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Autor Thema: Senf in der Rapsfruchtfoge  (Gelesen 5494 mal)

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kronawirt78

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Re: Senf in der Rapsfruchtfoge
« Antwort #30 am: 05. Januar 2019, 12:25:22 »

Wie äußert sich das bei Phacelia?
Zumindest aufgefallen ist mir da noch nichts.
Sah immer gesund aus...
Mir sind generell noch keine Krankheiten an Zwischenfrüchten aufgefallen, hab jetzt aber auch noch nicht wirklich genauer danach gesucht. Zwischenfrüchte werden ja in einem physiologisch noch jungen Stadium entweder vom Winter, von einem Bodenbearbeitungsgerät oder von der Spritze wieder dahingerafft, da kann sich doch ein Pilz gar nicht fertig entwickeln. Z.B. Weißstengeligkeit, die hat doch ihr Ziel erst erreicht wenn sie die Sklerotien fertig ausgebildet hat, kann mir das bei Zwischenfrüchten nur schwer vorstellen.
Meiner Meinung nach wird dieses Thema heisser gekocht als es gegessen wird...
Ich hab z. B. auch die Beobachtung gemacht, daß Raps auf jungfräulichem Acker eine viel gesündere Stoppel hinterlässt, auch wenn da vorher als Zwischenfrucht ausschließlich Senf angebaut wurde. Aber nach einmal Raps ist der Vorteil dahin, eben weil der dann einen kompletten Entwicklungszyklus im Feld steht und nicht nur seine Jugend aufm Acker verbringt
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Uwe

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Re: Senf in der Rapsfruchtfoge
« Antwort #31 am: 05. Januar 2019, 15:04:19 »

Im Zusammenhang mit Zwischenfrüchten die keine Übertrager von Krankheiten sind, fällt mir noch Sorghum ein.
Aber auch da habe ich natürlich überhaupt keine Erfahrung.
Kriegt man das Ende August noch etabliert? Abfrieren wird es ja wohl sicher und die Saatgutkosten sind gering.
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Tim

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Re: Senf in der Rapsfruchtfoge
« Antwort #32 am: 05. Januar 2019, 15:40:58 »

Ja , kriegt man. Hatte die Sorte nutri honey von der DSV.

Günstig ist relativ,  abfrieren tut sie immer als erstes , hat schon höhere Ansprüche an das saatbeet und wird auch gern mal von Schnecken abgegrast
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Felix

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Re: Senf in der Rapsfruchtfoge
« Antwort #33 am: 09. Januar 2019, 19:22:20 »

Solange Typhula incarnata kein Problem ist geht das  :)

Das ist ja genau das Problem was wir haben aus meiner Sicht, Fruchtfolgen sollen weiter werden und gleichzeitig Zwf angebaut werden, aber die dürfen keine Brücke darstellen ... tolle Zwickmühle  ;D

Bei mir ist durch Raps und Legus die Auswahl der Komponenten maximal eingeschränkt, da bleibt nicht viel über.

Frage andererseits ob Mischungen mit hoher Anzahl am Komponenten und eine entsprechend weite FF da eine Lösung sein können  :nixweiss:

In einem Mulchsaatsystem wird das durch den Eingriff in den Boden wohl nicht funktionieren.

Die Aussage stellt mich nicht zufrieden  ;D
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johndeere820

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Re: Senf in der Rapsfruchtfoge
« Antwort #34 am: 10. Januar 2019, 11:37:48 »

In einem Mulchsaatsystem wird das durch den Eingriff in den Boden wohl nicht funktionieren.

Die Aussage stellt mich nicht zufrieden  ;D

Mich auch nicht, von daher stehen wir vor der gleichen Herausforderung. Eine weiter gestellte Fruchtfolge und eine hohe Diversität in den Zwischenfruchtmischungen kann die Nachteile einzelner Komponenten auf bestimmte Kulturen in der Fruchtfolge teilweise kompensieren. Solange aber ein Eingriff in den Boden erfolgt, wird es schwierig sein, Antagonisten zu den Pathogenen zu etablieren bzw. ein Gleichgewicht in der Bodenbiologie herzustellen.

Auch wenn ich die positiven Aspekte einer weiten Fruchtfolge gerne nutzen möchte, am Ende muss sich der Anbau verschiedener Kulturen auch finanziell lohnen. Du hast da ja -wenn ich das richtig in Erinnerung habe- Soja und Mais in der Fruchtfolge und damit etwas mehr Spielraum. Wir fahren zwei Fruchtfolgen mit 75 % Wintergetreide und 25 % Raps bzw. Zuckerrüben. Ohne Umstellung der Fruchtfolge wird es schwierig mehr Zwischenfrüchte anzubauen. Für Sommerzwischenfrüchte fehlt mir die (Direktsaat-) Technik.
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Felix

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Re: Senf in der Rapsfruchtfoge
« Antwort #35 am: 10. Januar 2019, 15:16:41 »

In einem Mulchsaatsystem wird das durch den Eingriff in den Boden wohl nicht funktionieren.

