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Autor Thema: Auslauf für Pferde  (Gelesen 4394 mal)

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Mathilde

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Auslauf für Pferde
« am: 10. Dezember 2018, 08:04:55 »

Hallo,

wir möchten einen Auslauf anlegen. Wer hat Erfahrung beim Anlegen und gibt es dafür auch cc-relevante Auswirkungen? Von in Sand verlegten Betonspalten über diese angebotenen Spezialplastikbelägen bis zu Betonrasengittersteinen hab ich schon einiges gesehen. Verfüllt man das mit normalem Sand?

LG Mathilde
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MartinG

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #1 am: 10. Dezember 2018, 08:31:54 »

Laufen denn die Pferde Barfuß oder mit Eisen? Betonspalten und der gleichen halte ich für schlecht gegenüber Hufbeschlag. Der Verschleiß wird die Eisen fressen.

Aus welchem Grund sollen Spalten oder Betonteile rein?
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Mathilde

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #2 am: 10. Dezember 2018, 08:44:51 »

Hallo,

Unsere sind Barhufer. Dank Google und anderer Suchmaschinen kann man ja Bilder dazu angucken aber keine Erfahrungen dazu.

LG Mathilde
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MartinG

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #3 am: 10. Dezember 2018, 09:03:16 »

Also für Barhufer wäre mir die Verletzungsgefahr zu hoch mit Betonspalten und Beton Belag.

Was spricht gegen einen reinen Sandplatz mit Mineralbeton Unterbau? Haben wir so gemacht. Unsere sind aber beschlagen da Kaltblut und Arbeitspferd.
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wolf

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #4 am: 10. Dezember 2018, 09:06:21 »

Wir haben diese Kunststoffraster. Sind m.M. nach gut haltbar. Die sind komplett mit Sand gefüllt. Wenn man bei den Kunststoffrastern mal mit Sandauffüllen nicht gleich hinterher ist, macht das auch nichts. Ist vielleicht ein Vorteil dieses Systems.
Hier gibt es in der Nähe eine Sandgrube, da kann man "Paddocksand" ordern.  8) Ist irgendwie etwas groberer Quarzsand.
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Desvariar

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #5 am: 14. Januar 2019, 09:33:24 »

Also die normalen Kunstoffplatten würde ich nicht wieder nehmen. Aus mehreren Gründen:
1. Blöd zu verlegen. Die sind miteinander verzahnt, d.h. man kann sie wenn sie mit Sand gefüllt sind eigentlich kaum wieder wegmachen, ohne sie zu beschädigen. Meist heißt das, die Ränder müssen mit der Flex eingeschnitten werden, was eine Sau arbeit ist.
2. Oft haben wir Probleme gehabt, an Stellen wo die Pferde viel stehen und dort die Platten absacken. Dann hat man dort richtige Löcher und siehe Punkt 1: Man kriegt die Platten dort schlecht wieder weg.
3. Die Kunstoffplatten sind sehr rutschig, da besteht schon eine Verletzungsgefahr.

Betonspalten aus alten Schweineställen sind dagegen ganz gut: Günstig zu haben, einfach zu verlegen, man schafft wegen der größe schnell viel Fläche, sie sacken normalerweise nicht ab und sind sehr stabil und nicht rutschig. Verletzungsgefahr ist meiner Meinung weit weniger gegeben als bei den Kunststoffplatten.
Was noch sehr gut ist: Rasengittersteine. Die kannst Du einfach pflastern, schnell wieder weg nehmen, rutschen wenig und wenn man zweite Wahl bekommt, auch sehr günstig. Das sind so meine Erfahrungen zu den Thema.
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JD Bochum

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #6 am: 14. Januar 2019, 18:04:54 »

Moin

Raster ist nicht gleich Raster und nicht jeder Auslauf ist gleich.

Die erste Frage die du dir aber stellen solltest ist wo das Wasser hinläuft.

Hast du mehr als 3% gefälle so dass das Wasser Weglaufen kann oder muss es durch den Sand und den Unterbau in die Drainage.

Sobald du mit Gefälle arbeitest brauchst du eine Fläche wo das Wasser versickern kann allerdings wird dorthin auch immer Sand mit abgeschwemmt. Bei Dränierten Flächen wird irgendwann der Sand und Feinanteile auch die Drainage zu spülen.

Je nachdem wie du den Unterbau gestaltest kannst du dir Günstigere oder teurere matten aussuchen.

Wenn kein Unterbau gemacht wird sondern die Raster auf den Mutterboden liegen kann man ja auch bei Kontrolle angeben das kein Eingriff in den Boden gemacht wurde und die Schäden ohne höher wären. (Im Flächenantrag muss die Fläche Raus)

JDBochum
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Mathilde

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #7 am: 14. Januar 2019, 20:12:57 »

Wenn kein Unterbau gemacht wird sondern die Raster auf den Mutterboden liegen kann man ja auch bei Kontrolle angeben das kein Eingriff in den Boden gemacht wurde und die Schäden ohne höher wären. (Im Flächenantrag muss die Fläche Raus)

JDBochum

Hallo,

Die Auslauffläche ist nicht drin im Flächenantrag, die angrenzende Weide schon.
Das mit dem Gefälle werden wir beachten, aber eigentlich ist es dort topfeben.

LG Mathilde
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Walter

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #8 am: 14. Januar 2019, 23:29:07 »

Hallo,


Wir haben es folgendermaßen gelöst: 50 Cm tief ausgekoffert, dann 30 Cm Recycling rein und verdichtet. Darauf Vlies ausm Straßenbau verlegt. Darauf alte Kunststoffpaletten (ca 1 m² groß, gibt es hier bei vielen Speditionen für Umme), darauf den sogenannten Paddocksand, kostet hier 2€/Tonne. Dieses wieder verdichtet. Den Sand haben wir ca. 8 Cm höher als die Paletten verfüllt, mit Umrandung. Gefälle von 2% Richtung Wassergraben. Ordentlich abgerüttelt.
Wir haben den Platz bewusst im Frühjahr gebaut, weil die Pferde ab Mai ganztägig auf der Wiese stehen. Somit konnte das Paddock sich noch ca. 5 Monaten setzen.
Hält bis jetzt seit 10 Jahre so, ohne Pfützen, und ohne Bildung von Eisplatten im Winter.
Paddock ist 12 auf 24 Meter groß, 5 Großpferde und 1 Pony drauf und Heuraufe miitig drauf. Päddock wird täglich abgeäppelt. Sandverbrauch im Jahr ungefähr 4m³.


MfG
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Falk

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #9 am: 24. Januar 2019, 22:21:55 »

Unsere3 stehen Barhuf auf spalten...
Also Wir haben ein Paddock mit 50% Spalten und 50% sand...
Leider haben wir auch das wasserproblem(trotz gefälle), da ein tiefer ausbau nicht möglich ist... kommt aber nun drainage hin!
Die Spalten machen aber wenig Probleme bei unseren Barhuflern!
« Letzte Änderung: 25. Januar 2019, 00:13:38 von Falk »
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MichiBe

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Re: Auslauf für Pferde
« Antwort #10 am: 16. April 2019, 13:20:32 »

Wir nutzen derzeit Paddockplatten, gefüllt mit Sand. Finde das ist eine sehr gute Lösung für einen Auslauf.
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