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Autor Thema: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?  (Gelesen 42533 mal)

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Markus

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #225 am: 23. Mai 2020, 20:05:01 »

Hallo,
gerade eine Feldrundfahrt nach dem dringend benötigten Regen (bis jetzt 9mm) gemacht. Sobald der Wind es zulässt wird mit Tebu bzw. Pelexo gegen Fusarium und Rost gefahren. Frühe Sorten sind in der Blüte. Reform EC 53. Teilweise hoher Besatz mit Getreidehähnchen.
Gruß
Markus
« Letzte Änderung: 28. Mai 2020, 08:18:20 von JD8200 »
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Ruedi

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #226 am: 23. Mai 2020, 20:18:40 »

Hallo,
gerade eine Feldrundfahrt nach dem dringend benötigten Regen (bis jetzt 9mm) gemacht. Sobald der Wind es zulässt wird mit Tebu bzw. Pelexo gegen Fusarium und Rost gefahren. Frühe Sorten sind in der Blüte. Reform EC 53. Teilweise hoher Besatz mit Getreidehähnchen.
Gruß
Markus

Du meinst sicherlich Plexeo.

An welche Aufwandmengen dachtest Du?
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Gufera

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #227 am: 23. Mai 2020, 22:45:10 »


Hallo Gufera,

warum werden die Zwiebeln in Dämmen angelegt ?
ich habe das gestern selbst in meiner Nähe entdeckt mit Dämmen in einer sehr groben Struktur.

Hallo Ruedi.

Wir bauen die Zwiebeln nicht auf Dämme an, sondern im Beet.

Ein Kollege von mir sät die Zwiebeln auf Dämme, weil er unter anderem die selbe Technik wie bei den Karotten verwenden möchte.

Die Dämme haben schon ihre Berechtigung, vor allem bei eher schwereren Böden die zu Staunässe neigen, oder bei sehr hohen Grundwasserstände oder häufige Starkregen Ereignisse.
Nasse "Füsse" mögen die Zwiebeln gar nicht.
Vor allem beim Bio Anbau kommt natürlich auch noch die einfachere Unkrautregulierung zum tragen, da dort nur noch die Dammkrone aufwändig frei gehalten werden muss, denn zwischen den Dämmen und an deren Flanken hat man mit An -und weg Häufeln relativ leichtes Spiel.

Unsere Karotten oder Chicorée haben wir aber auch auf Dämmen, dies vor allem weil so der Bestand nach Niederschlägen oder Tau deutlich schneller wieder abtrocknet, als im Beet. Natürlich lassen sie sich bei der Ernte auch leichter unterfahren.

Aber letztendlich ist alles auch eine Philosophie Frage, und jeder macht es so wie es ihm am besten passt.
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Ruedi

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #228 am: 24. Mai 2020, 04:42:34 »

Das mit dem Unterfahren und Erosionsschutz macht Sinn. Anbei 3 Bilder aus meiner Nähe .
« Letzte Änderung: 28. Mai 2020, 08:18:07 von JD8200 »
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Fox!

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #229 am: 28. Mai 2020, 08:12:53 »

Die Lage bei uns bleibt angespannt. Es fehlt weiterhin Regen an allen Ecken und Enden. Heuer haben wir bislang Glück mit den Temperaturen, es ist meist nicht wärmer als 20 Grad. So hat man das Gefühl, dass die Kulturen dem Abkratzen immer noch so gerade von der Schippe springen.

