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Autor Thema: Winterweizen 2020  (Gelesen 19419 mal)

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Tim

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #105 am: 16. Mai 2020, 19:27:34 »

AHL , selbst mit Schleppschläuchen , macht schnell braune Blattspitzen , aber funktioniert

was willst du genau machen, wieviel kg N ?
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superuser

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #106 am: 16. Mai 2020, 19:57:28 »

Meine weizenbestände sehen soweit sehr gut aus die Rübenweizen sind im Ährenschieben, die Stopelweizen brauchen noch etwas.
Nun steht die letzte Gabe an.
Die Rwz bietet ein Tardit Mu Liquid mit 28%N an.
Im Netz habe ich ein Piasan 28 Flüssigdünger gefunden.
Kann man diese flüssigen Lösungen problemlos ausbringen?
Auch wenn die Ähren schon da sind?
Könnte mir auch ein Splitting vorstellen. In 10 Tagen ist erst wieder regen gemeldet.
Mit flüssigdünger habe ich so keine Erfahrungen.
Macht das wer die letzte Gabe flüssig, lese immer von der ersten flüssig.

Bis Begin EC 37 mit Mehrlochdüsen möglich...sobald der Bestand zu macht nurnoch mit Schleppschlauch.

Grüße
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"Die Deutschen haben von jeher die Art, daß sie es besser wissen wollen, als der, dessen Handwerk es ist, und es besser verstehen als der, der sein Leben damit zugebracht." Zitat Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter

Rhoihesse

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #107 am: 16. Mai 2020, 20:35:38 »

AHL , selbst mit Schleppschläuchen , macht schnell braune Blattspitzen , aber funktioniert

was willst du genau machen, wieviel kg N ?

An für sich stehen noch 200kg KAS aus ~56kg N
Also schleppschläuche hab ich keine, dann scheidet die flüssig Düngung aus.
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Dresel

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #108 am: 16. Mai 2020, 21:43:20 »

@Rhoihesse, kann es sein das du mit dem Dünger von der RWZ dieses meinst, siehe Anhang?

Kennt das sonst noch einer? Ich werde es mal probieren, hört sich ja nicht schlecht an, mit 8N/ha 30-40N aus KAS zu ersetzten. Preislich sicher auch ne Hausnummer, in der Düngebilanz aber auch, im umgekehrten Sinne.
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Grüße Dresels Walter

Heiner

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #109 am: 16. Mai 2020, 22:18:49 »

@Rhoihesse, kann es sein das du mit dem Dünger von der RWZ dieses meinst, siehe Anhang?

Kennt das sonst noch einer? Ich werde es mal probieren, hört sich ja nicht schlecht an, mit 8N/ha 30-40N aus KAS zu ersetzten. Preislich sicher auch ne Hausnummer, in der Düngebilanz aber auch, im umgekehrten Sinne.

Hallo,

ich habe so etwas vor über 10 Jahren mal ausprobiert. Damals hieß das Foliarel, scheint aber das gleiche zu sein. Der Austausch der normalen N-Menge in meinem Fall AHL gegen die Blattdüngungsmenge lt. Tabelle hat nicht funktioniert. Darum habe ich dann das auch nicht wieder angesehen, ganz egal welcher Händler mit welchem Namen dafür das auch anpries...

Heiner
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dirkk

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #110 am: 16. Mai 2020, 23:55:52 »

Zitat
Bis Beginn EC 37 mit Mehrlochdüsen möglich
. Ich hab vor zwei Jahren bei " passenden " Bedingungen auch im Ährenschieben mit FD mal AHL ausgebracht - bei 40 -50 N gab es keine Verätzungen usw.

Dabei darf nicht grad bei >25 Grad die Sonne vom Himmel brennen und es sollte der Pflanze auch hinreichend Wasser zur Verfügung stehen ( Tau + baldiger Niederschlag ) .


Zitat
mit 8N/ha 30-40N aus KAS zu ersetzten
Das funktioniert schon , aber inzwischen sind die Qualitätszuschläge so klein , daß sich der Aufwand für mich nicht mehr lohnt . Außerdem würde ich diesen Stickstoff gern zur Ährenspritzung mit verabreichen - aber bei den Witterungsumständen ist eine Ährenbehandlung sehr ungewiß oder gar unwahrscheinlich . Die letzten zwei Jahre oder besser : in den letzten vier von fünf Jahren konnte ich auf eine Ährenbehandlung verzichten ( im Nachhinein ) - und letztes Jahr hab ich auch keine mehr gemacht , weil eine sparsame Blattbehandlung in EC 36/37 reicht . Irgendwo müssen auch die Kosten mal noch gesenkt werden ...........

gruss
dirkk
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Rhoihesse

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #111 am: 17. Mai 2020, 11:50:39 »

@Rhoihesse, kann es sein das du mit dem Dünger von der RWZ dieses meinst, siehe Anhang?

Kennt das sonst noch einer? Ich werde es mal probieren, hört sich ja nicht schlecht an, mit 8N/ha 30-40N aus KAS zu ersetzten. Preislich sicher auch ne Hausnummer, in der Düngebilanz aber auch, im umgekehrten Sinne.

