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Autor Thema: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger  (Gelesen 10163 mal)

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jotesen

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #30 am: 14. Januar 2019, 13:51:58 »




1) - hat man auch schön an den braunen Pfützen auf den Feldern nach regenereignissen gesehen. Nur leider ist das eben kaum steuerbar und beispielsweise hier vor Ort eher von Nachteil wenn die Kulturen nach stark reduzierter Bodenbeatbeitung in einem kalten Frühjahr kümmern, sich noch langsamer als üblich entwickeln und scheinbar hungern.

2) Der Grund heisst Mineralisierung, denke ich. Die Auswaschung vom Nitrat wird Humus kaum bremsen können, lebende Pflanzen mit weit verzweigten Wurzeln eher, eventuell auch das Bodenleben ,das was mit dem Nitrat anfangen kann??

3) Und Bodenbearbeitung ist schon das eigentliche Problem ... Ich komme nochmal aufs Oderbruch zurück - ... Ich denke mal dort haben die ackerböden aktuell sicher auch noch über 4% Humus,  was sicher auch an den Tongehalten und dem Ausgangsmaterial liegt- aber der alte Speicher ist erstmal weg.

4) Ist ein Beispiel das in seiner Dimension sicher verschoben ist , aber kann doch gerade im Vergleich zwischen Direktsaat/Boden mit intakter Mulchauflage und gesetzter Struktur zum extrem eines tief durchgepflügten bodens dienen, oder?



1) braune Pfützen ist kein Nitratproblem. Nitrat ist farblos. Braune Pfützen heisst die Tonhumuskrümeln haben keine struktur, sprich Calziumbrücke und weitere Stabilisierungsfaktoren sind hier nicht in Ordnung. wenn die Ordnung herstellt ist ist das mit deinen zitierten Frühjahr nicht mehr gravierend.

2) dein Mineralisierung: "JA". - dein Bremsen: Doch! du denkst in die falschen Richtung. wenn Kohlenstoffmenge gross genug ist und das fängt bei ca. 3,5% humus an, dann wird kein gedüngtes N ausgewaschen, wenn man nicht zusätzlich grubbergeil oder ähnliches ist. - Füsse stramm halt ist schwierig, ich sehe es.

3) dein eigentliche Problem: "JA". - somit erledigt sich der restliche Teil von dir in Punkt 3

4) die Qualitäten der Direktsaat sind unumstritten bekannt. der Pflug muss nicht verkehrt sein, wenn man ihn im System richtig einsetzt.



2.
Dann muss ich jetzt mal nachhaken, wenn ich also unter 3,5% Humus bin, wäscht N aus?
Wenn ich über 3,5% nicht?
Wenn ich über 3,5% bin und Bodenbearbeitung durchführe dann nicht, außer ich bin geil drauf?
Wenn ich grubbergeil bin, wieviel % Humus braucht man um die Auswaschung zu vermeiden?
Was ist, wenn man nicht grubbergeil ist, trotzdem Bodenbearbeitung durchführt und stabil über 4% Humus ist?

3. Muss dann unter dem Aspekt 2. neu diskutiert werden.

4. Die Qualitäten sind hinlänglich bekannt, wie immer wird aber von den Fans so getan, als gäbe es keine Nachteile. Aber auch hier gilt, es gibt kein System was nur + auswirft, kein Reichtum ohne Arbemut, keine Vorteile ohne Nachteile. So funktioniert das Leben nunmal.


Warum wirfst du immer mehr Fragen auf, als du beantwortest? LAss uns doch an deinem Wissen teilhaben und lass dir nicht alles aus der sprichwörtlichen Nase ziehen.
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Wer mir was gutes tun will, findet hier meine Amazon Wunschliste.

Schorsch

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #31 am: 14. Januar 2019, 13:52:24 »

Laut dem Bundestagslink haben ja beide Methoden keine negativen Auswirkungen aufs Bodenleben. Da soll sich noch einer auskennen.

Es konnten keine Auswirkungen klar nachgewiesen werden. Das ist was anderes als "haben keine Auswirkungen".

Rechtschreibung korrigiert
« Letzte Änderung: 14. Januar 2019, 14:02:49 von Schorsch »
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BNT

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #32 am: 14. Januar 2019, 14:10:42 »

4. Die Qualitäten sind hinlänglich bekannt, wie immer wird aber von den Fans so getan, als gäbe es keine Nachteile.

Ist das noch immer so?
Gerade aktuell zieht sich doch die Schlinge, die dagegen spricht, immer enger zu.
Was unterschätzt wurde: Dass in diesem System mechanische Methoden durch chemische ersetzt werden müssen und gegen das Chemische haben halt viele etwas.


