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Autor Thema: Amatron 3 mit externer GPS-Antenne ?  (Gelesen 1441 mal)

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Georg

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Re: Amatron 3 mit externer GPS-Antenne ?
« Antwort #15 am: 09. Juli 2020, 14:56:13 »

Ach Georg,
lass einfach gut sein. Der Fragesteller hat die Ublox ins Spiel gebracht. Darauf habe ich ihm meine Meinung mitgeteilt.
Bei den "Cerea-Bastellösungen" (Bild1), die durchaus gut funktionieren, ist das so, dass die Ublox 5V braucht und das Terminal 12V an Pin4 ausgibt - funktioniert also schonmal nicht so ohne weiteres.
Es gibt auch schon fertige Antennen mit RS232 bzw. USB (Bild2), nur muß man die oft noch per Pc konfigurieren (Baudrate, Protokolle, etc.) - auch nicht unbedient für Anfänger geeignet.
Wenn schon Ublox, dann Bild3. Ein Schächtelchen, kleiner wie eine Zigarettenschachtel, die RTK ausgeben kann. Ohne gebastel, kein löten, GSM-Modem integriert, fertiges Gehäuse. Allerdings auch nicht ganz plug und play. Für die Einstellungen muß man sich schon mal mit der Materie befast haben.
Für "Neulinge" und so schätze ich den Fragesteller ein, ist eine fertige Lösung (A100/101, AG-Star, Smart6L, etc.) sicherlich das Beste. Das das Preisleistungsverhältnis für eine fertige Lösung nicht das Beste ist, steht ausser Frage. Aber was nützt es, wenn er 50% spart und es nicht zum Laufen bekommt ? Nicht das es am Ende heißt - wer billig kauft, kauft zweimal.

Ja so hab ich vor 2 1/2 Jahren auch die ersten F9P chipsets getestet.
Und ich hab bisher so um die 20 Cerea und AG open GPS Lösungen gesehen.

Da sind recht gute und auch sogar funktionierende Lösungen dabei.
Allerdings konnte mir bisher Keiner folgende Frage beantworten:
Wo ist für so eine Anlage ein CE (Elektromagnetische Verträglichkeit) Test?
Die sind zum Teil in Schlepper die noch um die 100 000 Euro Wert sind verbaut. Was ist wenn so ein Schlepper, egal aus welchem Grund mal abfackelt? So was erleichtert die Suche für einen Versicherungsgutachter ungemein... und für die Versicherung wird billig...
Zu Anlage in Deinem dritten Bild:
Die ist im Einkauf ja schon nicht mehr ganz so billig. Mit Fracht, Zoll guter Antenne etc knapp unter 600 Euro. Das wäre OK so
A: wenn die Cinesen einen echten CE test vorweisen könnten,
B: wenn die Kiste "Agrarfähig" wäre.

Jeder ist gottseidank so frei und kann tun und lassen und basteln was er will. Aber dann bitte nicht lamentieren Wenn's nach 12 oder 24 Monaten irgendwo in der Elektronik klemmt...

Ich "bastle ja nun schon seit 27 Jahren mit dem Zeugs, hab aber vor 10 Jahren aufgehört, bastellösungen zu verkaufen bzw zu empfehlen!
Das Problem in Landmaschinen, und dafür ist diese Elektronik in der Regel nicht gebaut,sind
A: Vibrationen
B: Stickstoff und Amoniakstaub.
C:Feuchtigkeit bzw Temperaturwechsel

Es hat schon seinen Grund weshalb Herstellerlösungen teurer sind. Und das liegt nicht nur am Profitstreben der einzelnen Hersteller.

Ich erwarte ja schon länger, das sich jemand mal die Basic Golfteile zusammenkauft, zusammenschweist und lötet und dann damit auf der Strasse fährt.

Ein 30 000 Euro Golf kostet VW am Ausgangstor etwas weniger wie 8000 Euro...
Oder  warum nicht einen Lexion selbst bauen?
Einfach bei Claas das Rohtril billig kaufen, dann Motor, Räder, Keilriemen etc auf dem freien Markt, vorzugsweise in China zusammenlaufen.Kabine und Sitz brauchst keine, da tust auch eine umgedrehten Bierkiste zum hinsetzen.

Ich garantiere, das dann ein 400 000 Euro Drescher nur noch ca. 200 000 Euro oder sogar nur noch 150 000 Euro kostet.