Die Aussage stellt mich nicht zufrieden  ;D

Mich auch nicht, von daher stehen wir vor der gleichen Herausforderung. Eine weiter gestellte Fruchtfolge und eine hohe Diversität in den Zwischenfruchtmischungen kann die Nachteile einzelner Komponenten auf bestimmte Kulturen in der Fruchtfolge teilweise kompensieren. Solange aber ein Eingriff in den Boden erfolgt, wird es schwierig sein, Antagonisten zu den Pathogenen zu etablieren bzw. ein Gleichgewicht in der Bodenbiologie herzustellen.

Auch wenn ich die positiven Aspekte einer weiten Fruchtfolge gerne nutzen möchte, am Ende muss sich der Anbau verschiedener Kulturen auch finanziell lohnen. Du hast da ja -wenn ich das richtig in Erinnerung habe- Soja und Mais in der Fruchtfolge und damit etwas mehr Spielraum. Wir fahren zwei Fruchtfolgen mit 75 % Wintergetreide und 25 % Raps bzw. Zuckerrüben. Ohne Umstellung der Fruchtfolge wird es schwierig mehr Zwischenfrüchte anzubauen. Für Sommerzwischenfrüchte fehlt mir die (Direktsaat-) Technik.

Na das ist nun eben die Herausforderung, wie bekomme ich das trotz Bodeneingriff hin?! Und dazu noch mit der entsprechend durch den STandort gegebenen org. Düngung?!

Eine klare FF hab ich nicht unbedingt, auf Leguminose bzw. Blattfrucht folgt eine Halmfrucht.
Mais, W-Raps, W-Weizen, W-Gerste, W-Roggen, als Leguminose Soja und dieses JAhr etwas Erbse zum probieren.
Mehr Einschränkung geht da quasi nicht  ;D

Direkt in die Stoppel drillen kann ich mit einer Köckerling AT, hat bisher gut funktioniert. Alternativ dazu eine Claydon Hybrid, das werd ich diesen Sommer testen. Herausforderung bleibt da nur eben Ausfallgetreide in der Zwischenfrucht.

Sommerzwischenfrucht ist hier die Frage der Drilltechnik im Herbst ... viel Grünzeug mag die Ultima nicht  ;D
Siehe https://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=22392.msg390178#msg390178
(leider sind einige der Bilder n bisschen kaputt  :rolleyes:)
« Letzte Änderung: 10. Januar 2019, 15:20:02 von Felix »
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Re: Senf in der Rapsfruchtfoge
« Antwort #36 am: 10. Januar 2019, 17:05:06 »

Zitat
Eine klare FF hab ich nicht unbedingt, auf Leguminose bzw. Blattfrucht folgt eine Halmfrucht.
Mais, W-Raps, W-Weizen, W-Gerste, W-Roggen, als Leguminose Soja und dieses JAhr etwas Erbse zum probieren.
Mehr Einschränkung geht da quasi nicht  ;D

fehlen noch Kartoffeln und Rüben ;D

Zitat
Direkt in die Stoppel drillen kann ich mit einer Köckerling AT, hat bisher gut funktioniert

Die Idee hatte ich auch, angespornt durch den Airseeder von NobbyNobbs, Horsch CO, AT oder Köckerling Triathlon, war mir zu viel Erdbewegung ind Blick auf´s Ausfallgetreide, versuche es jetzt mit einer Horsch Avatar, erhoffe mir durch die geringe Erdbewegung einen Vorteil für die Zwischenfrucht ...

Mal sehen ob es was bringt
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johndeere820

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Re: Senf in der Rapsfruchtfoge
« Antwort #37 am: 10. Januar 2019, 17:39:43 »

Na das ist nun eben die Herausforderung, wie bekomme ich das trotz Bodeneingriff hin?! Und dazu noch mit der entsprechend durch den STandort gegebenen org. Düngung?!

Organische Düngung soweit möglich in den Bestand. Muss ja keine Hauptkultur sein, geht ja auch auf Zwischenfrüchte. Du machst ja auch Gülle-Strip-Till vor Mais, dabei ist ja der Bodeneingriff ja schon deutlich geringer als bei herkömmlicher Saatbettbereitung im Frühjahr.

Eine klare FF hab ich nicht unbedingt, auf Leguminose bzw. Blattfrucht folgt eine Halmfrucht.
Mais, W-Raps, W-Weizen, W-Gerste, W-Roggen, als Leguminose Soja und dieses JAhr etwas Erbse zum probieren.
Mehr Einschränkung geht da quasi nicht  ;D

Ich weiß nicht, ob ich das als Einschränkung interpretieren möchte. Einerseits schränkt es zwar die Arten in der Zwischenfrucht ein, wenn man mit wenig Komponenten arbeitet. Bei Mischungen mit hoher Diversität ergeben sich andererseits aber wieder interessante Spielräume. Also bspw. Roggen als Zwischenfrucht nach Mais vor Soja, oder Zwischenfrüchte nach Soja bzw. Erbse vor Wintergetreide. Deutlich leichter realisierbar als Winterweizen - Zwischenfrucht - Wintergerste, wie es in der aktuellen Fruchtfolge hier praktiziert werden müsste.

