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Autor Thema: Stadt und Land  (Gelesen 1252 mal)

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wernerzwo

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Stadt und Land
« am: 29. Oktober 2018, 08:32:26 »

Früher wurden Stadtmauern gebaut, um das Gesindel des Umlandes nicht in die Städte kommen zu lassen. Und heute?

"...Nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg will Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) die Bewegungsfreiheit für gewaltbereite Asylbewerber stark beschneiden. Ein entsprechendes Instrument existiere bereits und erfordere keine Gesetzesänderung, sagte Palmer. Er will Betroffene in entlegenen, "sicheren Landeseinrichtungen" unterbringen lassen."

"...Ein solcher "Spurwechsel raus aus den Städten" würde laut Palmer wirksam werden, wenn Polizei, Ordnungsbehörden und Sozialarbeiter Kenntnis von Flüchtlingen haben, die wiederholt Gewaltbereitschaft zeigten, sich aber nicht um ihre Integration bemühen würden."
Quelle:https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-10/vergewaltigung-freiburg-boris-palmer-wohnsitzauflage-asylbewerber

Da bekommen die Bewohner der Städte - welche in einem erheblichen Umfang die GrünInnen wählen inkl. der Forderung auf mehr Zuwanderung - plötzlich Probleme mit den Folgen ihres Wunschweltbildes. Und als Lösung sollen dann die "Problemkinder" auf das Land abgeschoben werden  :baeh:

Mir geht es ohnehin schon lange auf den Senkel, daß sich das Land von der Stadt vorschreiben lassen muss, wie wir zu arbeiten und zu leben haben! Die Städter wollen Wölfe streicheln, wollen die Ausbreitung von Biber und Luchs, wollen die Bilderbuchlandwirtschaft aus ihren Schulbüchern in Natura sehen usw.
Und um all das zu erreichen, werden in den Städten die Grünen gewählt - da kommen dann die "Experten", welche eine Wiese nicht von einem Feld unterscheiden können, und erklären den Bauern auf dem Land wie Landwirtschaft funktioniert.
Und dummerweise kann man sich in unserer Demokratie immer schwerer dagegen wehren, weil mittlerweile sogar auf dem Land die Meinung durch die Medien (aus der Stadt) dermaßen manipuliert wird.

Aber das jetzt sprichwörtlich "Verbrecher" aus den Städten raus sollen, damit die Landbevölkerung auch einmal dieses "Sicherheitsgefühl" genießen kann, daß schlägt dem Faß den Boden aus! Und es soll sich bloß keiner der Vorstellung hingeben, daß die da auf Dauer gut "eingesperrt" werden - das könnte man in der Stadt genauso gut - dazu würde es nämlich einer erfolgten Verurteilung bedürfen. D.h. die können sich halbwegs frei bewegen...
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joe

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Re: Stadt und Land
« Antwort #1 am: 29. Oktober 2018, 09:13:35 »

hallo werner ,
meinst du das agrowissen die richtige plattform für diesen post ist  :frage:
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Auf die Fresse ist umsonst .........
....... den Rest mußt du bezahlen !

wernerzwo

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Re: Stadt und Land
« Antwort #2 am: 29. Oktober 2018, 09:33:26 »

@Joe:

Ist das nicht "Politik"?

Die Politik - die mehrheitlich in den Städten entschieden wird - nimmt einen immer größeren Einfluss auf das Land (hier sprichwörtlich). Und wir auf dem Land haben immer stärker an diesen Entscheidungen zu leiden - siehe Probleme von Weidetierhaltern mit Wölfen oder bei uns ganz akut die Probleme an Bachläufen mit dem Biber (die mehrheitlich eben nicht entschädigt werden - Bagatellfälle oder Budget erschöpft)

Aber jetzt sollen auch noch Sicherheitsaspekte auf Kosten der Landbevölkerung "gelöst" werden.

Weißt Du, warum ich das so schlimm finde?
Ruf mal auf dem Land die Polizei und stoppe die Zeit bis sie kommt!
Ich hatte vor ein paar Monaten den Fall, daß ein besoffener Osteuropäer in der Nacht um halb eins bei mir Sturm geläutet hat. Als niemand geöffnet hat - weil wir vom Balkon geschaut haben - hat er versucht die Tür einzudrücken. Mein Frau hat darauf hin die Polizei gerufen.
Einzelhoflage, der nächste Nachbar hunderte Meter entfernt mit kleinen Kindern im Haus...

