dort verdoppelt werden muss! Laut EU kosten die zusätzlichen Kontrollen in der EU ca. 200 Millionen Euro. Allerdings werden dann voraussichtlich 500 Millionen eingespart!

Es gibt genug ander Stellen in Brüssel die schin ganz "geil" auf die frei werdenden Agrarmittel warten!

Man geht auch davon aus, das die LAndwirte bzw. ihre Lobbyisten nicht viel "meckern" werden da im Moment die ganze Landwirtschaft wegen der "hohen Preise" in einer "anderen Welt" schwebt!
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Klaus

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Re: Mehr Kontrollen im nächsten Jahr!
« Antwort #5 am: 23. Juni 2007, 08:29:23 »

Hallo Georg,

ähnlich entspannt wie Stanky sehe ich die Sachlage bei uns in S.-H. auch.

Mit Einführung der Feldblöcke hat man uns die Nettogröße unserer Schläge quasi aufdiktiert, die vorgegebene Größe eines Feldblocks ist das Maß aller Dinge.
Die Post mit den Feldblöcken kam damals direkt vom Ministerium, die Einwendungen die wir machen konnten, Stanky hat es angesprochen, mußten auch beim Ministerium in Kiel eingereicht werden.

Alles was vorher war, egal ob die Schlaggröße laut Katasterangaben,, per GPS oder durch eine amtliche Vorortkontrolle ermittelt wurden, gilt nicht mehr.
Es zählen einzig und allein die Feldblockgrößen. Wie sich die einzelnen Bewirtschafter eines Feldblocks die Hektare und Quadratmeter innerhalb des Feldblocks aufteilen bleibt ihnen überlassen.
Falls dann ein Feldblock bei der Beantragung "überläuft" wird seitens der Kontrollbehörde willkürlich Fläche gestrichen.
Die Verantwortung über die größe unserer Flächen ist uns damit genommen.

Gruß
Klaus
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Georg

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Re: Mehr Kontrollen im nächsten Jahr!
« Antwort #6 am: 23. Juni 2007, 10:19:20 »

Klaus,

Prizipiell schreibts Du das richtig! SH ist auch ein echter Sonderfall!
Durch den Förderalismus in Deutschland sind für die Auszahlung und Verwaltung der EU Gelder die Bundesländer verantwortlich! Deshalb gibt es in den verschieden Bundesländern auch z.t. Erhebliche Abweichungen. Es haben sich übrigens zwei Bundesländer bei der Voranhörung der EU zu den neuen Regularien ganz erheblich gewehrt!
Und genau SH ist einer derMitauslöser dieser neuen Regeln!!!!
Ich habe dem Stanky lediglich gesagt das er mal die Regularein der Ausgleichszahlungen durchlesen soll!

Klaus, wie DU weißt, bricht bei einem EU Gesetz EU Recht das Mitgleidsländerrecht udn in Deutschland dann ein Beundesgesetz das Länderrecht!

Demzufolge ist es so wie SH und ein weiteres Bundesland gemacht haben devinitve falsch!

Ncohmals: Im Gesetz sthet klar und deutlich das der berechtigte Antragsteller für alle Angaben allein verantwortlich ist! Und das gilt (leider?) auch für SH, da es derzeit noch Mitglied der EU ist und von dort die 50 % ige Cofinanzierung der Ausgelichszahlungen abruft!

In allen anderen Mitgleidstaaten (mit Ausnahme von England) und in Deutschland alle anderen Bundesländern haben in der Regel die Landwirte entweder einen gedruckten Vorschlage des Feldblockes bekommen mit der Bitte der Korrektur durch mannuelles EInzeichnen oder das ganz Digital oder übers Internet.

Es stimmt, in SH ist es etwas anders gelaufen. Ich denke das es da in Keil auch noch zu konsequenzen kaommen wird, wenn die EU die Umstände aufgearbeitet hat!

Es hat übrigens schon ein anderes Bundesland 25 Millionen Euro Anlastung bezahlt! (Anlastung = SO nennt dei EU eine Strafe - dh bei Unregelmäßigkeiten wird eine bestimmte SUmme nicht ausbezahlt!)

