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Autor Thema: Solaranlage auf Freiflächen  (Gelesen 16062 mal)

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Panta rhei

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #30 am: 17. Mai 2019, 22:50:26 »


 Oder um es drastischer auszudrücken: wir frexxen mehr, als wir selbst produzieren können.

Daher nochmal: jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung (Bio!) erfordert AUTOMATISCH einen "Flächenimport" von außen. Ob das "ökologisch" ist, wage ich stark zu bezweifeln - Stichworte: Rodungen / Land-Grabbing / Transporte / usw.


Hab die Zahlen jetzt nicht zur Hand, aber Rohöl, Gas, Uran und Kohle müssen wir doch nicht importieren :frage:

Oder doch :o
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tomtex

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #31 am: 17. Mai 2019, 23:28:10 »

Hallo,

Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.

LG Mathilde

Sehe ich auch so. Der Flächenverbrauch ist bei Freiflächenphotovoltaik viel zu hoch. Dann doch lieber Windkraft, evtl sogar im Wald. Aber das wollen einige ja auch nicht.

Das ist keine Frage ob man pv ODER wind braucht, sondern es ist vielmehr pv UND wind. PV liefert vor allem im Sommerhalbjahr, Wind dagegen mehr im Winter. Übers Jahr gesehen ergänzen sich PV & Wind recht gut.

Genauso die Frage ob Freifläche oder Dach. Auch hier ist es ein und. Es gibt noch viele Freie Dächer, das ist richtig. Es gibt aber auch viele Dächer die ungeeignet sind. Und auch aufm Acker ist es doch jedem selbst überlassen was er dort macht. Anstatt 50ha Mais für Biogas könnte man auch 1-2ha PV bauen für den gleichen Stromertrag.

Und was hat der NABU oder sonst wer damit zu tun? Ihr solltes mal von der absolut überholten denkweiße weg dass Erneuerbare Energien nur was für linke grüne Spinner ist. Das ist die Energieerzeugung der Zukunft, nicht weils so doll für die Umwelt ist, sondern einfach weil die den Fossilen Energien wirtschaftlich überlegen sind. Dass man nebenbei noch das Klima rettet und weniger Giftstoffe in die Umwelt ballert ist ein netter Nebeneffekt, aber das interessiert die meiste Firmen kaum...
Wir brauchen mit Sicherheit PV und Wind (wobei Windkraft um einiges effektiver ist). Aber solange es noch freie Dächer gibt und Hausneubauten ohne PV genehmigt werden (oder mit WC wenn wir schon dabei sind) und es keinen ernstzunehmenden Selbstversorgungsgrad bei unserer Nahrung gibt sind PV-Anlagen auf Freiflächen nicht vertretbar.
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wernerzwo

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #32 am: 18. Mai 2019, 07:35:59 »


 Oder um es drastischer auszudrücken: wir frexxen mehr, als wir selbst produzieren können.

Daher nochmal: jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung (Bio!) erfordert AUTOMATISCH einen "Flächenimport" von außen. Ob das "ökologisch" ist, wage ich stark zu bezweifeln - Stichworte: Rodungen / Land-Grabbing / Transporte / usw.


Hab die Zahlen jetzt nicht zur Hand, aber Rohöl, Gas, Uran und Kohle müssen wir doch nicht importieren :frage:

Oder doch :o

Mit dem feinen Unterschied, daß diese Dinge dann nicht anderen Menschen zur Ernährung fehlen...
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Meisteringenieur

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #33 am: 18. Mai 2019, 08:12:32 »


 Oder um es drastischer auszudrücken: wir frexxen mehr, als wir selbst produzieren können.

Daher nochmal: jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung (Bio!) erfordert AUTOMATISCH einen "Flächenimport" von außen. Ob das "ökologisch" ist, wage ich stark zu bezweifeln - Stichworte: Rodungen / Land-Grabbing / Transporte / usw.


Hab die Zahlen jetzt nicht zur Hand, aber Rohöl, Gas, Uran und Kohle müssen wir doch nicht importieren :frage:

Oder doch :o

Mit dem feinen Unterschied, daß diese Dinge dann nicht anderen Menschen zur Ernährung fehlen...

