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Autor Thema: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?  (Gelesen 71466 mal)

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Uwe

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #360 am: 22. Dezember 2020, 21:54:25 »

Da bin ich mir nicht so sicher...
...man munkelt was von Major Warming und Polarwirbelsplit.
Das könnte für Winter sprechen!
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flo

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #361 am: 23. Dezember 2020, 08:37:31 »

Hallo,

anbei ein Bild von meinem gewalzten Weizen. Bio Direktsaat mit Väderstad Rapid in Zf Camena Dominanzgemenge. Gewalzt am 21.11 morgens bei -4 C. Bisher die einzige Frostnacht hier. Für eine schwere Cambridge wars zuwenig Frost, daher habe ich den kleinen Schlepper mit dem Köckerling Allrounder genommen. Den Oberlenker ganz lang sodass er nur auf der Flachsabwalze lief.

Links sieht man einen Streifen der nicht abgefahren wurde.
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dirkk

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #362 am: 23. Dezember 2020, 08:48:59 »

Das sieht schon sehr ordentlich aus ........

Ich will auch irgendwann noch meine Zwischenfrüchte walzen . Aber bisher hat es so wenig geregnet ( im Dezember auch nur 10 mm Summe nach 7 im November ) , daß nach wenigen Tagen ohne Regen ein Walzen fast auf offenem Boden möglich ist bzw. leichter Frost schon reicht , um mit einer Cambridge die Zwischenfrüchte zu schröpfen , damit den Mäusen die Nahrung und Deckung entzogen wird . Leichter Frost wäre mir lieber , damit die Knickwirkung bei den Stengeln deutlich stärker wird .

gruss
dirkk
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extra-wurst

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #363 am: 31. Dezember 2020, 12:41:12 »

Einen Tag vor Weihnachten Schwarzkittel gestört.
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muh

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #364 am: 31. Dezember 2020, 19:45:30 »

Sieht gut aus, wieviel % des Aufwuchses ist wieder aufgestanden bis jetzt?
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extra-wurst

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #365 am: 31. Dezember 2020, 19:53:11 »

0%    Ist ja aber auch nur Senf
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BNT

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #366 am: 01. Januar 2021, 09:04:39 »

Ein gutes neues Jahr euch allen!

Einige werden sagen: Das ist ja nur Senf, der kann nix. Aber ich wäre froh, wenn ich nach jeder Zwischenfrucht so viel Masse und stabile C-Verbindungen auf dem Acker hätte.
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extra-wurst

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #367 am: 01. Januar 2021, 15:17:24 »

Foto von heute morgen - bisher noch kein Frost.
Das zweite Bild zeigt gewalzte N-Fix Mischung. Im Saatgut war vielleicht ein Eimer Restsenf. Von dem konnte ich nicht einen Stengel umlegen - zu dick geworden durch Einzelstellung.
« Letzte Änderung: 01. Januar 2021, 15:25:23 von extra-wurst »
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Thomas

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #368 am: 01. Januar 2021, 16:07:41 »

Hier war schon genug Frost, dass das fast alles platt ist. War knapp hüfthoch.
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Stanky

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #369 am: 01. Januar 2021, 19:43:56 »

Moin,
guck an, da war's bei Euch kälter, meine Phacelia zeigt sich noch völlig unbeeindruckt. Na ja, du hast ja auch kontinetaleres klima als ich. ;D
Gruß
Frank
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greenlife

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #370 am: 01. Januar 2021, 19:46:21 »

Einen Tag vor Weihnachten Schwarzkittel gestört.

Das sieht gut aus.

Wie ist das im Frühjahr zur Bodenbearbeitung?
Kann man das mit einem Grubber dann ohne Probleme bearbeiten, weill alles sich zersetzt hat bzw. brüchig ist?
..oder muss da eine scheibenegge vorher drüber?

Ich vermute hier folgt Mais?
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Thomas

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #371 am: 02. Januar 2021, 05:19:51 »

Einen Tag vor Weihnachten Schwarzkittel gestört.

