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Autor Thema: Afrikanische Schweinpest (ASP)  (Gelesen 29356 mal)

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Ansgar

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #60 am: 23. Dezember 2018, 11:59:11 »

Gut, dass Du nachfragst und uns die Gefahr und das damit verbundene worst-case-Szenario weiterhin vor Augen geführt wird.

Eine umfassende Beschreibung der aktuellen Ist-Situation findest Du beispielsweise hier:
https://www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/afrikanische_schweinepest/afrikanische-schweinepest-21709.html
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Biobauer

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #61 am: 23. Dezember 2018, 12:39:52 »

Moin,

gibt es in Sacehn ASP Neuigkeiten?


in tschechien scheint die sache unter kontrolle zu sein,zumindest gabs keine neuen fälle mehr

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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

ct

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #62 am: 23. Dezember 2018, 14:49:41 »

Aber in Polen:

Afrikanische Schweinepest flammt in Polen wieder auf

Zitat
...Sorge bereitet den Veterinärbehörden der Umstand, dass immer öfter Wildschweine mit teilweiser Immunität gegen die Afrikanische Schweinepest aufgefunden werden. Dies bedeute, dass inzwischen jedes fünfte Wildschwein zumindest ansatzweise gegen die Seuche resistent sein könnte und die Krankheit daher wesentlich weiter verbreiten könne als andere Tiere, die bereits nach kurzer Zeit verendeten...
« Letzte Änderung: 23. Dezember 2018, 14:51:47 von ct »
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wernerzwo

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #63 am: 15. Januar 2019, 14:44:32 »

Am 09. Januar wurden zwei ASP-infizierte Wildschweine im südlichen Luxemburg erlegt (Meix-Devant-Virton), daraufhin wurde die schon existierende Zone mit Verbot von sportlichen Aktivitäten im Wald, Pilzesammeln, etc. in Süd-Luxemburg vergrößert. Es werden Schutzzäune errichtet, die das Wandern der Sauen verhindern sollen.
Mehrere ASP-Fälle bei Wildschweinen sind im südlichen Belgien (Etalle) gemeldet worden, Heute gab es die Info im frz. Rundfunk, daß ein Fall in Nordfrankreich aufgetreten sei.
Die frz. Jagdvereinigung Meurthe et Moselle der Grenzregion zu Belgien-Luxemburg hatte schon am Wochenende 12./13. Januar-2019 einen elektrischen Schutzzaun auf 30 km entlang der belgischen Grenze errichtet.
Die Präfekturen (entspr. Regierungspräsidien aber mit wesentlich mehr Vollmachten, unterstehen direkt dem frz. Präsidenten) der Ardennen, de la Meuse und Meurthe-Moselles haben Betretungsverbot, Jagdverbot, Pilzsammeln-Verbot, Verbot beruflicher Aktivitäten entlang der Grenze für insgesamt 113 Gemeinden verhängt.......
Es soll eine einige Kilometer breite "Zone Blanche" - weiße Zone mit Totalabschuß (na, wie wollen die das schaffen ? RvM) entlang der belgischen Grenze errichtet werden....

Quelle: Forum Wild&Hund

Weiß da jemand mehr darüber?
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klausg

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #64 am: 15. Januar 2019, 17:28:09 »

Das nahe der franz. Grenze welche gefunden wurden, hat SUS gestern auch gemeldet
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ct

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #65 am: 08. Februar 2019, 18:34:24 »

Belgien/ASP/Jäger unter Verdacht
Stammen ASP-infizierte Wildschweine aus Polen ?

Zitat
In der belgischen Provinz Luxemburg wurden 4 Jäger festgenommen. Sie stehen im Verdacht ASP-infizierte Wildschweine illegal eingeführt zu haben. In Zusammenarbeit mit dem nationalen Referenzlabor in Brüssel-Uccle scheint der Nachweis erbracht worden zu sein, dass durch illegale Wildschwein-Einfuhren aus Osteuropa, ASP nach Belgien gelangte.

https://www.topagrar.com/schwein/news/stammen-asp-infiszierte-wildschweine-aus-polen-10323939.html
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Henrik

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wernerzwo

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #67 am: 01. Oktober 2019, 22:11:11 »

Heute habe ich zwei Meldungen gelesen, die mir die ASP in unserer Nachbarschaft wieder stärker in Erinnerung gebracht haben:

Gerade eben in einem Jagdforum thematisiert:
https://www.mz-web.de/bitterfeld/grausiger-fund-am-bahndamm-rotte-toter-wildschweine-gibt-raetsel-auf-33246606

und heute Nachmittag:
https://www.agrarheute.com/tier/schwein/asp-hunderte-verendete-wildschweine-wildgehege-budapest-559556

Wenn ich sehe, was bei uns auf der A3 Fahrzeuge aus Osteuropa unterwegs sind, dann ist es vermutlich nur ein glücklicher Umstand das bisher noch nichts passiert ist. Hoffe, daß das auch noch lange so bleibt...
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wernerzwo

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #68 am: 19. November 2019, 06:14:58 »

Angeblich wurden beim neuen Seuchenherd in Polen -der sich 80 km vor der deutschen Grenze befindet- nochmal neun Tiere positiv auf ASP getestet...
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Ansgar

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #69 am: 19. November 2019, 10:07:36 »

...die Einschläge kommen immer näher! :o 
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fons

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #70 am: 19. Dezember 2019, 20:56:35 »

Stimmt das ? Wenn ein Schwein das ASP hat und dieses auf meinen Ackerflächen sein sollte ich diese Flächen nicht mehr ernten darf ?
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Mfg. Fons

