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Autor Thema: Bohnen als N-Dünger  (Gelesen 2957 mal)

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Wade

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Re: Bohnen als N-Dünger
« Antwort #30 am: 02. September 2020, 09:47:50 »

Bedeutet aber auch, das Mist ohne Einarbeitung obenauf kommt .... lt dem Konvi als Konvi schwer, für den Bio kein Problem ....

Sry das ist Käse, ich muss als Bio auch die Vorgaben der DüngeVO einhalten. Wenns auf bestelltes Land kommt dann brauch weder der Bio noch der Konvi einarbeiten, auf unbestelltes müssen beide einarbeiten...
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Ruebe

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Re: Bohnen als N-Dünger
« Antwort #31 am: 02. September 2020, 10:23:02 »

Wenns falsch ist, lasse ich mich gerne berichtigen

Ich gebe nur wieder was mir die BL gesagt haben. da ich selber keinen Mist habe und in meiner Region bei Mist obenauf, auch wenn rechtlich zulässig, in Teufels Küche kommen würde
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jotesen

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Re: Bohnen als N-Dünger
« Antwort #32 am: 02. September 2020, 11:12:44 »

Wenns falsch ist, lasse ich mich gerne berichtigen

Ich gebe nur wieder was mir die BL gesagt haben. da ich selber keinen Mist habe und in meiner Region bei Mist obenauf, auch wenn rechtlich zulässig, in Teufels Küche kommen würde

Mist ist nicht gleich Mist.
Pferdemist ist per Definition kein Dünger mit nennenswerten Stickstoffgehalten, der muss nicht eingearbeitet werden. Rindermist hingegen schon.
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Wer mir was gutes tun will, findet hier meine Amazon Wunschliste.

JM

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Re: Bohnen als N-Dünger
« Antwort #33 am: 02. September 2020, 12:08:06 »

Wenns falsch ist, lasse ich mich gerne berichtigen

Ich gebe nur wieder was mir die BL gesagt haben. da ich selber keinen Mist habe und in meiner Region bei Mist obenauf, auch wenn rechtlich zulässig, in Teufels Küche kommen würde


WARUM ?

Wir setzen im Jahr einige hundert Tonnen pferdemist ausschließlich zur kopfdüngung ein,  wobei man die nährstoffe wirklich vernachlässigen kann , ergeht dabei mehr um bodenschutz und regenwurmfutter .
Die geruchsbelästigung ist so minimal , das ich das auch auf siedlungsnahen Flächen mache .
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Ruebe

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Re: Bohnen als N-Dünger
« Antwort #34 am: 02. September 2020, 14:34:21 »

Pferde fressen zumindest nicht in nennenswerten Mengen Kleegras Silage ...

Das sind konventionelle Milchviehbetriebe mit Laufställen und Tretmist (schwer und saftig) und Bio Ackerbau Betriebe ....

Das Zeug (den Mist) würde ich auch gerne nehmen ... der hats in sich

Dementsprechend riecht es wenn der Miststreuer unterwegs ist
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derhauderer

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Re: Bohnen als N-Dünger
« Antwort #35 am: 02. September 2020, 16:36:32 »

sorry wade das ich dir da so wiedersprechen muss, aber die N verluste im mstall sind riesig... leider... hab das leider auch nicht so aufm schirm gehabt, aber kurz vor corona war ich noch auf ner Bioland Ackerbau Veranstaltung und da hat das ein Berater durchgekaut...
Biogas is da anscheinend wesentlich verlustärmer...

Die Frage ist, wie hoch sind die Verluste wenn das Bodenlebewesen verdauen im Vergleich zu ner Kuh (da sind ja auch Bakterien am Werk). Ich weiß dass die Verluste im Stall recht hoch sind, aber da kommt halt noch hochwertiges, tierisches Eiweiß hinten raus. Wenn man es aufn Boden schmeißt kommt für den Menschen keine Nahrung raus. Die eigentliche Frage ist also ob die Nahrungsproduktion die höheren Verluste Rechtfertigen. Wobei das eher ein Grundsatzproblem/Diskussion ist, die Verluste treten ja immer auf wenn man Tiere hält.

Also die Verluste nach der Ausbringung sind ja bei mist/Gülle auch da....

Das Problem sind die Verluste im Stall
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charlie

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Re: Bohnen als N-Dünger
« Antwort #36 am: 05. September 2020, 07:22:01 »

Wenns falsch ist, lasse ich mich gerne berichtigen

Ich gebe nur wieder was mir die BL gesagt haben. da ich selber keinen Mist habe und in meiner Region bei Mist obenauf, auch wenn rechtlich zulässig, in Teufels Küche kommen würde

Mist ist nicht gleich Mist.
Pferdemist ist per Definition kein Dünger mit nennenswerten Stickstoffgehalten, der muss nicht eingearbeitet werden. Rindermist hingegen schon.

Festmist von Huf- und Klauentieren ist unabhängig des Nährstoffgehaltes von der Einarbeitungspflicht auf unbestelltem Ackerland ausgenommen. Auf bestelltem Ackerland sowie Grünland gibt es sowieso keine Einarbeitungspflicht.
Außerdem gibt es auch keine Unterschiede zwischen Bio und Konvi.

Ob das ackerbaulich sinnvoll ist, oder ob es bessere Methoden gibt, bzw ob da Ärger mit den Anwohnern vorprogrammiert ist, steht dabei auf einem völlig anderen Blatt.
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.