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Autor Thema: Ökoprodukte und Rückstände  (Gelesen 2499 mal)

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Heico

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #15 am: 18. Juli 2019, 07:08:44 »

.................................. hatte wurde mir erst unterstellt ich hätte bewußt das Mittel gespritzt.
     Sperre - Nachschulung - zusätzliche Betriebsbegehung - Unschuld beweisen (Ursache war dann Abdriften) - Restobst aus dem Umlauf zurück ziehen (wenn noch möglich).
..................................

Gruß
Ceres

und so ist das immer. Bei uns werden jede Woche mehrmals solche Analysen gemacht und entsprechend oft ist der Befund positiv.
Du musst immer beweisen, dass du diese Mittel nicht eingesetzt haben kannst. Eine Baustelle, die permanent Arbeit verursacht.

Weil die Rücknahme der Ware so viel Aufwand und Kosten verursacht, wird die Ware erst dann in den Verkehr gebracht, wenn sie der Spezifikation entspricht. Bei Frischware ist das natürlich kaum möglich.
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Rohana

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #16 am: 18. Juli 2019, 07:31:52 »

Welcherlei Nachweise/Beweise etwas nicht gemacht zu haben werden in diesem Falle akzeptiert? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen dass es reicht zu sagen "nein, ich habe dieses nicht zugelassene Mittel nicht benutzt..."  :-\
Gibts da gravierende Unterschiede zwischen den Verbänden?
« Letzte Änderung: 18. Juli 2019, 07:35:05 von Rohana »
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Ansgar

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #17 am: 18. Juli 2019, 07:59:28 »

Und damit sind wir wieder bei der alten Leier: Ist eine absolute Nulltoleranz bei den heutigen Möglichkeiten innerhalb der Analysemethodik überhaupt noch tragbar bzw. gerechtfertigt? :frage: :o
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Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

JueLue

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #18 am: 18. Juli 2019, 08:39:08 »

Und damit sind wir wieder bei der alten Leier: Ist eine absolute Nulltoleranz bei den heutigen Möglichkeiten innerhalb der Analysemethodik überhaupt noch tragbar bzw. gerechtfertigt? :frage: :o

Einmal stellt sich diese Frage, und vor allem fällt es bei den nachgewiesenen Minimengen ja schweer, die Ursache zu finden.

Typisches Beispiel für mich ist die jährliche Glyphosat-im-Bier Diskussion. Auch in diesem Jahr wurden wieder Abbauprodukte von (angeblich) Glyphosat in Bier gefunden, auch in einem Biobier.
Theoretisch kann das ja nur aus der Gerste kommen. Aber nie findet man einen Hinweis darauf, dass eine Brauerei verkündet: Wir sind der Sache nachgegeangen, und haben in der Rückstellprobe Sommergerste von xy Rückstände von Glyphosat gefunden. Die sitzen das einfach aus. Immer noch im Raum steht ja da die Vermutung, dass das Abbauprodukte von Reinigungsmitteln sind. Aber einfacher ist es ja nichts zu sagen, und den Landwirten unausgesprochen den schwarzen Peter zuzuschieben.

JueLue
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Euro-T

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #19 am: 18. Juli 2019, 09:05:56 »

Hatte nicht irgendjemand hier mal eine Untersuchung verlinkt, in deren Ergebniss nicht Ampa, sondern wirklich Glyphos nachgewiesen wurde? Mir ist so..
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Gruß

~~ Olli

sten

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #20 am: 18. Juli 2019, 09:41:29 »

das mit dem Link war ich, hab den jetzt aber nicht mehr parat.
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granola

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #21 am: 18. Juli 2019, 10:52:05 »

Ich vermute das beim Bier eine Mitschuld trägt das immer noch Kollegen nicht auf die Vorerntebehandlung mit Glyphosat verzichten wollen.
Erzählt mir nicht wie toll das geht,steht ausser Frage daß es interessante Vorteile bietet. Aber ich kann nur mit dem Kopf schütteln warum Betriebsleiter mit erwachsenen Kindern immer noch nicht mitbekommen haben das DIESE Anwendung unserer Bevölkerung nicht mehr vermittelbar ist.
Klare Aussage: wer das immer noch macht trägt Mitverantwortung dafür das wir ALLE dieses Werkzeug komplett verlieren werden!
« Letzte Änderung: 19. Juli 2019, 02:18:16 von granola »
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JueLue