Die Landwirte haben darunter "nur indirekt" zu leiden. Denn das Geld wurde ja schon ausbezahlt! Und durch verwaltungsfehler kann man den LAndwirten das Geld nicht wieder abverlangen. D.h. das Bundesland musste es selbst tragen! Ws werden halt dann mal für eine weile Förderungen für Soziale Einrichtungen /Kindergärten, Krankenhäuser, ALterheime, Vereine etc. ) gestrichen!

Indirekt sind die LAndwirte in diesem Bundesland aber in der Folge doch betroffen , und zwar zeimlich hart! Die Kontrollen werden seitdem von den Behörden wirklich nach Punkt und Komma durchgeführt! Diese Bundesland wird seitdem jedes Jahr auf Herz und Nieren von der EU geprüft und jede Kleinigkeit wird beanstandet!

Das ganze ist in meinen Augen nicht nur ein Problem der Verwaltung sondern letztendlich ein Problem für jeden einzelnen Landwirt, auch in SH, wenn aus irgendwelchen Gründen inder Verhwaltung geglaubt wird man könnte gegen die EU ein örtliches Gesetz machen!

Nichtwissen schützt nicht vor Strafe!!! iese Regel gilt fast auf der ganzen Welt!

Das war mein letzter Kommentar zu diesem Thema! Ich komme dann darauf zurück, wenn Du oder Stanky hier irgendwann mal das Jammern wegen strenger Kontrollen anfangen!
Ich kann EUch nur raten, setzt Euh mal eine Stunde hin und vesucht die EU Regularien durchzulesen und klar zu verstehen! WennIhr es nicht versthet kann cih EU gerne die Adresse der zuständigen Person in Bonn geben (Das LW Ministerium ist immer noch dort!), da bekommt Ihr es dann genau erklärt.

Noch ein Zusatz!

WIe Du weißt, werden alle Nawaros kontrolliert (Auch in SH!) wenn nun, (zum leichter Rechnen) ein Fledblock 10 ha hat und es sind da 4 Bewirtschafter mit je 2,5 ha. EIner baut Nawaros an! Er wird kontrolliert und es wird festgestellt, das er 2, 6 ha anbaut. FÜr eisen Bewirtschafter ist alles klar, er bekommt o,1 ha abgezogen!

Nun geht es aber für die andern 3 los, denn zumindest einer muss zuviel fläche beantragt haben! Demzufolge sind die Behördenmitarbeiter verpflichtet die anderen 3 Feldstücke auch zu kontrollieren!  das muss zur folge haben das ein weiterer Antragsteller einen Fehler hat. Aber die Floge ist dann für die Verwaltung wesentlich weitreichender! Da nun 2 Landwirte eine fehler bie lediglich 1 oder insgesamt 2 Feldstücken im ANtrag haben, muss die Verwaltung auf diesen Betrieben nun 50% der Fläche kontrolieren!

SH, wollte eine Verwaltungsvereinfachung, und ich unterstütze das voll und ganz! Leider haben Sie das Ganze total flsch angepackt, und letztendlich allen Landwirten eigentlich einen Bärendienst erwisen! Allerdings war SH nicht alleine! Wie schon gesagt es war noch ein weiteres Bundesland und noch ei Wieteres Mitgliedsland, (übrigens von der "alten" EU) die dagegen waren!

Übrigens: Den Polen wurde untersagt, die Ausgleichszahlungen schon im Sommer auszuzahlen! Aufgrund von unklarheiten bie der Kontrolle, werden nun Zahlungen auch in Polen erst im WInter nach der Kontrolle getätigt!

Ihr erinnert Euch das dies bie uns vor 2 Jahren geändert wurde! Der Grund waren einfach ungenauigekiten bei der Kontrolle durch die Behörden! Komischerweise bekopmmen die Spanier und Portugiesen ihr geld schon im Sommer!

Wie kann da sein das die Besser sind wie......... unter anderem auch SH?

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