Dann müsstest du bei der Denkweise aber auch die Viehhaltung abschaffen bzw. drastisch reduzieren.
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Wade

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #34 am: 18. Mai 2019, 09:16:22 »

Für "Alles-besser-Wisser", die Argumente andere schlichtweg als falsch bezeichnen:

https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarwirtschaft/In-Deutschland-verbrauchte-Lebensmittel-groesstenteils-aus-dem-Ausland_article1516961220.html

Der zentrale Satz darin lautet:
Nach Deutschland importierte Ernährungsgüter belegten in den Herkunftsländern eine Fläche von 12,5 Millionen Hektar

Irgendwie ist der Artikel konfus... In der Überschrift steht Deutschland verbraucht Lebensmittel Größtenteils aus dem Ausland.
Laut dem ersten Absatz bräuchten wir 19,4mio ha, haben aber nur 16,7. So grob übern Daumen haben wir also 85% der Fläche selbst. Was ist daran dann "Größtenteils" aus dem Ausland??

Im letzten Absatz steht dann:
"Der stärkste Faktor für den Anstieg der Importflächen war jedoch nicht der Inlandsverbrauch von Ernährungsgütern, sondern der hohe Anstieg bei den Exporten. Im Jahr 2015 wurden zur Herstellung der Exporte insgesamt 12,0 Millionen Hektar benötigt (+ 14 % gegenüber 2008). Davon entfielen 4,8 Millionen Hektar auf den Export vorher importierter Güter, ein Plus von 28 %."

In der Tabelle darunter wird das noch ersichtlicher:
Wir importieren also Güter von 17,3mio ha (12,5 davon für inländischs Verbrauch von Ernährungsgüter), aber exportieren gleichzeitig Güter von 12Mio ha.

Solange bei uns keine Bananen, Kaffee oder sonst was wächst ists klar dass es importiert werden muss. Aber gleichzeitig exportieren wir ja sehr viel was von unseren Flächen stammt.




Dann müsstest du bei der Denkweise aber auch die Viehhaltung abschaffen bzw. drastisch reduzieren.
Jo genau das. Bei weniger Fleischkonsum würde unsere vorhandene Fläche locker ausreichen...  Aber für werner ist ja viel einfacher zu sagen wir dürfen keine PV aufm Acker bauen weil sonst die Kinder in Afrika verhungern  :rolleyes: Aber kein Wort darüber wie viel Fläche heute schon für Energieproduktion drauf geht die wesentlich weniger Ertrag liefert als PV / Wind.
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wernerzwo

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #35 am: 18. Mai 2019, 09:33:01 »

Ich verstehe die Denke, die da dahinter steht nicht!

Es ist also vollkommen o.k, daß wir Bananen, Kakao oder Kaffe importieren (= Flächenimport)

Wenn wir allerdings wertvolles Eiweiß aus der Tierhaltung exportieren (= Flächenexport), dann ist es plötzlich schlecht?
Dieses Fleisch wir anderswo gegessen!!!! Und genau deswegen ist globaler Handel für alle vorteilhaft - jeder produziert das, was an seinem Standort am vorzüglichsten ist und es wird dann eben ausgetauscht. Bei uns z.B. Brotweizen oder tierische Produkte (Fleisch / Milch)
Es ist mir übrigens ein Rätsel, warum uns Bauern der Export von Lebensmitteln vorgeworfen wird, aber keiner ein Problem mit dem Export von Autos und Maschinen hat. Jedes exportierte Auto richtet vermutlich mehr Schaden an für die Umwelt, als die exportierte Rinderhälfte...

Nur wenn wir landwirtschaftliche Flächen aus der Produktion nehmen durch energetische Nutzung bzw. Extensivierung, dann fehlt die Fläche erst einmal in der Bilanz. Das erfordert dann auf eine Art irgendwie einen Ausgleich - Urbarmachung oder Rodung z.B. von bisher ungenutzten Flächen ist eine davon.

Das kann dann z.B. so aussehen, daß wir 1 ha mit 100 dt/ha Ertragspotenzial (böse intensive Ackerfläche) aus der Produktion nehmen und dafür anderswo 4 ha mit 25dt/ha in Produktion genommen werden. Das ist dann der "ökologische Fortschritt" - publiziert wird nämlich nur das eine Hektar bei uns als Gewinn für die Ökologie von gewissen kurzsichtigen und geistig eingeschränkten Kreisen...
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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #36 am: 18. Mai 2019, 12:03:37 »

Ich verstehe die Denke, die da dahinter steht nicht!

