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Autor Thema: Bienen  (Gelesen 111055 mal)

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tomtex

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Re:Bienen
« Antwort #30 am: 24. November 2014, 13:09:34 »

Moin,

hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Erträge zu messen wenn man etliche Völker gleichmäßig verteilt um den Raps aufstellt?
Ich erinnere mich an einen Vortrag eines Imkers vor ein paar Jahren an der Uni Rostock, der uns erzählen wollte dass man im Raps mit ausreichend Bienen Ertragssteigerungen um die 50% erreichen kann. Er warf dafür eine Grafik auf die Leinwand, wo die Rapsertraege bis zu 60dt betrugen. Nun ja, wers glaubt... Er schlug den Landwirten vor, doch möglichst ein Volk pro 10 Hektar aufzustellen.

Also wieviel Ertragssteigerung wäre realistisch drin?

Raps ist zwar ein Fremdbestäuber, aber ich glaube der Anteil ist unter 5% den die Bienen ausmachen. Hier wurde schon vor vielen Jahren gesagt (vor der ganze Diskussion) das die Imker mehr vom Raps als die Bauern von den Imkern profitieren.
Wir haben zwar Ertragserfassung auf dem Drescher drauf, aber das es mal in der Nähe eines Bienenstocks zu signifikanten Ertragssteigerungen gekommen ist, ist mir nicht bewusst ?  Sind ja einige hier im Forum die auch eine Ertragsaufzeichung haben und machen. Vielleicht hat ja auch jemand zufällig einen Bienenstock am Raps gehabt, ob es da auf der Karte signifikante Änderungen gab. In der Theorie müsste es dann ja um den Stock den höchsten Ertrag geben und dann abnehmen.  :frage:
Kenne mich mit Bienen nicht so aus, aber die werden ja auch nicht weiter als notwendig fliegen  ;)
Laut schwedischem "Landwirtschaftsministerium" können Bienen 10-20 höheren Ertrag in Raps bewirken, samt höherem Ölgehalt und gleichmäßigere Abreife. Bei Ackerbohnen kann der Ertragsunterschied auf 25% anwachsen und auch hier ist die Abreife schneller und gleichmäßiger.
http://www.jordbruksverket.se/pollinering
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klausg

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Re:Bienen
« Antwort #31 am: 24. November 2014, 14:29:53 »

Deshalb brummt auch die schwedische Landwirtschaft so - bei Schweinefleisch z. B. noch eine Selbstversorgung von 54%
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309CA

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Re:Bienen
« Antwort #32 am: 24. November 2014, 14:33:13 »

Die Schweden haben die falsche Regierung gewählt schon vor vielen Jahren, und das habens jetzt davon, das Schweine halten sich nicht mehr lohnt wegen der vielen vielen  auflagen
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Warum gibt es Gülleauflagen ? wäre es Umwelttechnisch nicht besser wenn möglichst viel der Arbeitnehmer usw mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren müssen ?  Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.

klausg

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Re:Bienen
« Antwort #33 am: 25. November 2014, 00:06:18 »

Das schwedische Vorzeigemodell des angewandten gemässigten Sozialismuss ist ja bei uns noch heute das große Ziel - das die nach 20 Jahren dieses Spiels Pleite sind, wird von den besserwissenden Gutmenschen bei uns ausgeblendet
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Hilko

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Re:Bienen
« Antwort #34 am: 27. November 2014, 17:36:54 »

Moin,

hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Erträge zu messen wenn man etliche Völker gleichmäßig verteilt um den Raps aufstellt?
Ich erinnere mich an einen Vortrag eines Imkers vor ein paar Jahren an der Uni Rostock, der uns erzählen wollte dass man im Raps mit ausreichend Bienen Ertragssteigerungen um die 50% erreichen kann. Er warf dafür eine Grafik auf die Leinwand, wo die Rapsertraege bis zu 60dt betrugen. Nun ja, wers glaubt... Er schlug den Landwirten vor, doch möglichst ein Volk pro 10 Hektar aufzustellen.

Also wieviel Ertragssteigerung wäre realistisch drin?

Raps ist zwar ein Fremdbestäuber, aber ich glaube der Anteil ist unter 5% den die Bienen ausmachen. Hier wurde schon vor vielen Jahren gesagt (vor der ganze Diskussion) das die Imker mehr vom Raps als die Bauern von den Imkern profitieren.

Der Honigertrag ist seit der Ausdehnung des Rapsanbaus um den Faktor 4 gestiegen, das kann ich dem Rapsertrag jetzt so nicht bescheinigen...

Moin Olli,

der Honigertrag bei uns ist relativ konstant geblieben, früher war es in unserer Gegend sogar mehr Ertrag über das Jahr gesehen.

