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Autor Thema: Wirkung Axial 50  (Gelesen 7866 mal)

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guest176

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #30 am: 26. März 2018, 20:32:55 »

hallo ,
ich habe einige große weidelgrasplanzen  ( war die vorfrucht)  im roggen die nicht vom ctu/camira bei der herbstanwendung  gepackt wurden  :(
ich denke mal das axial jetzt das mittel der wahl  ist es geht ausschießlich um weidelgras alles andere wurde wurde erfaßt .
wie weit kann ich die aufwandmenge senken ?
oder gibt es was besseres ? nachfrucht wäre raps !

, da der ideale Zeitpunkt schon vorbei ist

das sehe ich anders !
oder hätte ich bei schnee und frost aplizieren sollen ? :rolleyes:
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Jo

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #31 am: 26. März 2018, 21:30:14 »

Nah dran :D

Die Wirkung des Pinoxaden ist absolut. Bei überschreiten eines bestimmten Grenzwertes (Wirkstoffkonzentration in der Pflanzenzelle) tritt die Wirkung ein. Noch mehr Wirkstoff durch höhere AWM helfen quasi gar nix.
Das Cloquintocet-mexyl dagegen, das sowohl Kulturpflanze und Ungras schützt (die Kulturpflanze nur in erheblich höherem Maße, wie das Ungras), wirkt relativ. Das heißt, dass das Getreide und der AFS das Pinoxaden durch mehr Safener schneller und besser metabolisieren kann.

Das heißt schlussendlich: Bei zu niedriger Dosierung kann es vorkommen, dass die Konzentration in der Pflanzenzelle nicht ausreicht, um den Fuchsschwanz umkippen zu lassen. Außerdem kann dadurch die Kulturpflanze geschädigt werden. Bei einer höheren Aufwandmenge erreichen wir durch die höhere Konzentration des Safeners eine schnellere Metabolisierung vom Pinoxaden.

Ich habe im überbetrieblichen Pflanzenschutz eine Fläche dazubekommen, die seither ständig Probleme mit AFS im Getreide hatte (ich bin damals von einer Resistenz ausgegangen, es stand Gerste auf der Fläche). Mit 0,7 Axial und passender Spritzwasserkonditionierung, bzw. Terminierung habe ich die Fläche (bis auf nachschießenden AFS aus Trockenrissen) komplett frei von Fuchsschwanz bekommen.
WO die Grenze zur Unwirksamkeit/Schädigung ist, kann ich nicht sagen.. bei dieser heiklen Sache wollte ich das nicht unbedingt ausprobieren. Jetzt geht's nicht mehr - ist ne Biofläche geworden  ;D
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NobbyNobbs

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #32 am: 27. März 2018, 07:58:15 »

Das wäre mir neu und deckt sich nicht mit den umfangsreichen Versuchen, die ich im Versuchswesen mit betreut habe.
 
Was du beschreibst ist charakteristisch für eine klassische absolute Resistenzausprägung. Da trifft immer der Fall ein wie du ihn beschreibst. Axial ist aber sowohl von quantitativen als auch qualitativen Resistenzausprägungen betroffen. Erstere selektierst du halt eben genau mit solchen Spielchen aus, während bei letzteren ab einer bestimmten Dosis die volle Wirkung mit einem Schlag einsetzt und auf diesen Stamm dann auch nicht mehr weiter gesteigert werden kann.

Das ist gefährlich was du da treibst. Du betrachtest nur eine Seite der Medaille. Ich habe für Laborversuche schon Samen aus der Praxis erhalten, welche sowohl qualitativ als auch quantitativ auf die verschiedensten Wirkstoffe resistent waren. Ich würde mich auf so eine halbgare Wahrheit nicht verlassen wollen.
« Letzte Änderung: 27. März 2018, 08:01:31 von NobbyNobbs »
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NobbyNobbs

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #33 am: 27. März 2018, 08:04:54 »

hallo ,
ich habe einige große weidelgrasplanzen  ( war die vorfrucht)  im roggen die nicht vom ctu/camira bei der herbstanwendung  gepackt wurden  :(
ich denke mal das axial jetzt das mittel der wahl  ist es geht ausschießlich um weidelgras alles andere wurde wurde erfaßt .
wie weit kann ich die aufwandmenge senken ?
oder gibt es was besseres ? nachfrucht wäre raps !

, da der ideale Zeitpunkt schon vorbei ist

das sehe ich anders !
oder hätte ich bei schnee und frost aplizieren sollen ? :rolleyes:

Idealerweise wäre das vor/im Winter passiert. Oder wann ist das Zeug aufgelaufen?
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guest176

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #34 am: 28. März 2018, 20:20:01 »

hallo ,
ich habe einige große weidelgrasplanzen  ( war die vorfrucht)  im roggen die nicht vom ctu/camira bei der herbstanwendung  gepackt wurden  :(
ich denke mal das axial jetzt das mittel der wahl  ist es geht ausschießlich um weidelgras alles andere wurde wurde erfaßt .
wie weit kann ich die aufwandmenge senken ?
oder gibt es was besseres ? nachfrucht wäre raps !