Tim

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #71 am: 19. Dezember 2019, 21:17:00 »

genaugenommen darfst du sie dann für min. 1 monat nicht betreten ... verschleppungsgefahr

hab auch schon gehört das beerntung notwendig werden kann um die bejagung gegebenenfalls sicherzustellen.
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ct

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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #72 am: 19. Dezember 2019, 21:50:41 »

Neuer DJV Leitfaden

Wissenswertes zur Afrikanischen Schweinepest

Leitfaden zum Download

Auszug:
Zitat
Ein Landwirt mit Schweinehaltung, der gleichzeitig die Jagd auf Schwarzwild ausübt, sollte besondere Maßnahmen der Seuchenpräventation berücksichtigen:
– Landwirtschaftliche Betriebe und Stallungen nicht mit Jagdbekleidung oder -ausrüstung betreten.
– Jagdhunde von den Stallungen fernhalten.
– Schwarzwild niemals auf dem landwirtschaftlichen Betrieb aufbrechen.
– Es gilt besondere Vorsicht während des Aufbrechens, des Zerlegens sowie der Entsorgung nicht verwertbarer Reste.
– Jede mit Fieber einhergehende Erkrankung des Hausschweins abklären.
– Direkten oder indirekten Kontakt zwischen Wild- und Hausschwein durch eine sichere Umzäunung (SchHaltHygV) der Stallungen sowie der Futter- und Einstreulager verhindern.

Und hier aktuelle Infos vom DBV:
https://www.bauernverband.de/topartikel/hintergrundinformation-zur-afrikanischen-schweinepest

Zitat
Was bedeutet es, wenn in Deutschland ein Wildschwein mit ASP gefunden wird?
Fall 1: Ausbruch beim Wildschwein[/b]

Laut Schweinepest-Verordnung wird das Gebiet um den Fundort zum „gefährdeten Gebiet“ deklariert. Dieses hat einen Radius von ca.15 km. Zusätzlich gibt es eine „Pufferzone“ mit einem Radius von weiteren mindestens 15 km (geographiebezogen). Ab diesem Zeitpunkt ist es ist grundsätzlich verboten, Hausschweine aus dem „gefährdeten Gebiet“ auszuliefern. Ein Transport zu einem anderen Betrieb oder zur Schlachtung ist nur unter sehr strengen Auflagen der Behörden trotzdem möglich: u.a. werden alle zu transportierenden Schweine virologisch und klinisch (bestandsbetreuender Tierarzt bzw. amtlich beauftragter Tierarzt) untersucht und die Tiere müssen mindestens 30 Tage oder ab Geburt in diesem Betrieb sein. Es werden also nur nachweislich „ASP-freie“ Tiere aus diesen Gebieten transportiert. Eine Aufhebung der Restriktionszonen ist frühestens 6 Monate nach dem letzten Fall möglich.
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2019, 21:56:06 von ct »
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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #73 am: 19. Dezember 2019, 22:05:41 »

Und hier Infos zum Thema Ernte- u. Bearbeitungsverbote im Ausbruchsgebiet:

https://vvb.bauernverband-mv.de/ernteversicherung-bei-asp/

Auszug:
Zitat
Ein Ausbruch der ASP (auch bei Wildschweinen) kann dazu führen, dass landwirtschaftliche Nutzflächen nicht oder nur eingeschränkt genutzt und bearbeitet werden können. Für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe bedeutet dies erhebliche wirtschaftliche Nachteile.
Bei einem Ausbruch der ASP ist das erste Ziel der Seuchenbekämpfung dafür zu sorgen, dass möglicherweise infizierte Tiere, beispielsweise Wildschweine, ihr Habitat nicht verlassen.

Dazu sind folgende behördlich angeordnete Maßnahmen vorgesehen:
• Anordnung einer Jagdruhe und Betretungsverbote im Ausbruchsgebiet
• Umzäunung
• verstärkte Bejagung im Umfeld des Ausbruchsgebietes
• intensivierte Fallwildsuche
• Ernte- und Bearbeitungsverbote im Ausbruchsgebiet

All dies geschieht auf folgender Rechtsgrundlage:
• Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) vom 21.11.2018 (BGBL. I S. 1938)
• Schweinepest-Verordnung (SchwPestV) vom 16.12.2018 (BGBL. I S.2589)
• Bundesjagdgesetz (BJagdG) vom 21.11.2018 (BGBL. I S.1850)

Ernteverbote, Erntegebote und Beschränkungen der Nutzung und Bearbeitung von landwirtschaftlichen Nutzflächen führen für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe zu wirtschaftlichen Nachteilen infolge
• Verlust oder erhebliche Wertminderung der Ernte
• erforderliche Änderungen der Fruchtfolge (z.B.: Sommerungen statt Wintergetreide)
• Ertragsminderungen durch fehlende Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen
• Mehrkosten bei nachfolgenden Kulturen
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Re: Afrikanische Schweinpest (ASP)
« Antwort #74 am: 20. Dezember 2019, 13:35:13 »

http://r.jagdverband.de/nl2/q9iw/mhlin.html?m=AMYAAA939UoAAcnKA94AAABFfr4AAAAAFnsAABCNAApLjABd_Lb5ESCkNQaPSY-AeWZJu5-n2AAJ7cQ&b=13669a10&e=579c6360&x=2zUQ5twh9i9E5hHWJcMSMQ

Zitat
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Polen weiter aus: Die Zahl der in Grenznähe gefundenen Kadaver ist auf 59 gestiegen. Laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) befindet sich das Virus in Westpolen in der Phase maximalen Wachstums. Brandenburg hat nun mit dem Bau von Zäunen auf Hochwasserschutzanlagen an Oder und Neiße begonnen.
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