25 Minuten später (!) war dann ein Streifenwagen vor Ort, der "Besucher" war zwischenzeitlich wieder verschwunden. Das ich etwas angefressen war, war deutlich zu erkennen. Darauf hin meint der Polizist als Scherz "...wir waren noch mit der nächtlichen Kaffeepause beschäftigt, darum hat es etwas länger gedauert", was ich gar nicht witzig fand!
Meine ruhige Antwort "Kein Problem, wenn er die Tür eingetreten hätte, in der Zeit wo sie Kaffe trinken, dann hätte ich ihn..." - hat dann dem Polizisten ziemlich aus den Socken gehauen, weil er wußte ich wäre dazu in der Lage.
(die Punkte mache ich aus rechtlichen Gründen)

Und die nächste Polizeistation ist bei uns nur sechs Kilometer entfernt.
Da wünsche ich dann viel Spaß, mit einem "Schullandheim" für "unbelehrbare Gastschüler" in entlegenen Orten...
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EWD

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Re: Stadt und Land
« Antwort #3 am: 29. Oktober 2018, 10:12:55 »

Hallo,

was du hier treibst ist nicht Politik, sondern Polemik.

Such dir bitte einen anderen Ort, um dich über deine
persönlichen Befindlichkeiten auszuheulen.

Agrowissen ist viel zu schade dafür.

Gruß  Ernst
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wernerzwo

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Re: Stadt und Land
« Antwort #4 am: 29. Oktober 2018, 10:26:41 »

Du findest die Idee also gut, oder?
Raus aufs Land mit jedem, den man in der Stadt nicht festsetzen kann...
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canuck

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Re: Stadt und Land
« Antwort #5 am: 29. Oktober 2018, 13:34:34 »

Ohne politischen Einschlag
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nofear

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Re: Stadt und Land
« Antwort #6 am: 29. Oktober 2018, 15:24:50 »

Zu "farmers feeds cities" fällt mir nur ein: Irgendeiner auf der Welt wird schon die deutschen Städter füttern in Zukunft, weil die Deutschen sollens offensichtlich nicht ;) (zumindest kann man den Eindruck bekommen bei den hiesigen Entscheidungen in Sachen Landwirtschaft)
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

wernerzwo

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Re: Stadt und Land
« Antwort #7 am: 29. Oktober 2018, 16:39:10 »

Wie schnell ein Mangel (bzw. sehr hohe Preise) entstehen kann, sieht man aktuell beim Öl!
Aber da ist es nur ein Transportproblem.

Laß mal Nahrungsmittel (auch aus politischen Gründen) wirklich knapp werden - denkt da jemand tatsächlich noch an Exporte?
Wäre für jede Regierung eine Selbstmordtat...

Aber wir können ja dann die 50 Meter Gewässerrandstreifen als Heu an die Cities verfüttern  ;D
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nofear

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Re: Stadt und Land
« Antwort #8 am: 29. Oktober 2018, 17:47:25 »

Laß mal Nahrungsmittel (auch aus politischen Gründen) wirklich knapp werden - denkt da jemand tatsächlich noch an Exporte?
Wäre für jede Regierung eine Selbstmordtat...

weiß nicht ob unsere noch soweit denken kann...
schon traurig, wenn man bedenkt mit wie wenig finanziellen Mittel (relativ zum Gesamthaushalt gesehen) man die heimische Landwirtschaft gesund erhalten könnte.
Oder noch besser einfach über die erzielbaren Erlöse. Erlös- und Kosten passen mMn schon länger nicht mehr. Zumindest machts wenig Spaß derzeit.

Aber gut, da wir keinen Sozialismus mit Planwirtschaft wollen, lassen wir alles globalisiert laufen und holen uns günstig was zu welchen Standards auch immer wo auch immer hergestellt wird ;)
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RedHeath

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Re: Stadt und Land
« Antwort #9 am: 11. Januar 2019, 11:14:54 »

Thema Infrastruktur auf dem Land:
Ich habe heute vormittag eine Sozialversicherungsprüfung. Prüfer kam rein, setzt sich hin, klappt sein Laptop auf und guckt verwundert.
Er hat hier keinen UMTS-Empfang bekommen.Er muss aber scheinbart ständig online sein um auf seine Programme zugreifen zu können.
Mein WLAN darf er aus Datenschutzgründen nicht nutzen.
Also hat er meine Unterlagen mitgenommen und prüft bei sich im Büro.
 ;D Willkommen im Jahr 2019 :boing:
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