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Autor Thema: Ablenkungsflächen mit tierischen Eiweiß für die Wildsauen schaffen - Aber wie?  (Gelesen 1891 mal)

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ct

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Aktuell gehen die Sauen ja in den Wiesen und Mulchsaatflächen bei der Suche nach tierischen Eiweiß (Würmer, Engerlingen und alles mögliche Krabbelviehzeugs) ordentlich zu Schaden.
Ich mache mir gerade Gedanken wie man es hinbekommt, die Sauen davon abzulenken und gezielt an andere Stellen zu locken, die vom Angebot an tierischen Eiweiß deutlich attraktiver sind, als Wiesen und Äcker.
Diese Stellen würde ich vorzugsweise dort anlegen wollen, wo die Sauen sich sicher fühlen und der angerichtete Schaden kein Problem darstellt (Wald, Brachefläche, etc.). Dort direkt sollte auch kein Jagddruck ausgeübt werden, sondern nur auf den Wiesen und Äckern, vielleicht intervallmäßig noch an den Wechseln. Es geht ja um Ablenkung und Schadenvermeidung.
Eine Idee wäre z.B. Stroh entlang von Waldwegen auszubringen, in der Hoffnung, dass sich dort eine Wurmpopulation bildet und die Sauen anzieht. Da können die von mir aus so tief und lange grubbern wie sie wollen. Das ist aber eher eine lang- bis mittelfristige Geschichte.
Was habt Ihr für Ideen, Gedanken dazu?
Wie bekomme ich schnell eine hohe Wurmpopulation entlang eines Waldweges etabliert?
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Gruß ct

guest176

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vielleicht ein kompostwall ?
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Ruebe

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Tja, nur ein aktiver Boden hat auch aktive Bewohner ..... um die aktiven Bewohner zu füttern muß ein gewisser Nahrungsüberschuß vorhanden sein
Dem steht die aktuelle DVO gegenüber

Ein Kompostwall oder Stroh im Wald wird nach den derzeitigen Gesetzen sofort als Abfallbeseitigung ausgelegt ..... ausserdem habt Ihr keine Chance dort Mist in den Boden einzuarbeiten um richtig für "Leben" im Boden zu sorgen

Ist genau wie bei den Menschen .... die haben sich auch nur dort angesiedelt wo es Wasser und Nahrung gab ....

Schafft einige unserer unsinnigen Gesetze und Verordnungen ab ..... dann reguliert sich einiges von selber
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angusy

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Ich hatte letztes Jahr Getreidestreifen um meine Rapsflächen (Hamsterstreifen). Diese haben die Sauen völlig platt gemacht, den Raps hingegen kaum angerührt.
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klausg

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Im Raps halten sie sich eigentlich nur als Unterstand und zum Mäuse ausgraben auf. Hier sind sie zur Zeit in den Eichen zu Gange.  Vielleicht würde ja ne Ablenkungsfütterung mit Erbsen das nötige Eiweiss bringen. Auch auf Schweinemineralfutter sind sie ganz kirre.
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ct

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Im Raps halten sie sich eigentlich nur als Unterstand und zum Mäuse ausgraben auf.
Die fressen aber auch beim Abblühen mit vorliebe die Blüten / Schotenansätze ab, bevor der Weizen in die Milch kommt. Habe ich selbst schon beobachtet.

Hier sind sie zur Zeit in den Eichen zu Gange.
Ja, natürlich. Aber zum Ausgleich / Entgiften der Blausäure brauchen die Sauen tierisches Eiweiß.

Vielleicht würde ja ne Ablenkungsfütterung mit Erbsen das nötige Eiweiss bringen. Auch auf Schweinemineralfutter sind sie ganz kirre.
Erbsen habe ich schon auf einer Brachefläche mit stehen. Gehen se nicht dran.
Mir geht es ja um indirekte Maßnahmen. Denn direkt füttern ist verboten
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Gruß ct

angusy

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Erbsen habe ich schon auf einer Brachefläche mit stehen. Gehen se nicht dran.

An Erbsen gehen sie nicht ????
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ct

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An Erbsen gehen sie nicht ????

Nein, jedenfalls bis jetzt.
Es ist ja auch etwas anderes ob Schweine im Stall eingepfercht sind und das fressen müssen was "ausgerechnet" ist und passt, oder ob sie frei umherlaufen und sich das leckerste aussuchen können. Erbsen sind scheinbar nicht lecker genug. Würmer sind leckerer.

