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Autor Thema: Stalldesinfektion mit branntkalk.. Erfahrungen und Vorgehensweise?  (Gelesen 3103 mal)

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Josef

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Re: Stalldesinfektion mit branntkalk.. Erfahrungen und Vorgehensweise?
« Antwort #15 am: 14. August 2019, 19:22:26 »

Also ich würde mein Glück erst einmal mit Natronlauge auf dem Boden versuchen!
( nach 30 Minuten wieder abspülen )
Dann spezielle Desinfektion ( mir fehlt leider gerade der Mittelname )!

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Gufera

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Re: Stalldesinfektion mit branntkalk.. Erfahrungen und Vorgehensweise?
« Antwort #16 am: 14. August 2019, 19:36:19 »

Wir mussten unsere Kälberbuchten eine Zeit lang mit Neopredisan 135-1 desinfiziert.
Hat eine gute Wirkung gegen Kokzidien, riecht aber nicht besonders angenehm.  :-X

https://www.vital-ag.ch/de/produkt/neopredisan-135-1
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Gallus gallus!

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Re: Stalldesinfektion mit branntkalk.. Erfahrungen und Vorgehensweise?
« Antwort #17 am: 15. August 2019, 07:23:46 »

Moin,

Mit so einer Spritze hast du schon ordentlich Leistung. Für so einen 40.000er Hähnchenstall würde ich einen halben Tag Arbeit ansetzen. Aufwandmenge? Keine Ahnung. Das Zeug ist doch aber auch recht günstig.

Ich werde mir mal eine Weisselspritze ausleihen und schauen, ob es etwas bringt. Falls ja, muss aber eine andere Lösung her. Ich dachte da an eine Lösung aus hydraulisch angetriebenem Kompressor, Drucktank und Gestänge. Vielleicht würde eine alte PSM Spritze auch gehen. Aber ich bezweifle, dass die das lange durchhält.

@ Gallus gallus,

mal von Anfang an:

Was meinte der Tierarzt; ungelöschten Kalk in Stall ausbringen oder gelöschten Kalk mit der Weißelspritze zu versprühen?

Zu ersterem habe ich keine Erfahrung; es wird eine Schei*arbeit werden und auch nicht ganz ungefährlich sein...

Zu zweitererm; den Stall mit einer Weißelspritze zu kalken war/ist bei uns immer noch üblich.
Die Zeitangabe von wollomo halte ich allenfalls für einen einfachen Durchgang für realistisch; das muß auch trocknen und das kann die Kalkmilch gut auf Mauerwerk aber weniger gut auf nicht saugenden Baustoffen.
Dann muß die Feuchte auch wieder raus und das dauert ein bisserl...

Material:
Würde unser (dato leerstehender) Stall geweißelt, würde ich CAO (in jetzt 25 kg Säcken) kaufen (Bestellware, da ich offenbar der einzige bin der das noch will), den selbst löschen (oder ablassen in die Kalkwannen, wie man bei uns so sagt) und den Sumpfkalk nach einer gewissen Karrenzzeit von mindestens einer Woche verweißeln.

Gelöschter Kalk aus dem Baustoffhandel ist einfacher in der Anwendung; aus dem Sack raus angerührt und in die Weißelspritze.

Gleiche Wirkung - ???

Kalk ist auf alle Fällle eins der natürlichsten Desinfektionsmittel - probiers aus!!!

Es geht hier um Kalkhydrat / Weisselkalk. Ziel ist einerseits, durch die desinfizierende Wirkung Keime zu hemmen, andererseits aber auch, die Poren zu schließen und einen dünnen Film auf die Oberfläche (Beton) zu legen. Dadurch erhoffe ich mir, dass die Küken keinen Kontakt mehr zu den Oozysten haben und keine Kokzidiose bekommen. Ob da eine einmalige Anwendung reicht, muss ich rausfinden.

Also ich würde mein Glück erst einmal mit Natronlauge auf dem Boden versuchen!
( nach 30 Minuten wieder abspülen )
Dann spezielle Desinfektion ( mir fehlt leider gerade der Mittelname )!
Natronlauge behalte ich mal im Hinterkopf. Spezielle Desinfektion habe ich inzwischen zwei Mal gemacht; ohne Erfolg.
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Gallus gallus!

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Re: Stalldesinfektion mit branntkalk.. Erfahrungen und Vorgehensweise?
« Antwort #18 am: 15. August 2019, 07:29:53 »

Haben vor 30 Jahren mal Branttkalk ausgebracht und dann Schwefelsaueren Ammoniak, mag helfen aber nie wieder.

Heute gibt es eigentlich Kozidienwirksame Desinfektionmittel ( Siehe DVG Liste) , ansonsten für den Fussboden beim waschen zusätzlich Natronperlen bzw. Natronlauge und natürlich gut waschen.
Wechsel der Kozidiostatika im Futter. Eventuell bei hohem Druck Maxiban bis Vorfangen .

Ein alter Tierarzt sagte mal zur mir Kozidien gehören zum Hähnchen , es gibt keine Mittel die sie ganz weghalten können.
 Tiere mit guter Kondtion und guten Haltungsbedingungen ( Klima etc.) setzten sich 3-4 Tage damit auseinander und das muss es dann gewesen sein.

Wann beginnen die Probleme ?    Chlor ins Wasser soll auch etwas helfen

In Sachen Desinfektion habe ich bereits zwei Mal mit Mitteln auf Basis von Chlor-Kresol gearbeitet; leider ohen Erfolg.
Kokzidiostatika habe normalerweise erst Maxiban, später Monensin. Maxiban bis zum Vorgriff habe ich auch schon ein paar Mal gemacht. An chemsichen Kokzidiostatika hatte ich in den letzten zwei Jahren Rubi-irgendwas und Deccox.
Das Problem ist, dass die Tiere für ca. sechs Tage weniger fressen. Es beginnt meistens an Tag 20, manchmal auch an Tag 19 oder 21. Die Futteraufnahme nimmt um bis zu 30 % ab.
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peppo

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Re: Stalldesinfektion mit branntkalk.. Erfahrungen und Vorgehensweise?
« Antwort #19 am: 19. August 2019, 12:08:59 »

Ich bin mir zwar nicht sicher ob die gleiche Wirkung erzielst bezüglich Desinfektion, aber wir verwenden zum Weißeln der Decken im Altstall immer Sumpfkalk. Lässt sich super verarbeiten, da er bereits feucht ist und so zum Ausbringen mit der Spritze nur noch mit Wasser verdünnt werden muss. Von den Kosten her ist er auch mehr als überschaubar, so ein 25 kg Eimer liegt irgendwo im Bereich von 10 bis 15 Euro.

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