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Autor Thema: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"  (Gelesen 12668 mal)

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Ede

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #15 am: 12. Juli 2019, 12:54:01 »

Ist aber auch eine Milchmädchenrechnung, oder?
Das CO2 das im Feld aufgenommen wird, ist spätestens beim Verfüttern mehr oder wenige wieder im Kreislauf.

Beim Wald sehe ich das anders! Wenn heute jemand neu aufforstet und die nächsten 50 Jahre praktisch keine "Entnahmen" hat, der könnte tatsächlich entlohnt werden für die Aufnahme. Und was in 150 Jahren ist, wenn die großen Bäume geschlagen werden...

Ist ja nicht nur bei Aufforstung so. Wenn das Einkommen aus Zertifikaten für den Zuwachs im Wald höher ist als das, was ich durch Einschlag und Verkauf (evtl. auch abzüglich Zertifikate bei Energienutzung o.ä.) erlöse, warum soll ich dann einschlagen?

Nur, wie oben schon geschrieben, Kohle für CO2 Bindung wird die Land-und Forstwirtschaft nicht bekommen.
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Jonny B.Goode

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #16 am: 12. Juli 2019, 13:25:15 »

Ist aber auch eine Milchmädchenrechnung, oder?
Das CO2 das im Feld aufgenommen wird, ist spätestens beim Verfüttern mehr oder wenige wieder im Kreislauf.

Beim Wald sehe ich das anders! Wenn heute jemand neu aufforstet und die nächsten 50 Jahre praktisch keine "Entnahmen" hat, der könnte tatsächlich entlohnt werden für die Aufnahme. Und was in 150 Jahren ist, wenn die großen Bäume geschlagen werden...
   
Nö ...ich verbrauche ja nix.Ich verkaufe alles.Ich verkaufe ja Rüben...und keinen Zucker.
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charlie

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #17 am: 12. Juli 2019, 13:38:52 »

Ist aber auch eine Milchmädchenrechnung, oder?
Das CO2 das im Feld aufgenommen wird, ist spätestens beim Verfüttern mehr oder wenige wieder im Kreislauf.

Beim Wald sehe ich das anders! Wenn heute jemand neu aufforstet und die nächsten 50 Jahre praktisch keine "Entnahmen" hat, der könnte tatsächlich entlohnt werden für die Aufnahme. Und was in 150 Jahren ist, wenn die großen Bäume geschlagen werden...

Und was passiert nach deiner Rechnung mit zB dem Stroh, dass du an die Bodenlebewesen verfütterst, die den darin enthalten C in den Humus einbauen?

Gerade bei Körnermais enorme Mengen...
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Gruß

Charlie

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wernerzwo

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #18 am: 12. Juli 2019, 14:48:01 »

Mehr oder weniger - habe ich geschrieben, oder?

Außerdem wird nur der geringste Teil DAUERHAFT gebunden - hier wäre tatsächlich mal eine Bilanz von Nöten...
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bayernfarmer

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Christian2

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #20 am: 12. Juli 2019, 18:29:12 »

Die zusätzliche Besteuerung von Energie gibt es schon seit 20 Jahren, sie wurde bereits 1999 von der damaligen rot-grünen Koalition als Öko-Steuer eingeführt.
Die zusätzlichen Einnahmen sollten für die Rentensicherung verwendet werden, die zu der Zeit noch ein Thema war (Rasen für die Rente, https://www.wiwo.de/politik/deutschland/oekosteuer-15-jahre-oekosteuer-das-phantom-aus-berlin/9695548.html).

Komischerweise erinnert sich niemand mehr daran, obwohl die Ökosteuer nicht abgeschafft worden ist und weiterhin kräftig erhoben wird, viele der damaligen Politiker sind auch heute noch in Amt und Würden.
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Ruebe

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #21 am: 12. Juli 2019, 20:33:58 »

Müll, Abwasser etc sind keine Steuern sondern Abgaben

Seit wann wird eine Abgabe oder Steuer zweckgebunden verwendet? Schaut Euch in At oder Ch die Toiletten aufder Autobahn an .... dann wißt Ihr wofür die Maut bezahlt wird .... neulich nen McD war drekciger und stank wie nen Ammoniak Flasche