Das sieht gut aus.

Wie ist das im Frühjahr zur Bodenbearbeitung?
Kann man das mit einem Grubber dann ohne Probleme bearbeiten, weill alles sich zersetzt hat bzw. brüchig ist?
..oder muss da eine scheibenegge vorher drüber?

Ich vermute hier folgt Mais?

Im letzten Jahr hatte ich eine Fläche nur mit dem Grubber bearbeitet (nachfolgend Kartoffeln), das hat funktioniert. Fand ich aber nicht ganz optimal. die benachbarte Fläche (nachfolgend Mais) hatte ich mit der Kurzscheibenegge vorgearbeitet und dann mit dem Grubber. Hat mir deutlich besser gefallen.

Am Ende waren beide Bestände sehr gut gelungen und das organische Material vollständig zerbröselt.

Gruß
Thomas
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Fox!

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #372 am: 02. Januar 2021, 08:49:16 »

Die Bilder sind 12 Tage nach Messerwalzeneinsatz entstanden.

Heute wollte ich eig. mal einen Grosskampftag beim ZF walzen einlegen. Sämtliche Wetterberichte haben jetzt eine Woche lang für heute Dauerfrost gemeldet. Nach Blick aufs Thermometer heute früh um 5 hab ich mich wieder ins Bett gelegt...  :rolleyes:

Das walzen bei Frost geht super, nur fehlen mir halt die Frosttage.
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Thomas

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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #373 am: 02. Januar 2021, 09:11:55 »

Moin,
guck an, da war's bei Euch kälter, meine Phacelia zeigt sich noch völlig unbeeindruckt. Na ja, du hast ja auch kontinetaleres klima als ich. ;D
Gruß
Frank

Moin Frank,

hier zieht die Kälte von den großen Moor- und Wasserflächen rein. Das ist dann immer mal 1 bis 2 Grad kälter als im Rest oder im Dorf (5km) selbst.

Gruß
Thomas
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Re: ZF bei Frost walzen - Warum macht man sowas?
« Antwort #374 am: 02. Januar 2021, 18:11:34 »


Wie ist das im Frühjahr zur Bodenbearbeitung?
Kann man das mit einem Grubber dann ohne Probleme bearbeiten, weill alles sich zersetzt hat bzw. brüchig ist?
..oder muss da eine scheibenegge vorher drüber?

Ich vermute hier folgt Mais?

Habe nur Mais als Sommerung. Der Mais wird bei mir komplett per striptill angebaut.

Über die Bodenbearbeitung mache ich mir überhaupt keinen Kopf beim Senf. Ich behaupte mal, daß da sogar die Walze reicht, um den Altbewuchs ausreichend zu zerlegen. Bei den Vielfach-Mischungen sieht das aber ganz anders aus.

Ich entscheide mich spontan je nach Acker und Bewuchs zwischen den Varianten:
  • KSE
  • Mulcher + R up
  • R up + KSE
  • Quadro flach mit Gänsefussscharen
  • Quadro tief mit Schmalschar
  • Walze + R up
  • bei anhaltender Trockenheit evtl sogar Tiefenlockerung mit Agrisem
  • Aussaat mit Tempo oder Ultima

Viel entscheidender als die Bodenbearbeitung ist für mich die Pflanzenschutzstrategie.... und die ist schwierig genug.

Letztes Jahr habe ich nach Mulcher im Herbst auf vermeintlich sauberem Acker im Frühjahr nur striptill und Ultima eingesetzt. Das ist pflanzenschutztechnisch derart in die Hose gegangen, daß ich das ganze Jahr über den "reset"-Knopf gesucht habe.

Einzelne Flächen (besonders Ölrettich und Phacelia) habe ich viermal behandelt. Speziell mein vorauseilender Gehorsam bezüglich Certrol b hat richtig Geld und und auch Ertrag gekostet.

Naja - ab jetzt wird alles besser  :angel:
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