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Autor Thema: Raps nach Mais  (Gelesen 9542 mal)

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dirkk

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #60 am: 13. April 2019, 07:07:24 »

Zitat
Habe ihn mit Glyphosat behandelt aber das stört den Raps kaum.
Was war denn so in der Mischung ( Wasserhärte - pH- Wert -SSA )   ? Und wie war die Witterung zur Behandlung - Luftfeuchte , Temperatur ?

Bei guten Bedingungen und mit guter Brühe sollte auch großer Raps mit 700 g Glyphosat eingehen - bei schlechten Bedingungen reagiert er ganz nicht , vor allem bei hohem pH- Wert in der Brühe , strahlendem Sonnenschein und niedriger Luftfeuchte ( also eigentlich Wetter ,wo man gern was draußen macht ) .

Gruss
dirkk
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Vario_fahrer

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #61 am: 13. April 2019, 11:45:07 »

Wenn er groß ist, will er mindestens 1200 gramm Wirkstoff + 8 kg SSA

Das reicht noch lange nicht!
1800g Wirkstoff + 8kg SSA reichen nicht aus um Raps wirklich zu bekämpfen, der sieht eine Woche etwas blass aus aber dann wächst der weiter.





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charlie

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #62 am: 13. April 2019, 12:07:08 »

Wenn er groß ist, will er mindestens 1200 gramm Wirkstoff + 8 kg SSA

Das reicht noch lange nicht!
1800g Wirkstoff + 8kg SSA reichen nicht aus um Raps wirklich zu bekämpfen, der sieht eine Woche etwas blass aus aber dann wächst der weiter.

Die Gesamtwirkstoffmenge je ha ist meist nur zweitrangig.
Konzentration der Brühe (ab 2% 360ger Ware) und Applikationsbedingungen machen mehr aus.
Das heißt also Wassermenge (am besten unter 100l/ha) runter, feine Tropfen, höhere Luftfeuchtigkeit und idealerweise eine durch Tau oder vorhergehenden Regen angelöste Wachsschicht.
Auch lassen sich die Bekämpfungserfolge durch Zusatz von penetrationsfördenden Additiven verbessern.
pH-Wert der Brühe sollte unter 6 liegen und das Spritzwasser nicht zu hart sein (die Calcium-Ionen gehen eine starke Bindung mit dem Glyphosat-Wirkstoff ein)
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

berci

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #63 am: 14. April 2019, 10:24:06 »

Meiner sieht viele Jahre ähnlich gut aus, ist aber zwischfrucht, zwischen Silomais. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Alternative mit maisfreundlicher Mykorizza. Aussät in den Ende September, Wachstum bis Ende März. Danach möglichst mechanisch abtötbar. Evtl Gülledüngung im Februar.

Gruß
Martin

Das waere doch dann ganz klassisch Roggen!
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donnershag

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #64 am: 14. April 2019, 16:22:13 »

Meiner sieht viele Jahre ähnlich gut aus, ist aber zwischfrucht, zwischen Silomais. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Alternative mit maisfreundlicher Mykorizza. Aussät in den Ende September, Wachstum bis Ende März. Danach möglichst mechanisch abtötbar. Evtl Gülledüngung im Februar.

Gruß
Martin

Das waere doch dann ganz klassisch Roggen!


Die Frage ist dann, wie kriege ich den wieder entfernt. Bzw. wie kriege ich ein gescheites Saatbeet zu Mais danach hin.

Gruß
Martin

***Zitatebene korrigiert***
« Letzte Änderung: 14. April 2019, 16:59:23 von charlie »
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EWD

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #65 am: 14. April 2019, 19:55:10 »

Mais nach Grünroggen ist bei mir, von der Bestellung,
Saatbettbereitung her, kein Problem.
Der Roggen hinterläßt eine prima Bodengare.
Wasser kann ein Problem beim Zweitfruchtmais werden.

Bei Roggen als Zwischenfrucht hätte ich keine Bedenken.

Gruß  Ernst
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ulli

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #66 am: 14. April 2019, 20:34:13 »

So ganz einfach ist der Roggen nicht loszuwerden, wenn er erstmal eine gewisse Größe hat. Aber: Der Aufwand lohnt sich  :daumen:
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Limo

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #67 am: 14. April 2019, 21:45:29 »

Hab den ersten Teil meines Roggens am Dienstag auch den garaus gemacht. Teil 2 kommt Anfang Mai denke ich. Will der Nachbar für die Kühe absilieren.
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nofear

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #68 am: 15. April 2019, 09:17:55 »

Bei mir war es immer so, dass das Getreide umso leichter totzubekommen war, je größer es war.
Die technische Herausforderung nimmt aber zu, das stimmt.
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brodtmashine

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #69 am: 15. April 2019, 18:06:41 »


Die Frage ist dann, wie kriege ich den wieder entfernt. Bzw. wie kriege ich ein gescheites Saatbeet zu Mais danach hin.

Gruß
Martin

***Zitatebene korrigiert***


Früh mit Glyphosat drauf, einmal Grubbern und ggf. Saatbettkombination.
Ohne Glyphosat geht auch. Macht aber wenn er schon zu groß ist keinen Spaß und kann auch mal den Pflug erfordern!
« Letzte Änderung: 15. April 2019, 20:18:27 von brodtmashine »
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wernerzwo

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Re: Raps nach Mais
« Antwort #70 am: 04. Mai 2019, 10:40:47 »

Bisher bin ich mit der Entwicklung meines Raps nach Mais sehr zufrieden.
Der Anfangs etwas lückige Bestand hat sich schön zusammen gewachsen, die Blüte ist sehr regelmäßig und so wie es ausschaut bildet er auch schöne Schoten. Er hat bisher im Frühjahr zweimal die Spritze gesehen (Stengelrüssler Karate + RGK Plenum jeweils mit etwas Bor und Bittersalz). Im Gegensatz zu manchen nervösen Kollegen bin ich immer sehr spät gefahren und habe die richtigen Zeitpunkte offenbar ganz gut getroffen.

Da wir jetzt (vorläufig) genügend Wasser haben und mit ein bisschen Glück bei uns keine Frost kommt (min. 2°C in der Vorhersage), bin ich eigentlich ganz guter Dinge. Ursprünglich wollte ich noch eine Blütenbehandlung fahren, aber die spare ich mir jetzt.
(ein fachlich versierter österreichischer Pensionist hat gemeint es muss nicht sein! Stimmt doch Franz B., oder?  ;) )

Bild ist Stand heute, beim Vorbeifahren aus dem Auto fotografiert.
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