Die Sommertrachten sind bei uns (Grünlandregion) weggefallen da Weidelgras das Landschaftsbild prägt und durch die häufige Schnittnutzung kaum ein Kraut zum blühen kommt. Wenn das Wetter passt gibt es wohl mal Klee als Sommertracht, sonst ist dieses bei uns primär die Linde. Meine Faustzahl für eine optimale Bestäubung sind 4 Völker pro Ha Raps, wobei diese Zahl auch schon älter ist, bedingt durch die stärkeren Völker in der heutigen Zeit (im Gegensatz zu den Hinterbehandlungsbeuten aus den 60gern) kann der Wert auch kleiner sein.

Es ist nunmal so wie es ist, der Imker braucht den Bauern und der Bauer den Imker, in welchem Verhältnis dieses Gleichnis ist, ist sicher Ansichtssache.

Da ja das Thema Öffentlichkeitsarbeit groß geschrieben wird, ein paar Völker im Raps und dann die Zeitung bringen gute Bilder... (vorallem weil Bienen momentan einen ökologisch (medialer art) Höhenflug haben).

Mit freundlichem Gruß

Hilko
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Biobauer

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Re:Bienen
« Antwort #35 am: 27. November 2014, 17:54:57 »



Es ist nunmal so wie es ist, der Imker braucht den Bauern und der Bauer den Imker, in welchem Verhältnis dieses Gleichnis ist, ist sicher Ansichtssache.

Da ja das Thema Öffentlichkeitsarbeit groß geschrieben wird, ein paar Völker im Raps und dann die Zeitung bringen gute Bilder... (vorallem weil Bienen momentan einen ökologisch (medialer art) Höhenflug haben).

Mit freundlichem Gruß

Hilko


seh ich auch so, es wäre wohl das dümmste was man zur zeit tun könnte, auf die imker schimpfen bzw sagen die brauchen wir nicht. das diese imker ein äusserst schwieriges volk sind , ist unstrittig.....

ich für meinen teil werd wohl im frühjahr hier beim örtlichen verein den einsteigerkurs machen und dann versuchen alleine weiterzuwurschteln, siehe oben, die leut san einfach sehr schwierig und eigenbrötlerisch
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Simon

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Re:Bienen
« Antwort #36 am: 30. November 2014, 03:45:43 »

Moin,

hier mal ein paar Bilder von unseren Bienenkäfigen für die Zwiebelsaatgut Produktion.

Gruss
M
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Henrik

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Re:Bienen
« Antwort #37 am: 19. Dezember 2014, 13:01:11 »

http://www.dlg.org/3176.html

Experten erwarten hohe Winterverluste bei Bienen

Die Winterverluste bei den Bienenvölkern könnten in diesem Jahr deutlich ansteigen. Die Varroamilbe hat sich witterungsbedingt gut vermehrt und sorgt so für einen außerordentlich hohen Krankheitsdruck.
Das gesamte Jahr 2014 waren die Lebensbedingungen für die Varroamilbe günstig.

Zudem gestaltete sich eine Bekämpfung aufgrund der Witterung äußerst schwierig. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten des Runden Tisches „Imker-Landwirtschaft-Industrie“. Beteiligt sind Vertreter der Imkerverbände, der Industrie, vom Bundesinstitut für Risikobewertung und vom Bundeslandwirtschaftsministerium sowie der Bieneninstitute und des Deutschen Bauernverbandes.

Über 20 Prozent der Bienenvölker sind bedroht
Das Expertengremium analysiert seit zwölf Jahren die Entwicklung der Bienenbestände in Deutschland und befürchtet in 2014/15 im Bundesdurchschnitt einen Winterverlust von bis zu 23 Prozent der Bienenvölker.
In den vergangenen Jahren hatte die Milbe rund zehn bis 15 Prozent der Bienenvölker dahingerafft. Damit wären die Winterverluste durch die Varroamilbe in 2014/15 wieder auf dem hohen Niveau der Jahre 2011/12 und 2005/06. Im Zeitraum 2003/04 hatte die Milbe mit 28 Prozent noch mehr Bienenvölker vernichtet.
Die Bienenexperten fordern angesichts der aktuellen Prognose, der Bekämpfung der Varroamilbe eine stärkere Bedeutung zu schenken.

Greening bringt Lebensraumverbesserung für Bienen
Das mit der aktuellen EU-Agrarreform eingeführte Greening mit Puffer-, Feldrand- und Waldstreifen wertet das Gremium als wichtige Verbesserung des Lebens- und Futterraums der Bienen. Die Analysen des durchgeführten Deutschen Bienenmonitorings ergaben auch in 2013/14 keine wesentlichen Zusammenhänge zwischen dem Bienensterben und der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Signifikant höhere Belastungen des Bienenbrotes, also der Futtergrundlage im Bienenstock, konnten nicht ermittelt werden.
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Georg

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Re:Bienen
« Antwort #38 am: 19. Dezember 2014, 14:00:50 »

Mal ein bisschen abseits vom Thema aber ähnlich:

Bei uns am Haus unter der Wandverkleidung haben sich seit Sommer Wespen eingenistet.
Im Herbst wurde das richtig schlimm!