Die GPS Triticale steht eigentlich wunderbar. Man merkt aber die fast zwei Wochen Nachtfröste während der Schossphase, sie steht ohne WR sehr kompakt. Ich denke die Ernte wird wieder Mitte Juni über die Bühne gehen können. Sehr viel Spaß macht mir der GPS Roggen den ich heuer versuchsweise mal auf eine unserer schwächsten Bonitäten gestellt habe. Er steht 1,50 m hoch und schaut super aus - bin gespannt was der gibt und hoffe er bleibt stehen ;D

Im Weizen ist jede Trockenstelle inzwischen gut sichtbar, dafür sind alle drei Sorten - Apostel, Asory und Spontan - absolut kerngesund. Ich hätte trotz der kühleren Temperaturen mit mehr Befallsgeschehen gerechnet,  immerhin hatten wir durch hohe Tag - Nacht - Schwankungen viele Tage mit 24 h Blattnässe. Als Fungizid habe ich jetzt 0,5 l Matador + 0,5 l Ascra Xpro gefahren und hoffe damit durch zu sein. Im Stoppelweizen war das auch die erste Behandlung dieses Jahr, die anderen Weizen haben nur einmal 0,3 l Moddus gesehen - was ich mir wsl. auch hätte sparen können. Ich muss sagen, dass mir das extensive Arbeiten beim Pflanzenschutz ganz gut gefällt.

Was schon wieder überhaupt keinen Spaß macht ist der Silomais. Trotz Aussaat auf feuchten Boden dafür mit kalten Nachttemperaturen (seit Wochen) hat er sich stellenweise drei Wochen aus der Erde gequält um dann gleich mal vom Frost gebeutelt zu werden. Dazu kommen heuer elendig viele Krähen. Die Kombi aus Frost und Krähen hat die Bestände teilweise ganz schön ausgedünnt :rolleyes: Ein Nachbar hat fast die Hälfte seiner Maisflächen wegen Frostschaden nachgedrillt. Das Saatgut liegt jetzt im Staub und wartet auf Regen.

Regional scheint viel Wintergerste erfroren zu sein, ich habe Anfang der Woche 100 ha für die Biogasanlage gekauft.
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Rhoihesse

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #230 am: 28. Mai 2020, 16:02:26 »

Wenn du Mitte Juni erntest, was passiert mit dem Acker? Wird er nochmal bestellt?
Ich frage, weil ich ein Feld Wintergerste an der Rheinfront habe. Dort ist das Klima nochmal 2-3 grad milder. Die Gerste wird wohl spätestens Ende Juni runter kommen. Wenn Regen in Aussicht wäre könnte man ja nochmal was drillen, nur was? Hatte an Erbsen gedacht, fehlt aber Saatgut. Vor 3-4 Jahren hab ich ein Feld mit Sommergerste noch im Oktober gesehen, war wohl die Überbleibsel eines Hagelschadens und wurde gemäht. War bestimmt keine Braugerstequalität. Ginge da in meinem Fall auch Mais? Standort ist eher trocken, aber wenn viel Niederschlag kommt im Herbst kann’s auch ekelig werden.
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Gameorg

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #231 am: 28. Mai 2020, 16:10:10 »

Buchweizen ist son Klassiker nach Gerste bei uns ;)
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farmer36

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #232 am: 28. Mai 2020, 17:13:53 »

Einige probieren es, vor allem Bios wegen höheren Preis, mit Sojabohnen frühe Sorte. Rechnet sich nicht jedes Jahr, Voraussetzung: eigenes Saatgut, eigenen Mähdrescher und günstige Trocknungsmöglichkeit
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Gufera

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #233 am: 28. Mai 2020, 17:49:51 »

Bei uns werden nach Wintergerste oft noch Lagerkarotten gesät.  :)
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Fox!

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #234 am: 28. Mai 2020, 19:20:17 »

Wenn du Mitte Juni erntest, was passiert mit dem Acker? Wird er nochmal bestellt?

Ich werde dem Häcksler hinterherfahren und ZF in die Stoppeln drillen, kommendes Jahr folgt dann Silomais.

