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Autor Thema: Bienen  (Gelesen 111056 mal)

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Moin

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Bienen
« am: 06. Mai 2008, 19:32:32 »

Ist jemand Imker hier? Wie sieht es in diesem Jahr eingentlich mit den Bienen aus? Probleme bis jetzt?
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Hart aber Herzlich

gpi

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Re: Bienen
« Antwort #1 am: 06. Mai 2008, 21:16:42 »

Moin mitnanner
ich bin kein Imker,aber die hiesigen Imker haben sich zusammengeschlossen und sind in einem Verein.Wir Rapsanbauer
werden angeschrieben um die Flächen zu melden.Letztes Jahr bin ich wohl vergessen worden,aber dieses Jahr habe ich in meinen 20ha bienen satt.Wir bieten meisten danach noch Mariendiestel an,in diesem Jahr hben wir aber  Sommerraps anzubieten.Aber von Problem hab ich noch nichts gehört
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Dirk

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Re: Bienen
« Antwort #2 am: 06. Mai 2008, 23:15:29 »

Hallo,

ich mache gerade einen Imkergrundkurs. Am Samstag hatten wir "praktische Übungen" auf einem Bienenstand. Dabei erzählte der Vorsitzende des hiesigen Imkervereins, daß eigentlich jeder Teilnehmer ein Bienenvolk hätte geschenkt haben sollen bzw. das sein eigentlich quasi in der Kursgebühr enthalten gewesen. Leider wird das wohl nichts werden, denn den Imkern sind zuviele Völker eingegangen. Der Vorsitzende hat 4 von 11 Völkern verloren und auf dem Bienenstand waren auch mindestens 2 Kästen leer.

Ansonsten scheint in den letzten Tagen gute Tracht zu herrschen, denn viele Waben waren schon randvoll mit Nektar und Pollen.

Dirk
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halbspaenner

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Re: Bienen
« Antwort #3 am: 07. Mai 2008, 06:44:37 »

Moin Thomas,
ich halte den Artikel für eine gezielte Desinformation und Panikmache, denn erstmal ist es so wie Rüdi schon geschrieben hat, was mich aber besonders stutzig macht ist der letzte Absatz: Die BBA in Braunschweig heißt seit ca. einem Jahr "Julius-Kühn-Institut" und es wird sehr viel Wert auf die neue Bezeichnung gelegt, also höchstwahrscheinlich die bekannte Panikmache aus der bewußten Ecke... :kotz:
Gruß, Rudolf
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WilliW

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Re: Bienen
« Antwort #4 am: 07. Mai 2008, 07:17:39 »


...das korn hat keine chance an die luft zu kommen, es wird per zelle und leitrohr 5 cm in die erde gelegt und sofort mit erde bedeckt, wie soll da beizstaub an die luft gelangen?


Moin,

bei Unterdruckmaschinen kanns schon sein, dass Beize nach draußen geblasen wird.

Aber so wirklich glauben mag ich dem Artikel auch nicht........

Willi
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Jochen

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Re: Bienen
« Antwort #5 am: 08. Mai 2008, 14:41:28 »

Gestern Abend war im ZDF ne Sendung zu den Bienen - wie die Amis mit den Bienen umgehen und sich dann noch wundern ist halt schon ne eigenart


Bei uns gehen die Imker zurück, wir hatten ja selber auch mal bienen, an und für sich eine Arbeit bzw. ein Hobby das recht ok ist, aber mein Vater und ich haben eine Bienen/Wespenstichallergie - am Schlimmsten sind die ersten 2 jahre nach einer FSME impfung

Aber seit die "Bienenhaltung" weniger wurde, sind Hummeln und "Wildbienen" deutlich mehr geworden -

Und das von der Beize halt ich für ein Gerücht - soviel Gaucho/poncho Beizungen werden nicht eingesetzt und zweitens sind gerade die zwei mittel inkrustiert das die nicht mal abstauben (sollen)

und die Standartbeizen sind nicht insektizid

mfg
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Schorsch

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Re: Bienen
« Antwort #6 am: 08. Mai 2008, 18:03:24 »

Hallo,

Zitat
wie eine maisdrille arbeitet, das korn hat keine chance an die luft zu kommen, es wird per zelle und leitrohr 5 cm in die erde gelegt und sofort mit erde bedeckt, wie soll da beizstaub an die luft gelangen?
Da nahezu alle bei uns gängigen Mais-Sägeräte pneumatisch vereinzeln, ist es schon so, daß gewisse Mengen an Beizstaub an die Luft gelangen können. Dabei ist es unerheblich, ob mit Saugluft oder mit Druckluft gearbeitet wird. In beiden Fällen wird der Staub, der sich im Saatgut befindet in die Luft geblasen.

