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Autor Thema: Winterweizen 2019  (Gelesen 86675 mal)

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Thomas

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #390 am: 11. Juni 2019, 11:23:15 »

Der Ambello wird als Winterhart beworben. Wie er eingestuft ist hab ich auf die schnelle nicht rausgefunden. Hab den erstmalig im Anbau, ich denke das könnte hier ganz gut passen.

Hattet ihr einen Winter? Wir nicht...
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agri

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #391 am: 11. Juni 2019, 13:02:18 »

Wir müssen hier auch darauf achten, dass der Weizen nicht zu viel Blattmasse entwickelt und er dann bei Trockenheit und anhaltenden Hitze nicht zu viel Wasser verdunstet, die dann für die Kornfüllung fehlt.

Der Rubisko hat sich hier bestens bewährt, auch wenn er (noch) nicht allzu verbreitet ist. Aber wer einmal diese frühen Grannenweizen angebaut hat (Ambello, Rubisko, RGT Sacramento), bleibt auch dabei - und sei es auch nur auf den flachgründigen Böden mit schlechterer nFK. Die Flächen, die mit diesen frühreifen französischen Grannenweizen bestellt sind, werden von Jahr zu Jahr mehr.
Du hast auf jeden Fall deutlich weniger Schmachtkörner und Sortierabgang mit diesen Sorten, und sie dreschen sich sehr leicht.


Den Trend zu frühen französischen Grannenweizen hatten wir hier vor Jahren auch massiv. Ein kalter Winter hat dem Ganzen dann doich wieder massiv den Wind aus den Segeln genommen.

ehm ehm Raider , kann das sein das du beim Zitieren den Autor verwechselt hast , auf jeden Fall hat dein zitierter Bericht Desperado geschrieben !!

Ja die winterhärte bei den begrannten , Rubisko ist da schon eine andere Hausnummer als ambelo aber auch der hat hier so einiges überstanden , hatte aber selbst noch nie Begrannte im Anbau .

Vielleicht mal nach Tekno schauen .
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Raider

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #392 am: 11. Juni 2019, 13:52:23 »

Wir müssen hier auch darauf achten, dass der Weizen nicht zu viel Blattmasse entwickelt und er dann bei Trockenheit und anhaltenden Hitze nicht zu viel Wasser verdunstet, die dann für die Kornfüllung fehlt.

Der Rubisko hat sich hier bestens bewährt, auch wenn er (noch) nicht allzu verbreitet ist. Aber wer einmal diese frühen Grannenweizen angebaut hat (Ambello, Rubisko, RGT Sacramento), bleibt auch dabei - und sei es auch nur auf den flachgründigen Böden mit schlechterer nFK. Die Flächen, die mit diesen frühreifen französischen Grannenweizen bestellt sind, werden von Jahr zu Jahr mehr.
Du hast auf jeden Fall deutlich weniger Schmachtkörner und Sortierabgang mit diesen Sorten, und sie dreschen sich sehr leicht.


Den Trend zu frühen französischen Grannenweizen hatten wir hier vor Jahren auch massiv. Ein kalter Winter hat dem Ganzen dann doich wieder massiv den Wind aus den Segeln genommen.

ehm ehm Raider , kann das sein das du beim Zitieren den Autor verwechselt hast , auf jeden Fall hat dein zitierter Bericht Desperado geschrieben !!

Ja die winterhärte bei den begrannten , Rubisko ist da schon eine andere Hausnummer als ambelo aber auch der hat hier so einiges überstanden , hatte aber selbst noch nie Begrannte im Anbau .

Vielleicht mal nach Tekno schauen .

oh ja. Sorry. Hatte Probleme mit der Zitierfunktion und habs dann rein kopiert. Sorry!


Ich glaube die Sorte Grannenweize die damals bei uns hektarweise über die Wupper ging war Premio.

Ich habe in diesem Jahr Rubisko mit im Anbau. Nachdem er im Frühjahr etwas mager aussah, ist er mittlerweile ganz ordentlich. Ich hoffe nur, dass er evtl. über das TKG noch etwas Ertrag machen kann. Kornzahl je Ähre und Bestandsdichte sind eher schwach
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Desperado

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #393 am: 11. Juni 2019, 15:21:26 »

Wir müssen hier auch darauf achten, dass der Weizen nicht zu viel Blattmasse entwickelt und er dann bei Trockenheit und anhaltenden Hitze nicht zu viel Wasser verdunstet, die dann für die Kornfüllung fehlt.

