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Autor Thema: Winterroggen 2020  (Gelesen 13551 mal)

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Dresel

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #30 am: 04. November 2019, 20:35:13 »

Hat hier einer schon mal versucht mit Bostat o.ä. diese Aufhellungen zu vermeiden?
http://www.sudau-agro.de/produkte/bostat/
Ich denke, ich sollte es mal probieren, da es in der W.-Gerste bei mir auch ganz schön gekniffen hat.
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Grüße Dresels Walter

Farmer_Sam

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #31 am: 04. November 2019, 20:49:46 »

Ich arbeite viel mit Sudau Produkten, Bostat kommt bei mir häufig mit in den Tank bei Bodenherbiziden. Wunder darfst keine erwarten aber die Wirkung ist bei schlechter/ungünstiger Witterung auf jeden Fall abgesichert.
Aufhellungen hatte ich bisher nicht(fahre immer Cadou forte) , mal schauen wie es dieses Jahr wird. Habe heuer viel mit der Zinkendrille gesät, da ist die Ablage sehr heterogen...
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steyr

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #32 am: 04. November 2019, 21:16:31 »

Hallo Farmer -Sam,
wie hoch ist der Preis für 0,2l /HA. In Ö. wird  Bostat meines Wissens nicht angeboten. Danke.
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Farmer_Sam

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #33 am: 04. November 2019, 21:52:21 »

Preis liegt so bei 24€/l netto. Bist dann also bei knapp 5€/ha
Gibt mittlerweile auch nen Shop, wenn man direkt bestellt ist aber meistens günstiger.
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Peter83

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #34 am: 13. Januar 2020, 15:34:24 »

wie schätzt ihr die Preisentwicklung ein?

Ich muss noch etliche Tonnen für die Schweine haben. Sollte eigentlich ca. 70 Tonnen von einem Nachbarn bekommen. Der hat aber nach meiner Probe 0,4% Mutterkorn drin und wundert sich, dass ich ihm die erste Lieferung zurück gebracht habe.. Nun fehlen mir noch so 100t und ich überlege, die vorzukaufen. Geboten sind 16,70/dt bis in den Sommer geliefert. Soll ich zuschlagen oder fallen die Preise nochmal?
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klausg

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #35 am: 13. Januar 2020, 16:54:00 »

Für dieses Geld würde ich keinen Roggen kaufen. Dafür habe ich Futterweizen gekauft. Vot Weihnachten wurde mir für 14.50 € Roggen angeboten.
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Peter83

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #36 am: 13. Januar 2020, 18:19:07 »

Vor Weihnachten lag der Preis hier bei 16,00 bzw. beim zweiten Händler bei 16,30.
Heute Händler a (HaGe): kein ungeschroteter Roggen verfügbar, Händler b: 16,80 und Händler c: 16,70.

Die Preise gelten bei Abnahme von ~25t, frei Hof.

Ab Hof wird hier für 14-14,50 gekauft. Gibt nur leider keinen im mittleren Umfeld. Bis auf den mit dem Mutterkorn. Oder hast du noch was, Thomas?
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Felix

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #37 am: 09. Februar 2020, 10:13:37 »

Gestern beim Bodenproben ziehen mal ein paar Ausgrabungen gemacht.  Roggen steht trotz der so lala Aussaatbedingungen gut da. Auf der Fläche hier bin ich auch drei mal angefangen dank dem nervigen Regen. Vorfrucht war Raps in diesem Fall.

Bild 1 zeigt den Winterroggenbestand
Auf Bild 2 ein Vergleich von der Wurzelbildung. Links der Winterroggen nach Raps, gedrillt am 5. Oktober (teilweise  ;D). Recht seht in Grünroggen, diesen habe ich nach der Maisernte und dem entsprechenden Mulchgang mit der Drillkombi am 21. September in die Stoppeln gedrillt.
Bild 3 zeigt sehr schön die Struktur, bin echt erstaunt von der Wurzelbildung und der Bodengare. Die letzte Bearbeitung tiefer als etwa 5cm war im Jahr 2016 zur Rapssaat, ausgenommen vom StripTill zu Mais in 2019.
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Markus

