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Autor Thema: Traktor - Maschinengemeinschaft  (Gelesen 1071 mal)

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Sputnik

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Traktor - Maschinengemeinschaft
« am: 12. Juli 2019, 14:56:00 »

Gruß in die Runde..
Wir spielen hier momentan mit dem Gedanken mit einem Kollegen/Freund einen Schlepper zu kaufen. Momentan haben wir beide jeweils einen 200 PS Schlepper mit ca 400-500 std Auslastung im Jahr. Dafür spricht, dass die Auslastung von uns beiden nicht wirklich hoch ist und sich die Anwendungen kaum überschneiden (Mähen, Gülletransport, Maissilage, Getreidetransport).
Wie habt ihr so etwas geregelt? GbR gegründet? Gibt es noch andere Möglichkeiten ? Vllt kann man sich auch die ein oder andere Mark sparen für den Steuerberater.
Geplant ist wieder ein 200 PS Schlepper neu zu kaufen mit 5 Jahren Garantie und Wartung und diesen dann nach ca 4 Jahren mit einem Jahr Garantie und rund 3500-4000 h zu verkaufen.
Wie oft tauscht ihr die Schlepper aus ?
Immerhin lassen sich damit die Kosten pro Betriebsstunde ziemlich gut kalkulieren.
Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt.
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wollomo

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Re: Traktor - Maschinengemeinschaft
« Antwort #1 am: 12. Juli 2019, 17:05:08 »

Wir selbst haben nur noch zwei kleinere Maschinen in einer Gemeinschaft. Ist das Gerät mal etwas älter möchte Betrieb A etwas neues, Betrieb B reicht die alte Maschine noch weil er beispielsweise den Anbauumfang von Kultur X verringert hat bzw. er gerade nicht so gut bei Kasse ist. Zwingend braucht es eine Regelung für die Wartung. Wer, Wann, Wo und Wie wird das erledigt?

Bei uns läuft es mittlerweile so:
Betrieb A kauft eine Maschine, B und C leihen diese einfach aus. Abrechnung erfolgt über den Maschinenring, teilweise mit angepassten Sätzen. Dafür kauft Betrieb B die nächste Maschine, verleiht an A und C.... das Spiel kann unendlich laufen. Der Eigentümer entscheidet eben wann die Maschine eingetauscht wird. Natürlich unterhält man sich über Anforderungen, Größe und Marke - man möchte ja, dass die "Gemeinschaft" weiter besteht.
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Gust

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Re: Traktor - Maschinengemeinschaft
« Antwort #2 am: 12. Juli 2019, 17:46:41 »

Wir haben jetzt seit neuneinhalb Jahren zu zweit einen Gemeinschaftsschlepper mit 200 PS, wir als Ackerbaubetrieb im Nebenerwerb, unser Partner als Biogasbetrieb mit Bullenmast. Bei uns ca. 200h, bei ihm ca. 400h pro Jahr. Wir haben damals einen JD 7530 gekauft, mit 2 Jahren Garantie plus ein Jahr Garantieverlängerung. Dazu eine Vollkaskoversicherung und nach der Garantiezeit dann eine Maschinenbruchversicherung. Der ursprüngliche Plan war, die Maschine so nach 5-6 Jahren auszutauschen, das wurde dann immer wieder verschoben. Jetzt sind kanpp 6000h drauf und in den nächsten zwei Wochen soll dann der Nachfolger kommen.

Der rechtliche Rahmen ist bei uns eine Bruchteilsgemeinschaft, unser Partner ist dabei Hauptansprechpartner, er bekommt die Rechnungen und verrechnet das anteilsmäßig an uns weiter. Grundlage dafür ist ein selbst ausgearbeiteter Vertrag in dem alle relevanten Themen wie Eigentumsverhältnisse, Versicherungen, Unterbringung, Wartung etc. geregelt sind. Da unser Partner Wartungen durchführt bzw. sich um Reparaturen etc. kümmert und der Schlepper auch zu 95% bei ihm steht, bekommt er jährlich einen pauschalen Betrag womit diese Arbeiten abgegolten sind.
Die Aufteilung der Maschine funktioniert gut, zum einen sind wir nur zur Maisernte/Herbstaussaat im Terminkonflikt, zum anderen hat er noch zwei weitere Schlepper in dieser Größenordnung, und ist daher flexibler. Außerdem sind wir nur 1,5 km außeinander, d.h. es ist kein großes Thema wenn man den Schlepper öfter tauschen muss.
Wir sind eigentlich nur Lückenbüßer damit sich die zusätzliche Maschine für die Arbeitsspitzen halbwegs rechnet  ;D
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