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Autor Thema: Unterstand für Maschinen  (Gelesen 1442 mal)

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sten

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Unterstand für Maschinen
« am: 19. Mai 2020, 17:00:24 »

Hallo,
ich spiele zur Zeit mit dem Gedanken, einen Unterstand für Maschinen zu bauen - Grubber, Pflug, Sämaschine, Saatbettkombi und solche Maschinen. Das ganze muss also nicht allzu tief und kann ruhig zu den Seiten offen sein. Auf dem Grundstück könnte das ganze so platziert werden, dass eine beinahe perfekte Ausrichtung nach Süden möglich wäre. Ich habe kaum Ahnung von Solaranlagen.
 Lohnt sich der Bau einer Photovoltaikanlage auf einem Dach noch, wenn kaum Eigenstrom vor Ort selber verbraucht werden kann?
Was müßte ich generell beachten?
Wie würdet Ihr an so ein Projekt rangehen?
Holz wäre im Moment ja super günstig, eigentlich müsste es auch ohne Probleme möglich sein, das ganze einfach mit ordentlichen Stämmen aufzubauen, mir fehlt dazu aber die Lust und die Zeit, das selber zu machen.
Carsten

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Biobauer

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #1 am: 19. Mai 2020, 17:16:54 »

Hallo,
ich spiele zur Zeit mit dem Gedanken, einen Unterstand für Maschinen zu bauen - Grubber, Pflug, Sämaschine, Saatbettkombi und solche Maschinen. Das ganze muss also nicht allzu tief und kann ruhig zu den Seiten offen sein. Auf dem Grundstück könnte das ganze so platziert werden, dass eine beinahe perfekte Ausrichtung nach Süden möglich wäre. Ich habe kaum Ahnung von Solaranlagen.
 Lohnt sich der Bau einer Photovoltaikanlage auf einem Dach noch, wenn kaum Eigenstrom vor Ort selber verbraucht werden kann?
Was müßte ich generell beachten?
Wie würdet Ihr an so ein Projekt rangehen?
Holz wäre im Moment ja super günstig, eigentlich müsste es auch ohne Probleme möglich sein, das ganze einfach mit ordentlichen Stämmen aufzubauen, mir fehlt dazu aber die Lust und die Zeit, das selber zu machen.
Carsten

Zum Solar kann ich dir nichts sagen, aber so eine Unterstellhalle hab ich vor Jahren mal errichtet, alledings bevorzuge ich geschnittene Ware, schaut einfach sauberer aus und man kann damit besser arbeiten. ich hab einfach vorne und hinten ein Auflager errichtet, also paar Säulen  im Punktfundament mit einer Pfette oben drauf,  da drauf Trapezblech, das bis zu 10 m frei tragen kann, also hohe Aufkantung, bissl verstrebt das ganze, steht seid 20 Jahren und hat wirklich nicht viel gekostet
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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #2 am: 19. Mai 2020, 18:02:47 »

Lohnt sich der Bau einer Photovoltaikanlage auf einem Dach noch, wenn kaum Eigenstrom vor Ort selber verbraucht werden kann?

Wer im Oktober 2019 ans Netz ging, bekommt nach EEG knapp 9 ct (bei knappp 100 kWp). Jetzt wird es weniger sein. In meinen Augen lohnt sich das nicht ohne einen nennenswerten Eigenstromverbrauch.
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Peter83

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #3 am: 19. Mai 2020, 18:15:43 »

Ich bin im September ans Netz und bekomme knapp 8Cent. Errichtungskosten lagen irgendwo zwischen 8 und 9 Cent.
Die Module mögen ein bisschen günstiger/besser sein inzwischen aber Montage, Anschluss, .. etc werden nicht wirklich günstiger sein.

Wir haben relativ viel Eigenstromnutzung und optimieren weiter, sodass wir hoffentlich Richtung 70% oder mehr bei einer 84 kwp Anlage kommen für die nächsten 10 Jahre (danach ??? evtl. 0% Eigenstromnutzung).
Bei mir sollte die eigens dafür errichtete Halle mitbezahlt werden. Das ist das Ziel. Die Halle ist 15*30 mit Pultdach. ca. 15° Dachneigung. Die Hochsickenbleche sind 19m lange (am Stück) und liegen auf drei Rähmen. Die Statik ist aus Holz. An den Seiten 5 Stiele und in der Mitte 3 Stück je Reihen in drei Reihen (ergibt 5 Einfahrten a ca 6m). Sehr einfach gebaut und zu bauen. Kosten der Halle bei der viel Eigenleistung ca 50-60k
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Thomas

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #4 am: 19. Mai 2020, 20:35:18 »

Ich habe 2010 eine Maschinenhalle gebaut, 58*10m. Ich meine mit 25 Grad, Südausrichtung. Ähnlich wie bei Peter83 konstruiert. Rundrum geschlossen. Halle war etwa bei 90 k€, dazu eine PV drauf, knapp 75 kWp.
Meine Felder sind 7 m breit, da passen dann 2 Fahrzeuge/ Maschinen nebeneinander. 4 m Traufhöhe innen, also 100% nutzbar.
Kannst du da nicht irgendwie dein Haus oder sonst einen Verbraucher für Eigenstrom aktivieren? Für +/- Null macht ja wenig Spaß.

