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Autor Thema: Zuckerrüben 2018  (Gelesen 62737 mal)

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charlie

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #390 am: 11. Januar 2019, 18:51:58 »

Dafür verbleibt der Transport zum Sammelplatz beim Landwirt.
Hierfür sind dann Manpower und Transportkapazität vorzuhalten.
Außerdem werden die Rüben dann mindestens einmal mehr umgeladen, was auch zu Bruchverlusten führt.

Um gute und schlechtere Partien separieren zu können, muss ja eine bestimmte Menge zur Verfügung stehen. Rodet ihr dann komplett auf Vorrat? Wo und wann findet die Beprobung der Verschmutzung sowie die Beprobung der Inhaltsstoffe statt? Bekommt dort jeder Anbauer eine eigene Miete?
Mit welcher Technik wird am Sammelplatz zum Transport in die Fabrik verladen?
Die fehlende Bodenbelastung bzw die nicht verspätete Saat auf Feldlagerplätzen ist auf jeden Fall ein Vorteil.

Wir roden hier bis auf die späten Termine ab ca 10. November möglichst just in Time zu Verladung und Verarbeitung. Dies hält die Verluste eigentlich relativ gering.
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

monsato

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #391 am: 11. Januar 2019, 19:07:53 »

hay

keine sorge auch bei uns will die agrana mit allen mitteln und triks die plätze weg haben  weil sie geld kosten und weil dann wenns so ist wie in deutschland  der ganze scheiß und verluste dem bauern gehören.

da wird mit der maus gratis verladen ( wer genau schaut wird eh betrogen mit den erdprozenten -also is die maus nicht gratis aber viele kappierens nicht leider).
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Schorsch

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #392 am: 11. Januar 2019, 20:12:20 »

Ich bin erstaunt, dass die Prämienstaffel bis Ende Dezember reicht. Wie lange läuft denn die Anlieferung an den Sammelplatz in der Praxis? Das mit den geringeren Gesamtverlusten bei zentraler Lagerung glaub ich ja erstmal nicht so recht. Gibt es da Untersuchungen?

Wegen Zweifel bezüglich Erdanteil: Gesamte Kampagne bis zum Jahreswechsel im Durchschnitt der süddt. Werke ein festgestellter Erdabzug von 3%. Und damit soll verdeckt das Laden finanziert werden?
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Gutbrod1032

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #393 am: 11. Januar 2019, 20:31:41 »


Wegen Zweifel bezüglich Erdanteil: Gesamte Kampagne bis zum Jahreswechsel im Durchschnitt der süddt. Werke ein festgestellter Erdabzug von 3%. Und damit soll verdeckt das Laden finanziert werden?
Und wie sieht der Erdanteil in Österreich aus?

Was ich sehr sinnvoll fände wäre eine Anlieferung der Rüben per Bahn,
was auch gut mit den zentralen Lagerplätzen zu kombinieren wäre.
Leider hat man den Bahntransport 1993 endgültig eingestellt.
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Mick

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #394 am: 11. Januar 2019, 23:53:17 »

Dafür verbleibt der Transport zum Sammelplatz beim Landwirt.
Hierfür sind dann Manpower und Transportkapazität vorzuhalten.
Außerdem werden die Rüben dann mindestens einmal mehr umgeladen, was auch zu Bruchverlusten führt.

Um gute und schlechtere Partien separieren zu können, muss ja eine bestimmte Menge zur Verfügung stehen. Rodet ihr dann komplett auf Vorrat? Wo und wann findet die Beprobung der Verschmutzung sowie die Beprobung der Inhaltsstoffe statt? Bekommt dort jeder Anbauer eine eigene Miete?
Mit welcher Technik wird am Sammelplatz zum Transport in die Fabrik verladen?
Die fehlende Bodenbelastung bzw die nicht verspätete Saat auf Feldlagerplätzen ist auf jeden Fall ein Vorteil.

