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Autor Thema: Photovoltaik auf Altgebäude  (Gelesen 1198 mal)

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John Deere 7830

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Photovoltaik auf Altgebäude
« am: 13. Januar 2021, 17:42:29 »

Hallo,

wie ist die Erfahrung bei PV-Anlagen Besitzern mit der Montage auf einem Dach aus den 80er Jahren? Konkret geht es mir um die Last durch die Module. Kann das der Erfahrung nach der Dachstuhl ohne weiteres aufnehmen oder sind da Verstärkungen notwendig. Sind die Module mit der Zeit leichter geworden?

Mir ist bewusst dass diese Frage sehr allgemein gehalten ist, so viel wie aktuell über PV geschrieben wird kann hier vielleicht jemand eine aussage treffen. Weiters geht es mir um die Aussage eines Bekannten, er hätte den Dachstuhl seines neuen Gebäudes extra stärker ausgelegt um später die Möglichkeit einer PV-Anlage zu haben.

Dass es dann, wenn es so weit ist, nochmal von einem Baumeister/Zimmerer begutachtet werden muss, ist mir klar.

E: Geht so um 10kwp auf einem alten Stalldach.
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Heico

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #1 am: 13. Januar 2021, 17:55:48 »

Na wenn du da zu Fuß drauf laufen kannst, dann kann das Dach auch die PV Anlage aufnehmen. Schnee rutscht sogar besser ab als vorher.
Aber wie dein Bekannter kann man auch eine Baufirma fragen, die das ausrechnet, dass du ein neues Dach brauchst.
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Rhoihesse

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #2 am: 13. Januar 2021, 17:58:01 »

Ein Dachstuhl ausvden 80ern sollte doch eine Statik vorhanden sein?
Ansonsten würde ich ein Statiker hinzuziehen wenn du unsicher bist.
Bei meiner Pv Anlage, selbe Größe, war das vor 10 Jahren kein Problem. Da 1970 mit einer höheren Schneelast gerechnet wurde und die damals dank Klimawandel für die Pv Anlage ausreichte
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Mabbi

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #3 am: 13. Januar 2021, 18:14:06 »

PV-Anlage mit Unterkonstruktion für Sparrendach liegt bei < 15Kg/m². Wenn das ein Problem für dein Dach sein sollte, würde ich das Gebäude grundsätzlich nicht mehr betreten. :)  Probleme mit sowas gibts eigentlich nur bei Gewerbehallen, die bei Auslegung Dachlast mit Schneelastreserve wegen Kosten auf Kante genäht sind.
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fischer

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #4 am: 13. Januar 2021, 18:24:04 »

Habe Anlagen auf Dächern aus dem Jahr 62.
Dacheindeckung wurde vor der Montage erneuert, Module drauf,kein Problem seit 11 Jahren.
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JD8200

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #5 am: 13. Januar 2021, 18:29:35 »

Da würde ich mir keine Gedanken machen bezüglich der Traglast. Mein ältestes Gebäude mit PV ist aus den 1850er Jahren. Lediglich bezüglich der Eindeckung würde ich auf Nummer sicher gehen falls die Platten/Ziegel schon älter sind und beim drüberlaufen gerne brechen.
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Dieser Text wurde mit keiner anderen Person abgesprochen. Diesen habe ich aus freiem Willen und ohne Nachfrage bei anderen Moderatoren, Vereinsvorständen, Vereinsmitgliedern oder sonstigen Personen geschrieben.

Pfanne

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #6 am: 13. Januar 2021, 18:47:06 »

Falls du keine Ziegeln sondern Platten drauf hast, muss eh erst eine Astbestprobe eingeschickt werden. War bei unserem Maschinenschuppen auch der Fall.
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John Deere 7830

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #7 am: 13. Januar 2021, 18:48:34 »

Ok. Danke für die vielen Antworten in so kurzer Zeit.