Die CO2 Steuer ist doch nur eine versteckte Steuererhöhung um die Mehrwertsteuer nicht erhöhen zu müssen
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blumentopfbauer

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #22 am: 13. Juli 2019, 07:05:56 »

Müll, Abwasser etc sind keine Steuern sondern Abgaben

Seit wann wird eine Abgabe oder Steuer zweckgebunden verwendet? Schaut Euch in At oder Ch die Toiletten aufder Autobahn an .... dann wißt Ihr wofür die Maut bezahlt wird .... neulich nen McD war drekciger und stank wie nen Ammoniak Flasche

Die CO2 Steuer ist doch nur eine versteckte Steuererhöhung um die Mehrwertsteuer nicht erhöhen zu müssen

Bei uns in den Gemeinden sind dies Gebührenfinanzierte Bereiche. Das heisst, es sollte über die Jahre immer eine schwarze Null geben. Wenn das Gebührenreglement angepasst wird, muss es dem Preisüberwacher vorgelegt werden. Erst hiernach kann die Gemeindeversammlung darüber abstimmen.
Bin im Gemeinderat und wir müssen auch immer schauen, das es nicht auf die eine oder andere Seite kippt.
Es sind die Bereiche Wasser, Abwasser, Müll, Hundesteuer die mir so spontan in den Sinn kommen.
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BNT

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #23 am: 13. Juli 2019, 08:11:24 »

Wenn's nur um eine neue Geldeinnahmequelle geht, wird natürlich so ein geringer Tarif für CO2 angesetzt. Es gibt aber auch Modelle mit klarem Lenkungseffekt und da ist das dann gar nicht mehr lustig. Ich habe die Zahlen nicht mehr genau im Kopf, aber da ging's um einen Steuersatz von zu Beginn gut 40 cent/l Diesel über ~10 Jahre auf 2 Euro/l ansteigend. Die Idee dahinter ist, dass bis dahin ohnehin niemand mehr mit Diesel fährt.
Was ebenso angedacht wird: Die Steuer soll(!) für einen normalen Haushalt aufkommensneutral sein. Sprich, du bezahlst eine CO2 Steuer aber dafür keine Einkommenssteuer mehr. Damit hat dann jeder die Option, Steuern zu sparen und das ist nichts schlechtes, finde ich.
Politisch betrachtet sind das alles Träumereien, darum wird es maximal das von Georg erwähnte Modell geben.
Warum wurde eigentlich Pflanzenöl als Treibstoff damals getötet? Damit könnten sämtliche Landmaschinen heute CO2 neutral fahren.
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Ede

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #24 am: 13. Juli 2019, 08:46:15 »

Warum wurde eigentlich Pflanzenöl als Treibstoff damals getötet? Damit könnten sämtliche Landmaschinen heute CO2 neutral fahren.
Weil dem Staat damals aufgefalen ist, wieviel Mineralölsteuer ihm flöten geht. Als ich anfing, Rapsöl zu fahren, habe ich 7% Mehrwertsteuer gezahlt. Dann wurde Rapsöl als Kraftstoff zu technischem Rapsöl, und die MWST erhöht auf 19%. Im nächsten Schritt wurde dann eine Steuer ähnlich der Mineralölsteuer eingeführt, damit war es dann uninteressant...

Gruß
Ede
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Christian2

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #25 am: 13. Juli 2019, 08:58:17 »

Deshalb gilt eigentlich ein Grundsatz bei der Steuererhebung: Mit Steuern soll man nicht steuern (=lenken).

Denn wenn die CO2-Steuer der Umwelt etwas bringen soll, dann muss sie relativ hoch sein, um zur Reduktion des CO2-Ausstoßes zu führen, also eine Lenkungswirkung haben. Das führt dann aber dazu, das die Einnahmen sinken und das Geld für die Kompensation der Betroffenen fehlt.

Wenn aber die CO2-Steuer relativ niedrig ist und die Betroffenen in anderen Bereichen kompensiert werden, dann fehlt die Lenkungswirkung. Die Steuereinnahmen sind da, nur der Umwelt nützt das alles nichts. Warum soll man dann sein Verhalten ändern?
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charlie

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #26 am: 13. Juli 2019, 13:09:28 »

Ich möchte euch bitten auch hier die Forenregeln einzuhalten und die pure Provokation bzw das Lästern über andere Mit-User zu unterlassen.
Die entsprechenden Beiträge habe ich wegen Off-Topic entfernt.

