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Autor Thema: Bienen  (Gelesen 111174 mal)

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Günter

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Re: Bienen
« Antwort #15 am: 20. Mai 2008, 16:03:28 »

Hallo

so wie ich heute gehört habe sollen alle Insektizidbeize vorerst vom Markt genommen worden sein, also auch für Wintergerste oder auch für Raps. Dann wäre das Problem schon in Naher Zukunft da.

Gruß Günter.

PS. grade Telefon Info vom Pfls.Berater : im Oberrheingraben wären alle Bienen tot, hoffe doch das dies nicht Stimmt!
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hoschscheck

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Re: Bienen
« Antwort #16 am: 20. Mai 2008, 17:17:36 »

Hallo in die Runde,

"Mit Clothianidin gebeiztes Saatgut ist nach Untersuchungen des Julius Kühn-Instituts Ursache für aktuelle Bienenschäden in Baden-Württemberg.

... .

Zum Schutz vor schädlichen Insekten wie Drahtwürmern und Fritfliegen wird Maissaatgut seit längerem mit Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Clothianidin gebeizt, aber nur auf einem kleinen Teil der Maisanbaufläche genutzt.
Anders sieht die Situation in den Teilen Baden-Württembergs und Bayern aus, in denen im vergangenen Jahr erstmal der laut Richtlinie 200/29/EG unter Quarantäne stehende Westliche Maiswurzelbohrer auftrat (siehe Presseinformationen der ehemaligen BBA vom 25.7. und 22.8.2007). Um die Fundstellen mussten in diesem Jahr eine Befalls- und eine Sicherheitszone eingerichtet werden. Dort wurde die komplette Maisanbaufläche mit Saatgut gedrillt, das mit einer wesentlich höheren als der üblichen Aufwandmenge an Clothianidin gebeizt war.

... ."

http://www.idw-online.de/pages...

Durch eine verbesserte Haftung der erhöhten Clothianidin Menge in der Beize im Befallsgebiet sollte das Problem in den Griff zu bekommen sein.

Aber halt eben erst für das nächste Jahr. Dieses Jahr ist der Drop gelutscht.


Hoschscheck
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Jochen

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Bienen Umsiedeln
« Antwort #17 am: 06. August 2008, 13:29:25 »

Hallo

Ich hab ein problem der anderen art...

Mein Opa (knapp 80) war mal begeisterter Imker - kann jetzt aber  nimma - seit ein paar Jahren sind die Bienenstöcke höchstens mal von einem Wespenneste besiedelt (ist ne komplette Hütte)
aber heuer sind Bienen eingezogen, Opa meinte wennst nix tust dabei sind die so schnell weg - nix da - der Schwarm ist quietsch fidel

Mein Vater ist nicht begeistert von den Tieren, ich hab ne Wespenstichallergie und tue mir die Tiere deshalb auch nicht an - jetzt hab ich einen Imker gefunden der den Schwarm nimmt - aber wie übersiedeln?

Kann mir da einer Tipps geben?

mfg
Jochen
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Hilko

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Re: Bienen Umsiedeln
« Antwort #18 am: 06. August 2008, 16:03:16 »

Moin,

kann der Imker die Bienen nicht einfach holen? Sonst reicht ein Kasten mit Belüftung in denen du die Viecher transportieren kannst.

Wichtig ist nur das du die Königin mit einfängst, wenn der Schwarm schon in einem Kasten sitzt, nimmste feinen Draht und setzt damit das Flugloch zu. Der Rest muss dann der Imker machen, sprich den Schwarm in seinen Kasten setzen.

MfG Hilko
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Biobauer

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Re:Bienen
« Antwort #19 am: 22. November 2014, 22:35:30 »

hallo,
ich hängs mal hier mit dran, hat eigentlich wer von euch bienen, bietet sich doch als lw an.
wenn ja, was für beuten, was für bienen, wievel stöcke

oder holt ihr euch imker ans feld , ??
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Simon

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Re:Bienen
« Antwort #20 am: 23. November 2014, 02:58:16 »

Moin,

wir bauen grad zwei zerlegbare Bienenzelte für die Zwiebelvermehrung. Ziel ist es, ein absolut insektendichtes Zelt anzufertigen (7,20m breit, ca. 30m lang), um die Bienen nur auf die Blüten der Zwiebeln zu lassen, die wir auch vermehren wollen. Dazu werden dann Völker von unserem Saatgutabnehmer zur Verfügung gestellt und auch betreut. Näheres dazu in ein paar Wochen, dauert noch ein bisschen bis das so weit ist.