Ja, ist halt nur die Frage, welche Technik die Spritze haben muss. Und natürlich der Preis.
Ich denke die rwz wird sich das vergolden lassen, bei den Vorteilen.
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Felix

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #112 am: 17. Mai 2020, 12:42:14 »

Meine Weizenbestände, unabhängig von Vorfrucht, laufen in diesem Frühjahr bisher sehr unproblematisch durch. Der Weizen steht nach Raps, Erbsen, Soja und Silomais. Bisher ist dort neben Düngung (AHL&ASL, Org. Dünger, Kieserit und Wigor S) nur Herbizid gelaufen, sonst nichts. Der Sacramento hat nun unten etwas Mehltau, da dort die Ähre kommt wird der seinen Abschluss in der kommenden Woche bekommen. Beim Informer ist mir bis dato nichts aufgefallen, er ist halt etwas später als der Sacramento  ;D
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Raider

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #113 am: 19. Mai 2020, 07:16:52 »

HAllo zusammen,

ich bräuchte mal eure geballte Efahrung/euer geballtes Wissen. Bin mir nicht sicher was ich mit meinem Weizen weiter machen soll. Habe folgende Situation:

1. RGT Reform, Vorfrucht Raps, Aussaat Mitte Oktober, Bodenbearbeitung Grubber, Ertragserwartung 70-75 dt/ha aktuell EC 37/39
2. Chevignon, Vorfrucht Silomais, Aussaat Mitte Oktober, Bodenbearbeitung Grubber (+Mulcher für MAisstoppeln), Ertragserwartung 70-75 dt/ha  aktuell EC 45/49

Herbizidmaßnahme war komplett im herbst (mits ehr gutem Erfolg). Die Bestände sind weder eingekürzt noch wurde bisher eine Fungizidmaßnahme gefahren.
Niederschlag die letzten 14 Tage:
30.4. 10 l
1.5.  4 l
11.5. 26 l

AKtuelle Krankheitssymptome auf den oberen 3 Blättern nahe null

Soll ich weiter warten? Im Weizen nach Mais müsste ich eigenbtlicha uch eine Blütenbehandlung machen. Was meint ihr?

Hallo Raider,

ich tue mich bei solchen Fragen sehr schwer Fernempfehlungen zu geben, da ich die Witterungsbedingungen des Standortes und den allgemeinen Befallsdruck der Region nur sehr schlecht bewerten kann.

Daher kommt von mir nur ein Gedankenanstoß wie ich die Situation unter den hier bei mir geltenden Umständen einschätze :
Gelbrost ist in der Region latent vorhanden, das Wetter soll vorerst weiterhin sehr trocken und kühl bleiben wobei es mehr oder weniger stark taut.
Deshalb macht es Sinn im Fall 1 wenn das letzte Blatt geschoben ist, etwas Tebuconazol 200 bis 250 g Wirkstoff je ha zur Absicherung der Rostfrage einzusetzen.
Im Fall 2 kann man noch die wenigen Tage bis zur Blüte abwarten und dann angepasst an die Wettersituation die Abschlussbehandlung planen.


Heiner

Gelbrost habe ich bisher(!) werder bei mir noch bei Nachbarn gesehen.

Etwas Tebu in den Reform war auch schon mein Gedanke. Bin mir nur nicht sicher ob das nicht eher zur seelischen Absicherung dient...

Ich hatte mich jetzt tatsächlich dazu entschieden GAR NICHTS zu machen... DAmit hat mein Weizen weiterhin noch keine Pflanzenschutzspritze in 2020 gesehen  :o
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Uwe

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #114 am: 22. Mai 2020, 13:35:55 »

Der frühe Winterweizen hat das Fahnenblatt jetzt ganz entfaltet.
Arkadia hat immer eine etwas geringere Bestandesdichte, aber die Ähren sind dann meist recht fett.
Nach dem angesagten Regen am Wochenende kriegt der Blattapparat seine Abschlussbehandlung mit 1l Priaxor + 1l Rubric. (Sorte kränkelt extrem schnell, Blattnässe war im Mai reichlich und die Vorlage von 0,5l Mirage + 0,5l Folicur hält auch nicht ewig, gerade in dem Stadium)
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Uwe

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #115 am: 22. Mai 2020, 13:42:01 »

Der spät gedrillte Julius hat sich nach Hühnermist im Herbst, reichlich N, CCC + Broadway und Walze auch noch ganz gut gemacht.
Bis zur Abschlussbehandlung für den Blattapparat ist aber noch etwas Zeit. Auch hier war bei den vielen Blattnässe Stunden im Mai die Vorlage von Mirage + Folicur sicher sinnvoll.
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Nobbi

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #116 am: 22. Mai 2020, 14:48:40 »

HAllo zusammen,

ich bräuchte mal eure geballte Efahrung/euer geballtes Wissen. Bin mir nicht sicher was ich mit meinem Weizen weiter machen soll. Habe folgende Situation:

