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Autor Thema: Angst vor Bodenspekulation ?  (Gelesen 786 mal)

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Henrik

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Angst vor Bodenspekulation ?
« am: 28. April 2019, 08:02:00 »

https://www.nzz.ch/schweiz/in-der-landwirtschaft-geht-die-angst-vor-bodenspekulation-um-ld.1476910

Ist das ein großes Thema in der Schweiz? Habe es heute morgen in der NZZ gelesen.
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Josef

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Re: Angst vor Bodenspekulation ?
« Antwort #1 am: 28. April 2019, 08:38:37 »

Bei uns ist ja fast nicht möglich als Quereinsteiger einen Betrieb zu gründen.
Man kommt auch nur sehr schwer an Land, verpachten will einen langfristig kaum einer was und bei den aktuellen Preisen ist an kaufen auch nicht zu denken.

Und einen Betrieb zu pachten auf der Basis von Erbpacht ist auch schwierig wenn es beim Abgeber eigene Kinder gibt. Es geht ja oft um einen Millionenbesitz! Erlebe ich gerade in der entfernten Verwandtschaft,  Betrieb soll außerhalb der Familie vererbt werden, Abgeber hat keine Kinder nur zwei Geschwister und die eine hat zwei Kinder! Familienstreit ist voll im Gang, man spricht schon nicht  mehr miteinander!
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tomtex

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Re: Angst vor Bodenspekulation ?
« Antwort #2 am: 28. April 2019, 14:47:36 »

Bei uns ist ja fast nicht möglich als Quereinsteiger einen Betrieb zu gründen.
Man kommt auch nur sehr schwer an Land, verpachten will einen langfristig kaum einer was und bei den aktuellen Preisen ist an kaufen auch nicht zu denken.
Ich glaube nicht dass das Problem Schweiz - spezifisch ist. Land ist so teuer und so selten zumVerkauf, dass man kaum an etwas rankommt. Wird tatsächlich ein Hof "aufgelöst" warten alle außenrum schon darauf das Land zu übernehmen - wenn es nicht schon vorher sogar abgesprochen war wer was übernimmt. Als Quereinsteiger hat man es dazu noch schwer eine Bank zu überzeugen überhaupt ein vernünftiges Gespräch zu führen, die bevorzugen natürlich ihre bisherigen Kunden bei denen sie sehen dass der Betrieb schon seit ein paar Jahren/Generationen läuft und wo mehr Sicherheit vorhanden ist. Hat man keine reiche Familie in der Hinterhand bleibt wohl nur noch Heirat nach Hektarzahl...
Oder man kann in Frage stellen ob Land und Boden überhaupt beitzbar und käuflich sein dürften...
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farming.ch

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Re: Angst vor Bodenspekulation ?
« Antwort #3 am: 28. April 2019, 15:19:58 »

Bei uns ist ja fast nicht möglich als Quereinsteiger einen Betrieb zu gründen.
Man kommt auch nur sehr schwer an Land, verpachten will einen langfristig kaum einer was und bei den aktuellen Preisen ist an kaufen auch nicht zu denken.
Ich glaube nicht dass das Problem Schweiz - spezifisch ist. Land ist so teuer und so selten zumVerkauf, dass man kaum an etwas rankommt. Wird tatsächlich ein Hof "aufgelöst" warten alle außenrum schon darauf das Land zu übernehmen - wenn es nicht schon vorher sogar abgesprochen war wer was übernimmt. Als Quereinsteiger hat man es dazu noch schwer eine Bank zu überzeugen überhaupt ein vernünftiges Gespräch zu führen, die bevorzugen natürlich ihre bisherigen Kunden bei denen sie sehen dass der Betrieb schon seit ein paar Jahren/Generationen läuft und wo mehr Sicherheit vorhanden ist. Hat man keine reiche Familie in der Hinterhand bleibt wohl nur noch Heirat nach Hektarzahl...
Oder man kann in Frage stellen ob Land und Boden überhaupt beitzbar und käuflich sein dürften...

Ja, diese Frage kann man sich stellen, weil Bodenfläche ein nicht vermehrbares Gut ist. Ist halt keine Milchtüte, Automobil oder ähnliches.
Ganz grundsätzlich ist ja Oekonomie in dem Satz darstell- und begreifbar: Das Nichts kann nicht verteilt werden.
Die ganz grosse Frage beim Boden ist denn meiner Meinung nach auch, nach welchem System verteilen wir in unseren meist dicht besiedelten Nationen denn ?
Denn kritisiert ist schnell mal, aber eine gute Lösung entwickeln ist schwierig....
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Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. - Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt. JCJ