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Autor Thema: Landwirtschaft in Chile  (Gelesen 1510 mal)

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Henrik

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Landwirtschaft in Chile
« am: 04. November 2018, 20:06:40 »

Wir haben ja auch User in Chile  :D. Neulich in einem Vortrag auch Bilder aus Chile gesehen. Chile ist glaube ich über 3000 km lang (für uns unvorstellbar) . Im Norden ja sehr hohe Berge im Süden eher Karg.
Landwirtschaftlich wird ja sehr viel angebaut. Wein aus Chile gibts hier ja auch. Vom Klima ja viel möglich. Wo die großen Ackerbauregionen sind, weiß ich nicht.

Gibts noch Regionen wo Deutsch eine Rolle spielt?
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wollomo

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Re: Landwirtschaft in Chile
« Antwort #1 am: 05. November 2018, 08:21:21 »

Ich habe einen guten Bekannten der für einen Pflanzenschutzhersteller für einige Jahr in Chile war. Anscheinend wird nur sehr wenig Fläche Landwirtschaftlich genutzt - ich habe noch eine Zahl von nicht einmal 10% im Kopf! "Grünland", besser gesagt solche "Steppenweiden" nehmen den größten Anteil davon ein. Je weiter südlicher man kommt, desto mehr Tierhaltung gibt es. Anscheinend wurde über die Jahre viel enteignet, wieder zurück gegeben - aber dann doch nicht wie es sein sollte und so weiter. Sehr turbulent eben. Mittlerweile wird viel Wein, Gemüse und Obst angebaut. Außerdem wird auch die Forst immer moderner und intensiver.
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Chile
« Antwort #2 am: 09. November 2018, 20:34:26 »

Ok. Also gibts dort noch Potenzial.  :D
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nichtdicht

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Re: Landwirtschaft in Chile
« Antwort #3 am: 10. November 2018, 01:46:29 »

Jauw, es gibt hier ungeahntes Potenzial. Vorallen wenn mann Fachwissen mit bringt, hat man einiges im voraus gegenüber die Landwirten hier. Das nur 10% Landwirtschaftlich genutzt wir, ist an zu nehmen. Das Land ist 4250 km Lang und in etwa 180 km breit. Mit der Antarktisch dazu, misst es 8000 km. Aber im Norden und Süden herschen extremen und nicht für "normale" Landwirtschaft zu gebrauchen. Grob bleiben in etwa 1000 km Länge über (von Puerto Montt bis Santiago) wo sich das ganze abspielt.
Der Stärke von Chile ist die entgegengesetzte Jahreszeiten zum nordlichen Halbrund; dadurch kann Chile das nordliche Halbrund mit frischen Obst und Gemüse versehen in Zeiten das bei euch nichts läuft. Ein Bekannter von uns verschifft 4.000 Kontainer jährlich mit Obst über die ganze Welt

mfg
Herman
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Chile
« Antwort #4 am: 11. November 2018, 08:48:01 »

Sehr interessant. Was kostet Ackerland dort ca ?
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309CA

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Re: Landwirtschaft in Chile
« Antwort #5 am: 11. November 2018, 12:34:26 »

Und kann/darf man da als Ausländer/Neubürger... Fläche kaufen
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Warum gibt es Gülleauflagen ? wäre es Umwelttechnisch nicht besser wenn möglichst viel der Arbeitnehmer usw mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren müssen ?  Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.

nichtdicht

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Re: Landwirtschaft in Chile
« Antwort #6 am: 11. November 2018, 14:49:01 »

Für bessere Böden mit Wasser (also mit möglichkeit zum beregnen) wird so um die Eur 20.000 bezahlt. Es ist relatief einfach um in Chile als Neubürger rein zu kommen, und an dem Kauf von Land ist meines Wissen keine Behinderungen. Wir geniessen hier ein enorme Freiheit, wobei auch Regeln gibt, und der Landwirt hat noch Ansehen.

mfg
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Mathias

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Re: Landwirtschaft in Chile
« Antwort #7 am: 11. November 2018, 17:18:13 »

Also in vielen kulturellen und politischen Sachen, gibts in Chile die selben Probleme wie hier.

In gewissen HotSpots sollen auch umgerechnet bis 100.000 € für Weideland gezahlt werden.

Erträge in der Gegend um Orsorno/Puerto Mont in normalen Jahren
Winterraps 55dt
Winterweizen 80dt
Hafer 80dt
Lupinen >50dt
mit normalen Input, einmal Fungizid, Wachstumsregler

Anbei noch ein Bild von den Böden, zu sehen ist auch, das sich durch low-till oben Humus angereichert hat.

Und das 2. Bild zeigt Werbung an den Fernverkehrsstraßen.

Bild 3 Den Blick auf den Osorno-Vulkan bei Puerto Varras

Bild 4 heimisch fühlt man sich auch
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"Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd."

BNT

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Re: Landwirtschaft in Chile
« Antwort #8 am: 11. November 2018, 18:39:58 »

Wo die Deutschen sind, ist immer alles teurer. :D
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Chile
« Antwort #9 am: 12. November 2018, 11:59:39 »

Also in vielen kulturellen und politischen Sachen, gibts in Chile die selben Probleme wie hier.

In gewissen HotSpots sollen auch umgerechnet bis 100.000 € für Weideland gezahlt werden.

Erträge in der Gegend um Orsorno/Puerto Mont in normalen Jahren
Winterraps 55dt
Winterweizen 80dt
Hafer 80dt
Lupinen >50dt
mit normalen Input, einmal Fungizid, Wachstumsregler

Raps und Hafer sind ja super im Verhältnis. Lupinen kann ich nicht einordnen.
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