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Autor Thema: Welcher Bohrer?  (Gelesen 1237 mal)

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greenlife

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Welcher Bohrer?
« am: 14. September 2020, 07:17:43 »

Aus welchem Material sollten Bohrer sein?
nicht für Stein, Holz etc
Ziel ist Metall..Eisen und Stahl

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Bauer1984

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #1 am: 14. September 2020, 08:29:16 »

HSS = Hochleistungs Schnellarbeitsstahl > Stahl + Holz
Bohrer mit Diamant Aufsatz an der Schneide > Stein bzw. Beton (Anschleifen wie Stahlbohrer und er ist geeignet für gehärteten Stahl)
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Stubbendiek

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #2 am: 14. September 2020, 14:07:32 »

cromo 5 Bohrer gehen gut. genaue Bezeichnung habe ich gerade nicht.

Gruß Sd
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Florian

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #3 am: 14. September 2020, 20:26:15 »

Überlicherweise findet man Bohrer aus HSS, HSS-E und HSS PM.


HSS ist so ziemlich 0815, Standard oder was man auch immer sagen will. Relativ unempfindlich wenn man mal nicht perfekte Rahmenbedingungen hat, Akkuschrauber, Handbohrmaschine oder sowas.

HSS-E oder auch HSS Co5 oder HSS Co8 ist ´besserer´ HSS. Durch Zuschlag von Kobalt zum normalen HSS wird der Stahl härter und bekommt eine größere Warmhärte (bis zu welcher Temperatur behält das HSS seine Eigenschaften). Nachteilig an der größeren Härte ist aber die erhöhte Bruchgefahr, sprich wenn man mit dem Bohrer mal einhakt ist die Schneide schnell mal ausgebrochen.

Dann noch HSS PM, das ist pulvermetallurgisch hergestelltes HSS. Kann man sich so vorstellen dass das flüssige HSS zu Pulver verspritzt wird und anschließend in Form gepresst wird. Danach gehts mit schmieden oder walzen weiter. Hat den Vorteil dass das Material eine gleichmäßigere Struktur hat was zu einer hohen Härte bei gleichzeitiger Zähigkeit führt, sprich die Vorteile von HSS und HSS-E kombiniert. Ist natürlich etwas teurer  ;)

Weit verbreitet aber für die Hofwerkstatt nur bedingt geeignet sind Bohrer aus Hartmetall. Damit meine ich keine mit Hartmetall bestückten Steinbohrer sondern Bohrer komplett aus Hartmetall oft auch als VHM (Vollhartmetall) Bohrer bezeichnet. Vorteil von denen ist ganz klar die Härte von Hartmetall, damit lässt sich durchaus HSS bearbeiten. Die Härte ich gleichzeitig aber auch der größte Nachteil, ohne wirklich stabile Aufspannung geht nichts, Säulenbohrmaschine ist da schon grenzwertig. Und noch ein Nachteil, der Preis, so Faktor 3 zum HSS Bohrer dürfte nicht ganz falsch sein.


Das war jetzt vielleicht etwas ausführlich  ;) 
Kurz gesagt würde ich mich Stubbendiek anschließen, Bohrer aus HSS-E sollten eine ganz gute Wahl sein. Mit der Drehzahl nicht übertreiben und etwas Kühlung, dann sollte man damit recht lange Freude haben. Kurz noch zur Drehzahl, 600 - 800 U/min für einen 10 mm Bohrer würde ich als guten Richtwert ansehen, für den 5 mm Bohrer verdoppeln, für den 20 mm Bohrer halbieren beim arbeiten ins Volle.
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DerJo

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #4 am: 16. September 2020, 08:37:59 »

Das ist doch mal eine schöne Zusammenfassung!

Gibt es innerhalb der der einzelnen Klassen noch Qualitätsunterschiede?
Also: Sind HSS-E aus dem Baumarkt viel schlechter als Markenprodukte?
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Stubbendiek

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #5 am: 16. September 2020, 09:06:02 »

Keine Ahnung, habe aber festgestellt das die aus dem Fachhandel ander geschliffen sind.

