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Autor Thema: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?  (Gelesen 24393 mal)

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donnershag

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #45 am: 03. März 2019, 19:31:51 »

So, jetzt ist es bei uns soweit. Nach fast 20 Jahren im Doppel achter, überlegen wir umzustellen auf ein automatisches Melksystem. Bisschen Aufstockung sollte auch dazugehören. Im letzten Jahr haben wir reichlich 2,3 Millionen Liter Milch geliefert. Da das mit drei Boxen schon eng wird, denke ich ist es besser vier Boxen zu kaufen und ein bisschen mehr zu mögen.
Jetzt kommt natürlich die Farben Diskussion auf. Lely ist natürlich klasse. Aber der Fullwood gefällt uns auch nicht schlecht. Die GEA Monobox soll auch melken können. Die beiden Letzteren haben gute Servicepartner, leider ohne Robotererfahrung in unserer Nähe. Auch Lely ist nur eine halbe Stunde entfernt.

Gruß
Martin
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JoBeck

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #46 am: 03. März 2019, 19:43:03 »

Was mir dazu auffällt als nicht Kuh mann, es gibt recht viele gebrauchte vorallem "rote" roboter zu kaufen, das wird auch einen grund haben! In youtube gibts auch ein viedeo von einem der den roboter wieder rausschmeist!

Wie gesagt ich hab keine ahnung von der materie  ;D
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donnershag

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #47 am: 03. März 2019, 20:50:28 »

Dreimal melken wäre bei uns angesagt, ist aber kompliziert in der Organisation. Außerdem brauchen wir ein gutes Tierüberwachungssystem. Meine Mannschaft ist sehr gut. Aber mehr geht auch mit einem größerem Melkstand nicht.

Gruß
Martin
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hanna

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #48 am: 03. März 2019, 20:58:03 »

Delaval nennst du nicht? Wir melken seit über 10 Jahren mit den blauen und sind sehr zufrieden.
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Wer nicht gegen den Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie.

309CA

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #49 am: 03. März 2019, 21:26:39 »

Tut Mann bei 4 Robotern nicht besser mit einem RoboterKarussel melken ??
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Warum gibt es Gülleauflagen ? wäre es Umwelttechnisch nicht besser wenn möglichst viel der Arbeitnehmer usw mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren müssen ?  Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.

donnershag

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #50 am: 03. März 2019, 21:48:01 »

Wir wollten ja dreimal melken, schaffen das aber vom Personal nicht. Außerdem sehe ich Vorteile beim Einboxsystem. Weiter will ich die komplette Kuhüberwachung.

Gruß
Martin
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hejo

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #51 am: 04. März 2019, 09:55:07 »

Hallo Martin,

1.
wichtig ist der Service!!!!!!!.
Schnell,kompetent,zuverlässig.
Umhöre dich bei den Kunden.
2.
Alles über 60 Kühe pro Box ( eigene Erfahrung mit Lely A3 next und A4) kostet dich Arbeitskraft zum Nachtreiben.
 Tankmilch wird dann aber auch  nicht unbedingt mehr.

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Preis Einkauf.

Gruß
hejo  ( 8 Jahre Robbihalter)
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nacki13

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #52 am: 04. März 2019, 11:35:26 »

Delaval nennst du nicht? Wir melken seit über 10 Jahren mit den blauen und sind sehr zufrieden.

Darf ich mal fragen wieviele Kühe ihr am Roboter melkt und wieviel Liter der Roboter am Tag macht?

Wir sind vor 1,5 Jahren eher durch zufall an einen Melkroboter gekommen. Wir melken an unserem Stammbetrieb am Melkstand (3x) Unser Nachbar wollte seinen Betrieb komplett verpachten. Da er in seinem Stall mit einem Lely A3 melkt und dieser nur 100m von uns entfernt ist haben wir uns dazu entschlossen diesen mit zu übernehmen und den Roboter weiter zu betrieben.

