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Autor Thema: Klimawandel- Einfluss des Menschen  (Gelesen 10278 mal)

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canuck

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #30 am: 19. Dezember 2018, 19:03:22 »


Vollkommen einverstanden!Aber auf praktischer Basis nur schwer auszuführen .Es hat ganz einfach zu wenig Nischen um die sog. traditionelle Rohstoffproduktion zu ersetzen.Ausser wir gehen in Richtung Brache und verdienen  unser Geld mit nicht Land gebundener Landwirtschaft. Also setzen unser wichtigstes Kapital auf Sparflamme und warten bis der richtige Zeitpunkt kommt.
Aber nach meiner Erfahrung,wartet man dann meist vergebens weil es ganz anders kommt.

Nein nicht Brach liegen lassen. Aber andere Dinge in den Anbau aufnehmen, andere Vermarktungswege gehen oder eben das Zeug selbst veredeln.
Alles gute Ideen .
Wir koennen auf Gemuese, Obst ,fruechte,Weinbau ,bis zu Pilzen etc.umstellen.
Aber dies sind eben Nischen Produkte und ersetzen nicht tausende von Hektaren Getreide oder Grasland.
Vermarktung das selbe ,zur wirklichen wettbewerbsfähigen Vermarktung braucht es mehr als der Home cheese maker.Der einzelne Bauer der mit viel Einsatz seine Produkte an den Konsument bringt ist exzellent. Aber wahrscheinlich 95 % der Produktion wird nie diesen Weg zum Konsument finden.
Der grosse Discounter wird auch bei den heutigen Nischenprodukten die Haende drin haben.
Und der westliche Konsument zahlt ja fast jedes Jahr weniger % von seinem Einkommen fuer Lebensmittel .
Erholung,Sozialleistungen, sind vielleicht Sparten die noch eine Nische waeren? Aber dies aendert den getreideacker kaum.
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wernerzwo

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #31 am: 19. Dezember 2018, 20:17:49 »

Also ich glaube definitiv daran, daß es die letzten zwei Jahrzehnte um einiges wärmer geworden ist bzw. sich die Vegetationszeit verlängert hat.

Ob es tatsächlich "menschgemacht" ist wird niemand mit Sicherheit sagen können, aber es gibt gute Hinweise dafür.
Und aus Vorsorge wäre es vernünftig, dies auf alle Fälle nicht zu ignorieren.
Ich habe so eine grobe Zahl im Kopf, daß weltweit die gleiche Menge an Öl verbrannt wird, was der Inn in Passau Wasser in die Donau schüttet. Und da kommt aber noch Kohle, Gas usw. zusätzlich oben drauf - daß dies nicht ohne Auswirkungen auf Dauer passieren kann sollte jedem vernünftigen Menschen klar sein....

Aber:
Was mich stört, sind die Apokalypsen welche vorhergesagt werden.
Es gibt gute Hinweise darauf, daß die Erde früher definitiv wärmer war als jetzt. Die "Klimamessungen" beginnen meist um 1850, was aber nachweislich eine der kältesten Perioden der letzten Jahrhunderte war. Damals wurden viele Bergbauernhöfe, welche Jahrhunderte existierten von den Gletschern über den Haufen geschoben. Jetzt gehen die wieder zurück - was aber als Katastrophe gedeutet wird.

Zitat aus Wikipedia:
Der Glaziologe Gernot Patzelt berichtete über 100 vom Österreichischen Alpenverein beobachtete Gletscher, dass durch deren Rückgang derzeit Land freigelegt werde, das seit wenigstens 1300 Jahren ständig vergletschert gewesen sei.[24] Gleichzeitig betonte er jedoch, dass Funde von Torfen und Baumstämmen belegten, dass diese Gebiete früher teilweise von Lärchenwäldern bedeckt gewesen seien und die aktuellen Gletscherstände historisch gesehen „nicht außergewöhnlich“.

Daher sehe ich es etwas gelassener, aber versuche trotzdem meinen eigenen "Fußabdruck" zur verringern!