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #38 am: 31. März 2020, 22:05:56 »

Guten Abend an die erfahrenen Roggenprofis,
wie oben beschrieben bin ich ja Neuling im Roggenanbau.
Nach dem nassen Herbst und den 0,6L Herold Ende September haben sich die Bestände doch gut erholt und sind jetzt in Stadium 29 bis 30. Allerdings nicht immer gleichmäßig, da Herold (auf steinigen und sehr leichten Stellen) und Schnecken auf schweren Stellen etwas ausgedünnt haben. Mittlere Bestände haben ca. 520 kräftige Triebe geblidet (104 Pfl. /m² und 5 kräftige Triebe im Schnitt). Hier wollte ich in Stadium 31 mit 0,4 Moddus und in 39/49 mit 0,4 Camposan arbeiten.
Die geschädigen Stellen haben sehr gut bestockte Pflanzen mit bis zu 10 kräftigen Trieben. Teilweise sind auch kleinere Pflanzen( nachgesäte Liniensorte auf Schneckenstellen) in der Bestockung dazwischen. Macht es hier Sinn, wei im Weizen jetzt nach Ende der Nachtfröste mit 0,8 bis 1,0L CCC zu arbeiten, um die Bestände "glatt" zu ziehen und die schwächeren Nebentriebe zu fördern bzw. die starken zu bremsen? Hier hätte ich dann für EC 32 0,3L Moddus geplant und später auch Etephon.
Gedüngt wurden in den guten Beständen bisher 100N als Ammoium Depot zusammen mit S und P mit Schleppschlauch.
Die Schwachen Bestände haben vor ca. 10 Tagen (vor dem Regen) zusätzlich noch 40 kg N als KAS erhalten. Damit ist aus meiner Sicht die Stickstoffdüngung abgeschlossen.
Was könnt Ihr dazu empfehlen?
Beste Grüße
Markus
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Desperado

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #39 am: 01. April 2020, 10:53:41 »

Guten Abend an die erfahrenen Roggenprofis,
wie oben beschrieben bin ich ja Neuling im Roggenanbau.
Nach dem nassen Herbst und den 0,6L Herold Ende September haben sich die Bestände doch gut erholt und sind jetzt in Stadium 29 bis 30. Allerdings nicht immer gleichmäßig, da Herold (auf steinigen und sehr leichten Stellen) und Schnecken auf schweren Stellen etwas ausgedünnt haben. Mittlere Bestände haben ca. 520 kräftige Triebe geblidet (104 Pfl. /m² und 5 kräftige Triebe im Schnitt). Hier wollte ich in Stadium 31 mit 0,4 Moddus und in 39/49 mit 0,4 Camposan arbeiten.
Die geschädigen Stellen haben sehr gut bestockte Pflanzen mit bis zu 10 kräftigen Trieben. Teilweise sind auch kleinere Pflanzen( nachgesäte Liniensorte auf Schneckenstellen) in der Bestockung dazwischen. Macht es hier Sinn, wei im Weizen jetzt nach Ende der Nachtfröste mit 0,8 bis 1,0L CCC zu arbeiten, um die Bestände "glatt" zu ziehen und die schwächeren Nebentriebe zu fördern bzw. die starken zu bremsen? Hier hätte ich dann für EC 32 0,3L Moddus geplant und später auch Etephon.
Gedüngt wurden in den guten Beständen bisher 100N als Ammoium Depot zusammen mit S und P mit Schleppschlauch.
Die Schwachen Bestände haben vor ca. 10 Tagen (vor dem Regen) zusätzlich noch 40 kg N als KAS erhalten. Damit ist aus meiner Sicht die Stickstoffdüngung abgeschlossen.
Was könnt Ihr dazu empfehlen?
Beste Grüße
Markus


Das Glattziehen mit CCC macht in den meist etwas heterogenen Roggenbeständen immer Sinn. Vor allem kräftigt das die Halmbasis. Und ja, in EC 32 legt man auf jeden Fall noch mal Moddus (+ CCC) nach.
Auf Etephon kann man bei den halmstabilen Sorten der KWS idR verzichten.