Im Übrigen: https://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=18165.0 ;)

***Zitat repariert***
« Letzte Änderung: 14. Januar 2019, 14:30:25 von charlie »
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pff

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #33 am: 14. Januar 2019, 17:41:49 »


jotesen
du bist noch irgendwie durch den Wind, aber ich helfe dir mal weiter.
bringe deine Böden auf min. 3,5% und stelle die Nährstoffverhältnisse mal ein, dann wirst du bemerken, dass man nicht grubbergeil sein muss, sondern nur auf Entzug düngen. so wird dann auch kein N ausgewaschen und ALLES läuft bestens.
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EWD

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #34 am: 14. Januar 2019, 17:53:58 »

Hast du zu der 3,5% Humusschwelle ein Ergebnis, damit ich das auf meinen Standort übertragen kann?

Gruß  Ernst
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Farmer_Sam

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #35 am: 14. Januar 2019, 18:06:58 »


jotesen
du bist noch irgendwie durch den Wind, aber ich helfe dir mal weiter.
bringe deine Böden auf min. 3,5% und stelle die Nährstoffverhältnisse mal ein, dann wirst du bemerken, dass man nicht grubbergeil sein muss, sondern nur auf Entzug düngen. so wird dann auch kein N ausgewaschen und ALLES läuft bestens.

3,5% in welchem Horizont?
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pff

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #36 am: 14. Januar 2019, 18:08:56 »

nehmt ihr überhaupt Bodenproben?

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Farmer_Sam

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #37 am: 14. Januar 2019, 18:16:37 »

nehmt ihr überhaupt Bodenproben?

kannst du auf Fragen antworten die direkt an dich gestellt sind statt irgendwelche Gegenfragen zu stellen?
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muh

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #38 am: 14. Januar 2019, 19:25:57 »

Kommt leute,
3,5% humus,
Wer hat das schon.
Manch einer wäre froh , hätte er 2%.
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Gutbrod1032

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #39 am: 14. Januar 2019, 19:35:42 »

Kommt leute,
3,5% humus,
Wer hat das schon.
Manch einer wäre froh , hätte er 2%.
:daumen:
Das denke ich mir auch schon die ganze Zeit  ;D
Ebenso die 4% Regelung der DüV, das trifft doch die wenigsten...
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Thomas

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #40 am: 14. Januar 2019, 19:36:48 »

Ich hab das hier im Moor, das ist nicht das Problem. Fast jeder Schlag ist humos mit jenseits 4%.

Mir ist diese schlichte Lösung zu einfach, das kann normal noch nicht das Ende der Weisheit sein. Ich hab hier doppelt soviel Regen wie Tim oder Charlie und von Direktsaat kenne ich genug Fälle, wo das einfach nachteilig war.

Gruß
Thomas
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NobbyNobbs

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #41 am: 14. Januar 2019, 19:38:35 »

Genau, man nehme seinen Humus und steigere ihn einfach mal auf >3,5 %. Ist eine meiner leichtesten Übungen. Seitdem ich Kinsey‘s zweite Auflagen „how to steiger‘ your humus exorbitant“ gelesen habe, läuft‘s bei mir. Jedes Jahr 3,5 % mehr- und 20 % mehr Ertrag.
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Ich mach's einfach mal!

Rainman

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #42 am: 14. Januar 2019, 19:46:55 »

Genau, man nehme seinen Humus und steigere ihn einfach mal auf >3,5 %. Ist eine meiner leichtesten Übungen. Seitdem ich Kinsey‘s zweite Auflagen „how to steiger‘ your humus exorbitant“ gelesen habe, läuft‘s bei mir. Jedes Jahr 3,5 % mehr- und 20 % mehr Ertrag.

Der erste, der´s verstanden hat!
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nofear

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #43 am: 14. Januar 2019, 19:50:33 »

Das habe ich von Nobby auch nicht anders erwartet ;)
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FeSt

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Re: Mögliche Schädigung des Bodenlebens durch stabilisierte Dünger
« Antwort #44 am: 14. Januar 2019, 19:53:40 »

3,5% in welchem Horizont?

Bearbeitungstiefe
wird gezogen, bzw. wo halt die natürliche Grenze zwischen aerob und anaerob
Pflug/Mulch 17cm ist Standart auch zur Berechnung
No till 10cm

Der Weg (zu 5%) ist eines meiner Ziele,
3,5% finde ich nicht ambitioniert.
Aber es geht ja ums Verhältnis.

Off-topic:
Wundert nicht, dass Fragen als Antworten kommen bei solchen Fragen.
« Letzte Änderung: 14. Januar 2019, 21:42:51 von FeSt »
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Vorsprung durch Technik - doch Technik alleine ist dumm
 

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