Nur wenn man die vollständige Elektrifizierung des Personenverkehr anstrebt, dann soll mir mal jemand erklären wie das gehen soll!
Wir können nicht aus der Atomkraft aussteigen, den Kohleausstieg planen und gleichzeitig den Individualverkehr auf Strom umstellen - die Rechnung geht defintiv nicht auf, weil sich unser Strombedarf praktisch verdreifacht.
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Rohana

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #32 am: 19. Dezember 2018, 20:34:23 »

Eins der vielen kleinen Probleme ist, dass je sparsamer die Geräte, Motoren etc etc werden, desto mehr gibt es von ihnen! Wieviele Geräte in der Küche kommen heute noch ohne Stecker und Batterien aus? Wieviele Autos gibt es heute im Gegensatz zu früher? Wenn der Verbrauch von Ressourcen *pro Stück* gesenkt wird, ist das ja toll, aber wenns wesentlich mehr Stücke gibt, ist auch nichts gewonnen...
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Uwe

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #33 am: 19. Dezember 2018, 20:41:09 »

Der Strom aus Erneuerbaren Energien muss sich in Deutschland also verzehnfachen.
Weltweit kann ich das nicht einschätzen, verhundertfachen?

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Wade

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #34 am: 19. Dezember 2018, 21:03:49 »

Der Umstieg auf Elektroautos spart Energie, würden alle PKW (~40 mio) in Deutschland elektrisch fahren bräuchten diese knapp 100TWh Strom. Die EE haben im Jahr 2017 >200TWh Strom erzeugt.
Würde die gesamte Energie in Deutschland aus EE Stammen (also auch restlicher Verkehr, Heizung) bräuchte es ca 1.000TWh Strom pro Jahr. Auch das ist mit EE schaffbar, da gibt es genügend Studien dazu...

Weltweit werden richtig viel EE zugebaut. Viele Länder wollen jeweils mehere hundert GW PV bauen, alleine Indien bis 2030 1000GW. Selbst bei den Amis in Texas boomt Wind & PV, ganz einfach weils billiger ist als Kohle oder Gas (OHNE Einbeziehung der Folgekosten).
Das ist eigentlich mein einziger Lichtblick, dass es egal ist wie dumm die meisten Menschen sind und ihnen die Folgen ihres Handelns (verbrennen fossiler Brennstoffe) völligst egal sind. Die EE werden heute nicht gebaut weil sie sauberer sind oder besser fürs Klima, sondern schlicht weils billiger ist. Da kann sich auch der Orange Clown als Kumpel der Kohle hinstellen und von Clean Coal reden, der Zug ist abgefahren...
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wernerzwo

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #35 am: 19. Dezember 2018, 21:29:59 »

@Wade:
Träum weiter!

Hier kannst Du die aktuelle Stromerzeugung oder alternativ den CO2 Ausstoß der Erzeugung anschauen.
Da sind wir weit von Deiner Wunschvorstellung entfernt.

https://www.electricitymap.org



2015 wurde in Deutschland ca. 1800 Pentajoule Strom erzeugt und 2500 Pentajoule an Kraftstoff verbraucht.
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Stefan81

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #36 am: 19. Dezember 2018, 22:22:15 »

Ich bin definitiv nicht für Rohstoffverschwendung und bin auch überzeugt das sich die E Mobilität durchsetzt, aber ich glaube das die Politik in eine falsche Richtung geht. E Mobilität setzt sich sicher nicht durch weil alle so Öko sind, sondern weil der gefahrene km viel günstiger ist. Bei der PV war es genau so, ein paar Idealisten hatten schon vorher eine Anlage auf dem Dach, der Großteil kam aber weil es ein tolles Geschäftsmodell war.

Wenn man den Treibstoff in einen stationären Stromerzeuger verstromt und damit eine Autobatterie läd fährt man 2,5 mal so weit als wenn man direkt fährt. Als Abfallprodukt hat man jede Menge Wärme, die man zum heizen der Wohnung nehmen kann.
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Wissen ist der erste Rohstoff, der sich bei Gebrauch vermehrt.

Mit freundlichen Grüßen
aus Österreich
Stefan81

Mabbi

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #37 am: 19. Dezember 2018, 22:36:44 »

@Wade:
Träum weiter!