Gruss
M
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kakvogl

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Re:Bienen
« Antwort #21 am: 23. November 2014, 08:09:02 »

Bio die Arbeit der Imker passt meiner Meinung nicht zum Arbeitsanfall des Landwirts. So habe ich das Gefühl als ehemaliger Hobbyimker.
Hatte auch eine Bioimkerin in der weiteren Nachbarschaft. Bis zu 150 Völker hatte die und war sowas von gut drauf.
Bloß was macht sie jetzt! Wiegesysteme für Imker hat ihr Mann nebenbei entwickelt. Etz verkaufen sie die. Leichter wie Bienen halten.
Obwohl meine Meinung ist, wenn jeder Bauer drei Stöcke halten würde wäre schon viel geschafft. Viellicht kommts ja mal per Gesetz: " Ohne Bienen keine Prämien !!!!"  ;D ;D ;D ;D
« Letzte Änderung: 23. November 2014, 08:14:48 von kakvogl »
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klausg

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Re:Bienen
« Antwort #22 am: 23. November 2014, 15:53:20 »

Zitat
Ohne Bienen keine Prämien !!!!"     

Vielleicht gibts ja dann auch welche für Zweibeinige ;D ;D
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Kai-Uwe

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Re:Bienen
« Antwort #23 am: 23. November 2014, 19:53:13 »

Ich wollte immer schon mal Bienen haben. Aber die Angst gestochen zu werden hält mich davon ab.

Ich arbeite mit einem Imker zusammen der über 100 Völker hat. Ich säe dafür Felder (Streifenweise) Blühmischungen ein. Das sind immer so rund 1,5ha.

Damit die Bienen auch nach dem Raps etwas zum sammeln haben. Dafür stellt er die Bienen an meinem Raps auf.
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tomtex

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Re:Bienen
« Antwort #24 am: 23. November 2014, 20:25:07 »

Ich hatte mal Bienen aber im Moment fehlt einfach die Zeit um sich darum zu kümmern. Vielleicht wird das später mal was wenn die Kinder etwas größer sind. Ansonsten gibt es hier ein paar Hobbyhalter mit 0-5 Völkern und einen größeren Imker mit mehreren 100 Völkern.

An sich ist für die Bienen hier nicht viel außer ein paar Weiden im Frühjahr und der Raps. Deshalb lassen wir beim Kleegras mähen auch mal ne Ecke oder ein Streifen stehen. Und beim Gemüse und Kartoffeln bleibt das Vorgewände frei und wir säen auf einer Seite immer ein oder zwei Fahrten Buchweizen/Phacelia Mischung. Auf dem anderen Vorgewände fahren wir einfach zu viel, da lohnt sich das einfach nicht.
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Simon

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Re:Bienen
« Antwort #25 am: 24. November 2014, 07:12:48 »

Moin,

hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Erträge zu messen wenn man etliche Völker gleichmäßig verteilt um den Raps aufstellt?
Ich erinnere mich an einen Vortrag eines Imkers vor ein paar Jahren an der Uni Rostock, der uns erzählen wollte dass man im Raps mit ausreichend Bienen Ertragssteigerungen um die 50% erreichen kann. Er warf dafür eine Grafik auf die Leinwand, wo die Rapsertraege bis zu 60dt betrugen. Nun ja, wers glaubt... Er schlug den Landwirten vor, doch möglichst ein Volk pro 10 Hektar aufzustellen.

Also wieviel Ertragssteigerung wäre realistisch drin?