Womit wir bei dem Thema schleifen sind:

Wer kann eine funktionierende Bohrerschleifmaschine empfehlen?

Gruß Sd
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Stanky

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #6 am: 16. September 2020, 10:43:13 »

Moin,
Keine Ahnung, habe aber festgestellt das die aus dem Fachhandel ander geschliffen sind.

Womit wir bei dem Thema schleifen sind:

Wer kann eine funktionierende Bohrerschleifmaschine empfehlen?

Gruß Sd
bis 10mm schmeiße ich weg, wenn sie stumpf sind und die größeren Bohrer schleife ich am Schleifstein nach, da kann ich das ordentlich sehen und meistens klappt das auch. ;D
Gruß
Frank
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Tim

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #7 am: 16. September 2020, 11:24:30 »

Wer kann eine funktionierende Bohrerschleifmaschine empfehlen?

Was es nicht alles gibt , quasi wie Bleistiftspitzer für Bohrer ? :gruebel:
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tuning Esel

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #8 am: 16. September 2020, 11:55:04 »

wie schon beschrieben, Drehzahl runter, kühlunf schmierung(am besten mit schneidöl, kein WD 40 oder so)und ab 10mm vorbohren mit kleinerem dan hat man lange freude...
kleinere unter 10 kauffe ich im Baumarkt, wen sie nicht schneiden dan halt weg, grössere ,die nicht so viel verwednet werden sind bei mir schon teuere die auch zum teil gerbaucht gekauft eigentlich ewig halten, die ganz kleinen unter 6 brechen eher ab als sie nicht mehr schneiden..
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halbspaenner

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #9 am: 16. September 2020, 11:57:38 »

Moin,
diese Schleifmaschinen sind ja auf den ersten Blick ganz schön, ich nehm so´n Ding aber nur, wenn ein Bohrer total verhunzt ist um damit grob die Winkel anzuschleifen, die Feinarbeit wird aber ganz oldscool frei Hand am Schleifstein erledigt, auch und gerade bei Bohrern unter 10 mm ;) (bin aber nicht übermäßig vom Geiz befallen 8)).
Gruß, Rudolf
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Berry

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #10 am: 16. September 2020, 12:06:29 »

Ich dachte vor Jahren, ich müsste mir einen Drill-Doctor zulegen.
Kann ich nicht empfehlen.
Ist einfach zu kompliziert- da sind die aber alle ähnlich.

Es gibt noch einfache Aufsätze auf die Bohrmaschine, meist bis 13 mm, für jede Größe ein eigenes Loch.
Einfach einstecken und Drehen, das funktioniert ist aber etwas unpräzise.

Bei meinem wird der Bohrer extra eingespannt bis zu einer bestimmten Markierung. Dann irgendwie noch einstellen etc.
Für mich zu kompliziert um mir das auf Dauer zu merken- da man es ja nur alle paar Monate mal braucht.
Fazit: Bei jedem Schleifen erst 10 Minuten nachlesen.
Funktioniert super um alle Bohrer mal durchzuschleifen aber nicht um eben mal schnell den gerade stumpf gewordenen nachzuschärfen.
Ausser Du hast ein besseres Gedächtnis als ich oder brauchst es wesentlich öfter.

Ich schleife die größeren mit einer Winkelmarkierung am Schleifstein direkt nach.
Die kleinen wandern in eine extra Kiste.
Einmal im Jahr wird dann maschinell nachgeschliffen - höchstens
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Stanky

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Re: Welcher Bohrer?
« Antwort #11 am: 16. September 2020, 13:05:46 »

Moin,
bis vor ein paar Jahren kam hier ein Scherenschleifer, der auch Bohrer geschärft hat. Das ein schon ein Erlebnis seine ,,Werkstatt" zu sehen. Der hat sich hinten in den Kofferraum seine Kombis gewühlt und dann 1,5h im Liegen Bohrer geschliffen. 90% waren auch gut.
Gruß
Frank
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