www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de  
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Winterweizen 2020  (Gelesen 19434 mal)

wolf und 1 Gast betrachten dieses Thema.

agri

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 252
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #120 am: 24. Mai 2020, 06:52:15 »

https://www.lfl.bayern.de/ips/getreide/072198/index.php

Hier der Vollständige Bericht vom LfL Bayern .

Eine Behandlung zur Vermeidung Toxicher Infektionen wie die Don werte sind ja zum Teil hier bei AW beschrieben , so wie ich das erlesen habe wird wohl der Beste Termin zur Behandlung die Vollblühte sein . Hab aber selbst keine Erfahrung damit .
In der Fachmeinung hört man aber von geringen Wirkungsgraden .
Gespeichert

brookie

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 342
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #121 am: 24. Mai 2020, 09:21:58 »

....früher hat man sich wenigstens die Mühe gemacht die Worte aus dem „grünen Heftchen“ etwas umzuformulieren  ;D ;D
Gespeichert

Raider

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 459
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #122 am: 26. Mai 2020, 07:50:52 »

HAllo zusammen,

ich bräuchte mal eure geballte Efahrung/euer geballtes Wissen. Bin mir nicht sicher was ich mit meinem Weizen weiter machen soll. Habe folgende Situation:

1. RGT Reform, Vorfrucht Raps, Aussaat Mitte Oktober, Bodenbearbeitung Grubber, Ertragserwartung 70-75 dt/ha aktuell EC 37/39
2. Chevignon, Vorfrucht Silomais, Aussaat Mitte Oktober, Bodenbearbeitung Grubber (+Mulcher für MAisstoppeln), Ertragserwartung 70-75 dt/ha  aktuell EC 45/49

Herbizidmaßnahme war komplett im herbst (mits ehr gutem Erfolg). Die Bestände sind weder eingekürzt noch wurde bisher eine Fungizidmaßnahme gefahren.
Niederschlag die letzten 14 Tage:
30.4. 10 l
1.5.  4 l
11.5. 26 l

AKtuelle Krankheitssymptome auf den oberen 3 Blättern nahe null

Soll ich weiter warten? Im Weizen nach Mais müsste ich eigenbtlicha uch eine Blütenbehandlung machen. Was meint ihr?

Hallo Raider,

ich tue mich bei solchen Fragen sehr schwer Fernempfehlungen zu geben, da ich die Witterungsbedingungen des Standortes und den allgemeinen Befallsdruck der Region nur sehr schlecht bewerten kann.

Daher kommt von mir nur ein Gedankenanstoß wie ich die Situation unter den hier bei mir geltenden Umständen einschätze :
Gelbrost ist in der Region latent vorhanden, das Wetter soll vorerst weiterhin sehr trocken und kühl bleiben wobei es mehr oder weniger stark taut.
Deshalb macht es Sinn im Fall 1 wenn das letzte Blatt geschoben ist, etwas Tebuconazol 200 bis 250 g Wirkstoff je ha zur Absicherung der Rostfrage einzusetzen.
Im Fall 2 kann man noch die wenigen Tage bis zur Blüte abwarten und dann angepasst an die Wettersituation die Abschlussbehandlung planen.


Heiner

Gelbrost habe ich bisher(!) werder bei mir noch bei Nachbarn gesehen.

Etwas Tebu in den Reform war auch schon mein Gedanke. Bin mir nur nicht sicher ob das nicht eher zur seelischen Absicherung dient...

Ich hatte mich jetzt tatsächlich dazu entschieden GAR NICHTS zu machen... DAmit hat mein Weizen weiterhin noch keine Pflanzenschutzspritze in 2020 gesehen  :o
Eilt ja nicht. Wenn kein Infektionswetter war bzw  kein Ausgangsbefall vorhanden, dann ist jede Behandlung eine zu viel.
Vielleicht noch das Hähnchen im Auge behalten...
Die Bio Kollegen spritzen ja auch nicht. Also alles gut soweit.

Ich habe dem Weizen nach MAis jetzt mal 1 Liter Folicur gegeben.
Gespeichert

Gameorg

  • Full Member
  • ***
  • Online Online
  • Beiträge: 273
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #123 am: 26. Mai 2020, 08:11:26 »

Ich hab erstmal noch drauf verzichtet, hatten recht verzettelte niederschläge bei niedrigen temperaturen. Obs richtig ist wird sich zeigen  ;)
Gespeichert

Florian

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 105
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #124 am: 26. Mai 2020, 17:32:38 »

Patras nach Gerste, Bilder von Sonntag. Bisher eine Überfahrt mit dem Düngerstreuer in diesem Jahr. Die Blattflecken würde ich mal auf Stress tippen, sah im April schon mal so aus und war dann bald wieder weg.
Gespeichert

Pfanne

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 123
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #125 am: 26. Mai 2020, 18:21:47 »

