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Autor Thema: Verfahrenssicherheit bei Grasuntersaaten im Mais Erfahrungen aus der Praxis  (Gelesen 13997 mal)

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Henriette

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Bei uns passt Ackergrasanbau oder Gras als Maisuntersaat seit Jahren problemlos mit dem Getriedeanbau.
Sowatt?

Und wer als Milchbauer kaum Grünland hat, weiß eine intensiv genutzte Ackergraskultur sehr wohl zu schätzen.
Zudem ist Gras hervorragend in der Fruchtfolge für den Boden.

Selbst zu Zeiten, als ich noch nicht mit Milchvieh zu tun hatte, hab ich dies schon bei meinem Vater so gelernt (Schweine und Kartoffeln) ;)

Wenn ihr da andere Erfahrungen habt, tut mir leid für euch.

Übrigens bringen wir die Grassaat nicht über eine Vorgrube ein, sonderen eben extern über den 1000l Wasserbehälter.

Für uns ist die Untersaat nunmal der Ersatz für zu wenig LEs ohne Fläche aus der Produktion nehmen zu müssen.
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Tim

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ist hier jemand , der rotschwingeluntersaat vor oder gemeinsam mit dem mais aussät !
ich habe in der ersten maiwoche meis gemeinsam mit 7 kg ha rotschwingel ausläufertreibend  (basissaatgut)  gesät siehe foto und anschließend noch mal angewalzt , gespritzt bisher 1l calisto und 0,3 l buctril , bis her ist noch kein schwingel zu sehen  :frage: :rolleyes:

Das steht nun auch bald hier an , jetzt bemerke ich gerade das ich eine Mischung mit Mesotrione fahren will .

Idt da noch was rausgekommen?

Ich hab hier noch Harmony , was an dem Standort ganz gut gegen Storchschnabel passen würde und Effigo (paar Ampferpflanzen gibts dort auch).
Ist aber was für grösseren Mais bis 4-Blatt..
Ich wollte lieber möglichst früh im nachlauf sowas in der Art spritzen:
1l Nagano
1l Laudis+0,3l Buctril

Und dann eventuell nochmal nachputzen.

Mfg Tim
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guest176

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Meinst du mich mit  [ war rausgekommen )??
Wenn ja was meinst du genau
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Tim

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Ja ich meinte dich.

War dein rotschwingel damals zu klein oder ist er durch andere Ursachen verschwunden?
Mesotrione wird ja empfohlen.
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friese

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Zitat: "Man soll ja frisch angesäte Wiesen/Ackerfutter-Bestände im ersten Jahr nicht begüllen".  Blöd gefragt warum? Danke für sachdienliche Hinweise!
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sten

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Begüllen mag Klee nicht so gerne, kann es daran liegen?
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Tim

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Wahrscheinlich weil die mehrzahl der leute davon ausgeht das der boden für das Gras ordentlich locker sein soll und erstmal alles schön durchwühlt ...

Das braucht zwei jahre bis es sich setzt und die spuren die man dann im ersten jahr reinmeisselt bleiben dauerhaft. Die narbe ist da noch zu sensibel.
Glaub nicht das dem klee die gülle was ausmacht , maximal das es die blätter verätzt - aminopyralid mag er natürlich auch nicht , aber das steht im grunde auch alles auf der verpackung
« Letzte Änderung: 17. Mai 2019, 07:37:22 von Tim »
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guest176

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Ja ich meinte dich.

War dein rotschwingel damals zu klein oder ist er durch andere Ursachen verschwunden?
Mesotrione wird ja empfohlen.

hallo tim ,
ich bin die noch eine antwort schuldig .
nabei mal ein aktuelles foto vom rorschwingel der 2017 in breitsaat zusammen mit mais in bandsaat untergesät wurde !
aber dreschen werde ich den auch dieses jahr nicht , ich habe ihn einer anderen nutzung "zugeführt "
die anderen bilder zeigen die untersaat vom letzten jahr , mais in ek , kurz vor der ernte im august .
ich hatte keine traute den stehen zulassen und habe die flächen mit roggen bestellt .
wo der boden etwas besser war hat sich ein schon fast zu üppiger bestand gebildet , aber auf den richtigen sandigen stellen sah es trotz 3 beregnungsgaben im mais recht  mau aus . letztes bild , aber ich bin mir sicher , das auch das noch ein ausreichender bestand geworden wäre , aber durch die anhaltende trockenheit nach der ernte habe ich dann doch die nerven verloren .
ich wollte dieses jahr noch mal einen versuch mit rotschwingelvermehrung nach mais starten , aber habe eine absage der dsv bekommen , mit der aussage " wir wollen  bei rotschwingel keine frühjahrsuntersaaten mehr " .
zur zeit seniere ich über eine späte untersaat mit weidelgräsern und habe bastelobjekt dafür am start
 
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Tim

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Danke

Ich hab jetzt erstmal restmengen mit effigo und harmony für die erste massnahme eingeplant.

Triketone scheint der Rotschwingel zwar auszuhalten, ist aber im Auflaufen empfindlich. Ein Laudis würde dort noch gut passen (überall paar eckchen mit ackerschachtelhalm drin), kann sein das wir da später nochmal durchfahren.

Aktuell wächst der Rotschwingel dank des feucht-kühlen starts schneller als der Mais . Der Vertreter von der BayWa meinte das Untersaaten im Mais bei ihm in dieser Region nie funktioniert haben, aber das sieht hier gerade "recht spannend aus"  ;D ich hoffe mal das bedeutet was gutes.

Wenn es passt werd ich eventuell mal paar streifen mit Mikado/callisto/Laudis probieren.

Mfg Tim
« Letzte Änderung: 24. Mai 2019, 13:20:19 von Tim »
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BNT

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Puh. Da musst du echt hoffen, dass der Rotschwingel nicht den Mais killt.
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Tim

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Locker bleiben , rotschwingel wächst verhalten , der Mais ist jetzt da und legt los , grössere Unkräuter gibt es aktuell noch nicht.
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Tim

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Aktuell verknuspert sich der Rotschwingel ...

Wir mussten nochmal mit Arrat gegen Winden behandeln.. dem Mais hat das nicht gefallen und ich glaub mit den Untersaaten/blattaktiven Mitteln muss man wohl akzeptieren keinen hundertprozentigen Erfolg zu haben.

Triketone hab ich mich nicht getraut .
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Felix

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Ich habe meine Mischung vor dem Reihenschluss in dem Bestand gestreut, danach gab es einige mm Regen. Ich gehe allerdings davon aus das die aktuellen Temperaturen und der fehlende Niederschlag ihr übrigens ausrichten, mal sehen ob da nach der Ernte was grünes steht ...

Bisher hat es in einem von zwei Jahren super funktioniert, wenn dieses Jahr in die Hose geht liegt bei mir die Erfolgsquote bei 33%  :rolleyes:
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"Dem Mutigen gehört die Welt, frisch gewagt ist halb gewonnen"