Gruß
Thomas
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Mabbi

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #5 am: 19. Mai 2020, 21:06:56 »

Hab im April eine Anlage auf Mietshaus für Volleinspeisung geplant und gebaut. 13,5 KWp mit Q-Cells Modulen und Fronius Wechselrichter (also kein China-Billigramsch). Bei Stromgestehungskosten von 6 Cent bringt die Anlage in 20 Jahren 10K € Gewinn. Und der Ertrag ist in der Praxis noch mal eine Ecke höher als unsere Software annimmt.
Lohnt sich definitiv noch.
« Letzte Änderung: 19. Mai 2020, 21:09:44 von Mabbi »
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Pfanne

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #6 am: 20. Mai 2020, 22:08:13 »

Hallo,
ich spiele zur Zeit mit dem Gedanken, einen Unterstand für Maschinen zu bauen - Grubber, Pflug, Sämaschine, Saatbettkombi und solche Maschinen. Das ganze muss also nicht allzu tief und kann ruhig zu den Seiten offen sein. Auf dem Grundstück könnte das ganze so platziert werden, dass eine beinahe perfekte Ausrichtung nach Süden möglich wäre. Ich habe kaum Ahnung von Solaranlagen.
 Lohnt sich der Bau einer Photovoltaikanlage auf einem Dach noch, wenn kaum Eigenstrom vor Ort selber verbraucht werden kann?
Was müßte ich generell beachten?
Wie würdet Ihr an so ein Projekt rangehen?
Holz wäre im Moment ja super günstig, eigentlich müsste es auch ohne Probleme möglich sein, das ganze einfach mit ordentlichen Stämmen aufzubauen, mir fehlt dazu aber die Lust und die Zeit, das selber zu machen.
Carsten
Hallo
Welche Größe für den Unterstand strebst du ungefähr an? Dann wüßte man schonmal die Quadratmeter der Dachfläche, was theoretisch an KWp draufpassen würde. Heißt aber noch lange nicht, dass du die auch alle genehmigt bekommst.
Ich habe auch ein großes Dach, aber leider ist das Netz ausgelastet und ein eigener Trafo rechnet sich auch nicht.
Meine Erfahrung ist, nimm dir eine Solarfirma dabei, lass dich beraten, Wirtschaftlichkeitsberechnung, eventuell eine Netzvoranfrage stellen und dann bist du auf der sicheren Seite.
Würdest du den Unterstand auch bauen, wenn es mit einer PV-Anlage nix wird? :frage:
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sten

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #7 am: 21. Mai 2020, 08:47:15 »

Der Wunsch des Unterstands war zuerst da und ich werd wohl auch ohne Solar weiter darüber nachdenken. Vielen Dank für die Hinweise. Carsten
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sten

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #8 am: 21. Mai 2020, 08:49:15 »

Das Problem mit dem Netz sehe ich hier auch. Schon als ich meine erste PV gebaut habe, hieß es von Seiten des Netzbetreibers, dass es da Probleme geben könnte. Seitdem sind an diese Leitung noch eine ganze Menge Kw angeschlossen worden.
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kitkat1975

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #9 am: 21. Mai 2020, 09:16:56 »

Hab im April eine Anlage auf Mietshaus für Volleinspeisung geplant und gebaut. 13,5 KWp mit Q-Cells Modulen und Fronius Wechselrichter (also kein China-Billigramsch). Bei Stromgestehungskosten von 6 Cent bringt die Anlage in 20 Jahren 10K € Gewinn. Und der Ertrag ist in der Praxis noch mal eine Ecke höher als unsere Software annimmt.
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vor steuern oder nach steuern?
risiko mit einberechnet?
versicherung?
evtl Schäden?
Entsorgung?
 
für ne investition auf 20 jahre, das ist ne lange zeit...sehe ich das chance risiko verhältnis als unterirdisch.
ich weiss nicht wie man darauf kommt zu sagen das rendiert sich???
nimm die 15 oder 20k was des ding kostet und kauf aktien davon das bringt mehr.
wesentlich mehr!
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Mabbi

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #10 am: 21. Mai 2020, 10:31:24 »

vor steuern oder nach steuern?
Da ich die perönlichen Verhältnisse des Kunden nicht kenne, natürlich ohne Steuern. Aber auch ohne Abschreibung. Und das war der Hauptgrund für den Kunden das Projekt umzusetzen. Inzwischen seine 16. Anlage.

risiko mit einberechnet?
evtl Schäden?
Ja, als pauschaler Betrag.

versicherung?
Ja.