Die Frage ist weiterhin wie man halbwegs legal das Bodenleben im Wald (Rückeschneise, Bankette, Lichtung, etc.) so aktiviert bekommt dass die Sauen sich da regelrecht drauf stürzen, anstatt auf die Wiesen und Äcker mit viel Bodenleben.
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Gruß ct

DerJo

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Wie wäre es mit Brachestreifen am Waldrand?

Bei mir stürzen sich die Sauen auf eine Weizenfläche nach einjähriger Brache.
Normalerweise rege ich mich nicht auf, wenn sie den auflaufenden Weizen von rechts nach links schubsen,
aber wenn 24 Sauen auf ein ha brechen ist die Schadschwelle überschritten.

Die "einfachen" Mulchsaatflächen lassen sie rechts und links liegen.
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dirkk

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Ich hab ja etliche Weizenflächen nach Raps mit E-Zaun einzäunen müssen .......  aber die meisten Würmer finden die Wildschweine in stehenden Stoppelfeldern . Hab hier eine Stoppelfläche am Wald , die gut besucht wird . Da da nächstes Jahr Mais hinkommt , ist das jetzt kein Problem , dass diese Fläche "Schweinemagnet" ist .

Gruss
dirkk
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EWD

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Ich kompostiere „Getreide“, welches der Windsichter übrig gelassen hat.
Die Haufen werden durchgearbeitet besser als ein Kompostumsetzer.😀
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Ruebe

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Erklärt Ihr mir bitte mal wie Ihr Weizenstreifen um Raps deklariert? Es ist ja nach dme "Schweinebefall" nicht mehr wirklich zu ernten (Berg/Tal)

Wie nennt Ihr Getreidekompostierung im Wald? Ist das nicht illegale Abfallentsorgung? Nicht falsch verstehen, das sollte möglich (in gewissen Grenzen) sein ..... aber da wo Treckerspuren sind finden komischerwiese auch immer iwelche Leute hin die da nichts zu suchen haben und dann Bilder veröffentlichen von denen die keine Ahnung haben
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Ede

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Erklärt Ihr mir bitte mal wie Ihr Weizenstreifen um Raps deklariert? Es ist ja nach dme "Schweinebefall" nicht mehr wirklich zu ernten (Berg/Tal)

Wie nennt Ihr Getreidekompostierung im Wald? Ist das nicht illegale Abfallentsorgung? Nicht falsch verstehen, das sollte möglich (in gewissen Grenzen) sein ..... aber da wo Treckerspuren sind finden komischerwiese auch immer iwelche Leute hin die da nichts zu suchen haben und dann Bilder veröffentlichen von denen die keine Ahnung haben

Bernd, du findest aber auch zu allem irgendwas...  :rolleyes: Einfach machen. Bejagungsschneisen sind überhaupt kein Problem mehr und müssen auch nicht extra ausgewiesen werden. Habe ich selbst schon im Mais gehabt. Und wenn Weizen um den Raps steht, einfach 3m rundrum als Weizen deklarieren, so what? Ob der geerntet wird oder nicht, ist doch völlig egal!?

Gruß
Ede
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EWD

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Alles eine Frage der Deklaration, natürlich nicht auf fremden Grundstück. ;D
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ct

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Wenn man als Landwirt das Kaff irgendwo hinkippt ist das das eine, macht man das in Personalunion auch als Jäger im eigenen Revier werden die Probleme ungleich größer, wenn das in falschen Hals kommt.
Wir kennen die Kaffhaufen ja auch, die die Kollegen "entsorgen". Das davon aber eine besondere Sogwirkung ausgeht, kann ich jetzt nicht sagen.
Mir geht es ja auch darum gezielt "tierisches Eiweiß" zu produzieren und anzubieten, welches attraktiver ist, als auf den Wiesen und Mulchsaatäckern.
Andere Idee: Jetzt noch dicke Aussaat von (ungebeizten) Weizen entlang eines Waldweges und dann im Sommer Abmulchen (wenn dann überhaupt was wächst und zum Mulchen übrig bleibt  :nixweiss: ), um so eine Strohauflage und erhöhte Wurmaktivität zu erzielen, ohne etwas "zu entsorgen". Quasi die Simulation eines Ackers.
Andere Ideen?
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Gruß ct