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Autor Thema: Winterweizen 2019  (Gelesen 86703 mal)

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Fox!

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #330 am: 23. Mai 2019, 07:11:03 »

Schau Dir mal den Chaplin (DSV/Secobra) an!
Der wurde kürzlich vom BSA von A auf E hochgestuft, ist gesund und drischt deutlich besser. Durch die Hochstufung darfst Du zur Qualitätssicherung auch etwas mehr Stickstoff düngen.

Danke für den Tipp. Der ist mir irgendwann auch schon mal ins Auge gefallen, in den LSV Berichten steht allerdings noch sehr wenig darüber drin. Aber auf einer kleineren Fläche sicherlich mal ne Überlegung wert.
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juliusjr

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #331 am: 23. Mai 2019, 07:20:43 »

Warum teilt man eigentlich beim e-weizen oft die letzte Gabe in eine Ertragsgabe in ec37 bis 39 und eine spätere Gabe. Wäre die ganze Menge in ec 39 wegen der Standfestigkeit oder Ährenknicken problematisch?

Man erhofft sich einen höheren Rohproteingehalt.

Wenn ich den stickstoff früh streue is er ja nicht verloren, sondern wird noch eher aufgenommmen. Müsste doch beim Eiweiß somit keinen Unterschied machen?
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ct

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #332 am: 23. Mai 2019, 07:56:51 »

Wenn ich den stickstoff früh streue is er ja nicht verloren, sondern wird noch eher aufgenommmen. Müsste doch beim Eiweiß somit keinen Unterschied machen?

Der Stickstoff fördert ,vereinfacht gesagt, immer die zum aktuellen Zeitpunkt stattfindende Pflanzenentwicklung
-> frühe Gaben vegetative Entwicklung (z.B. Bestockung, Blattmasse,etc.)
-> EC39 Ertragsanlagen
und später als EC39/49 kann der Weizen den Stickstoff nur noch in höhere Proteingehalte "einbauen", weil die restliche Pflanzenentwicklung bereits größtenteils (evtl. noch TKG) abgeschlossen ist, bzw. keine Förderung mehr bewirkt.
Kleine Gaben aufgelösten Harnstoff in die Blütenspritzung / Abschlußanwendung pushen den Proteingehalt aber auch etwas

Edit: Zum aktuellen Zeitpunkt ist hier der Boden nun sehr feucht (>50mm Regen) und wärmere Tage folgen nun, da erwarte ich nun einen gehörigen Schub Mineralisation. Die ist im letzten Jahr durch die Trockenheit quasi ausgeblieben
« Letzte Änderung: 23. Mai 2019, 08:01:51 von ct »
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Gruß ct

Uwe

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #333 am: 23. Mai 2019, 07:59:25 »

Also erstmal hat Priaxor eine ganz andere Wirkungsdauer als die Azole.
Weiterhin liest man doch immer, dass man die Carboxamide mit Azolen in ihrer Wirkung unterstützen soll, damit es nicht so schnell zu Resistenzen kommt. (Wie bei den Strobilurinen geschehen ... viel Soloeinsatz und schnelle Resistenz)

Prochloraz  - untertützt gegen Septoria, Halmbruch und Co
Tebu & Epoxi - unterstützt gegen Roste
Prothio, Propi & Difeno - unterstützt gegen Septoria bzw. DTR

Epoxiconazol habe ich schon zu T1 gespritzt.
Prothioconazol wollte ich dieses und nächstes Jahr mal etwas schonen, da die anderen Azole wohl bald verschwinden
Prochloraz setzen ich sehr häufig zu T1 ein und wollte deshalb dieses Jahr mal aussetzen.
Tebuconazol wird (ja, wegen dem Preis) leider auch häufig bei mir eingesetzt.
Es bleiben also Propiconazol und Difenoconazol, welche aber wenig Rostwirkung haben und deshalb doch wieder etwas mit Tebuconazol unterstützt werden müssen.

Würdet ihr Priaxor (quasi) solo einsetzen? Da habe ich echte Bauchschmerzen!
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charlie

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #334 am: 23. Mai 2019, 08:02:27 »

Warum teilt man eigentlich beim e-weizen oft die letzte Gabe in eine Ertragsgabe in ec37 bis 39 und eine spätere Gabe. Wäre die ganze Menge in ec 39 wegen der Standfestigkeit oder Ährenknicken problematisch?

Man erhofft sich einen höheren Rohproteingehalt.

Wenn ich den stickstoff früh streue is er ja nicht verloren, sondern wird noch eher aufgenommmen. Müsste doch beim Eiweiß somit keinen Unterschied machen?

Der Weizen verwendet aber je nach Entwicklungsstand den angebotenen Stickstoff unterschiedlich.
Während „frühe“ Spätgaben zu EC39 eher die Stärkesynthese fördern, liegt der Schwerpunkt bei späteren N-Gaben ab EC59 eher auf der Proteinsynthese.
Erschwerend kommt natürlich bei den späten Gaben die Lösung des Düngers und eben die Aufnahme über die Wurzel hinzu, es muss also Feuchtigkeit zur Verfügung stehen.
Oft ist Weizen ab der Blüte nur noch in der Lage 20kg N aufzunehmen, die Effizienz einer Düngung sinkt also. Als wir noch in größerem Umfang Akteur angebaut haben, sind wir aus diesem Grund dazu übergegangen statt 40N kurz vor der Blüte zu streuen nur 20N in aufgelöster Harnstoffform zu spritzen um die Gesamtdüngeeffizienz zu steigern.