Entsorgung?
Anlage < 40 Module = PV-Cycle

für ne investition auf 20 jahre, das ist ne lange zeit...sehe ich das chance risiko verhältnis als unterirdisch.
ich weiss nicht wie man darauf kommt zu sagen das rendiert sich???
nimm die 15 oder 20k was des ding kostet und kauf aktien davon das bringt mehr.
wesentlich mehr!
Dann frag mal die, die Telekom zum "richtigen" Zeitpunkt gekauft habe. Jedes Invest hat ein Risiko, deshalb sollte man ja auch nicht alles auf ein Pferd setzen. Hier gibts aber 20 Jahre garantierte Vergütung, wo soll da das besondere Risiko sein?
Wir haben inzwischen > 3000 Anlagen in der Kartei. Ausfälle = 0. Probleme < 1 %
Aber ja, es gibt Anlagen, die ihre Kosten nicht wieder einspielen, damit haben wir auch zu tun. Aber nur weil der Solarteur entweder nicht mehr existiert, oder aber weil er einfach nicht reagiert oder sich schlicht weigert, dem Kunden zu helfen. Wie bei jedem anderen Invest, sollte ich mir als Kunde schon ein wenig anschauen, mit wem ich das mache und ob die Planung Sinn ergibt.
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Pfanne

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #11 am: 21. Mai 2020, 11:00:38 »

Der Wunsch des Unterstands war zuerst da und ich werd wohl auch ohne Solar weiter darüber nachdenken. Vielen Dank für die Hinweise. Carsten
Dann möchte ich noch was Richtung Unterstand sagen. Ich denke mal, du strebst etwas Richtung Schuppen an. 3 seitig geschlossen, mit oder ohne Tore. Viele sagen immer, die Tore sind sehr teuer....
Für einfache kürze Maschinen muss er nicht tief sein. Wenn er zu tief ist, dann stellst du z.B. Grubber vor Drille und mußt dann immer erstmal was wegheben, bis du dran kommst. Manche stört es nicht, aber andere finden das lästig.
Es gibt Komplettbausätze, wie z.B. von Conrads, die man selber aufbauen kann oder aufbauen lassen kann. Oder die örtliche Zimmerei kann einen bauen. Wobei ich sagen muss, dass unsere sehr teuer ist. Wenn die eine Holzkonstruktion machen, geht's richtig ins Geld. Was ich interessant fand, sind die selbsttragenden Trapezbleche, wie hier von meinen Vorrednern schon erwähnt. Eine einfache Unterkonstruktion und dann die Bleche drauf. Schau mal bei Google, da findet man schöne Beispielbilder
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Gufera

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #12 am: 21. Mai 2020, 11:12:46 »

Der Wunsch des Unterstands war zuerst da und ich werd wohl auch ohne Solar weiter darüber nachdenken. Vielen Dank für die Hinweise. Carsten
Was ich interessant fand, sind die selbsttragenden Trapezbleche, wie hier von meinen Vorrednern schon erwähnt. Eine einfache Unterkonstruktion und dann die Bleche drauf. Schau mal bei Google, da findet man schöne Beispielbilder

Dabei aber unbedingt die Wind und Schneelast in der Region beachten.
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Peter83

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #13 am: 21. Mai 2020, 20:32:10 »

Der Wunsch des Unterstands war zuerst da und ich werd wohl auch ohne Solar weiter darüber nachdenken. Vielen Dank für die Hinweise. Carsten
Was ich interessant fand, sind die selbsttragenden Trapezbleche, wie hier von meinen Vorrednern schon erwähnt. Eine einfache Unterkonstruktion und dann die Bleche drauf. Schau mal bei Google, da findet man schöne Beispielbilder

Dabei aber unbedingt die Wind und Schneelast in der Region beachten.

Muss man nicht eh ne((n) Statik(er) nachweisen fürs Bauamt?
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Gufera

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Re: Unterstand für Maschinen
« Antwort #14 am: 21. Mai 2020, 20:48:38 »

Der Wunsch des Unterstands war zuerst da und ich werd wohl auch ohne Solar weiter darüber nachdenken. Vielen Dank für die Hinweise. Carsten
Was ich interessant fand, sind die selbsttragenden Trapezbleche, wie hier von meinen Vorrednern schon erwähnt. Eine einfache Unterkonstruktion und dann die Bleche drauf. Schau mal bei Google, da findet man schöne Beispielbilder

Dabei aber unbedingt die Wind und Schneelast in der Region beachten.

Muss man nicht eh ne((n) Statik(er) nachweisen fürs Bauamt?

Wie das bei euch genau geregelt ist, weiss ich leider nicht, aber ich wollte nur darauf hinweisen dass die Angaben zur maximalen (freitragende) Spannweite der Trapezbleche abhängig von der Region ist.
Bei uns in der Schweiz gibt es z.b. Betriebe welche auf 1800 m ü. M. wirtschaften, und wenn da mal eine Dachkonstruktion von einem grossflächigen Gebäude ansiehst, fällst fast vom Glauben ab.  :D
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