Eine Zweitfrucht wäre zwar wünschenswert, wird aber aufgrund von Wassermangel in den meisten Jahren flach fallen. Ich könnte mir hierfür eine frühe Silohirse vorstellen, welche wir in der Biogasanlage verwerten können. Ich habe heuer mal ein paar Säcke Versuchssaatgut zusammengekratzt und werde ein paar Bahnen Hirse in Direktsaat säen um das mal zu beobachten. Es wäre zumindest eine Option für nasse Jahre noch etwas Futter zusammen zu bekommen. Allerdings ist es nicht so einfach dann spontan Saatgut zu bekommen.
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sten

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #235 am: 28. Mai 2020, 19:52:39 »

Eine Alternative könnte auch sowas wie ein Landsberger Gemenge sein, vielleicht mit etwas trockentoleranteren Komponenten. Wenn etwas Regen kommt, gibts einen Schnitt für die Gase, wenn nicht, ists eine schöne Zwischenfrucht. Ist zwar etwas teurer als gängige Mischungen, aber dafür deutlich flexibler.
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Rhoihesse

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #236 am: 28. Mai 2020, 21:02:38 »

Für mich kommt da alternativ keine Zf in Frage. Plan war einmal schwach Scheiben und dann wachsen lassen. Da problemunkräuter vorhanden sind will ich nochmal Glypho anwenden so lange es noch geht.
Evtl. etwas Zf über Winter. Ist eigentlich Körnermais eine alternative? Wenn der doch reif wird übersteht er doch auch Schnee und Frost? Haben wir doch schon Bilder aus Kanada gesehen.
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Präzisionsbauer

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #237 am: 28. Mai 2020, 21:12:15 »

Für mich kommt da alternativ keine Zf in Frage. Plan war einmal schwach Scheiben und dann wachsen lassen. Da problemunkräuter vorhanden sind will ich nochmal Glypho anwenden so lange es noch geht.
Evtl. etwas Zf über Winter. Ist eigentlich Körnermais eine alternative? Wenn der doch reif wird übersteht er doch auch Schnee und Frost? Haben wir doch schon Bilder aus Kanada gesehen.
Körnermais wurde hier schon in diversen Jahren als Zweitfrucht versucht. Jedesmal missglückt  ;D Bei Gelegenheit versuche ich lieber Phacelia zu vermehren.
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Fehlende ackerbauliche Kompetenz lässt sich auch durch Digitalisierung nicht ausgleichen.

klausg

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #238 am: 28. Mai 2020, 21:24:15 »

Hier sind die Häcksler unterwegs und häckseln die Wintergerste weg um wenigstens noch frühe Maissorten zu säen.
In einigen Lagen sind die frühen Gersten  wie SU Ellen oder Sandra während der Blüte um den 10 - 16. Mai erfroren. Viele haben auber auch noch nicht germerkt, das die Körner leer bleiben werden.
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Markus

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Re: 2020 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #239 am: 28. Mai 2020, 21:59:50 »

Wenn du Mitte Juni erntest, was passiert mit dem Acker? Wird er nochmal bestellt?
Ich frage, weil ich ein Feld Wintergerste an der Rheinfront habe. Dort ist das Klima nochmal 2-3 grad milder. Die Gerste wird wohl spätestens Ende Juni runter kommen. Wenn Regen in Aussicht wäre könnte man ja nochmal was drillen, nur was? Hatte an Erbsen gedacht.....
Hallo, diese Idee hatte ich vor zwei Jahren auch und habe Erbsen (Nachbau war vorhanden) am 25.06 mit der Calydon einen Tag nach dem Gerstendrusch in die Stoppel gedrillt.
Danach kam die katastrophale Spätsommerdürre.... :rolleyes: und hat meine Pläne vernichtet
Bild 2 am 24.07.
Bild 3 am 08.08.
Nach einem Gewitter im August ist dann die ganze Ausfallgerste aufgelaufen (die vorher über den Erbsen im Staub lag). Da auch die Erbsen dadurch erheblichen Zwiewuchs bildeten habe ich mich im September entschlossen den Bestand einzugrubbern statt Gräsermittel zu spritzen und das teils grüne Gemüse im Okt. feucht zu ernten. Der Aufwand war aber nicht umsonst. Es gab einen sehr guten Weizen in 2019 auf der Fläche. Wenn die Hitze im August ausgeblieben wäre, hätte man den gleichmäßigen Bestand Ende Sept. ernten können.....
Gruß
Markus
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