Ich muss sagen das ich sehr überrascht bin wie Leistungsfähig ein Roboter sein kann. Obwohl der A3 schon 10 Jahre alt ist macht er immernoch einen super Job. Wir haben die Möglichkeit die Kühe so zu selektieren das nur die zum Roboter gehen die sich Problemlos ansetzen lassen und die einen hohen Milchfluss haben. Dadurch haben wir einen Durchschnittlichen Milchfluss von 3,7 Liter/Min und eine durchschnittliche Besuchszeit von ca. 5 minuten. Dadurch ist es auch Problemlos möglich 67 Tiere an dem Roboter zu melken. Wir schaffen es dadurch bei 3,4 Melkungen pro Tier und Tag auf und knapp 40 Liter pro Tier auf gute 2500 bis 2700 Kg pro Tag zu kommen. Das hätte ich nie für möglich gehalten!! Das heißt aber auch dass das Lockfutter dafür ausgelegt und möglichst viele Schmackhafte Komponenten beinhaltet, wie z.B. Körnermais, Rapsschrot und Rübenschnitzel.
Alle Tiere die Euterkrank werden oder sonstige Probleme haben holen wir dann zum Melkstand zurück. Dadurch kann der Roboter ohne große Stillstandszeiten weiter melken. Die Kombination aus beiden gefällt mir sehr gut. Der Nachteil des Roboters ist das man keine Behandlungen darin vernünftig machen kann, deswegen passt ein Melkstand für diese Behandlungen auch , meiner Meinung nach sehr gut dazu.

Ein weiterer großer Vorteil ist die Absolute Ruhe am Roboter. Bei uns am Melkstand stehen die Kühe bis zu einer Stunde vor dem melken im Warteraum. Bei 3X Mleken also bis zu 3 Stunden am Tag. In der Zeit kann die Kuh weder Fressen noch saufen oder liegen. Das kostet Leistung. Auch das Treiben zum melken oder vom Melkstand weg verursacht Stress den man am Roboter so nicht hat.

Ich habe das mal grob verglichen. Die gleichen Tiere geben dadurch am Roboter ca. 10% mehr Milch.

Das einzige bei dem ich mir am Melkroboter nicht so sicher bin sind die kosten. Wir zeichnen jetzt alle Verbräuche auf um das mal vernünftig Vergleichen zu können. Ich denke auch das die neuen Roboter wesentlich effizienter sind. Lely A5 usw...
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Cyberlui

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #53 am: 04. März 2019, 17:05:59 »

Hallo Martin,

1.
wichtig ist der Service!!!!!!!.
Schnell,kompetent,zuverlässig.
Umhöre dich bei den Kunden.
2.
Alles über 60 Kühe pro Box ( eigene Erfahrung mit Lely A3 next und A4) kostet dich Arbeitskraft zum Nachtreiben.
 Tankmilch wird dann aber auch  nicht unbedingt mehr.



3.
Preis Einkauf.

Gruß
hejo  ( 8 Jahre Robbihalter)

Dem ist eigentlich nix hinzuzufügen, denn melken können mittlerweile alle, wenn du Stress willst dann 70 - 80 Kühe an eine Box, wenn entspannt sein soll max 60.

seit 10 Jahren Fullwood Robbi.
ist glaub ich ziemlich egal welchen Robbi du nimmst, du wirst dich dann auch bei dem Thema "unbezahlbare Ersatzteile" wiederfinden, denn Robbiteile sind zumindest bei Fullwood "sauteuer" und Kulanz ist da ein Fremdwort.

Gruß Jürgen
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Farmer

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #54 am: 04. März 2019, 20:50:34 »

Hallo
Aus eigener 8 jähriger Erfahrung mit 2 A3 next kann ich dem vorgenannten nur zustimmen. Machbar sind bei hohen Leistungen 800000 pro Roboter. Dann muss man sich intensiv kümmern und das braucht auch Zeit. Das muss jeder für sich entscheiden wie man es machen möchte. Wenn man sich im Lely Benchmark die durchschnittliche Leistung in D ansieht liegt diese bei 1500 l pro Tag, das läuft natürlich entspannt.
Das Problem was ich bei Lely zumindest bei uns im Westen sehe das man dem Center hoffnungslos ausgeliefert ist was die Servicekosten angeht. Alle paar Jahre werden die Serviceverträge den steigenden Kosten angepasst. Wenn keine orginal Teile eingesetzt werden wird das auch nicht gern gesehen.
Strom und Wasserverbrauch kann man kalkulieren, Unterhaltung nach der Garantie leider nur schwer. Laufen tun die Dinger und die Techniker sind auch gut und das zu jeder Tages und Nachtzeit das muss man bei uns ganz klar sagen. Ich würde heute bei mehr als 200 Kühen den Melkstand aus Kostengründen vorziehen. Wir haben uns  neben den Robotern eine separate Grube gebaut mit jeweils einer Behandlungsbox an jeder Seite. Das würde ich immer wieder so machen für Trockenstellen etc., damit man vernünftig arbeiten kann.
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Foerdi

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #55 am: 04. März 2019, 21:26:36 »

Delaval nennst du nicht? Wir melken seit über 10 Jahren mit den blauen und sind sehr zufrieden.