Der Rubisko hat sich hier bestens bewährt, auch wenn er (noch) nicht allzu verbreitet ist. Aber wer einmal diese frühen Grannenweizen angebaut hat (Ambello, Rubisko, RGT Sacramento), bleibt auch dabei - und sei es auch nur auf den flachgründigen Böden mit schlechterer nFK. Die Flächen, die mit diesen frühreifen französischen Grannenweizen bestellt sind, werden von Jahr zu Jahr mehr.
Du hast auf jeden Fall deutlich weniger Schmachtkörner und Sortierabgang mit diesen Sorten, und sie dreschen sich sehr leicht.


Den Trend zu frühen französischen Grannenweizen hatten wir hier vor Jahren auch massiv. Ein kalter Winter hat dem Ganzen dann doich wieder massiv den Wind aus den Segeln genommen.

ehm ehm Raider , kann das sein das du beim Zitieren den Autor verwechselt hast , auf jeden Fall hat dein zitierter Bericht Desperado geschrieben !!

Ja die winterhärte bei den begrannten , Rubisko ist da schon eine andere Hausnummer als ambelo aber auch der hat hier so einiges überstanden , hatte aber selbst noch nie Begrannte im Anbau .

Vielleicht mal nach Tekno schauen .


Rubisko liegt bezüglich Winterhärte nur auf dem Niveau zweizeiliger Wintergersten bzw. auf dem der Sorten Limes und Sophytra, falls die noch einer kennt. Da dürfte der Ambello etwas besser sein. Allerdings hab ich den Rubisko die letzten beiden Jahre immer nur als Stoppelweizen auf den flachgründigen Böden angebaut. Da muss man bei der Winterhärte immer ein paar Abstriche machen, weil die Durchwurzelung normalerweise schwächer ist als bei einem Rapsweizen.
Wenn man die Sorte mit etwas Stickstoff und Schwefel puscht, wächst die aber doch recht gut zu.

Letzten Winter (17/18) hatten wir in der Spitze -16°C mit nur minimaler Schneedecke (Blattspitzen haben oben rausgeschaut), was aber alle Kulturen mehr oder weniger gut überstanden haben. Der Winter 2011/12 ist uns aber noch allen gut in Erinnerung. Und dennoch müssen wir unser Hauptaugenmerk auf Trockentoleranz, Kornausbildung und Frühreife legen - zumindest auf den schwächeren Böden mit schlechterer Feldkapazität. Und da spielen die Grannenweizen ihre volle Stärke aus.
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Fox!

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #394 am: 12. Juni 2019, 11:21:24 »

Winterweizen Reform auf 80 BP. Nächstes Jahr kommen hier nur noch Einzelährentypen her. Der Nordkap sieht wenigstens noch ein bisschen besser aus.
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Markus

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #395 am: 12. Juni 2019, 12:14:23 »

Winterweizen Reform auf 80 BP. Nächstes Jahr kommen hier nur noch Einzelährentypen her. Der Nordkap sieht wenigstens noch ein bisschen besser aus.
Ich weiss aus 2017 wie traurig so was aussieht. Aber ich weiss seitdem auch dass man jetzt keine Sortenentscheidungen treffen soll/kann.
Hab damals das gleiche über Reform gesagt und ihn nach den Ernteergebnissen wieder ausgesäät. Hatte genauso viel Ertrag wie Rubisko und Nordkap. Aber letztes Jahr hat Nordkap unter normalen Bedingunen schon versagt.......
Beim Reform erntet man wenigstens immer eine vermarktungsfähige Qualität (HL, Schmachtkorn etc), was man von anderen Sorten nicht behaupten kann.

Gruß
Markus
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sten

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #396 am: 12. Juni 2019, 13:04:33 »

ja, so sehe ich das auch, Reform hat mich eigentlich nur mit der Standfestigkeit geärgert, erträglich war der zumindest nie unter durchschnitt.
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dirkk

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #397 am: 12. Juni 2019, 13:14:34 »

Zitat
Reform hat mich eigentlich nur mit der Standfestigkeit geärgert, erträglich war der zumindest nie unter Durchschnitt.
So war es bei mir auch immer so .

Zum Bild : So sah gestern bei mir der Rübenweizen und Weizen auf BP<40 auch noch aus . Heut nacht hat mich das Regenglück ereilt und es gab je nach Standort 19 -22 mm . Nichtsdestotrotz sind beim Weizen und Gerste Ertragsschäden schon unumkehrbar gesetzt . Die Sommerungen freuen sich .......

Gruss
dirkk
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Fox!

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #398 am: 12. Juni 2019, 13:43:25 »

Die Sommerungen freuen sich .......

Ja, der Regen der jetzt noch fällt hilft bei uns nur noch dem Mais. Triticale kommt am WE ab und beim Weizen ist wohl nix mehr zu retten.
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Raider

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #399 am: 12. Juni 2019, 14:52:33 »

Die Sommerungen freuen sich .......

