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Autor Thema: Teilflächenspezifische Maisaussaat  (Gelesen 4709 mal)

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Josef

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #15 am: 07. Februar 2019, 08:44:07 »

Habe heute von der Agravis meine zonenkarten bekommen. Hätte man einem Kindergartenkind 4 Farbstifte gegeben, wäre das Ergebniss auf keinen Fall schlechter.   >:(  Die Satelittenkarten taugen wohl nichts zur Boden bzw Ertragszonenbestimmung bei uns.
Was kann man machen um den Tonboden von gutem Lehm zu unterscheiden ? Vom Bauch her kennt man die meisten Stellen ungefähr , aber die genaue Abgrenzung ?

Interessant, bei mir passt es ganz gut, wobei die Fläche anscheinend sehr homogen erscheint.

Im HErbst weiß ich mehr wenn ich die Karte vom Häcksler dagegen halten kann  ;D

Mir geht es da ähnlich wie Vario! Ich habe sogar Karten von zwei verschiedenen Anbieter, die passen nicht mal überein. Bei den Karten von Farmfacts ( keine Ahnung wo die her kommen) passt es meiner Meinung nach besser als die Karten von dem Anbieter mit dem unser Lohner zusammen arbeiten ( will )!
Bei dem kann man sich selbst die passenden Jahre aussuchen, was die Sache doch sehr schwankend macht je nach Jahr das man wählt!
@Felix bei mir wäre das so das bei meinen Glück dann im Herbst der verkehrte Häcksler kommt, ohne die passende Technok an Board ;D
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Ansgar

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #16 am: 07. Februar 2019, 09:45:26 »

Verschiedene Karten? :frage: Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Biomassenkarten von Bildern der Sentinel-Satelliten erstellt werden. :-\
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Michi

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #17 am: 07. Februar 2019, 12:50:22 »

mal das so ungefähr wie du meinst doch selber ein. ich denke das die erfahrung die besten ergebnisse bringt. hat on farm research ja auch herausgefunden.
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Felix

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #18 am: 10. Februar 2019, 11:35:41 »

Verschiedene Karten? :frage: Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Biomassenkarten von Bildern der Sentinel-Satelliten erstellt werden. :-\

Das schon, aber welche Zeitspanne nutzen die Anbieter bei der Erstellung ihrer Karten? Was werden sonst noch für Faktoren mit einbezogen? (Bodenwasserkarten etc. ) Spielt sogar die angebaute Kultur eine Rolle bei der Erstellung?
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Ansgar

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #19 am: 10. Februar 2019, 12:14:01 »

Also mit anderen Worten, nichts genaues weiß man! Und dann will ich mit so einem Verfahren Höchsterträge generieren? :frage:
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Felix

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #20 am: 10. Februar 2019, 14:19:44 »

Wenn du das nicht weißt, taugt der Anbieter nichts.
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k.onrad

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #21 am: 10. Februar 2019, 15:17:55 »

Hallo,

hab jetzt hin und wieder mal mit dem Online-Testzugang von Farmblick rumgespielt.

Leg ich mehrere Jahre übereinander kommt bei mir mMn nix vernünftiges raus. Also ich bezweifel nicht, die Korrektheit des Ergebnisses, ich vermute nur, dass man damit nix anfangen kann.
Bodenunterschiede werden am besten in Extremsituationen dargestellt. Sprich Extremjahr (z.B.2018) oder extremes Einzelfoto (z.B. kurz nach dem Auflaufen). Bei Einzelfotos ist Vorsicht geboten, da entdeckt man zwischendurch auch eins, dass überhaupt nicht rein passt. Macht man sich die mühe und sucht beim EO-Browser das Original raus, sieht man eine Wolke oder einen Wokenschatten auf dem Schlag.

Evtl werden dieses Frühjahr erste Gehversuche mit teilflächenspezifischer Düngung bei uns auf Einzelfotos basieren, die zu dem passen, was man auf dem Acker beobachtet oder beobachtet hat.

Das waren jetzt nur Beobachtungen zur Farmblick-Software, keine Ahnung ob es bei anderen genauso aussieht.

mfg, Konrad

Edit: Außerdem hab ich festgestellt, dass die Georefernzierung der Sentinel-Aufnahmen nicht immer die beste ist, gerade wenn mal Höhensprünge im Gelände sind. Da hat man dann plötzlich Zonen am Rand des Schlags mit vllt 15-25m Breite, die definitv vom Nachbarschlag herrühren
« Letzte Änderung: 10. Februar 2019, 15:32:59 von k.onrad »
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Euro-T

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #22 am: 10. Februar 2019, 17:56:29 »

mal das so ungefähr wie du meinst doch selber ein. ich denke das die erfahrung die besten ergebnisse bringt. hat on farm research ja auch herausgefunden.

Mein Reden.

Man liest es doch auch hier oft genug: die Karte von XYZ passt garnicht zur Realität.
Bedeutet also entweder, das man die Realität bis dato komplett falsch eingeschätzt hat, oder aber das Erfahrung und Beobachtung eben doch nicht durch Digitalisierung zu ersetzen ist.

Ich glaube Letzteres, on farm research ja scheinbar (für den Moment) auch. Wurde/wird da eigentlich noch was veröffentlicht? Oder war jemand da und mag berichten?

Ich habe mich ja in den letzten Monaten auch immer wieder mit den Sentinel Daten beschäftigt und werde jetzt - einfach um mal ein bißchen zu spielen - mal jene Karte zur Düngung hernehmen, die am ehesten an meine Warnehmung in der Realität heranreicht. Mal schauen, was sich ergibt.

Was ich mir in dem Zusammenhang aktuell allerdings nicht vorstellen könnte, wäre die Applikationskarte von einem Drittanbieter erstellen zu lassen (am Ende noch dafür zu bezahlen  :rolleyes:) und gemäß "plug&applicate" damit loszuziehen.

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Gruß

~~ Olli

dirkk

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #23 am: 10. Februar 2019, 18:06:19 »

Ich persönlich sage nach einigen Jahren , das es " die " passende Karte nicht gibt - persönliche objektive Erfahrungen sind da sehr viel wert . Am ehesten passen noch Ertragskarten über mehrere Jahre - selbst da kann man Gründe heraus finden , warum es an manchen Stellen nicht "klappt " oder klappen kann .
« Letzte Änderung: 10. Februar 2019, 22:35:58 von dirkk »
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Fox!

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Re: Teilflächenspezifische Maisaussaat
« Antwort #24 am: 01. März 2019, 08:09:55 »

Ich denke auch über eine teilflächenspezifische Maisaussaat nach. Gestern hatte ich dazu ein Gespräch mit einem Farmfacts Vertreter. Die TF Basiskarten passen ganz gut zu den kahlen Stellen der Luftbilder. Er hat dann auch mal die Bodenkartierungen der Reichsbodenschätzung drübergelegt, selbst das stimmte ziemlich genau überein. Fand ich schon beeindruckend.

Habe jetzt ein Angebot für die TF Karten vorliegen. Das muss ich mir nochmal überlegen, evtl. probier ichs mal auf einigen Teilflächen. Sehe da auch interessante Möglichkeiten zum teilflächenspezifischen Wachstumsreglereinsatz. Grundsätzlich sehe ich es aber auch so, dass der Landwirt natürlich nicht ersetzt werden kann. Aber ein interessantes Hilfsmittel ist es wohl schon.
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