Arbeitet euch bitte gesittet am Thema ab und toleriert auch andere Meinungen.
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Gruß

Charlie

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ct

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #27 am: 13. Juli 2019, 20:38:36 »

Die Steuer soll(!) für einen normalen Haushalt aufkommensneutral sein. Sprich, du bezahlst eine CO2 Steuer aber dafür keine Einkommenssteuer mehr. Damit hat dann jeder die Option, Steuern zu sparen und das ist nichts schlechtes, finde ich.
Das wird nie im Leben "aufkommensneutral", der Staat und das Finanzsystem sind pleite.
Luft anhalten spart Steuer, oder wie?
Sorry, aber da glaube ich lieber an Weihnachtsmann.
« Letzte Änderung: 13. Juli 2019, 20:41:05 von ct »
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Gruß ct

Wade

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #28 am: 14. Juli 2019, 13:23:58 »

Ich hab mir lange und öfter überlegt hier überhaupt noch an der Diskussion Teilzunehmen, denn wie oft wurde das Thema schon behandelt und man liest immernoch die gleichen, zigmal widerlegten Argumente. Dazu die ständigen Diffamierungen und Beleidigungen, nur weil man die wissenschaftlich fundierte Meinung vertritt dass der antropogene Klimawandel real ist und dieser schwerwiegende Folgen mitsich bringt die man im besten Fall als Katastrophe bezeichnen könnte...

Eigentlich finde ich, dass Kommentare aus halbwegs privaten Chats dort bleiben sollten, aber wenn Ansgar meint dass ich dort über einen Forumsteilnehmer "ungehindert abgelästert" habe möchte ich das einfach als Diskussionsgrundlage nehmen, das hätte ich so ungefähr auch hier geschrieben.

Nachdem ich auf den CO2 Thread hier im Forum aufmerksam gemacht hatte und u.a. Ansgar meinte das muss er sich nicht zu Gemüte führen habe ich geantwortet:
Zitat
Wade, [12.07.19 13:54]
[In reply to Ansgar]
gefällt dir bestimmt, sind bislang glaub nur posts die sich über Klimawandel und Greta lustig machen

Wade, [12.07.19 13:55]
als ob Greta den Klimawandel erfunden hätte, aber so kommt georgs post rüber

Wade, [12.07.19 13:55]
und ihm fehlen anscheinend grundlegende Kenntnisse über Marktwirtschaft, ansonsten wüsste er wie das Funktioniert mit der co2 steuer

Der Betreffende Post:
Ich hab es soweit verstanden, das die Schwedische Greta der Meinung ist, das die Klimaerwärmung von zuviel Menschen und Landiwrtschaft verursachtes CO 2 kommt?!?!.
Sie konnte ja auch fast weltweit die Jugendlichen mit "Fridays for Future" Demos dfür instrumentalisieren, den Politikern Tür und Tor zu öffnen, etwas gegen zuviel CO 2 zu unternehmen.

Greta ist nicht nur der Meinung, sie weiß dass die Klimaerwärmung vom Menschen & dessen CO2 Emissionen kommt. Sie hat das auch nicht erfunden, sondern das ganze wurde schon vor 200 Jahren erstmalig endeckt und seitdem immer besser erforscht. Vor allem in den letzten Jahrzehnten, so dass es heute so gut wie keinen Zweifel gibt dass der aktuelle Klimawandel durch den Menschen verursacht wurde, maßgeblich durch die CO2 Emissionen durch Verbrennung fossiler Energieträger sowie sonstige Treibhausgasemissionen (Waldrodung, Moortrockenlegung, Tierhaltung usw).

Greta und die FFF hat nicht der Politik "Tür und Tor geöffnet", sondern die ganze Demonstrationen gehen einzig darum die Politik endlich zum Handeln zu bewegen. Nicht die Politik hat FFF erschaffen um eine CO2 Steuer einzuführen, es war genau anders herum. Die Demonstrationen von FFF hat dem Thema Klimaschutz in der Bevölkung mehr Gewichtung gegeben, die Wahlergebnisse der EU Wahl hat zusätzlich Druck auf die Regierung aufgebaut nach Jahrelangem Stillstand endlich den Klimawandel ernst zu nehmen. Von 2000-2012 wurde ja einiges erreicht, aber seitdem wird von der Regierung in Deutschland (und darüber hinaus) der Ausbau der Erneuerbaren & Klimaschutzmaßnahmen ansich eher bekämpft als vorangetrieben.