Direkt in die Stoppel drillen kann ich mit einer Köckerling AT, hat bisher gut funktioniert. Alternativ dazu eine Claydon Hybrid, das werd ich diesen Sommer testen. Herausforderung bleibt da nur eben Ausfallgetreide in der Zwischenfrucht.

Sommerzwischenfrucht ist hier die Frage der Drilltechnik im Herbst ... viel Grünzeug mag die Ultima nicht  ;D
Siehe https://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=22392.msg390178#msg390178
(leider sind einige der Bilder n bisschen kaputt  :rolleyes:)

Zinkenmaschinen kommen da irgendwann an ihre Grenzen. Entweder weil sehr viel Boden bewegt wird, oder weil die ZWF nicht so ohne Weiteres durch die Maschine geht. Vielleicht hat die Claydon ja die Schneidscheiben montiert, die sollten ja grundsätzlich weniger Probleme mit Grünzeug haben.
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Felix

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Re: Senf in der Rapsfruchtfoge
« Antwort #38 am: 10. Januar 2019, 18:54:47 »

Na das ist nun eben die Herausforderung, wie bekomme ich das trotz Bodeneingriff hin?! Und dazu noch mit der entsprechend durch den STandort gegebenen org. Düngung?!

Organische Düngung soweit möglich in den Bestand. Muss ja keine Hauptkultur sein, geht ja auch auf Zwischenfrüchte. Du machst ja auch Gülle-Strip-Till vor Mais, dabei ist ja der Bodeneingriff ja schon deutlich geringer als bei herkömmlicher Saatbettbereitung im Frühjahr.


Eben deswegen StripTill, zum einen den Bodeneingriff und die Überfahrten begrenzen und trotzdem den WiDü so effizient einsetzen wie nur möglich. Der einzige Grund für eine Güllegabe in den Bestand wäre die Etablierung, oder der Versuch, einer Untersaat.

Wäre noch eine Möglichkeit für die für die Folge Mais -> Soja. Aktuell steht dort Roggen, mal sehen wie weit der kommt und ob der später Probleme macht.

Eine klare FF hab ich nicht unbedingt, auf Leguminose bzw. Blattfrucht folgt eine Halmfrucht.
Mais, W-Raps, W-Weizen, W-Gerste, W-Roggen, als Leguminose Soja und dieses JAhr etwas Erbse zum probieren.
Mehr Einschränkung geht da quasi nicht  ;D

Ich weiß nicht, ob ich das als Einschränkung interpretieren möchte. Einerseits schränkt es zwar die Arten in der Zwischenfrucht ein, wenn man mit wenig Komponenten arbeitet. Bei Mischungen mit hoher Diversität ergeben sich andererseits aber wieder interessante Spielräume. Also bspw. Roggen als Zwischenfrucht nach Mais vor Soja, oder Zwischenfrüchte nach Soja bzw. Erbse vor Wintergetreide. Deutlich leichter realisierbar als Winterweizen - Zwischenfrucht - Wintergerste, wie es in der aktuellen Fruchtfolge hier praktiziert werden müsste.


Roggen nach Mais zu Mais haben wir jahrelang gemacht ohne Probleme, wenn die Witterung gütig war sogar nur Glypho nach der Saat und kleine Nachbehandlung gegen Kräuter, dann war das Thema Herbizide durch. Untersaat ist leider aufwendig zu etablieren und sehr von der Witterung abhängig. Immerhin dürfen nun auch Mischungen mit Klee genutzt werden. Ist mMn eine gute Alternative das Greening zu erfüllen - wenn was vernünftiges draus wird. Erbsen Direkt in sowas zu drillen sehe ich als unkompliziert an, nur wie eben ist der Acker danach für einen tiefen Drusch? Ähnlich bei Soja.

Die flexible FF hat da aus meiner Sicht auch einige Vorteile, ich hab kein festgefahrenes System. Der Raps macht sich auf den jungfräulichen Böden super, wenig Problemunkräuter, Ich bekomme das selbst gemachte AFU Problem besser in den Griff und die Maismüden Flächen sehen nun eher mal einen Roggen oder auch eine Leguminose.

Direkt in die Stoppel drillen kann ich mit einer Köckerling AT, hat bisher gut funktioniert. Alternativ dazu eine Claydon Hybrid, das werd ich diesen Sommer testen. Herausforderung bleibt da nur eben Ausfallgetreide in der Zwischenfrucht.

Sommerzwischenfrucht ist hier die Frage der Drilltechnik im Herbst ... viel Grünzeug mag die Ultima nicht  ;D
Siehe https://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=22392.msg390178#msg390178
(leider sind einige der Bilder n bisschen kaputt  :rolleyes:)

Zinkenmaschinen kommen da irgendwann an ihre Grenzen. Entweder weil sehr viel Boden bewegt wird, oder weil die ZWF nicht so ohne Weiteres durch die Maschine geht. Vielleicht hat die Claydon ja die Schneidscheiben montiert, die sollten ja grundsätzlich weniger Probleme mit Grünzeug haben.

Ne hat die nicht, ist eine 4m Anbau Maschine. Versuch mach klug  ;D
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