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Autor Thema: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?  (Gelesen 4052 mal)

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Euro-T

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Die Agravis bietet seit dem 1. Juli einen Rundum Service im Ackerbau an - zunächst nur als Pilotprojekt in begrenztem Radius, aber man kann sich schon vorstellen, wo das hingehen soll.

So aus der Ferne betrachtet und aus der Hüfte geschossen hat das für mich irgendwie einen faden Geschmack - wie seht ihr das?

https://lu-web.de/redaktion/news/was-ist-los-im-kreis-steinfurt/?utm_source=Lohnunternehmen&utm_campaign=a749764609-EMAIL_CAMPAIGN_2018_11_12_01_26&utm_medium=email&utm_term=0_262b1bae07-a749764609-59910441
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~~ Olli

charlie

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #1 am: 13. November 2018, 11:28:55 »

Heissa... schöne neue Welt  :o

Die Maschinen bei dem Unternehmen kaufen, dass einem dann die Arbeit wegnimmt?
Für mich nicht nur ein sehr fader Geschmack, sondern eher :kotz:
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Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

Corpy

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #2 am: 13. November 2018, 11:34:08 »

Es ist doch aber nichts neues, dass die Agravis für Landwirte die Bewirtschaftung durchführt bzw. sich im Lohnunternehmergeschäft tummelt?
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Euro-T

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #3 am: 13. November 2018, 11:35:26 »

Es ist doch aber nichts neues, dass die Agravis für Landwirte die Bewirtschaftung durchführt bzw. sich im Lohnunternehmergeschäft tummelt?

Nicht?

Für mich war es das durchaus.
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Panta rhei

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #4 am: 13. November 2018, 11:36:44 »

Da fallen mir drei Punkte ein:
1. Die Kunden gehen finanziell  dermassen auf dem Zahnfleisch, das Agravis mit einem Tastendruck erkennen kann, wer im nächsten Frühjahr gesprächsbereit ist, weil er die Frühjahrsbestellung, den Pflanzenschutz und die Düngung nicht mehr vorfinanziert werden kann.
2. Einem Teil der Lohnunternehmer wird es ähnlich wie den Kunden gehen, keine Kohle und keine Finanzierungsmöglichkeit um die neue Saison in Angriff zu nehmen.
3. Betriebe und LU die solide finanziert sind lachen sich einen und sehn den nächsten Flop schon kommen.
Glaub hier irgendwer daran, das Agravis am Samstagabend eine Häckselkolone oder Brigade zur Maisbestellung für Sonntagmittag organisiren kann?
Den guten LUs trau ich das problemlos zu
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Es sind nicht die schlechten Jahre, die uns Probleme bereiten, es sind die falschen Entscheidungen in den guten Jahren!
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Corpy

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #5 am: 13. November 2018, 11:37:59 »

Die Agravis Mittelelbe als Beispiel. Die habe eine eigene Gülle-Kolonne und führen Pflanzenschutz durch.
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Ansgar

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #6 am: 13. November 2018, 11:56:59 »

Glaub hier irgendwer daran, das Agravis am Samstagabend eine Häckselkolone oder Brigade zur Maisbestellung für Sonntagmittag organisiren kann?
Den guten LUs trau ich das problemlos zu

Davon ist auch gar nicht die Rede. Das Ernten und die organische Düngung sollen weiterhin die Lohnunternehmen erledigen, lediglich die Bestandesführung (Aussaat, Pflanzenschutz) will die Agravis in eigenen Händen wissen. Dass viele LUs sich in den vergangenen Jahren entsprechendes Know-how angeeignet haben und in die dafür erforderliche Technik investiert haben, scheint den Agravis-Bereichsleitern am Ar... vorbeizugehen.
Für mich hat das mehr als nur einen faden Beigeschmack und ich lasse mich mal überraschen, wie´s am Ende für die an diesem Projekt teilnehmenden Betriebe am Ende finanziell aussehen wird. Ich habe von Seiten der Agravis jedenfalls nur Pflanzenschutzmittelempfehlungen auf Basis der zugelassenen Höchstaufwandmengen vor Augen - gut für den Umsatz im Agravis-Konzern, schlecht für´s Konto der Landwirte.