Und zum zweiten Teil, wie eine CO2 Steuer zu weniger CO2 Emissionen führt: Sie ist eine reine Lenkungssteuer! Was auch die mehr oder weniger direkte Rückführung der Einnahmen an die Bürger zeigt (80-100€ Ausgleich)

Ich habe auch hier im Forum schon öfter beschrieben wie so eine Steuer das Marktwirtschaftliche Methode wäre zu mehr Klimaschutz, im Gegensatz zur Förderung Mittels EEG welche dagegen eher Planwirtschaft gleicht.
Die Co2 Steuer ist lediglich die Umsetzung des Verursacherprinzips. Derjenige der den Müll produziert muss für die Folgen & Kosten dessen aufkommen. Das ist übrigends kein Neuer Ansatz, sondern wird zb hier sehr gut beschrieben. Das versteht auch jeder mit Hauptschulabschluss wenn er an einer Ernsthaften Diskussion interessiert ist und nicht nur an Polemik, Populismus und Diffamierung.
https://www.julis.de/beschlusssammlung/die-oekologische-marktwirtschaft/

Die Vorteile des Verursacherprinzips liegen auf der Hand, bedient sich aller Vorzüge der Marktwirtschaft, es ist Technologieoffen, selbstregulierend und kommt zum Großteil ohne Verbote aus.


Wir hatten gestern erst eine Diskussion in einer kleinen Whatsapp Gruppe darüber. Allein die Ankündigung einer CO2 Steuer führt dazu dass sich ein (eher konservativer) Diskussionsteilnehmer mit dem Gedanken spielt als nächstes ein Elektroauto zu kaufen und falls nötig ein Verbrennungsauto nur noch zu leasen um nicht langfristig daran gebunden zu sein. Genau das zeigt doch dass eine CO2 Steuer funktioniert.
Lustigerweise ist kurz darauf dieser Diskussionsteilnehmer sowie andere wieder in den alten Gedankengang zurück gefallen mit dem übligen "Parolen" dass CO2 Steuer nur abzocke ist, sich über Greta & Klimaschutz lustig gemacht usw.

Genauso wie beim Elektroauto funktioniert es in anderen Bereichen, bei Hausbau/Heizung usw. Wenn man vor der Wahl steht ein Haus zu bauen wird man es aus allein schon aus Kostensicht Energieeffizienter bauen. Bei der Wahl der Heizung wird man eher auf Ölheizung verzichten und sich für Lösungen entscheiden die weniger CO2 verursachen und damit in Zukunft billiger sind. Im Idealfall eben Wärmepumpe die man mit Ökostrom betrieben wird.
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charlie

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Re: CO 2 "Abgabe" - "Steuer"
« Antwort #29 am: 14. Juli 2019, 13:56:21 »

Wade, erklär mir dann doch bitte mal, wie du eine nationale CO2 Steuer in einen globalen Markt einbinden willst.
Der Lenkungseffekt lenkt doch nur in die Richtung, dass energieintensive Produktion dorthin verlagert wird, wo es eben keine oder geringere Steuerbelastung gibt. Sind dann importierte Produkte mit dem entsprechenden CO2-Äquivalent zu versteuern? Wer überprüft mit welchem Energiemix die Produkte im Ausland hergestellt werden? Wie wird der Verbrauch von Energie zur Herstellung „klimafreundlicher“ Produkte, also zB die Herstellung von E-Autos/Akkus oder Photovoltaik-Modulen bewertet?
Apple, Amazon und Google schaffen es heute schon in D bzw der EU kaum bis gar keine Steuern zu bezahlen, ihr Energieverbrauch ist aber auch nicht zu verachten, wo setzen dort also entsprechende Steuern und Abgaben an?

Letztendlich werden mMn durch eine CO2-Steuer kaum Emissionen vermieden, sie finden nur außerhalb der Zone der Besteuerung statt... also fürs weltweite Klima völlig irrelevant
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Gruß

Charlie

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