, da der ideale Zeitpunkt schon vorbei ist

das sehe ich anders !
oder hätte ich bei schnee und frost aplizieren sollen ? :rolleyes:

Idealerweise wäre das vor/im Winter passiert. Oder wann ist das Zeug aufgelaufen?

wie gesagt , ist eine zweijährige vermehrungsfläche mit hohem samenpotenzial durch hagel .
 im spätsommer glyphosiert 4 wochen später flach 0 bis max 4 cm tiefe mit rollegge + walze angekratzt und kurz vor der saat noch mal abgespritzt und im oktober mit camira im nah behandelt .
ich hatte bewust nicht im herbst mit axial gespritzt weil ich im zeigigen frühjahr alles erwischen wollte was über den winter noch aufläuft
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Mathias

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #35 am: 28. März 2018, 21:42:39 »

Kann man das Weidelgras im Roggen nicht tolerieren? Sollte doch auch vorm Roggen reif sein, so das man nichts grünes durch den Dröscher knärren muss. Und in der Folgefrucht, vielleicht Raps, hat man dann alle Möglichkeiten um das Weidelgras zu killen?!
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dirkk

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #36 am: 28. März 2018, 22:49:12 »

Aber das Samenpotential im Boden steigt durch das Stehen lassen auch ganz schön ....... und mit Behandeln nur im Raps  kommt genug Weidelgras in den Folgekulturen hoch - da hilft auch kein Kerb usw.   Den Zahn hat der sich eine oder andere Betrieb hier schon ziehen müssen . Das geht am Ende wie beim Ackerfuchsschwanz oder Windhalm aus  . Auch Weidelgras lässt sich durch konsequente Bekämpfung und Verhinderung der Einschleppung innerhalb von 5-7 Jahren tilgen .

gruss
dirkk
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guest176

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #37 am: 29. März 2018, 07:45:09 »

Aber das Samenpotential im Boden steigt durch das Stehen lassen auch ganz schön ....... und mit Behandeln nur im Raps  kommt genug Weidelgras in den Folgekulturen hoch - da hilft auch kein Kerb usw.   Den Zahn hat der sich eine oder andere Betrieb hier schon ziehen müssen . Das geht am Ende wie beim Ackerfuchsschwanz oder Windhalm aus  . Auch Weidelgras lässt sich durch konsequente Bekämpfung und Verhinderung der Einschleppung innerhalb von 5-7 Jahren tilgen .

gruss
dirkk

ja ich sehe es genau wie dirk .
inzwischen stelle ich den grassamenanbau komplett in frage , auch wenn er durch fördermaßnahmen durch den wasserschutz sehr gut in unseren betrieb passt und wirtschaftlich gut abschneidet aber wenn man sich dadurch ackerbauliche probleme schafft die einem früher oder später auf die die füße fallen .........
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nofear

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #38 am: 07. November 2019, 07:14:20 »

Häng mich hier mal mit ran:

Weidelgras (etwas Ausfall aus dem Ackerfutter/Jagdstreifen vorher aufgrund Dürre) in der Wintergerste (Teilweise auch im Weizen) ich geh davon aus, dass es sensitive Typen sind
Kein AFU, etc. vorhanden

Ich geh weiterhin davon aus, dass 90% jetzt aufgelaufen ist
(Vorlage war 1,5l/ha Trinity+0,35l/ha Herold)

Axial 50 jetzt noch im Herbst einsetzen (mit welcher Aufwandmenge)?
Oder lieber bis Frühjahr warten (dann ist das Weidelgras evtl. schon bestockt)?


(Mir gehts hauptsächlich darum weiteren Aufbau von Samenpotential zu vermeiden)


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dirkk

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Re: Wirkung Axial 50
« Antwort #39 am: 07. November 2019, 11:06:15 »

Wenn der Besatz nicht zu hoch , bzw. die Gerste nicht nennenswert behindert wird ( Also Teppich) , würde ich zeitig im Frühjahr behandeln . Da darf es ruhig noch längere Zeit nur 5-8 Grad am Tag mit leichten Nachtfrösten sein .
 . So bekommst du auch die Nachläufer mit erfasst - im Winter keimt auch noch genug .  Nur bei hoher Dichte muss im Herbst schon etwas passieren .......  und auch an die Zulassung denken - Mittelwechsel zwischen Herbst und Frühjahr - Axial nur einmal !

An sich sind 1,0 Axial im Frühjahr auch gegen besser entwickelte Weidelgraspflanzen genug , so meine Erfahrungen .

gruss
dirkk

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