Was allerdings dann Berufsgenossenschaft und Zulassungsbehörde dazu meinen weiss ich nicht.

Um mich richtig zu verstehen:
Ich freue mich ganz ehrlich über Jeden der da die Muse, Zeit und Geduld hat sich da einzuarbeiten und sich dann freut wenn sich ein Lenkrad nach GPS ( manchmal sogar geradeaus) bewegt.
Denn mehr als 50% dieser Leute haben irgendwann mal die Schnauze voll und ein Teil wird dann auch Kunde von meinem "Schrott" den ich vermarkten.

Was ich nicht ganz verstehe:
Warum hat eigentlich noch niemand das Angebot von Zelemir für die Anlage für 4500 Euro angenommen? In meinen Augen, sollte alles wirklich noch funktionieren, ein Geschenk!
Schon die Novatel Antenne mit der Freischaltung kostet heute noch im Verkauf um die 3000 Euro. Die ECU und der Lenkradantrieb mit Kabel sind auch um die 2000 Euro Wert. Beim AG leader Display kann ich es schwer einschätzen, sollte aber in USA noch ca 2000 US$ bringen.
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Amazone

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Re: Amatron 3 mit externer GPS-Antenne ?
« Antwort #16 am: 09. Juli 2020, 19:35:33 »

 .
« Letzte Änderung: 09. Juli 2020, 19:45:59 von Amazone »
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Amazone

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Re: Amatron 3 mit externer GPS-Antenne ?
« Antwort #17 am: 09. Juli 2020, 19:45:31 »

Hat sich ja noch viel getan hier :).
Hab heute noch mit ein paar anderen Berufskollegen geredet und bin zu dem Entschluss gekommen doch RTK zu nehmen. Wenn dann richtig oder garnicht.
Was das Konfigurieren an geht traue ich mich da schon ran – wenn’s im Rahmen bleibt ;)
Dass ich da ein wenig was dafür tun muss ist selbstverständlich.

Möchte jedoch nicht alles von 0 aufbauen und konfigurieren sondern die halb fertige bis fertige Version, wenn möglich erwerben, wenn es sowas zum kaufen gibt.

Noch etwas Offtopic.
Bin heute noch bei jemanden mit dem Cerea RTK Selbstbau GPS mitgefahren mit lenkradmotor usw.
Wenn ich theoretisch dieses auch nachrüste, könnte man diese ja über Cerea laufen lassen oder ?
So wie ich das verstanden habe sollte das gehen, weil RTK Signal hat man ja dann sowieso.

Vielen Dank soweit an alle




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Marko

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Re: Amatron 3 mit externer GPS-Antenne ?
« Antwort #18 am: 10. Juli 2020, 11:06:45 »

...
Die Antennen mit Ublox chipset und seriellen Anschluss gibt es seit 2009. Ich hab so eine Smartantenne damals erstmals in Verbindung mit dem Farmanvigator auf der Agritechnica vorgestellt.
Noch während der Agritechnica hat es dannan einem Abend ein Treffen der Terminalhersteller (waren damals 6 Hewrsteller) gegeben und man hat sich dabei ohne großen Aufhebens auf die Belegung des Anschlusses von Terminalseite geeinigt damit Smartantennen kreuzkompatibel sind. Damals ging sowas noch  ohne irgendeine Zertifizeirungskommision. Es wurde festgelegt das man den primitiven DB 9 seriellen Anschluss nimmt (Dose Terminal seitig Stecker Antenneseitig) und die Belegung RX udn TX sind Pin 2und 3 und es ist so internationaler IT Standard. Genauso pin 5 für Ground. Da pin 4 normalerwiese am DB 9 nicht genutzt wird, wurde damals festgelegt, das man diesen Pin für die Stromversorgung (+12 Volt) für die Smartantennen nutzt. Und so wird es in der Regel bis heute auch gehalten....
Na Georg, die Zeit rennt.Als ich '98 mein erstes GPS in der Hand hielt war die 2, 3, 5 Belegung für GPS schon bei allen Standard. Klar, wie du sagst kommt das ja aus der Historie.
Aber den 4er für die Stromversorgung hast du doch schon 2001 mit den GPS-Mäusen genutzt, oder? 2009 war vieleicht noch der ein oder andere Hersteller mit anderer Lösung unterwegs, aber in der Masse hatte da doch schon die bekannte Konfiguration.
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