Wir roden hier bis auf die späten Termine ab ca 10. November möglichst just in Time zu Verladung und Verarbeitung. Dies hält die Verluste eigentlich relativ gering.

Also hier in AT wird glaub ich der Großteil der Rüben auf Rübenplätzen gelagert. Außer in Fabriksnähe, die fahren natürlich direkt, und die paar Mausverladungen, die unverständlicherweise gepusht werden.
Im Prinzip fährt man meist nicht weiter als 10km.
Schmutzbewertung macht eben der Prozentler direkt beim Abladen, plus es werden direkt auf der Waage Proben fürn Zuckergehalt genommen, die dann in der Fabrik untersucht werden.

Mengenmäßig liegen da schon so 20-40.000 To auf so einem Platz, also genug zum aufteilen.  ;)
Abgeladen wird einfach am Boden und per Radlader maximal hoch aufgeschüttet.
Von dort weg wird dann wieder per Radlader auf LKWs überladen und ab in die Fabrik.

D.h. unsere Rüben sehen nie eine Maus, der Radlader putzt ja eh alles zusammen, da bleibt gar nix liegen.

Schmutzabzug wird heuer wohl so bei 4-5% liegen, kenne aber keine genauen Zahlen.
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Amateur

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #395 am: 12. Januar 2019, 07:01:23 »


Was ich sehr sinnvoll fände wäre eine Anlieferung der Rüben per Bahn,
was auch gut mit den zentralen Lagerplätzen zu kombinieren wäre.
Leider hat man den Bahntransport 1993 endgültig eingestellt.

Es gibt bei uns schon seid jeher einige zentrale Rübenlagerplätze mit Bahnanschluss, wie viele es insgesamt sind, weiß eventuell jemand  :)
Es wurden vor ca. 10 Jahren zusätzlich welche errichtet mit Bahnanschluss.

Mir ist noch eingefallen, es gibt Rübenlagerplätze ohne Gleisanschluss, da werden die ZR per LKW zu anderen Rübenlagerpätzen mit Gleisanschluss transportiert ….
« Letzte Änderung: 12. Januar 2019, 07:23:08 von Amateur »
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juliusjr

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #396 am: 12. Januar 2019, 08:13:08 »

Bei uns in rain wurden früher in der fabrik die rüben gelagert. Also fortschrittlicher als in Österreich. Aber anscheinend zu teuer für südzucker. Die wollen dass sich alles über die ganze kampangne und 24h abspielt....
« Letzte Änderung: 12. Januar 2019, 09:22:47 von juliusjr »
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halbspaenner

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #397 am: 12. Januar 2019, 08:39:40 »

Moin,
bis vor 35 Jahren wurde das so ähnlich hier in den norddeutschen Bördegebieten auch gehändelt, meist fungierten die ehemaligen Zuckerfabriken als Umschlagplätze. So war es bei mir hier so, daß man mit zwei 5-Tonnern die Rüben zur Abladung brachte, da wurden die Schmutzprozente geschätzt, die Rüben wurden grob gereinigt und per LKW wieder am gerodeten Feld vorbei in die 40 km entfernte Fabrik gebracht. :rolleyes: 1987 hatte der Spuk ein Ende und entweder konnte man selbst zur Fabrik fahren oder es wurde mit Bagger und Reinigungsband (Aufbaumotor) direkt auf LKW geladen.
Sorry an unsere österreichischen Freunde :daumen:, aber: Bei dieser umständlichen Verfahrensweise könnt Ihr Euch nicht über die "mäßigen" Auszahlungspreise wundern, jedes Anfassen des Massenprodukts "Rübe" verursacht Kosten und wer letztenendes die Party bezahlt, ist leider überall gleich!
Gruß, Rudolf 
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Arablefarmer

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #398 am: 12. Januar 2019, 13:16:50 »

Hallo,

Letzte Lieferung in Dezember und Ergebnisse unter dem 5-Jahr Durchschnitt : 80 t/ha (16 °S) mit 19,2 % Zucker.
Der Zuckergehalt ist im letzten Schlag runtergegangen : 17,8 %
Cristal Union wird zwischen 22 und 24 €/T bezahlen. Wird für 2019 auch 22-23 €/T erwartet.