Ich habe auch nie mit einem Roboter gearbeitet, bekomme aber hier und da was mit. Und wenn man es genau wissen will kann ich nur raten sich bei Robotermelkern umzusehen / -hören.

Jeder hat natürlich "Vorteile" auf die er nicht verzichten würde (gelenkter Kuhverkehr), aber auch Punkte wie: Was ist besser? Rechte oder linke Box?  kommen dann auf einmal auf.

Ein Onkel hat damals zwei junge, gebrauchte, überholte "Blaue" gekauft. Lief insgesamt schlecht. Gerade die letzten Monate wieder Rechnungen zwischen 3-4k€.

Und gerade gestern ein Betrieb besichtigt der seine 10 Jahre alten "Blauen" gegen die neuen V300 getauscht hat. Und der "Neue" soll schon so gut sein, dass die Gebrauchten wertlos werden/ sind.
Seine Zellzahlen seien sofort gesunken z.B.
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ct

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #56 am: 04. März 2019, 21:52:17 »

(gelenkter Kuhverkehr)
Gibt es das überhaupt noch?

Hab ja vor langer Zeit auch paar Jahre selbst mit Robbi gemolken und danach einige Jahre Boxen für den damaligen Marktführer vertrieben.
Für Familienbetriebe, die an der Milchproduktion festhalten wollen, ist das jedenfalls ein gangbarer Weg.

Aber ich habe auch die andere Seite gesehen. Wartungspersonal muß schon ziemlich gut qualifiziert sein, soll 24 Stunden in 365 Tagen für Arbeiten in der Kuhschei** verfügbar sein und am Besten für Mindestlohn arbeiten und nebenbei auch noch der Psychiater für den Bauern sein.
Das ist damals wie heute ein (ungelöstes) Problem.
Jeder der diesbezügl. was auf dem Kasten hat, der hat es in der Industrie um etliches einfacher, hat geregelte Zeiten und keine Kuhschei**. Warum sich das antun? Bitte bedenkt das, wenn der nächste Techniker kommt  :pfeiff:
In der Milch steckt m.M.n. einfach zu wenig Wertschöpfung um langfristig neben dem ganzen anderen Kram solch eine Technik und die nötige Peripherie auch zu entlohnen, dass es für alle Beteiligten zufriedenstellend funktioniert.

Das Thema, das man die Kuhzahl / Box nicht überreizen sollte, kann ich nur bestätigen. Man erkauft sich die letzen paar Kühe mehr, dann nur mit mehr Arbeit, ohne wirklich mehr Milch mit der Box zu melken. Aber da hat auch jeder eine individuelle Grenze, die er finden muß (Rasse, Milchleistung/Kuh, Melkbarkeit, usw.).
Ab einer absoluten Größe kippt das System auch wieder und die Vorteile der Flexibilität lösen sich auf. So gerne wie man 8, 10 oder mehr Robbis auf den Zettel schreibt, da sind andere Systeme wohl überlegenswerter.
« Letzte Änderung: 04. März 2019, 21:54:32 von ct »
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Gruß ct

Foerdi

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #57 am: 05. März 2019, 15:28:00 »

(gelenkter Kuhverkehr)
Gibt es das überhaupt noch?


War es nicht so das die "Roten" den freien Verkehr vorziehen und die "Blauen" den gelenkten? Hat sich daran was geändert?

Kam die gelenkte Variante nicht öfter bei einem Umbau zu tragen?
Selbst der besichtigte, damals neu gebaute Roboterstall würde es wohl jetzt anders baulich lösen.

Ein weiterer "Blaumelker" sieht den Vorteil bei ganz wenig zu holenden Tieren und den Nachteil, dass die Tore auch eine Reihe an Fehlermeldungen produzieren. Traut sich nach über 10 Jahren Erfahrungen auch selber bauliche Veränderungen an der Installation zu, um zu testen wie es danach funktioniert.
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donnershag

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #58 am: 12. April 2019, 19:37:57 »

Delaval nennst du nicht? Wir melken seit über 10 Jahren mit den blauen und sind sehr zufrieden.
Der V 300 macht einen guten Eindruck. Delaval hat leider keine Wiederkauüberwachung. Also momentan geht es doch eher blau gegen rot.  Scheinbar ist die Technik doch erheblich weiter entwickelt worden.

Gruß
Martin
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hanna

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Re: Setzen sich Melkroboter in Zukunft immer mehr durch?
« Antwort #59 am: 12. April 2019, 20:24:30 »

Wiederkauüberwachung? Wenn die Aktivitätsmessung auf null geht, kaut die Kuh auch nicht mehr!?
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