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #22 am: 18. Juli 2019, 10:55:31 »

Also Vorerntebehandlung ist doch nun schon einige Jahre Geschichte, und bei Braugerste nie erlaubt gewesen (allein wegen der verminderten Keimfähigkeit) denke  ich.

Das ist es doch, was mich wundert: Die Brauereien werden doch sicher von allen Gerstenlieferungen Rückstellmuster haben, und es dürfte doch ein leichtes sein, die auf Glyphosat zu untersuchen - vermutlich wollen die das garnicht so genau wissen, und sitzen das lieber aus.

Also, ich glaube wenn bei uns einer mit der Spritze 1 Woche vor der Ernte durch den Weizen fahren würde, würde sich sicher jemand finden, der das Umweltamt ruft.

JueLue
« Letzte Änderung: 18. Juli 2019, 11:00:58 von JueLue »
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Euro-T

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #23 am: 18. Juli 2019, 11:09:28 »

Dazu muß man vielleicht bedenken, das nicht sämtliche Braugerste aus Deutschland kommt...
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Gruß

~~ Olli

Stanky

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #24 am: 18. Juli 2019, 11:13:29 »

Moin,
Dazu muß man vielleicht bedenken, das nicht sämtliche Braugerste aus Deutschland kommt...
und das soll die Öffentlichkeit nicht wissen.....
Durch das Mercusorabkommen werden wir doch sehr viele interessante Lebensmittel importieren. Wo bleiben da die NGO's mit einem Aufschrei? :frage:
Das ist nicht opportun, aber die böse, deutsche Landwirtschaft macht ja so viel Unsinn.
Gruß
Frank
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granola

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #25 am: 19. Juli 2019, 02:26:57 »

Also Vorerntebehandlung ist doch nun schon einige Jahre Geschichte, und bei Braugerste nie erlaubt gewesen (allein wegen der verminderten Keimfähigkeit) denke  ich.

Das ist es doch, was mich wundert: Die Brauereien werden doch sicher von allen Gerstenlieferungen Rückstellmuster haben, und es dürfte doch ein leichtes sein, die auf Glyphosat zu untersuchen - vermutlich wollen die das garnicht so genau wissen, und sitzen das lieber aus.

Also, ich glaube wenn bei uns einer mit der Spritze 1 Woche vor der Ernte durch den Weizen fahren würde, würde sich sicher jemand finden, der das Umweltamt ruft.

JueLue
Hier rund um mich rum ist das in den letzten Wochen noch fleisssig gemacht worden. Einer der seit 20 Jahren Rente bekommt, natürlich auch schon vor 65 wegen Berufsunfähigkeit, war vor wenigen Tagen erst mit der Spritze im Weizen. Auf dem Fahnenblatt hatte er ein Herbizid dabei, am nächsten Tag sahen die Kräuter am Wegrand so komisch aus.... auf meiner Seite! Mit ner 15meter Spritze 6 Meter Abdrift .... geht aber im vorigen Jahrtausend haben wir schon gelernt wie man das verhindert! Bin mal gespannt wenn das Glyphosat zur Wirkung kommt wie "treffsicher" er war.
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Ceres

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Re: Ökoprodukte und Rückstände
« Antwort #26 am: 25. Juli 2019, 23:10:49 »

Hallo,

heute kam das Ergebnis, hab mal nur die Positionen gezählt die unter " analysierten Pestizide" geführt werden.

441 Mittel/Wirkstoffe.

so nur mal zur Info.

Ceres

Meine Probe ist als  Verkehrsfähig anzusehen.
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Wer Bäume setzt,
obwohl er weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen,den Sinn des Lebens zu begreifen.
                              Rabindranath Tagore