Was mich betrifft wird die gleiche Rüben angebaut. Es ist geplant, die Zip Drill von Thierry Stokkerman zur Direktsaat zu versuchen.

Grüsse

Arablefarmer
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Ruebe

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #399 am: 12. Januar 2019, 13:36:10 »

Mal ne dumme Frage:

was ist so toll daran das die Rüben keine Maus sehen, dafür aber 2mal mit dem Radlader geschoben werden?

Klar räumt nen Radlader alles zusammen .... aber gehört die Erde nicht eigentlich auf den Acker, statt in die Fabrik?

Und nen Schnitt von 4-5% Erdanhang mag in guten trockenen Jahren hinkommen .... wenn ich in nassen Jahren sehe was an Erde tw in den Mieten drin ist ......
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RedHeath

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #400 am: 17. Januar 2019, 11:02:20 »

Frostschäden sollte es doch im Inneren der Miete nicht geben, höchstens an der Oberfläche. Bitte berichte nochmal zur Verladung. Der Blattaustrieb wird ja mit dem verspäteten Zudecken nicht zu tun haben, oder?
So, ich kann natürlich nicht den 1-1 Vergleich bringen was bei diesen Schlägen direkt nach Rodung rausgekommen wäre.
ich schätze es wären höchstens 1,5% mehr Zucker gewesen (19,7 statt 18,2) und höchstens 1,5% weniger Schmutz (6,5 statt 8). Der geringere Zuckergehalt entspricht 5% weniger Rüben bei 16%. Also zusammen ca. 7,5% Lagerverluste. Spätlieferausgleich waren 3,1€. Also kaum ein Unterschied zur theoretischen Lieferung Ende November.
Optimal wäre allerdings gewesen die Rüben 10 Tage später roden zu lassen und die Spätlieferprämie mitzunehmen ohne diese großen Lagerverluste. => Hinterher ist man immer schlauer.
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Schorsch

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #401 am: 17. Januar 2019, 11:23:06 »

Danke für die Rückmeldung. So ein Verlustniveau ist natürlich schon erheblich. Die Spätlieferprämie ist halt doch nicht aus der Luft gegriffen.

Wir sind hier dabei, die letzten Problemmieten, an denen wir bisher gescheitert sind, zu verladen. Diesmal muss die Trickkiste bemüht werden: Von Miete per Bagger umsetzen bis hin zum Zwischentransport per Vollernter ist alles dabei.
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Pfaelzerhannes

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #402 am: 17. Januar 2019, 11:30:31 »


Wir sind hier dabei, die letzten Problemmieten, an denen wir bisher gescheitert sind, zu verladen. Diesmal muss die Trickkiste bemüht werden: Von Miete per Bagger umsetzen bis hin zum Zwischentransport per Vollernter ist alles dabei.

Wie rechnet ihr diese Zusatzleistungen ab?
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Schorsch

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #403 am: 17. Januar 2019, 11:35:45 »

Solche Spezialitäten macht natürlich der Landwirt selber, bzw. lässt er auf seine Rechnung machen. Nur so ist das sinnvoll, denn andere haben ihre Mieten gleich zur Ernte an passende Stellen umgelagert, und das selbstverständlich ebenfalls selbst oder auf eigene Kosten.
« Letzte Änderung: 17. Januar 2019, 11:38:47 von Schorsch »
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Pfaelzerhannes

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Re: Zuckerrüben 2018
« Antwort #404 am: 17. Januar 2019, 11:46:00 »

So wird’s bei uns auch gemacht. Allerdings führt es regelmäßig zu „Diskussionen“. Vor allem sind es immer die gleichen Anbauer.
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