Hab dann meine Chefin beruhigt, das sich das mit den niedrigen Temperaturen von selbst aufhört.
Ich gehe nun mal davon aus, das da immer noch Wespen drinnen sind? Geöffnet hab ich die Verkleidung noch nicht! Ich weiß lediglich das Loch, in dem sie ein und aus fliegen.
Schon seit ca 6 Wochen sind keine Wespen mehr zu sehen!

Wenn ich das jetzt abdichten würde. Könnte es dann sein das sich das Problem von selbst löst?
Oder muss ich die Wandverkleidung öffnen und da sauber "ausputzen"?
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Biobauer

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Re:Bienen
« Antwort #39 am: 19. Dezember 2014, 14:19:26 »

Mal ein bisschen abseits vom Thema aber ähnlich:

Bei uns am Haus unter der Wandverkleidung haben sich seit Sommer Wespen eingenistet.
Im Herbst wurde das richtig schlimm!

Hab dann meine Chefin beruhigt, das sich das mit den niedrigen Temperaturen von selbst aufhört.
Ich gehe nun mal davon aus, das da immer noch Wespen drinnen sind? Geöffnet hab ich die Verkleidung noch nicht! Ich weiß lediglich das Loch, in dem sie ein und aus fliegen.
Schon seit ca 6 Wochen sind keine Wespen mehr zu sehen!

Wenn ich das jetzt abdichten würde. Könnte es dann sein das sich das Problem von selbst löst?
Oder muss ich die Wandverkleidung öffnen und da sauber "ausputzen"?

normal kannste das abdichten und gut ist es, bei wespen überwintert nur die königin, die verkriecht sich aber woanders.
zu den verlusten bei bienen, man hört stellenweise von totalausfällen, viele imker sind schon zufrieden wenn sie mit der hälfte der völker ausn winter rauskommen. kontraproduktiv ist zur zeit auch die witerung, die bienen kommen nicht zur ruhe und aus der brut,
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Re:Bienen
« Antwort #40 am: 22. März 2015, 20:38:53 »

Hurra Hurra, seid heute hab ich ein paar Tierchen mehr am Hof.
Mein Imkerpate hatte die unschöne Aufgabe, eine Bienenhaltung eines Verstorbenen aufzulösen. Der hatte verfügt, seine Bienen bekommt eine Schule , um einen Schulbienenstand zu gründen, sehr lobenswert.
Mein Pate meinte, ich soll mal mitkommen dabei,ein zwei Völker bleiben bestimmt für mich über.
Wir haben nun heute nachmittag mal alles durchgesehen, es waren von 12 Völkern sage und schreibe 12 durchgekommen, alle vital , in Brut, junge Königen drin, also wirklich toll. Bemerkenswert war, der Verstorbene hatte nach den Einfüttern eigentlich nichts mehr machen können, also nix behandeln. Und trotzdem alle super durch den Winter gekommen. Passt ja irgendwie nicht zur Lehrmeinung.
Naja, die Schule nahm dann 7 Völker mit, mein Pate eins, den Rest bekam dann ich. Nun stehn seid heute bei mir 4 Völker, ich freu mich so. Seltsames Gefühl, im Auto zu sitzen und hinter einen brummt es....
Sind der Farb nach irgendwelche Mixe, hinten grau, vorne rot.
« Letzte Änderung: 22. März 2015, 21:43:21 von Biobauer »
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Hilko

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Re: Bienen
« Antwort #41 am: 22. März 2015, 22:26:03 »

Moin,

wenn im jahr Drohnenb. geschnitten wurde und vor dem Einfüttern eine (Standartbehandlung) erfolgt ist, dann ist das kein Wunder.

MfG

Hilko
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Biobauer

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Re: Bienen
« Antwort #42 am: 22. März 2015, 22:44:12 »

Moin,

wenn im jahr Drohnenb. geschnitten wurde und vor dem Einfüttern eine (Standartbehandlung) erfolgt ist, dann ist das kein Wunder.

MfG

Hilko

also hier haben manche imker, die das volle programm durchzogen , totalausfall. was immer mehr kommt, ist das stehlen, wieder zwölf völker weg von einen, ich hab meinen standplatz ausgesucht, das man eben mitn pkw nicht sooooo einfach hinkommt
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Tobi.

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Re:Bienen
« Antwort #43 am: 22. März 2015, 22:52:47 »

Bemerkenswert war, der Verstorbene hatte nach den Einfüttern eigentlich nichts mehr machen können, also nix behandeln. Und trotzdem alle super durch den Winter gekommen. Passt ja irgendwie nicht zur Lehrmeinung.
Nicht zur deutschen Lehrmeinung... :rolleyes:
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Re:Bienen
« Antwort #44 am: 22. März 2015, 23:15:12 »

Bemerkenswert war, der Verstorbene hatte nach den Einfüttern eigentlich nichts mehr machen können, also nix behandeln. Und trotzdem alle super durch den Winter gekommen. Passt ja irgendwie nicht zur Lehrmeinung.
Nicht zur deutschen Lehrmeinung... :rolleyes:


erzähl ;) ;)
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