Hier mal eine entsprechende Untersuchung und Auswertung der Saaten Union aus dem Jahr 2010
https://www.praxisnah.de/index.cfm/article/5492.html

Jahreseffekte sind dabei natürlich immer zu beachten.
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Gruß

Charlie

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nofear

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #335 am: 23. Mai 2019, 08:09:20 »

Die späten Gaben (3. Gabe bei E-Weizen z.B. ) funktionieren aber nur dann zuverlässig, wenn im entsprechenden Stadium und zur Abreife entsprechend Strahlung und Temperatur vorhanden ist.

Akteur funktionierte hier in 4 von 5 Jahren nicht zuverlässig. Und das nicht nur bei mir.
Wir sind einfach keine Gegend für E-Weizen.
Deshalb gibt's hier nur "Futtermassenweizen" mit 2 N-Gaben, zumal der Handel auch höhere Eiweißgehalte nie honoriert hat(teilweise auch mangels Kapazität an unterschieldichen Chargen)... 
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juliusjr

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #336 am: 23. Mai 2019, 08:23:18 »

Danke charlie und nofear für eure Erfahrungen und den interessanten Link.
Ja so ne e-weizen produktion kann wenn die witterung nicht passt, nicht so toll für die Düngebilanz sein....
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Desperado

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #337 am: 23. Mai 2019, 11:28:14 »

Also erstmal hat Priaxor eine ganz andere Wirkungsdauer als die Azole.
Weiterhin liest man doch immer, dass man die Carboxamide mit Azolen in ihrer Wirkung unterstützen soll, damit es nicht so schnell zu Resistenzen kommt. (Wie bei den Strobilurinen geschehen ... viel Soloeinsatz und schnelle Resistenz)

Prochloraz  - untertützt gegen Septoria, Halmbruch und Co
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Epoxiconazol habe ich schon zu T1 gespritzt.
Prothioconazol wollte ich dieses und nächstes Jahr mal etwas schonen, da die anderen Azole wohl bald verschwinden
Prochloraz setzen ich sehr häufig zu T1 ein und wollte deshalb dieses Jahr mal aussetzen.
Tebuconazol wird (ja, wegen dem Preis) leider auch häufig bei mir eingesetzt.
Es bleiben also Propiconazol und Difenoconazol, welche aber wenig Rostwirkung haben und deshalb doch wieder etwas mit Tebuconazol unterstützt werden müssen.

Würdet ihr Priaxor (quasi) solo einsetzen? Da habe ich echte Bauchschmerzen!


Priaxor ist natürlich interessant mit dem sehr guten Carboxamid aus dem Adexar und dem ebenfalls sehr guten Strobilurin aus dem Ceriax. Solo würde ich das Mittel aber dennoch nicht einsetzen, auch wenn es keine Kreuzresistenz zwischen Carboxamiden und Strobilurinen gibt. Da gehört einfach noch ein Triazol dazu.

Ne vernünftige Mischung wäre z.B. 1l Priaxor (sofern es das Mittel überhaupt solo zu kaufen gibt) und dazu noch 0,7l von nem billigen (aber guten) Tebuconazol.
Wenn es das Priaxor nur zusammen mit Osiris gibt, würde ich den Pack trennen und mir das Osiris für ne evtl. spätere Ährenbehandlung aufheben.
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NobbyNobbs

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #338 am: 23. Mai 2019, 11:38:32 »

auch wenn es keine Kreuzresistenz zwischen Carboxamiden und Strobilurinen gibt. Da gehört einfach noch ein Triazol dazu.

Beide wirken in den Mitochondrien, ich würde das nicht so laut sagen...
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Ich mach's einfach mal!

Maddin55

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #339 am: 26. Mai 2019, 15:46:36 »

Hallo...gestern bei der Fahnenblattbehandlung ist mir bei einem Schlag aufgefallen, das teilweise viele Gräser im Bestand sind... Hab Mal Fotos gemacht, sind leider nicht so gut geworden...bin der Meinung das ist Windhalm, kann das jemand bestätigen/wiederlegen?
Blattöhrchen sind keine vorhanden, das Blatthäutchen ist ziemlich regelmäßig eingeschnitten.
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Kastanie

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #340 am: 26. Mai 2019, 16:46:56 »

Ich tippe auf (gemeine) Rispe.
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guest176

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #341 am: 26. Mai 2019, 18:53:25 »

Ich tippe auf (gemeine) Rispe.

niemals rispe !
flughafer ?
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dirkk

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #342 am: 26. Mai 2019, 19:37:07 »

Wenn das schön ab und zu aus dem Getreide raus schaut und dem zweiten Bild nach : Flughafer !

gruss
dirkk
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kronawirt78

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #343 am: 26. Mai 2019, 19:51:47 »

Um die Palette zu vervollständigen, meiner Meinung nach ist das Ackerfuchsschwanz
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Rhoihesse

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #344 am: 26. Mai 2019, 20:05:09 »

Ich würde auch meinen das ist flughafer. Außerdem sollte Rispe und ackerfuchsschwanz schon voll ausgebildet sein. Zumindest bei mir. Zum Anfang Ährenschieben ist die Rispe voll ausgeprägt. Der flughafer aber nicht.
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