Hier kannst Du die aktuelle Stromerzeugung oder alternativ den CO2 Ausstoß der Erzeugung anschauen.
Da sind wir weit von Deiner Wunschvorstellung entfernt.

https://www.electricitymap.org



2015 wurde in Deutschland ca. 1800 Pentajoule Strom erzeugt und 2500 Pentajoule an Kraftstoff verbraucht.

Na dann rechnen wir doch mal ein wenig:
Deine 2500 Petajoule entsprechen etwa 695 TWh. Der Verbrauch von E-Autos im Vergleich zu Benziner/Diesel (umgerechnet in KWh) ist iwo um den Faktor 4 - 5 geringer. Nehmen wir die Mitte: 695/4,5 = 155 TWh. Da @Wade ja nur von PKW sprach und du Kraftstoffvebrauch pro Jahr angegebn hast, nehmen wir noch die LKW's, E-Lok's u.s.w. raus, dann kommt das grob gerechnet schon ganz gut hin.

Ich hab auch noch eine Zahl: 3900000000 Petajoule = Energie, die in einem Jahr von der Sonne auf die Erdoberfläche abgegeben wird. Damit kannst glaub ich mehr als 2 E-Autos betreiben.

Edit: Wir nehmen natürlich nicht die E-Lok's raus, sondern die Diesel betriebenen. 
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2018, 23:13:09 von Mabbi »
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Stone

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #38 am: 19. Dezember 2018, 23:09:28 »

Also ich glaube definitiv daran, daß es die letzten zwei Jahrzehnte um einiges wärmer geworden ist bzw. sich die Vegetationszeit verlängert hat.

Ob es tatsächlich "menschgemacht" ist wird niemand mit Sicherheit sagen können, aber es gibt gute Hinweise dafür.
Und aus Vorsorge wäre es vernünftig, dies auf alle Fälle nicht zu ignorieren.
Ich habe so eine grobe Zahl im Kopf, daß weltweit die gleiche Menge an Öl verbrannt wird, was der Inn in Passau Wasser in die Donau schüttet. Und da kommt aber noch Kohle, Gas usw. zusätzlich oben drauf - daß dies nicht ohne Auswirkungen auf Dauer passieren kann sollte jedem vernünftigen Menschen klar sein....

Aber:
Was mich stört, sind die Apokalypsen welche vorhergesagt werden.
Es gibt gute Hinweise darauf, daß die Erde früher definitiv wärmer war als jetzt. Die "Klimamessungen" beginnen meist um 1850, was aber nachweislich eine der kältesten Perioden der letzten Jahrhunderte war. Damals wurden viele Bergbauernhöfe, welche Jahrhunderte existierten von den Gletschern über den Haufen geschoben. Jetzt gehen die wieder zurück - was aber als Katastrophe gedeutet wird.

Zitat aus Wikipedia:
Der Glaziologe Gernot Patzelt berichtete über 100 vom Österreichischen Alpenverein beobachtete Gletscher, dass durch deren Rückgang derzeit Land freigelegt werde, das seit wenigstens 1300 Jahren ständig vergletschert gewesen sei.[24] Gleichzeitig betonte er jedoch, dass Funde von Torfen und Baumstämmen belegten, dass diese Gebiete früher teilweise von Lärchenwäldern bedeckt gewesen seien und die aktuellen Gletscherstände historisch gesehen „nicht außergewöhnlich“.

Daher sehe ich es etwas gelassener, aber versuche trotzdem meinen eigenen "Fußabdruck" zur verringern!

Nur wenn man die vollständige Elektrifizierung des Personenverkehr anstrebt, dann soll mir mal jemand erklären wie das gehen soll!
Wir können nicht aus der Atomkraft aussteigen, den Kohleausstieg planen und gleichzeitig den Individualverkehr auf Strom umstellen - die Rechnung geht defintiv nicht auf, weil sich unser Strombedarf praktisch verdreifacht.


Du irrst, die Mönche in Bayern haben schon früher gemessen. 1860/1880 wird gerne genommen weil es da etwas kühler war, so hat man mehr Anstieg zu vermelden. Das hängt aber auch mit den 60 iger Jahren des letzten Jahrhunderts, da waren das die gleiche Argumente um den Einstieg in die saubere Kernenergie zu begründen.