Das Welleternit soll davor natürlich ersetzt werden.
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Mabbi

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #8 am: 13. Januar 2021, 18:57:45 »

Ok. Danke für die vielen Antworten in so kurzer Zeit.

Das Welleternit soll davor natürlich ersetzt werden.

Dann mach Trapezblech drauf. Ist von den Montage- und Unterkonstruktionskosten am günstigsten.
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Gufera

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #9 am: 13. Januar 2021, 21:08:48 »

PV-Anlage mit Unterkonstruktion für Sparrendach liegt bei < 15Kg/m². Wenn das ein Problem für dein Dach sein sollte, würde ich das Gebäude grundsätzlich nicht mehr betreten. :)  Probleme mit sowas gibts eigentlich nur bei Gewerbehallen, die bei Auslegung Dachlast mit Schneelastreserve wegen Kosten auf Kante genäht sind.

Bei einem Steildach gebe ich Dir recht. Da ist das Gewicht der Module in der Regel kaum von Bedeutung. Bei einem Flachdach (vor allem beim Holzbau) sieht das schon ganz anders aus. Wobei auch dort das Gewicht der Module nicht wirklich das Problem darstellt, sondern vielmehr das Gewicht welches man aufs Dach bringen muss, um einen ungewollten Abflug aufgrund von Windlast/Sog zu verhindern. Wegen der Abdichtung, welche nicht verletzt werden darf, ist ein einfaches runter schrauben wie beim Steildach in der Regel nicht möglich.
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Mabbi

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #10 am: 13. Januar 2021, 21:26:13 »

PV-Anlage mit Unterkonstruktion für Sparrendach liegt bei < 15Kg/m². Wenn das ein Problem für dein Dach sein sollte, würde ich das Gebäude grundsätzlich nicht mehr betreten. :)  Probleme mit sowas gibts eigentlich nur bei Gewerbehallen, die bei Auslegung Dachlast mit Schneelastreserve wegen Kosten auf Kante genäht sind.

Bei einem Steildach gebe ich Dir recht. Da ist das Gewicht der Module in der Regel kaum von Bedeutung. Bei einem Flachdach (vor allem beim Holzbau) sieht das schon ganz anders aus. Wobei auch dort das Gewicht der Module nicht wirklich das Problem darstellt, sondern vielmehr das Gewicht welches man aufs Dach bringen muss, um einen ungewollten Abflug aufgrund von Windlast/Sog zu verhindern. Wegen der Abdichtung, welche nicht verletzt werden darf, ist ein einfaches runter schrauben wie beim Steildach in der Regel nicht möglich.

Auch auf dem Flachdach ist das kein großes Thema. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig Ballast wir brauchen bei Ost-West-Aufständerung mit 10°, selbst auf Dächern ohne Attika. Aufgrund der hohen Reserven die unsere Statiksoftware bei der Windlastberechnung einrechnet, denke ich, dass die wohl auch ganz ohne Ballastierung stehen bleiben würden, auch bei Anlagen < 10 Kwp.
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Mabbi

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #11 am: 13. Januar 2021, 21:35:08 »

Wegen der Abdichtung, welche nicht verletzt werden darf, ist ein einfaches runter schrauben wie beim Steildach in der Regel nicht möglich.
Löcher in Dächer mit Bitumen oder Folie mach ich grundsätzlich nicht. Gibt ja Systeme dafür, wenn Dachneigung für Aufständerung zu groß ist, z.B. Schletter Bituplan. Ich hab auch keine Bedenken, dass ich die 2 Jahre Gewährleistung die ich für unser Gewerk habe überstehe, aber ich möchte das die Hütte auch in 10 Jahren noch dicht ist.
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hahn

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Re: Photovoltaik auf Altgebäude
« Antwort #12 am: 17. Januar 2021, 10:04:10 »

Falls du eine Förderung in Erwägung ziehst, schau dir die Bedigungen genau an, irgendwo (mir fällt es jetzt nicht ein) war ein Statiknachweis erforderlich (gilt für Österreich).
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