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Autor Thema: Trocknung und Lagerung von Körnermais  (Gelesen 12042 mal)

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Stanky

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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #60 am: 15. November 2020, 18:44:53 »

Moin,
beim Durchlauftrockner ist das ja bei sehr feuchtem Getreide effizienter in zwei Durchgängen zu trocknen, da dann das Wasser aus den Körnern besser raus geht, darauf zielt meinen Frage ab, Bruchkorn müßte ja eigentlich wumpe sein, ist ja sowoeso Viehfutter.
Gruß
Frank
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stephanmh

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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #61 am: 15. November 2020, 18:50:07 »

Natürlich kannst du den Mais auch in zwei Durchgängen trocknen. Wenn man knapp an Trockenkapazität ist, macht das durchaus Sinn - nassen Mais kannst du max. 2 Tage ungetrocknet liegen lassen. Bei 2 Trockendurchgängen mit Unterbrechungen mußt du den Mais aber erstmal wieder komplett "aufheizen" das kostet natürlich mehr Energie.
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agri

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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #62 am: 15. November 2020, 19:03:37 »

Klar in einem Rutsch - dann ist er noch warm beim Umlagern in den zweiten Trockner. Während der Mais im zweiten Trockner nachtrocknet und abschließend runter gekühlt wird, wird der erste Trockner wieder mit Nassmais gefüllt. So läuft der Trockner rund um die Uhr.

Dann ist das aber nicht in einem Rutsch wenn du durch deine Vorgehensweisse die gleiche Menge in zwei Trockner trocknest . Du vermeidest sinniger weise Nester bildung . Die Kühlung ist sehr wichtig .

Hier hätte Toni mit seiner Technik wirklich weiter helfen können . !!!

Welche Temperatur kann der Durchlauf Trockner ereichen und auf eine langsame und zeitraubende Trocknung wird man sich schon einstellen müssen.

Der Vergleich mit Getreide hinkt wohl etwas aber ich hab da auch keine Erfahrung sammeln dürfen da ich glaube Getreide mit 30% Feuchte ist nicht Druschfähig .
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klausg

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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #63 am: 15. November 2020, 23:09:14 »

Am besten lässt sich Mais und Bohnen mit großen Satzumlauftrocknern trocknen, die ein drittel bis ein viertel Temperzone haben. Das ist ein Aufsatz auf dem Trockner ohne Luftdächer. In dem Bereich kann die Kornfeuchte wieder von innen nach Außen diffundieren bevor der Mais erneut in die Trocknungszone absinkt. Am Anfang können in einem solchen Trockner Warmlufttemperaturen bis 120 Grad gefahren werden. Korntemperatur sollte aber 60 bis 70 Grad nicht überschreiten. Dafür ist allerdings bei einem 24 to Trockner eine Heizleistung von mehr als einem MW nötig. Später regelt man die Temperatur zurück. Es dürfen aber beim Entleeren nirgendwo Reste trockener Ware im Trockner verbleiben. Die würden sonst nach einer Neubefüllung und Hochtemperatur hochgehen.
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agri

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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #64 am: 16. November 2020, 05:29:29 »

Moin,
mal eine Frage: Wenn ich Mais mit 25 bis 30% trockne, bekomme ich den in einem Rutsch trocken, oder muß ich den wie Getreide mehrmals durch den Trockner ziehen.
Oder ist das sogar vorteilhafter den in einem Rutsch zu trocknen, abgesehen von den logitischen Problemen mit den Naßzellen?
Gruß
Frank

Hattest du nicht zu diesem Thema schonmal angefragt ?

aber hier ist eine Antwort





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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #11 am: 26. Juli 2019, 00:43:20 »
AntwortZitat
Zitat von: Hein am 25. Juli 2019, 15:00:47
Ich denke, Canuck geht von unrichtigen Voraussetzungen aus. Selber betreibe ich zwar keine BGA, aber wir haben mal Körnermais gemacht und trocknen lassen.
Soweit mir das bekannt ist, kommt die Trocknungswärme nicht aus dem verbrannten Gas direkt, sondern aus der Motorabwärme mit ca 80 Grad. Wobei die Wärme lediglich die Zweitnutzung ist.

Aus dem Beitrag von Canuck lese ich heraus, dass er von direkter Verbrennung des Gases speziell zur Wärmegewinnung ausgeht.