Gruss
M
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Re:Bienen
« Antwort #26 am: 24. November 2014, 07:46:06 »

Dieses Jahr gabs super Rapserträge trotz sehr weniger Bienen zumindest hier in D. hat wohl der Käfer übernommen die Arbeit der Biene beim Raps. Sollen wir überhaupt noch mehr Bienen halten gibt's nicht schon genug ? Auch die Bäume hatten sehr gute erträge als reichen doch auch erheblich weniger Bienen, oder sollen wir unseren Rasen den wir eh allhui mähen in Blumenwiesen einsähen wäre doch auch vernünftiger.
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Warum gibt es Gülleauflagen ? wäre es Umwelttechnisch nicht besser wenn möglichst viel der Arbeitnehmer usw mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren müssen ?  Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.

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Re:Bienen
« Antwort #27 am: 24. November 2014, 07:50:52 »

Wie siehts mit den Bienen in Neuseeland aus gibt's da auch Probleme mit Varroa , Pflanzenschutz usw ?
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Warum gibt es Gülleauflagen ? wäre es Umwelttechnisch nicht besser wenn möglichst viel der Arbeitnehmer usw mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren müssen ?  Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.

Henrik

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Re:Bienen
« Antwort #28 am: 24. November 2014, 09:44:59 »

Moin,

hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Erträge zu messen wenn man etliche Völker gleichmäßig verteilt um den Raps aufstellt?
Ich erinnere mich an einen Vortrag eines Imkers vor ein paar Jahren an der Uni Rostock, der uns erzählen wollte dass man im Raps mit ausreichend Bienen Ertragssteigerungen um die 50% erreichen kann. Er warf dafür eine Grafik auf die Leinwand, wo die Rapsertraege bis zu 60dt betrugen. Nun ja, wers glaubt... Er schlug den Landwirten vor, doch möglichst ein Volk pro 10 Hektar aufzustellen.

Also wieviel Ertragssteigerung wäre realistisch drin?

Raps ist zwar ein Fremdbestäuber, aber ich glaube der Anteil ist unter 5% den die Bienen ausmachen. Hier wurde schon vor vielen Jahren gesagt (vor der ganze Diskussion) das die Imker mehr vom Raps als die Bauern von den Imkern profitieren.
Wir haben zwar Ertragserfassung auf dem Drescher drauf, aber das es mal in der Nähe eines Bienenstocks zu signifikanten Ertragssteigerungen gekommen ist, ist mir nicht bewusst ?  Sind ja einige hier im Forum die auch eine Ertragsaufzeichung haben und machen. Vielleicht hat ja auch jemand zufällig einen Bienenstock am Raps gehabt, ob es da auf der Karte signifikante Änderungen gab. In der Theorie müsste es dann ja um den Stock den höchsten Ertrag geben und dann abnehmen.  :frage:
Kenne mich mit Bienen nicht so aus, aber die werden ja auch nicht weiter als notwendig fliegen  ;)
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Euro-T

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Re:Bienen
« Antwort #29 am: 24. November 2014, 10:57:34 »

Moin,

hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Erträge zu messen wenn man etliche Völker gleichmäßig verteilt um den Raps aufstellt?
Ich erinnere mich an einen Vortrag eines Imkers vor ein paar Jahren an der Uni Rostock, der uns erzählen wollte dass man im Raps mit ausreichend Bienen Ertragssteigerungen um die 50% erreichen kann. Er warf dafür eine Grafik auf die Leinwand, wo die Rapsertraege bis zu 60dt betrugen. Nun ja, wers glaubt... Er schlug den Landwirten vor, doch möglichst ein Volk pro 10 Hektar aufzustellen.

Also wieviel Ertragssteigerung wäre realistisch drin?

Raps ist zwar ein Fremdbestäuber, aber ich glaube der Anteil ist unter 5% den die Bienen ausmachen. Hier wurde schon vor vielen Jahren gesagt (vor der ganze Diskussion) das die Imker mehr vom Raps als die Bauern von den Imkern profitieren.

Der Honigertrag ist seit der Ausdehnung des Rapsanbaus um den Faktor 4 gestiegen, das kann ich dem Rapsertrag jetzt so nicht bescheinigen...
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Gruß

~~ Olli