Es ist also vollkommen o.k, daß wir Bananen, Kakao oder Kaffe importieren (= Flächenimport)

Wenn wir allerdings wertvolles Eiweiß aus der Tierhaltung exportieren (= Flächenexport), dann ist es plötzlich schlecht?
Dieses Fleisch wir anderswo gegessen!!!! Und genau deswegen ist globaler Handel für alle vorteilhaft - jeder produziert das, was an seinem Standort am vorzüglichsten ist und es wird dann eben ausgetauscht. Bei uns z.B. Brotweizen oder tierische Produkte (Fleisch / Milch)
Es ist mir übrigens ein Rätsel, warum uns Bauern der Export von Lebensmitteln vorgeworfen wird, aber keiner ein Problem mit dem Export von Autos und Maschinen hat. Jedes exportierte Auto richtet vermutlich mehr Schaden an für die Umwelt, als die exportierte Rinderhälfte...

Nur wenn wir landwirtschaftliche Flächen aus der Produktion nehmen durch energetische Nutzung bzw. Extensivierung, dann fehlt die Fläche erst einmal in der Bilanz. Das erfordert dann auf eine Art irgendwie einen Ausgleich - Urbarmachung oder Rodung z.B. von bisher ungenutzten Flächen ist eine davon.

Das kann dann z.B. so aussehen, daß wir 1 ha mit 100 dt/ha Ertragspotenzial (böse intensive Ackerfläche) aus der Produktion nehmen und dafür anderswo 4 ha mit 25dt/ha in Produktion genommen werden. Das ist dann der "ökologische Fortschritt" - publiziert wird nämlich nur das eine Hektar bei uns als Gewinn für die Ökologie von gewissen kurzsichtigen und geistig eingeschränkten Kreisen...

Keiner sagt das es schlecht ist. Aber es ist halt nun mal so das Fleisch, Milch etc. Eben mehr Fläche verbrauchen als pflanzliche Nahrung. Ohne Wertung jetzt könnte man sagen wenn wir extensiveren müssen wir auf das ganze Verzichten wenn die Bilanz so sein soll wo jetzt.

Das wir uns gegen das extensiveren nicht in schnellen Schritten voranschreitet ist ein Wunschdenken.
Wir werden es (leider) nicht aufhalten können.
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Wade

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #37 am: 18. Mai 2019, 12:21:44 »

Ich verstehe die Denke, die da dahinter steht nicht!

Es ist also vollkommen o.k, daß wir Bananen, Kakao oder Kaffe importieren (= Flächenimport)

Wenn wir allerdings wertvolles Eiweiß aus der Tierhaltung exportieren (= Flächenexport), dann ist es plötzlich schlecht?
Dieses Fleisch wir anderswo gegessen!!!! Und genau deswegen ist globaler Handel für alle vorteilhaft - jeder produziert das, was an seinem Standort am vorzüglichsten ist und es wird dann eben ausgetauscht. Bei uns z.B. Brotweizen oder tierische Produkte (Fleisch / Milch)
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Nur wenn wir landwirtschaftliche Flächen aus der Produktion nehmen durch energetische Nutzung bzw. Extensivierung, dann fehlt die Fläche erst einmal in der Bilanz. Das erfordert dann auf eine Art irgendwie einen Ausgleich - Urbarmachung oder Rodung z.B. von bisher ungenutzten Flächen ist eine davon.

Das kann dann z.B. so aussehen, daß wir 1 ha mit 100 dt/ha Ertragspotenzial (böse intensive Ackerfläche) aus der Produktion nehmen und dafür anderswo 4 ha mit 25dt/ha in Produktion genommen werden. Das ist dann der "ökologische Fortschritt" - publiziert wird nämlich nur das eine Hektar bei uns als Gewinn für die Ökologie von gewissen kurzsichtigen und geistig eingeschränkten Kreisen...