Mit 80° Grad wirst nix beim Körnermais trocknen. Das dauert dann ewig und drei Tage ;D Wir haben im letzten Herbst mit 125°Grad getrocknet da geht es im Durchlauftrockner braucht aber auch einiges an Zeit und Heizöl der Weißhaupt Monarch hat da aber auch ordentlich Durst  8) hab leider vergessen den Tank zu peilen. Werde das dieses Jahr mal messen hab wieder Körnermais im Anbau mit 26 Sorten im Versuch mal sehen welche Sorte an die Ostsee passt  :daumen:
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charlie

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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #65 am: 16. November 2020, 08:18:52 »

Da dieses Thema schon mehrfach angesprochen wurde und verteilt in 2 Threads stand, habe ich es einfach mal zusammengeführt...
So kann man leichter rückwärts blättern und es wird auch der Verweis auf schon gegebene Antworten leichter.
Vieles dazu wurde schon gefragt und vor allem auch beantwortet.

Zum Thema: Traditionelle Körnermaisregionen wie Niederbayern, Österreich oder Ungarn haben sicher langjährige Erfahrungen und können jenen Anbauern in nördlicheren Gefilden, die mit Körnermais experimentieren, sicher den ein oder anderen Tipp geben.
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Charlie

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wernerzwo

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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #66 am: 16. November 2020, 12:54:29 »

Kann man Mais auch anders als Körnermais nutzen???

 ;D ;D ;D
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charlie

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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #67 am: 16. November 2020, 13:38:32 »

Kann man Mais auch anders als Körnermais nutzen???

 ;D ;D ;D

 ;D ;D Das solltest du in deinem regionalen Umfeld ja selbst beurteilen können  :angel:
Andere Regionen dieser Republik würden niemals (oder nur in den seltensten Fällen) mit einem Drescher am Maisfeld anrücken... bei denen muß immer so eine ganze PS-Armada meist mit jungen wilden Fahrern anrücken um wieder freien Blick auf die Landschaft zu gewähren... :ironie:

Nee, mal im Ernst, Werner... (weil es mich auch interessiert)
Wie läuft das bei euch? Eigene Trocknung? Gemeinschaftliche? Landhandel? Oder Nassmaisvermarktung?
Und wenn ja zur Trocknung... was werden für Trockner eingesetzt, welche Trocknungsstrategie und welche Energieform?

Hier bei uns im Rhein Main Gebiet ist der Körnermaisanteil „noch“ überschaubar und geht meist zur Trocknung an den Landhandel, was natürlich die Marge für den Anbauer belastet.
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Gruß

Charlie

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wernerzwo

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Re: Trocknung und Lagerung von Körnermais
« Antwort #68 am: 16. November 2020, 14:35:30 »

Unser Landkreis ist zweigeteilt - südlich der Donau im Rott u. Inntal ist der (Körner-)Mais die dominante Fruchtart! Nördlich dominiert Grünland und Silomais für die Rinderhaltung.

Trotz Biogas und vereinzelt Milchvieh/Rinderhalter gehen südlich der Donau mind. 2/3 des Mais in die Körnernutzung. Auf der Ackerfläche werden mind. 40% Mais stehen - genau Zahlen habe ich auf die schnelle nicht parat. Davon geht natürlich ein großer Teil in die Schweinemast, direkt als Maiskornsilage (CCM ist out wegen Fusarien an Spindelspitzen usw.) oder als Trocknemais. Daher haben wir natürlich sehr leistungsfähige Körnertrocknungen in der Gegend - die größte Genossenschaft dürfte die hier sein:
https://trocknung-reding.de

Daneben natürlich auch noch größere Trocknungen beim Landhandel und bei landwirtschaftlichen Betrieben.

Es gibt auch noch viele "kleine" Trocknungen an den Höfen selbst - ich selbst habe eine bis 2016 betrieben mit ca. 35to Naßmais (35%) Tagesleistung.
Aufgrund größerer anstehenden Reparaturen, noch direkter Befeuerung mit Heizöl usw. war es wirtschaftlich nicht mehr darstellbar diese weiter zu betreiben.
Dazu ist der Trocknungspreis bei Trocknungen mit Erdgasanschluss einfach zu niedrig mit ca. 2,- € netto je dt Naßmais.

Erst mit Biogas hat bei uns Silomais wieder einen festen Platz in der Fruchtfolge von manchen Betrieben bekommen - was ich persönlich eher kritisch sehe.
Weil die Thematik Erosion und Nährstoffverlagerung hier viel problematischer sind, als bei Körnermais wegen des hohen Strohanteils. Wir sind trotz hoher Viehdichte (Mastschweine) eigentlich fast komplett grünes Gebiet und ich behaupte da hat der Körnermais einen erheblichen Anteil durch die Bindewirkung des Strohs im Herbst. Bis vor kurzem war es bei uns absolut üblich, vor dem Pflügen im Herbst zu Weizen o. Gerste noch ein paar Kubikmeter Gülle auf die Maisstroh zu geben.
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