Schorsch
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lilly

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Re: Bienen
« Antwort #7 am: 08. Mai 2008, 18:37:50 »

.....manche leute sollten mal schauen wie eine maisdrille arbeitet, das korn hat keine chance an die luft zu kommen.....

ob nun die beize  in irgendeiner form fürs bienensterben verantwortlich ist, ist mir schnuppe.
aber fakt ist, gebeiztes maissaatgut kann sehr wohl obenauf liegen!

veraltete, schlecht eingestellte maschinen schaffen das sehr wohl.
und auch bei "neuen modernen" wird das *geschafft*.
selbst gesehen... und nicht nur einzelne körner... reihenweise!

vielleicht sollte man nicht immer davon ausgehen, dass es überall so perfekt läuft wie es hier kundgetan wird.
da wird das perfekte bild der landwirtschaft hingestellt, was bei weitem nicht so ist.

fakt ist aber auch: bienen sind mehr als sensibel und der mensch würde ganz schön "alt aussehen" oder dieses
fleissige völkchen.
wenn es nicht in der natur der bienen liegt, sich alle paar jahre zu "verdünnen", dann sollten wir uns schon mal gedanken
machen, was denn falsch läuft, oder?
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Wenn nichts sicher ist, ist alles möglich.

guest176

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Re: Bienen
« Antwort #8 am: 09. Mai 2008, 20:57:48 »

hallo.
heute bei rtl aktuell ein bericht über das thema !
hat es noch jemand gesehen ?
 :daumen: war sehr gut gemacht ,hätte ich denen nicht zu getraut.
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Biobauer

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Re: Bienen
« Antwort #9 am: 17. Mai 2008, 11:54:03 »

Hallo, anscheind is doch was dran , kam gestern bei agrar.de am ticker. wenn man nun böse wäre könnte man nun nen bogen spannen von diesen bereich auf andere , wie hochsicher praktisch diese ganzen prüfverfahren sind....



16. Mai 2008 20:05
Bienensterben: BVL stoppt Zulassung für Saatgutbehandlungsmittel

Berlin (agrar.de) - Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat, nachdem sich aufgrund aktueller Berechnungen im Zulassungsverfahren neue Erkenntnisse ergeben haben, das Ruhen der Zulassung mit sofortiger Vollziehung gemäß § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 VwGO für die folgenden Saatgutbehandlungsmittel angeordnet:

- Antarc, BVL Zulassungsnummer 4674-00
- Chinook, BVL Zulassungsnummer 4672-00
- Cruiser 350 FS, BVL Zulassungsnummer 4914-00
- Cruiser OSR, BVL Zulassungsnummer 4922-00
- Elado, BVL Zulassungsnummer 5849-00
- Faibel, BVL Zulassungsnummer 4704-00
- Mesurol flüssig, BVL Zulassungsnummer 3599-00
- Poncho, BVL Zulassungsnummer 5272-00

Diese Entscheidung erfolgte nach eingehender Prüfung des aktuellen Sachstandes vor dem Hintergrund der in Südwestdeutschland aufgetretenen Schäden an Honigbienen. Für das BVL galt es zu prüfen, inwieweit ein Zusammenhang der berichteten Bienenvergiftungen mit der Ausbringung von mit Pflanzenschutzmitteln behandeltem Saatgut besteht. Diese Prüfung ergab, dass bei der Ausbringung von mit Insektiziden behandeltem Saatgut mit pneumatischen Sämaschinen eines bestimmten Konstruktionstyps eine höhere Exposition von Bienen verursacht wird, als im Zulassungsverfahren bislang bekannt.