Das es vorher schon mal wärmer war zeigt die Messreihe der Mönche auf dem Hohenpeisenberg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Meteorologisches_Observatorium_Hohenpei%C3%9Fenberg#/media/File:Temperaturreihe_Hoher_Pei%C3%9Fenberg.PNG

Es gibt halt keine vergleichbaren Messwerte aus anderen Erdteilen, deswegen wird halt geschätzt und hochgerechnet.

stone
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Wade

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #39 am: 19. Dezember 2018, 23:57:03 »

@Wade:
Träum weiter!

Hier kannst Du die aktuelle Stromerzeugung oder alternativ den CO2 Ausstoß der Erzeugung anschauen.
Da sind wir weit von Deiner Wunschvorstellung entfernt.

https://www.electricitymap.org



2015 wurde in Deutschland ca. 1800 Pentajoule Strom erzeugt und 2500 Pentajoule an Kraftstoff verbraucht.

da hast dich aber schön von deinen Klimawandelleugnern-Kumpels einlullen lassen. Da wird auch immer die EE-Stromerzeugung mit Primärenergie verglichen und dann kommt raus dass der Anteil soooo gering ist und wir es niemals schaffen so viel Primärenergie zu ersetzen.
Lustigerweise vergessen die immer den Wirkungsgrad von Primärenergie -> Endenergie. Da liegt meist der Faktor 3-5 dazwischen. Allein um erstmal aus der Kohle Strom zu machen brauchst schon ~3 Fache an Energie.
Wenn Fossile Brenstoffe verheizt werden hat man maximal nen Wirkungsgrad von ~100%. Bei Strom & Wärmepumpe hat man nen COP von 3-5
Beim Auto schaut es noch viel schlimmer aus. Wenn man nur den Verbrauch des Autos vergleicht liegen da schon Welten dazwischen. Wenn man dann noch schaut wie viel Energie die Treibstoff Gewinnung, Raffination & Transport braucht sieht man wie viel Energie da sinnlos verballert wird...



Und die Karte ist gut, hast du die von mir? bsser ist der link, da ist man direkt im geschehen: http://www.electricitymap.org/?page=country&countryCode=US-MISO&solar=false&remote=true&wind=false
und dazu auch diese Karte: https://www.ventusky.com/?p=50.4;10.9;4&l=gust&t=20181219/2300
Falls in Deutschland mal Flaute ist, kann man da schauen wo aktuell der Wind weht und wie lang die Leitung sein müsste um ohne viel Speicher auszukommen.
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Gutbrod1032

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #40 am: 20. Dezember 2018, 00:42:04 »

Zitat
da hast dich aber schön von deinen Klimawandelleugnern-Kumpels einlullen lassen. Da wird auch immer die EE-Stromerzeugung mit Primärenergie verglichen und dann kommt raus dass der Anteil soooo gering ist und wir es niemals schaffen so viel Primärenergie zu ersetzen.
Lustigerweise vergessen die immer den Wirkungsgrad von Primärenergie -> Endenergie. Da liegt meist der Faktor 3-5 dazwischen. Allein um erstmal aus der Kohle Strom zu machen brauchst schon ~3 Fache an Energie.
Wenn Fossile Brenstoffe verheizt werden hat man maximal nen Wirkungsgrad von ~100%. Bei Strom & Wärmepumpe hat man nen COP von 3-5
Beim Auto schaut es noch viel schlimmer aus. Wenn man nur den Verbrauch des Autos vergleicht liegen da schon Welten dazwischen. Wenn man dann noch schaut wie viel Energie die Treibstoff Gewinnung, Raffination & Transport braucht sieht man wie viel Energie da sinnlos verballert wird...

Da muss man aber auch sehen das heut zu Tage die Verluste bei der Umwandlung von Kohle und Gas in Strom nur unzureichend (meist praktisch gar nicht) genutzt werden.
Statt das rings um die Kraftwerke konsequent auf Fernwärme gesetzt wird, geht die gesamte Wärmeleistung ungenutzt den Kühlturm hoch.