1. RGT Reform, Vorfrucht Raps, Aussaat Mitte Oktober, Bodenbearbeitung Grubber, Ertragserwartung 70-75 dt/ha aktuell EC 37/39
2. Chevignon, Vorfrucht Silomais, Aussaat Mitte Oktober, Bodenbearbeitung Grubber (+Mulcher für MAisstoppeln), Ertragserwartung 70-75 dt/ha  aktuell EC 45/49

Herbizidmaßnahme war komplett im herbst (mits ehr gutem Erfolg). Die Bestände sind weder eingekürzt noch wurde bisher eine Fungizidmaßnahme gefahren.
Niederschlag die letzten 14 Tage:
30.4. 10 l
1.5.  4 l
11.5. 26 l

AKtuelle Krankheitssymptome auf den oberen 3 Blättern nahe null

Soll ich weiter warten? Im Weizen nach Mais müsste ich eigenbtlicha uch eine Blütenbehandlung machen. Was meint ihr?

Hallo Raider,

ich tue mich bei solchen Fragen sehr schwer Fernempfehlungen zu geben, da ich die Witterungsbedingungen des Standortes und den allgemeinen Befallsdruck der Region nur sehr schlecht bewerten kann.

Daher kommt von mir nur ein Gedankenanstoß wie ich die Situation unter den hier bei mir geltenden Umständen einschätze :
Gelbrost ist in der Region latent vorhanden, das Wetter soll vorerst weiterhin sehr trocken und kühl bleiben wobei es mehr oder weniger stark taut.
Deshalb macht es Sinn im Fall 1 wenn das letzte Blatt geschoben ist, etwas Tebuconazol 200 bis 250 g Wirkstoff je ha zur Absicherung der Rostfrage einzusetzen.
Im Fall 2 kann man noch die wenigen Tage bis zur Blüte abwarten und dann angepasst an die Wettersituation die Abschlussbehandlung planen.


Heiner

Gelbrost habe ich bisher(!) werder bei mir noch bei Nachbarn gesehen.

Etwas Tebu in den Reform war auch schon mein Gedanke. Bin mir nur nicht sicher ob das nicht eher zur seelischen Absicherung dient...

Ich hatte mich jetzt tatsächlich dazu entschieden GAR NICHTS zu machen... DAmit hat mein Weizen weiterhin noch keine Pflanzenschutzspritze in 2020 gesehen  :o
Eilt ja nicht. Wenn kein Infektionswetter war bzw  kein Ausgangsbefall vorhanden, dann ist jede Behandlung eine zu viel.
Vielleicht noch das Hähnchen im Auge behalten...
Die Bio Kollegen spritzen ja auch nicht. Also alles gut soweit.
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Präzisionsbauer

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #117 am: 22. Mai 2020, 16:16:09 »

Der Weizen (Apostel, Chevignon, Spontan, Rubisco) und Durum stehen zu 80 Prozent in Vollblüte, nur der Reform lässt sich noch Zeit.
Jetzt kommt der lang ersehnte Regen hoffentlich, da fahr ich gerne doch noch den Weizen einmal durch. Die zwei Nächte direkt nach dem Regen sind jetzt mal angepeilt.
Ein Feld wurde jetzt noch vom Getreidehähnchen heimgesucht. Letztjähriger Rübenschlag hat latenten Wassermangel, das scheint mir die einzig plausible Erklärung zur Zeit..
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Gameorg

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #118 am: 22. Mai 2020, 17:54:03 »

Im Hinblick auf die zu erwartenden Gewitterregen die kommenden Tage eine Frage..

Wie darf man die Temperaturgrenzen hinsichtlich Fusariuminfektion verstehen? Gilt das während dem Niederschlag? Oder Tageshöchsttemperatur, oder während der Dauer der Blattnässe?

Ich hab wegen doch recht massivem Getreidehähnchenbefall einige Flächen vorgezogen letzte Woche, die jetzt in Vollblüte stehen. Sind auch ein paar Maisweizen dabei. Da ist jetzt natürlich die Frage, wann und ob mit einem Infektionsrisiko zu rechnen ist
« Letzte Änderung: 22. Mai 2020, 17:56:51 von Gameorg »
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Ruedi

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Re: Winterweizen 2020
« Antwort #119 am: 24. Mai 2020, 06:34:15 »

Im Hinblick auf die zu erwartenden Gewitterregen die kommenden Tage eine Frage..

Wie darf man die Temperaturgrenzen hinsichtlich Fusariuminfektion verstehen? Gilt das während dem Niederschlag? Oder Tageshöchsttemperatur, oder während der Dauer der Blattnässe?

Ich hab wegen doch recht massivem Getreidehähnchenbefall einige Flächen vorgezogen letzte Woche, die jetzt in Vollblüte stehen. Sind auch ein paar Maisweizen dabei. Da ist jetzt natürlich die Frage, wann und ob mit einem Infektionsrisiko zu rechnen ist

Bei wechselfeuchter Witterung mit Temperaturen über 16°C kann Weizen, ab Mitte des Ährenschiebens bis Ende der Blüte, von Fusarien infiziert werden. Vor allem Maisstoppelreste auf der Bodenoberfläche sind hierbei die wichtigste Infektionsquelle.
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Auf geht es in die neue Herausforderung.