Neue Risikobewertungen, die aufgrund der Bienenschäden veranlasst wurden und die diese erhöhte Exposition berücksichtigen, lassen es als wahrscheinlich erscheinen, dass als Folge dieser Exposition unvertretbare Auswirkungen auf Bienen nicht auszuschließen sind. In diesem Zusammenhang wird unter anderem auch die Gewährleistung des Schutzes des Anwenders im Rahmen der erwähnten Ausbringung überprüft werden.

Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse wird zur Vermeidung weiterer Bienenschäden und zur endgültigen Klärung der Zusammenhänge sowie möglicher weiterer Auswirkungen auf den Naturhaushalt aus Vorsorgegründen bis auf Weiteres ein Ruhen der Zulassung angeordnet.

Auch die in den Ländern für die Beratung der Landwirtschaft zuständigen Pflanzenschutzdienststellen sind umgehend informiert worden, um die entsprechenden Informationen an die Anwender weiter zu geben.

Hintergrund zum Ruhen einer Zulassung

Mit der Anordnung des Ruhens der erwähnten Zulassungen sind weitere Einfuhren, das weitere Inverkehrbringen sowie die weitere Anwendung der betroffenen Pflanzenschutzmittel ausgeschlossen. Gleiches gilt nach Paragraf 16e Absatz 2 PflSchG auch für Pflanzenschutzmittel, für die eine Verkehrsfähigkeitsbescheinigung mit Referenz auf eine der oben genannten Zulassungen erteilt wurde.

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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

flo

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Re: Bienen
« Antwort #10 am: 19. Mai 2008, 20:04:13 »

Hallo,

Bienensterben ist schon wieder out. Momentan sterben hier die Krähen durch die beize, also wird zumindest behauptet hab noch keine rumliegen sehen. Das die Viecher Smaragd forte gebeiztes Gerste Saatgut aus dem Boden fressen ohne ein mux zumachen interressiert niemand, ( selber wirkstoff wie poncho pro).
Aber von dem bischen staub durch die pneumatischen sämaschinen...
Momentan ist hier im Rheinland jeden Tag ein größere Bericht über das thema in der Zeitung .

mfg flo
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Jochen

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Re: Bienen
« Antwort #11 am: 20. Mai 2008, 11:54:45 »

Ha Flo dann sind unsere Krähen schon ein Stück weiter - es fehlt kein Maiskorn das gebeizt wurde - an Randreihen kostet hier und da ein Fasan aber schein nix zu tun

mfg
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Rabe

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Re: Bienen
« Antwort #12 am: 20. Mai 2008, 14:16:21 »

Ha Flo dann sind unsere Krähen schon ein Stück weiter - es fehlt kein Maiskorn das gebeizt wurde - an Randreihen kostet hier und da ein Fasan aber schein nix zu tun

mfg

@Jochen mit was wurde bei euch gebeitzt? Bei Mesurol ist es allgemein bekannt und gewünscht das es Fasane vergrämt? Töten tut es aber keine Fasane. Denen schmeckt es einfach nicht.
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Jochen

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Re: Bienen
« Antwort #13 am: 20. Mai 2008, 15:18:53 »

Hi

der mit Poncho war auch aller Zusätzlich mit Mesourol gebeizt ist bei Pioneer so Standart -

Mesurol ob schmeckt oder nicht weiß ich nicht, uns wurd die wirkung so erklärt das sie vom Mesurol fressen - durstig werden - mehr als normal für die Tiere und dann mächtig dünnpfiff kriegen - und das dann geistig prägt das sie diese körner nicht mehr anfassen - so mein Wissenstand

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Heinrich

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Re: Bienen
« Antwort #14 am: 20. Mai 2008, 15:43:53 »

Das Problem ist doch, wenn es sich heraus stellt das es wirklich an der Beize liegt, haben wir im nächsten Jahr ein echtes Problem.
Die Frage ist doch nur, die Beizen giebt es doch schon Jahre lang warum sterben dann in diesem Jahr die Bienen aufeinmal?
Oder liegt es daran das noch nie soviel Gaucho gebeiztes Saatgut verarbeitet wurde weil in diesem Jahr die ganzen Silllegungsflächen bearbeitet werden?
Heinrich
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