Patras nach Gerste, Bilder von Sonntag. Bisher eine Überfahrt mit dem Düngerstreuer in diesem Jahr. Die Blattflecken würde ich mal auf Stress tippen, sah im April schon mal so aus und war dann bald wieder weg.
Mein Patras sieht genauso aus, wie deiner. Inklusive der unteren gelben Blätter. Ähre kommt jetzt auch schon raus, bei 60 cm Wuchshöhe.
Gespeichert

Raider

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 459
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #126 am: 27. Mai 2020, 07:45:24 »

Ich hab erstmal noch drauf verzichtet, hatten recht verzettelte niederschläge bei niedrigen temperaturen. Obs richtig ist wird sich zeigen  ;)

Dank meines Nachbars habe ich jetzt einen schönen "Versuch". Ich hab meinem Chevignon nach pfluglos Mais 1 l/ha Folicur gegeben. Er hat auf dem Sc hlag daneben ebenfalls Chevignon nach Mais und hat am Freitag 1,2 l/ha Skyway Xpro auspegbracht. und was noch schöner ist: die letzten 3 FAhrgassen hat es nicht mehr gereicht. Sprich: wir haben jetzt 3 Varianten direkt nebeneinander. Mal gespannt...
Gespeichert

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 7 713
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #127 am: 27. Mai 2020, 08:16:41 »

Patras nach Gerste, Bilder von Sonntag. Bisher eine Überfahrt mit dem Düngerstreuer in diesem Jahr. Die Blattflecken würde ich mal auf Stress tippen, sah im April schon mal so aus und war dann bald wieder weg.


Ja. Dafür ist Patras bekannt. Der macht selbst heuer, wo wir top Weizenwetter haben, diese Blattpunkte.
Lustig ist, dass es bei mir bei Einsatz von Tebuconazol weniger wurde.
Gespeichert

Desperado

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 935
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #128 am: 27. Mai 2020, 12:56:17 »

Ich hab erstmal noch drauf verzichtet, hatten recht verzettelte niederschläge bei niedrigen temperaturen. Obs richtig ist wird sich zeigen  ;)

Dank meines Nachbars habe ich jetzt einen schönen "Versuch". Ich hab meinem Chevignon nach pfluglos Mais 1 l/ha Folicur gegeben. Er hat auf dem Sc hlag daneben ebenfalls Chevignon nach Mais und hat am Freitag 1,2 l/ha Skyway Xpro auspegbracht. und was noch schöner ist: die letzten 3 FAhrgassen hat es nicht mehr gereicht. Sprich: wir haben jetzt 3 Varianten direkt nebeneinander. Mal gespannt...


Ich find's reichlich spät für ne Blattbehandlung, zumal der Weizen ja schon längst die Ähren geschoben hat und blüht. Und in die Ähre fährt man bekanntlich mit wenig Wasser und hoher Konzentration, weil man auch nur die Ähre und das Fahnenblatt benetzen will.
Das passt auch nicht zu einer Blattbehandlung, wo auch etwas Bestandesdurchdringung gewünscht ist.

Hier war der Infektionsdruck bisher auch sehr gering und die Niederschlagsverteilung sah genauso aus wie bei Euch, aber ich hab 3 Tage nach den 27mm, die es vor den Eisheiligen geregnet hat, ne Blattbehandlung mit einer Strobilurin-Azol-Mischung gemacht und mein Nachbar nebenan nicht. Und bei ihm sieht man mittlerweile deutlich mehr Stressflecken (insb. am Vorgewende), weil das Blatt eben nicht geschützt ist.

Der Chevignon hat die Ähre weitestgehend geschoben und kommt so langsam in die Blüte, während beim Rubisko die Staubbeutel schon überall raushängen. Auf den Stressstandorten (flachgründige Muschelkalkböden mit reichlich Steinbesatz) macht der Rubisko immer eine gute Figur. Man muss ihn nur im Frühjahr kräftig andüngen, damit er auch die entsprechenden Bestandesdichten macht.

Zum Chevignon kann ich noch wenig sagen. Als etwas später gesäter Stoppelweizen präsentiert er sich so mittelprächtig. Leider konnte ich ihn mangels Befahrbarkeit erst Mitte März andüngen, was angesichts des vielen Strohs der Vorfrucht und der schwachen Mineralisierung reichlich spät war. Er hat sich zwar in den letzten Wochen noch schön zurechtgewachsen, aber es fehlt etwas die Bestandesdichte für Toperträge. Aber wenigstens ist er gesund. Er könnte allerdings etwas standfester sein, hab ich das Gefühl. Zur Trockentoleranz kann ich bislang noch wenig sagen, aber ich würde ihn mal auf eine Stufe mit dem Reform stellen. Vielleicht ist er auch leicht besser.
Mal schauen, wie die Ähre sich entwickelt. Die hat mir letztes Jahr im Versuch sehr gut gefallen.
Gespeichert

Felix

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2 115
  • Beruf: Produktmanager
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #129 am: 28. Mai 2020, 09:53:23 »

Der fehlenende Niederschlag besiegelt hier zusehends das Schicksal vom Winterweizen. Aufgrund des gesunden Bestandes und der 0mm Vorhersage in den kommenden zwei Wochen ist im Weizen "help yourself" angesagt. Somit ist ein Teil meiner Fläche in diesem Jahr ohne WR und ohne Fungi gelaufen. Düngung ist erfolgt mit Wigor S, Kieserit, AHL & ASL Mische und organisch über Mischgülle.