Ich würd allerdings noch etwas Stickstoff nachlegen. 100N erscheinen mir etwas arg wenig. Ich würde schon auf einen Zielwert von 140-160N gehen. Du willst ja auch was dreschen - nicht nur leeres Stroh.
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Markus

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #40 am: 01. April 2020, 22:21:21 »


Auf Etephon kann man bei den halmstabilen Sorten der KWS idR verzichten.

Danke!  :daumen1:

Die einen (Berater) sehen Ethephon  in EC 39/49 als Pflichtmaßnahme und hier wird eher abgeraten...???
Ich dachte es geht dabei wie bei der MZ Wintergerste auch um das Ährenknicken?
Vom Boden her steht der Roggen auf 40 er bis 50er Muschelkalk-Lehmboden. Sind hier auch Schäden mit Ethephon möglich? 

Gruß
Markus
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Desperado

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #41 am: 02. April 2020, 08:24:21 »


Auf Etephon kann man bei den halmstabilen Sorten der KWS idR verzichten.

Danke!  :daumen1:

Die einen (Berater) sehen Ethephon  in EC 39/49 als Pflichtmaßnahme und hier wird eher abgeraten...???
Ich dachte es geht dabei wie bei der MZ Wintergerste auch um das Ährenknicken?
Vom Boden her steht der Roggen auf 40 er bis 50er Muschelkalk-Lehmboden. Sind hier auch Schäden mit Ethephon möglich? 

Gruß
Markus

Ich glaub nicht, dass Du bei den modernen KWS-Sorten KWS Binntto, KWS Tayo oder SU Piano noch ein Ethephon-haltiges Mittel wie bei den alten Populationssorten benötigst. Da erscheint es mir weit wichtiger, die Halmbasis zu stärken und die Internodien einzukürzen. Desweiteren wirken sich auch die Strobilurine bei der Braunrostvorbeugung positiv auf die Halmelastizität aus.

Ethephon hab ich zuletzt nur noch in der mehrzeiligen Wintergerste eingesetzt.
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agri

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #42 am: 03. April 2020, 06:28:44 »


Auf Etephon kann man bei den halmstabilen Sorten der KWS idR verzichten.

Danke!  :daumen1:

Die einen (Berater) sehen Ethephon  in EC 39/49 als Pflichtmaßnahme und hier wird eher abgeraten...???
Ich dachte es geht dabei wie bei der MZ Wintergerste auch um das Ährenknicken?
Vom Boden her steht der Roggen auf 40 er bis 50er Muschelkalk-Lehmboden. Sind hier auch Schäden mit Ethephon möglich? 

Gruß
Markus

Also Markus , den Antworten von Desperado kann ich nicht mehr viel hinzufügen weil sie die Tatsachen genau treffen , beim N würde ich sogar noch 20 kg zu geben .

Bei deiner Anbau weise mit Depot und Ammonium kann ich mir nur schwer vorstellen das hier im ST 39-49 noch ein Ethephon benötigt wird und ja es kann zu schweren Schäden führen wenn die Aufwandmenge übertrieben wird und die Bestände Unregelmässig sind .
Die Stabilisierung des Roggenbestandes macht man früher und wer Ährenknicken im Roggen hat der hat zuspät gedroschen und die Fallzahl wird dann eh weg sein .
Die Warnung deines Beraters ist vielleicht darauf begründet das du auch im Sommer mit ausreichend Niederschlag rechnen kannst .
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Panta rhei

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #43 am: 03. April 2020, 07:19:26 »

Wird den der Effekt der Depotdüngung nicht durch den Einsatz von KAS "zerstört"?
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Es sind nicht die schlechten Jahre, die uns Probleme bereiten, es sind die falschen Entscheidungen in den guten Jahren!
Standort: westliches Moseltal

michi3120

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Re: Winterroggen 2020
« Antwort #44 am: 04. April 2020, 08:10:19 »

wie ist bei dir der Niederschlag, hier in franken in der ersten März hälfte 25mm seitdem ist nichts mehr gefallen.
Da in den nächsten 2 Wochen kein Niederschlag kommen soll, werde ich keine Einkürzung vornehmen auch nicht auf den guten Böden.
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