Das Kohlekraftwerk zu Hause hat eine elektrische Leistung von 750MW, das macht eine thermische Leistung von 1973MW bzw eine Wärmemenge von 1223MW die weggekühlt werden müssen.
Genutzt davon werden nicht ganz 200MW und die meisten davon zur Klärschlammtrocknung um den dann verbrennen zu können der Rest geht den Kühlturm hoch.

Zum Vergleich:
ein mittlerweile abgerissenener Betrieb der Kohle in Strom, Wärme, Koks, Brikett und Stadtgas verwandelte erreichte Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts einen Wirkungsgrad von über 76%.

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farming.ch

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #41 am: 20. Dezember 2018, 05:10:32 »

CO2-Senke, Humusaufbau, unsere Böden...

Ob wir mit Landwirtschaft je wieder sowas hinkriegen werden???

Das Bild zeigt natürliches Grasland, Prärie, mit ausdauernden Gräsern, und daneben eine Ackerfläche.

Bild ist von FB, da wird behaubtet, Prärien hätten in der Vergangenheit mehr CO2 gebunden als der Amazonas.

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Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. - Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt. JCJ

wernerzwo

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #42 am: 20. Dezember 2018, 05:16:58 »

Der auf dem Foto schaut auch so aus, als ob er sich von Gras ernähren würde...  ;D
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wernerzwo

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #43 am: 20. Dezember 2018, 06:07:45 »


da hast dich aber schön von deinen Klimawandelleugnern-Kumpels einlullen lassen. Da wird auch immer die EE-Stromerzeugung mit Primärenergie verglichen und dann kommt raus dass der Anteil soooo gering ist und wir es niemals schaffen so viel Primärenergie zu ersetzen.
Lustigerweise vergessen die immer den Wirkungsgrad von Primärenergie -> Endenergie. Da liegt meist der Faktor 3-5 dazwischen. Allein um erstmal aus der Kohle Strom zu machen brauchst schon ~3 Fache an Energie.
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Beim Auto schaut es noch viel schlimmer aus. Wenn man nur den Verbrauch des Autos vergleicht liegen da schon Welten dazwischen. Wenn man dann noch schaut wie viel Energie die Treibstoff Gewinnung, Raffination & Transport braucht sieht man wie viel Energie da sinnlos verballert wird...


Und Du redest Dir alles in den buntesten Farben schön!

Denkst Du ernsthaft, man kann die Erzeugung von EE-Strom deckungsgleich mit dem Verbrauch machen?
Da wirst Du transportieren und speichern müssen in nicht unerheblichem Umfang. Und vermutlich trotzdem noch "Reservekraftwerke" in großem Umfang bereitstellen müssen.

Und dann ist Dein schöner Wirkungsgrad von Strom schon wieder weg.
Leitungsverluste / Transformationsverluste / Speicherverluste / Umwandlungsverluste / usw.
Und wenn dann im Winter noch alle eine Wärmepumpe zum heizen haben, dann wird die LED ganz schnell dunkel wenn die Leute von der Arbeit heimkommen und ihr E-Car zum laden anstöpseln...  :nacht:

Und glaube mir, ich weiß wovon ich spreche!
Ich habe Eigenverbrauch PV + (Klein) BHKW + Batteriespeicher seit Jahren in Betrieb und versuche möglichst autark zu fahren. Rechnerisch keine großes Problem - bis auf die Lastspitzen - praktisch mehr oder weniger unmöglich. Und wir liebäugeln daheim sogar mit einem E-Auto, einzig die Anschaffungskosten halten uns noch ein wenig davon ab.

Aber wenn Du Dir die Situation in Deutschland anschaust, wo die Leute sofort auf die Barrikaden gehen wenn eine Stromtrasse oder ein Windrad gebaut werden soll. Da möchte ich sehen, wie wir in nicht einmal 20 Jahren ALLES (Ausstieg aus Atom + Kohle + Ausbau EE) gleichzeitig schaffen sollen...
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sten

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Re: Klimawandel- Einfluss des Menschen
« Antwort #44 am: 20. Dezember 2018, 07:06:52 »


Is lustig gemeint, ich finde das bescheuert.

Der auf dem Foto schaut auch so aus, als ob er sich von Gras ernähren würde...  ;D
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