Anbei ein Bild des Informer von einer eher leichten Stelle im Schlag, er steht hier nach Winterraps.
Gespeichert
"Dem Mutigen gehört die Welt, frisch gewagt ist halb gewonnen"

Thomas

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 5 005
  • Beruf: Staatl. gepr. Landwirt
  • Facit omnia voluntas.
    • Kartoffelhof Schultze
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #130 am: 28. Mai 2020, 13:31:56 »

Hier auch ohne WR. Es ist schon sehr trocken und die nächsten 2 Wochen bei zunehmender Wärme und Sonne nichts in Sicht.

Beregnung läuft noch im Weizen, danach in Kartoffeln.
Gespeichert
:robust901:  FarmPartner der FarmSaat AG   :robust901:

juliusjr

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 044
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #131 am: 28. Mai 2020, 15:03:31 »

Kartoffeln beregnen wir auch, aber weizen waren die Ertragszuwächse mit Beregnung in der Vergangenheit sehr bescheiden.  Welchen Ertragszuwachs erhoffst du dir Thomas,  wenn du zb 40 l dem Weizen gibst?

Klar das kann man so pauschal nicht sagen(zustand des Weizen, Bodengüte, wetter nach beregnung), aber ihr habt ja auch grobe erfahrungswerte...
Gespeichert

Stanky

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 4 360
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #132 am: 28. Mai 2020, 16:20:18 »

Moin,
Hier auch ohne WR. Es ist schon sehr trocken und die nächsten 2 Wochen bei zunehmender Wärme und Sonne nichts in Sicht.

Beregnung läuft noch im Weizen, danach in Kartoffeln.
gratuliere auch zum 5.000 Beitrag! :daumen: :daumen1:
Gruß
Frank
Gespeichert
De een hett een Rittergut, de anner ritt dat Gitter rut.

Thomas

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 5 005
  • Beruf: Staatl. gepr. Landwirt
  • Facit omnia voluntas.
    • Kartoffelhof Schultze
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #133 am: 29. Mai 2020, 20:23:18 »

Moin,
Hier auch ohne WR. Es ist schon sehr trocken und die nächsten 2 Wochen bei zunehmender Wärme und Sonne nichts in Sicht.

Beregnung läuft noch im Weizen, danach in Kartoffeln.
gratuliere auch zum 5.000 Beitrag! :daumen: :daumen1:
Gruß
Frank

Das war mir gar nicht aufgefallen... danke.  :D
Gespeichert
:robust901:  FarmPartner der FarmSaat AG   :robust901:

Thomas

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 5 005
  • Beruf: Staatl. gepr. Landwirt
  • Facit omnia voluntas.
    • Kartoffelhof Schultze
Re: Winterweizen 2020
« Antwort #134 am: 29. Mai 2020, 20:31:50 »

Kartoffeln beregnen wir auch, aber weizen waren die Ertragszuwächse mit Beregnung in der Vergangenheit sehr bescheiden.  Welchen Ertragszuwachs erhoffst du dir Thomas,  wenn du zb 40 l dem Weizen gibst?

Klar das kann man so pauschal nicht sagen(zustand des Weizen, Bodengüte, wetter nach beregnung), aber ihr habt ja auch grobe erfahrungswerte...

Das weiß man erst hinterher. Ich gebe da auch nur 25-30 mm pro Gabe. Nun ist es so, dass die Anlage vorhanden ist, einfach aufgebaut werden kann und das Kartoffelfeld direkt daneben liegt, wo ich ohnehin hin muss. Wenn die Regengabe dann irgendwo 75 €/ha kostet, muss man 4 dt Mehrertrag erlösen oder bessere Qualität. Ohne Wasser, das sehe ich jetzt, gibt das Hühnerfutter. Da wo die Beregnung war, sieht der Bestand gut aus. So viel Einsatz ist es nicht, dass das Beregnen dort zum gravierenden Verlustgeschäft wird. Wenn es +/- null ausgeht, ist ja auch noch nichts verloren.
Da ich halt die Anlage habe, scheue ich mich absolut nicht, die auch voll einzusetzen. Ackergras habe ich aufgepäppelt. Ansonsten eben Kartoffeln, Weizen, Gerste und bei Bedarf auch Mais. Roggen sehe ich meist wenig Sinn hier, das geht meistens. In diesem Jahr würde ich sagen, der kommt so durch, wenn es Ende nächste Woche mal regnet wie angekündigt. Bis dahin läuft die Anlage ohnehin in den Kartoffeln durch.

Gruß
Thomas
Gespeichert
:robust901:  FarmPartner der FarmSaat AG   :robust901: