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Autor Thema: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?  (Gelesen 4801 mal)

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nichtdicht

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #15 am: 26. April 2019, 01:37:23 »

Warscheinlich wird die Ablagetiefe erheblich mehr einfluss auf den Ertrag haben dan der Standraumverteilung

mfg
Herman
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Mettigel

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #16 am: 26. April 2019, 06:40:53 »

Da macht sich der Lohnunternehmer schnell bezahlt und wenn er eine Tempo hat ist er auch schnell fertig.  ;D
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Euro-T

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #17 am: 26. April 2019, 10:21:43 »


So aus der Erinngerung heraus würde ich meinen, das die Standraumverteilung damals eher besser war, als ich es heute der Ulima zutrauen würde - wenn ich mir da so überlege, wie grauslig die Abstände bei Raps oder Leguminosen manchmal sind, da wollte ich guten Gefühls wohl keine Kulturen mit 9 oder 10 Pfl/m² drillen..

Da sollte man mal über was nachdenken was Getreide Raps und Leguminosen mit Ordentlichkeit in den Boden befördert  ;D

Die Überlegung ist grundsätzlich vollkommen richtig.

Es ist wie immer aber nicht ein Baustein alleine, der eine Entscheidung beeinflusst, sondern das Gesamtpaket.

Und da ist und bleibt es nunmal einfach so, das wir hier mit der Ultima trotz dieses Mankos ertraglich immer an der Spitze der Region liegen - wofür also sollte ich mir dann letztlich eine zweite, teure Technik gönnen?
Zumal es mir die Ultima als Zinkendrille ermöglicht, unter vielfältigen Bedingungen eine sehr gute Tiefenablage hinzubekommen und das gerne auch in ein Saatbett, wo andere Drillen noch zwingend eine Vorarbeit benötigen - Stichworte Zeit, Energie, Wasserhaushalt, Erosion, usw.... - da wo wir mit der Ultima ohne groß Gedöns reindrillen, würde bei anderen Techniken nicht ein Rapskorn überhaupt auflaufen - in Jahren wie dem Letzten nicht ganz unentscheident.

Last but not least ist es nunmal gerade der Raps, der Fehler in der Standraumverteilung mehr als viele andere Kulturen bestens kompensieren kann - schon vielfach wiederholt habe ich mit 25Kö/m² die gleichen Erträge generiert, wie mit 40Kö/m², was das ja durchaus bestätigt und auch nicht neu ist
.
Ich persönlich halte auch sehr wenig von der vielbeworbenen Einzelkornablage bei Raps und Getreide. Die Kosten sind zu hoch, das Ergebnis hebt sich nur wenig ab, die Leistung ist zu bescheiden, was im Gesamtpaket für mich keinen eklatanten betriebswirtschaftlichen Vorteil erzeugt. 
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Gruß

~~ Olli

Euro-T

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #18 am: 26. April 2019, 22:51:22 »

@ Oli:
Passende Blindstopfen hätte ich hier.

Ja, Danke für`s Angebot!

Ich hab da auch ne zeitlang drüber nachgedacht, aber dann ging heute alles so schnell und eigentlich habe ich für dieses Jahr auch schon mehr als genug Versuchsglieder drin.

Nächstes Jahr dann vielleicht, mit etwas mehr Vorplanung.
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Gruß

~~ Olli

extra-wurst

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #19 am: 07. Mai 2019, 08:20:41 »

Ich hole in den nächsten Tagen meine neue gebrauchte CS400 ab.

Neben Triticale, Roggen, Raps und Zwischenfrüchten (Sandboden BP35, keine Beregnung) will ich mit der Maschine auch Mais drillen.

Zu dieser Aussaat habe ich noch im Schnitt 1dt 16/16 Mischdünger UFD gegeben. Nach Versuchen bzgl. Unterfussdüngung (nicht bloß optisch, sondern komplett gewogen) über 5-6 Jahren werde ich diese komplett einstellen. Ich bin nicht mehr gewillt aus Versicherungsdenken im Jahr 500 m³ Gärrest verschenken zu müssen und als Kompensation N und K2O mineralisch nachzukaufen, nur weil mir P2O5 die Düngebilanz zerschießt.

Zur Zeit wird die Hälfte der Maisfläche mit strip-till auf 5+10cm Tiefe nach Zwischenfrucht gedüngt und dort fällt schon jetzt kein UFD mehr.

Ich werde die Hälfte der Reihen verschließen, so dass Doppelreihen Mais entstehen. Diese liegen dann wenige cm links und rechts des strip-till Bandes. Durch die Doppelreihe kann ich vielleicht das Manko der oben beschriebenen mangelhaften Längsverteilung etwas lindern.
Da vor dem Drillen grundsätzlich ein Quadro läuft, wird der Acker durch das striptill etwas uneben. Das hoffe ich mit dem Levelboard etwas glätten zu können.

Auf dem Bild unten sieht man strip-till Reihen auf 75cm, darüber Ultima mit Doppelreihen (und ganz oben alle Reihen der Ultima auf 4m).
Auf der angehängten Grafik Mitte /rechts kann man (vielleicht) erkennen, dass ich eine Reihe als Fahrgasse verschließen kann, damit der LU nicht mit Trennscheiben auf dem Faß die Spätdüngung machen muss.

Probieren werde ich das noch dieses Jahr beim Zweitfruchtmais.   Hört sich das nach einem Plan an?

1.Bild: Mais 2016 mit der Pronto gedrillt

« Letzte Änderung: 07. Mai 2019, 22:29:38 von extra-wurst »
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aelbler

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #20 am: 10. Mai 2019, 17:32:04 »

Ich war die letzten Tage auch mit meiner 400er unterwegs und hab auf ne Testfläche Mais gesät.

Ich hab jede zweite Reihe zugemacht also 37cm Reihenabstand inklusive versetzem Lenksystem weil das asymmetrische wird. An ne doppelreihig hab ich nicht gedacht, das wäre auch noch mal ne Überlegung da ändert sich dann aber die AB auch auf 4,5.

Ich bin auf den Feldaufgang gespannt, was mir beim abdrehen aufgefallen ist, der Ais sollte nicht zu klein sein da Köckerling eine Schieberöffnung bei Mais von mindestens 20 angibt. Kömmt aber natürlich auch auf die Aussaatmenge an. Ansonsten hat das hier gut funktioniert.

Wie und ob ich da ne UFD mache hängt jetzt von der Entwicklung der Bestände ab. Hab hier mal ne Anfrage laufen zur Zusätzlichen Dosierung von Microgranulat.

Noch ein paar Bilder.

Mh......ich bin gerade am überlegen , welcher Sinn und Zweck hinter einer Maissaat mit einer Drillmaschine bezweckt werden soll , die schon beim Getreide zur Häufchenbildung neigt.

Wirtschaftlich lässt sich das ja wohl sehr begrenzt begründen.....?
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Ansgar

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #21 am: 10. Mai 2019, 22:44:34 »

Mh......ich bin gerade am überlegen , welcher Sinn und Zweck hinter einer Maissaat mit einer Drillmaschine bezweckt werden soll , die schon beim Getreide zur Häufchenbildung neigt.

Wirtschaftlich lässt sich das ja wohl sehr begrenzt begründen.....?

Ah, Gott sei dank, ich bin nicht der einzige, der so denkt - ich bin da ganz auf Deiner Seite aelbler!
Für mich ist es unbegreiflich, dass man in der heutigen Zeit bei der Maisaussaat wider besseren Wissens so stiefmütterlich verfahren will. :frage: :kopfschuettel: Mindererträge sind doch geradezu vorprogrammiert, das ist doch so sicher wie das Amen in der Kirche, wenn die Körner nicht als Einzelkornsaat, sondern im Zuge einer Zufallsverteilung in den Boden gedrückt werden - das kann´s doch wohl nicht sein! In den round about 50 € Aussaatkosten bei einer Einzelkornsaat können solche Experimente ja wohl nicht begründet liegen. Vor etlichen Jahren habe ich auch mal experimentierfreudig wie ich bin mit meiner Lemken Solitair Mais gelegt - es war scheiße, scheiße hoch zehn! Aber jeder so wie er will, Feinsäräder aktivieren und dann kann man auch mit einer alten Amazone D7 zur nächsten Kampagne die Zuckerrüben ans Wachsen kriegen! :paetsch: :stupid:
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klausg

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #22 am: 10. Mai 2019, 23:23:45 »

Den einzigen Vorteil, den die Breitsaat hat, ist das das Wildschwein nicht durch die Reihe laufen kann. Dann lässt es den breit gesäten in Ruhe und sucht sich den vom Nachbar mit Einzelkornsaat in der Reihe.
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tomiq

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #23 am: 11. Mai 2019, 01:45:05 »

... ach, der Ulrich testet doch nur auf ein paar ha.

Dieses Experiment hatte ich im Jahr 2005 mit einer Horsch Pronto auch
schon hinter mich gebracht.

Ergebnis aus dem Streifenversuch war sehr ernüchternd:

-10 % Frischmasseertrag
-10 % TS Ertrag,

und noch 8 % mehr an Saatgut gebraucht, wie abgedreht.


Das war dann doch zu eindeutig, um diesen Weg weiter zu verfolgen.


Evtl. traut sich ja der Ulrich jetzt noch, uns an seinem Ergebnis im Herbst teilhaben zu lassen.


ade
tomiq
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EWD

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #24 am: 11. Mai 2019, 10:31:15 »

Wirtschaftlichkeit ist bei mir gegeben.
-  bei den paar ha lohnt sich keine eigene EK-Technik, die vorhandenen
   Lohnunternehmer sind maximal befriedigend.
- vorhandene Technik kostengünstig und schlagkräftig.
- kein Ertragsnachteil, mehrjährige Vergleiche liegen vor, dieses Jahr
  leider kein Vergleich möglich, LU hat mich versetzt.
- an der etwas geringeren Qualität, Energiegehalt, könnte was dran sein,
  für mich nicht so relevant.
- Mehrverbrauch an Saatgut liegt wohl am Bediener?
- weniger Wildschaden durch Schweine kann ich bestätigen.
- kaum "Häufchenbildung"
« Letzte Änderung: 11. Mai 2019, 10:34:05 von EWD »
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EWD

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #25 am: 11. Mai 2019, 10:33:01 »

.
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aelbler

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #26 am: 13. Mai 2019, 08:49:57 »

Wirtschaftlichkeit ist bei mir gegeben.
-  bei den paar ha lohnt sich keine eigene EK-Technik, die vorhandenen
   Lohnunternehmer sind maximal befriedigend.
- vorhandene Technik kostengünstig und schlagkräftig.
- kein Ertragsnachteil, mehrjährige Vergleiche liegen vor, dieses Jahr
  leider kein Vergleich möglich, LU hat mich versetzt.
- an der etwas geringeren Qualität, Energiegehalt, könnte was dran sein,
  für mich nicht so relevant.
- Mehrverbrauch an Saatgut liegt wohl am Bediener?
- weniger Wildschaden durch Schweine kann ich bestätigen.
- kaum "Häufchenbildung"

Sei mir bitte nicht böse........aber dein Bestandsbild spricht Bände....

Wie war das noch ......Mehrverbrauch liegt am Bediener.

Der mais taugt nur für die Säue wollt ich jetzt eigentlich nicht schreiben.......sorry
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Falk

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #27 am: 13. Mai 2019, 11:51:54 »

Wirtschaftlichkeit ist bei mir gegeben.
-  bei den paar ha lohnt sich keine eigene EK-Technik, die vorhandenen
   Lohnunternehmer sind maximal befriedigend.
- vorhandene Technik kostengünstig und schlagkräftig.
- kein Ertragsnachteil, mehrjährige Vergleiche liegen vor, dieses Jahr
  leider kein Vergleich möglich, LU hat mich versetzt.
- an der etwas geringeren Qualität, Energiegehalt, könnte was dran sein,
  für mich nicht so relevant.
- Mehrverbrauch an Saatgut liegt wohl am Bediener?
- weniger Wildschaden durch Schweine kann ich bestätigen.
- kaum "Häufchenbildung"

Sei mir bitte nicht böse........aber dein Bestandsbild spricht Bände....

Wie war das noch ......Mehrverbrauch liegt am Bediener.

Der mais taugt nur für die Säue wollt ich jetzt eigentlich nicht schreiben.......sorry

Danke, das es jemand anderes schreibt, mir hätte man wieder den "miesepeter"angehängt... das ist doch grob geschätzt das 4 Fache an mais was man sonst mit einer EK Drille legt....
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Henrik

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #28 am: 13. Mai 2019, 12:02:47 »

das ist doch grob geschätzt das 4 Fache an mais was man sonst mit einer EK Drille legt....

 :hilfe:
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Falk

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Re: Mais Drillsaat oder Einzelkornsaat?
« Antwort #29 am: 13. Mai 2019, 12:13:53 »

das ist doch grob geschätzt das 4 Fache an mais was man sonst mit einer EK Drille legt....

 :hilfe:
:stupid:
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