Ja, der Regen der jetzt noch fällt hilft bei uns nur noch dem Mais. Triticale kommt am WE ab und beim Weizen ist wohl nix mehr zu retten.

Das ist schon heftig welche extreme es doch in unserem kleinen Land gibt.

Witterungsmäßig gibt es bei uns kaum was zu meckern. Evtl. etwas zu lange kalt, aber ansonsten alles ordentlich
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Uwe

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #400 am: 16. Juni 2019, 12:17:50 »

Sonst gibts hier immer eine ordentliche Frühjahrstrockenheit.
Dieses Jahr gab es zwischen Mitte und Ende Mai aber 100mm.
Am Freitag kamen dann nochmal 70mm mit Sturm und Hagel obendrauf ... da sind dann 0.8l CCC eindeutig zu wenig gewesen.

Man lerne:

Mitte April ... Mitte Mai : 0mm -> Verhalten kürzen
Mitte Mai ... Mitte Juni : 180mm -> Lager

 >:(
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Gameorg

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #401 am: 16. Juni 2019, 12:52:11 »

Sonst gibts hier immer eine ordentliche Frühjahrstrockenheit.
Dieses Jahr gab es zwischen Mitte und Ende Mai aber 100mm.
Am Freitag kamen dann nochmal 70mm mit Sturm und Hagel obendrauf ... da sind dann 0.8l CCC eindeutig zu wenig gewesen.

Man lerne:

Mitte April ... Mitte Mai : 0mm -> Verhalten kürzen
Mitte Mai ... Mitte Juni : 180mm -> Lager

 >:(

Ja, absolut überraschend heuer, dass die Bestände dann noch so in die Höhe gegangen sind. Wir haben auch verhalten gekürzt in der Trockenheit und jetzt ist Dinkel auch auf 1,2M, Weizen bei 1M absolut grenzwertig. Ich würd sagen der is mindestens so hoch wie deiner. Bei mir steht trotz starkem Wind vor 2-3 Wochen noch alles, nur Raps hat sich auf die Seite und vereinzelt niedergelegt. Bei uns ist es hald schon staubtrocken, aber einen Sturm muss es jetzt nicht mehr bringen ;).

Was lerne ich daraus? Bei Trockenheit die Maßnahme nach hinten zu verschieben und bei Bedarf zu reagieren.


Hier ein paar Bilder von meinen Beständen:

Zuerst dachte ich wegen der weißen Flecken im Feld dass beim Fungizid was nicht geklappt hat, aber bei genauerem Hinsehen ist das denke ich einfach Ausdruck der Trockenheit, oder wie seht ihr das? In den Spuren sind schon 5CM breite Risse im Boden. Nach 2 Wochen 30-35° sind die Bestände absolut am Ende. Vorallem die Kolbenweizen.





Die obersten Kornreihen sind teilweise leer. Der rechte Kolben ist von nem Nachbarschlag. Die Grannenweizen bedecken den Boden besser und sehen momentan noch besser aus.
Genius hat heuer generell über die ganze Saison Trockenschäden gezeigt, Stressflecken auf den Pflanzen, reduzierte Triebe und jetzt bei der Korneinlagerung.
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granola

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #402 am: 17. Juni 2019, 09:00:01 »

Die Bilder sind heute schon wieder 10 Tage alt, mittlerweile haben hier die meisten Winterweizen durchgeblüht und Sommerweizen kommt auch mit der Ähre. Wir hatten Glück, immer mal wieder ordentliche Niederschläge. Was man beim Weizen sieht sind Spitzenverbrennungen durch Stress, Fungizide, Harnstoff und dergleichen und Je nach Insektizideinsatz Fensterfraß der Hähnchen in mäßigem Ausmaß. Blattläuse findet man auch, aber nicht in dramatischer Menge. Zur Zeit profitieren wir davon eher eine feucht-kühle Region zu sein beim Thema Wasser für die Ertragsbildung und Blatlausbefall, andererseits scheinen die Blatnässe-Perioden durch den eher schuttartigen Regen so kurz gewesen zu sein das der Pilzdruck sich in Grenzen hält.
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Tim

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #403 am: 17. Juni 2019, 13:59:28 »

@gameorg

Irgendwelche krabbelviecher drin? Mal den Halm aufgeschnitten?
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Gameorg

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #404 am: 17. Juni 2019, 14:30:57 »

@gameorg

Irgendwelche krabbelviecher drin? Mal den Halm aufgeschnitten?

Bin mittlerweile ziemlich sicher dass es nur Trockenheit ist. Das Bild zieht sich durch die ganze Region mittlerweile.
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