Hier mal die vollständigen Links, in denen u.a. auch die Stellungnahme der Agravis zu lesen ist:
https://lu-web.de/redaktion/news/statement-der-agravis-raiffeisen-ag-muenster/
https://lu-web.de/redaktion/news/vier-fragen-an/
https://lu-web.de/redaktion/news/schuster-bleib-bei-deinen-leisten/
« Letzte Änderung: 13. November 2018, 12:29:20 von Ansgar »
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Josef

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #7 am: 13. November 2018, 12:25:35 »

Davon ist auch gar nicht die Rede. Das Ernten und die organische Düngung sollen weiterhin die Lohnunternehmen erledigen, lediglich die Bestandesführung (Aussaat, Pflanzenschutz) will die Agravis in eigenen Händen wissen. 

Unsere Genossenschaft hat das 1970 auch gemacht, ist aber schnell eingeschlafen!

Das macht ja aus Sicht von Agravis durchaus Sinn! Aussaat Pflanzenschutz sind die Bereiche wo der Landwirt Betriebsmittel einkauft, bei der Getreideernte (gut man könnte die ja auch ins Agravis Lager fahren lassen) werden eher weniger verbraucht/eingekauft!  Das ist ein sicherer Umsatz!
Gut bei einer Häckselkette braucht man auch Siliermittel und Planen!   ;D Aber jeder fängt mal klein an!

Und eins ist sicher, bei der Agravis ist Kapital ohne Ende vorhanden!


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Markus

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #8 am: 13. November 2018, 12:55:11 »


Und eins ist sicher, bei der Agravis ist Kapital ohne Ende vorhanden!

Woher kommt das denn?
Bei der RWZ Rhein-Mai, die ja eng mit der Agravis zusammenarbeitet, bekomme ich (als Mitglied) jedes jahr den Abschluss zusgesandt und muss sagen dass es die letzten Jahre eher dürftig ausgesehen hat mit den Gewinnen....


Gruß
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Henrik

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #9 am: 13. November 2018, 13:00:37 »

Davon ist auch gar nicht die Rede. Das Ernten und die organische Düngung sollen weiterhin die Lohnunternehmen erledigen, lediglich die Bestandesführung (Aussaat, Pflanzenschutz) will die Agravis in eigenen Händen wissen. 

Unsere Genossenschaft hat das 1970 auch gemacht, ist aber schnell eingeschlafen!

Das macht ja aus Sicht von Agravis durchaus Sinn! Aussaat Pflanzenschutz sind die Bereiche wo der Landwirt Betriebsmittel einkauft, bei der Getreideernte (gut man könnte die ja auch ins Agravis Lager fahren lassen) werden eher weniger verbraucht/eingekauft!  Das ist ein sicherer Umsatz!
Gut bei einer Häckselkette braucht man auch Siliermittel und Planen!   ;D Aber jeder fängt mal klein an!

Und eins ist sicher, bei der Agravis ist Kapital ohne Ende vorhanden!

Na ja die Agravis ist eher einer der schlechter Finanzierten unternehmen. Gerade was das EK angeht. Wenn es mal ein größere Krise in der Landwirtschaft geben würde, sind die mit als erstes weg. Da hilft dann die Größe auch wenig.
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sebastian

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #10 am: 13. November 2018, 13:49:44 »


Na ja die Agravis ist eher einer der schlechter Finanzierten unternehmen. Gerade was das EK angeht. Wenn es mal ein größere Krise in der Landwirtschaft geben würde, sind die mit als erstes weg. Da hilft dann die Größe auch wenig.