DU hast doch gesagt es ist schlecht Flächen zu extensivieren oder mit PV zu belegen weil wir so viel Importieren... Das war doch dein Argument.
Nur dass wir im Verhältnis gar nicht so viel importieren wenn man Export abzieht hast du halt "vergessen" zu erwähnen, lieber hast mich mal wieder persönlich angegriffen.
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wernerzwo

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #38 am: 18. Mai 2019, 12:55:58 »

Das was wir exportieren wird ja auch gegessen!
Es ist somit ein Bestandteil der globalen Bilanz - wenn das weg ist, dann fehlt was in der Bilanz.
Kannst du das nicht verstehen oder willst du einfach nicht?
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man2l5

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #39 am: 20. Februar 2020, 21:30:14 »

Hallo, ich muss diesen alten thread malhervor kramen. Bei uns in der Gemeinde soll jetzt auf einer Ackerfläche mit ca. 85 Boden Punkten eine Solarthermieanlage gebaut werden. Grösse im zweistelligen ha Bereich. Als Landwirt hab ich für sowas kein Verständnis.  Zunächst sollten erstmal alle Dachflächen mit PV belegt werden, da könnte man soviel Wasser mit kochen....
Hat hier jemand Ahnung davon , ob sowas in NRW von der Bezirksregierung genehmigt werden muss, oder ob eine einfache Änderung des Flächennutzungsplanes und ein Bebauungsplan ausreicht?
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Wade

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #40 am: 20. Februar 2020, 23:02:44 »

Solarthermie? Kann ich mir ja kaum vorstellen.

Das mit "erstmal alle Dachflächen" ist leider kein gutes Argument. Das wird nie passieren, und selbst wenn braucht es dann auch noch Freiflächenanlage. (Whatabaoutism)
Man könnte nur argumentieren dass solche Anlagen doch bitte nicht auf den besten Böden errichtet wird, sondern lieber auf Ertragsarmen Grenzstandorten. Aber auf der anderen Seite wir auf den guten Böden auch Nawaro Mais & co angebaut. Das hat nur nen Bruchteil vom Energieoutput einer PV Anlage. Wäre also im Großen Betrachtet sinnvoller den Nawaro Anbau einzustellen, auf einen Teil der Flächen PV bauen und den Rest normale Landwirtschaft.
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BNT

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #41 am: 21. Februar 2020, 06:55:52 »

Das wäre doch eine gute Chance, um Flächen zu tauschen. Quasi: Tausche Fläche mit schlechter Bonität, aber guter Exposition für Photovoltaik gegen eine Fläche mit 85 BP, aber nicht so guter Exposition. ;)
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man2l5

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #42 am: 21. Februar 2020, 21:10:07 »

das mit Flächentausch ist bestimmt eine gute Idee. Nur bestehen die Planer auf diesem Standort , weil er in der Nähe des Fernwärme netzes liegt und so nur wenig Transportverluste auftreten( es soll ja Solarthermie werden).
Richtig schwierig wird es dadurch, das auch noch behauptet wird, dass die Fläche der Landwirtschaft ja gar nicht entzogen wird, sondern sogar noch ökologisch aufgewertet würde. Es sollen nachher Schafe das Gras zwischen den Modulen abweiden. Ökopunkte gibt es wahrscheinlich auch noch dafür. Als Landwirt bekommt da einen dicken Hals.
Ein Argument ist evtl noch die Verunstaltung der Kulturlandschaft.
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Mabbi

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #43 am: 21. Februar 2020, 21:32:53 »

ST auf Freiflächen ist nu gar nicht mein Thema. Es ist wohl auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich mit den Genehmigungsverfahren. Von daher wirst dich da auf der Gemeinde durchfragen müssen.
Das angehängte PDF ist für BW, aber einiges davon kann für dich interessant sein.

Es stimmt schon mit der ökologischen Aufwertung. Man beobachtet das auf PV-FF auch, dass sich da seltene Pflanzen und Tiere ansiedeln.
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man2l5

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #44 am: 25. März 2020, 05:54:35 »

Nochmals vielen Dank für den Link. Ist sehr interessant das Teil

Durch Corona hat das Thema Umwandlung von (bestem)Ackerland in Flächen zur Energieerzeugung ja eine ganz neue Dimension bekommen. Es ist eher eine gesellschaftliche Entscheidung, ob man so etwas machen sollte oder nicht. Auf jeden Fall ist Energieerzeugung auf Ackerland rentabler als Nahrungsmittelproduktion . Und das ist das eigentliche Problem. Wenn der Damm hier einmal gebrochen ist, können wir besser überall Strom oder Wärme machen. Ist besser als Pflügen

In NRW ist es meines Wissens so, dass FF-PV auch an Autobahnen und Bahnstrecken NICHT erlaubt ist. Gelten für Solarthermie andere Genehmigungsvorraussetzungen?
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