Agravis hat aber noch genug Kapital, um bei Bayernhof als (Minderheits-)Gesellschafter mit einzusteigen...  :never:

In sofern ist der thread-Titel in mancher Hinsicht zutreffend...   :-\

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Henrik

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #11 am: 13. November 2018, 14:34:37 »


Na ja die Agravis ist eher einer der schlechter Finanzierten unternehmen. Gerade was das EK angeht. Wenn es mal ein größere Krise in der Landwirtschaft geben würde, sind die mit als erstes weg. Da hilft dann die Größe auch wenig.

Agravis hat aber noch genug Kapital, um bei Bayernhof als (Minderheits-)Gesellschafter mit einzusteigen...  :never:

In sofern ist der thread-Titel in mancher Hinsicht zutreffend...   :-\

Eine solche Gesellschaft muss immer was machen. Ob ein invest gut oder schlecht ist, weiß man auch erst später.
Mir ging es nur um die Aussage das dort Kapital ohne Ende vorhanden ist, das sehe ich derzeit nicht so. Als Genossenschaft würden die aber auch kaum pleite gehen.
Es gibt wie in jeder Branche unterschiedlich finanzierte Unternehmen. Das ist doch auch normal.

Bis jetzt gab es in der Landwirtschaft sehr wenig totalabschreibungen was Forderungen angeht im landhandels Bereich. Das war die letzten beiden Jahre schon anders. Das ist alles andere als erfreulich. Aber im Grunde weiß es ja auch jeder das es Kandidaten gibt die mit durchgezogen werden.


Zur ursprünglichen Frage, die Firma muss sich wie jede Firma auch erstmal in dem Bereich beweisen. Es ist nicht so einfach von heute auf morgen was aufzubauen. Das die Firmen gern alles aus einer Hand anbieten würden ist doch klar. Jeder sucht sich neue und andere Märkte.
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Euro-T

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #12 am: 13. November 2018, 16:22:45 »


Und eins ist sicher, bei der Agravis ist Kapital ohne Ende vorhanden!

Woher kommt das denn?
Bei der RWZ Rhein-Mai, die ja eng mit der Agravis zusammenarbeitet, bekomme ich (als Mitglied) jedes jahr den Abschluss zusgesandt und muss sagen dass es die letzten Jahre eher dürftig ausgesehen hat mit den Gewinnen....

Wundert`s dich?
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charlie

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #13 am: 13. November 2018, 16:26:46 »


Und eins ist sicher, bei der Agravis ist Kapital ohne Ende vorhanden!

Woher kommt das denn?
Bei der RWZ Rhein-Mai, die ja eng mit der Agravis zusammenarbeitet, bekomme ich (als Mitglied) jedes jahr den Abschluss zusgesandt und muss sagen dass es die letzten Jahre eher dürftig ausgesehen hat mit den Gewinnen....

Wundert`s dich?

Die RWZ Rhein-Main wird schon länger als Übernahme-Kandidat bei der Südausdehnung der Agravis gehandelt.
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Euro-T

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Re: Die Agravis - unser aller zukünftiger "alles aus einer Hand" Partner?
« Antwort #14 am: 13. November 2018, 16:44:06 »


Und eins ist sicher, bei der Agravis ist Kapital ohne Ende vorhanden!

Woher kommt das denn?
Bei der RWZ Rhein-Mai, die ja eng mit der Agravis zusammenarbeitet, bekomme ich (als Mitglied) jedes jahr den Abschluss zusgesandt und muss sagen dass es die letzten Jahre eher dürftig ausgesehen hat mit den Gewinnen....

Wundert`s dich?

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Ja, ich weiß.

Wäre in meinen Augen auch nicht das Schlechteste für die Kunden einerseits, andererseits macht das den Wasserkopf ja auch nicht kleiner.

Man geht einfach am Besten nicht mehr hin.

(Was ja eben auch viele tun und das vielleicht ja auch ein bißchen ein Grund für deren geringeren Gewinn ist...).
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~~ Olli
 

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