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Autor Thema: Jetzt noch neue Diesel-Schlepper kaufen ?  (Gelesen 21274 mal)

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Friedhelm

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Re: Jetzt noch neue Diesel-Schlepper kaufen ?
« Antwort #120 am: 27. August 2019, 08:07:29 »

Hallo,

wir werden noch sehr lange Dieselmotoren in unserem Bereich, aber auch bei den Pkw´s sehen.
Die Abgassysteme der jetzigen Diesel sind schon so gut das es in Sachen Feinstaub eher von Vorteil wäre wenn Sie durch Stuttgart fahren würden.
Die Luft hinten wäre in Bezug auf Feinstaub besser wie die angesogene.....

Ich denke das sich in Sachen Kraftstoffe einiges ändern wird.

Es wird Bereiche geben in denen die Elektro-Antriebe einen Teil übernehmen können, aber Elektro ist unter Garantie nicht die selig machende und einzig richtige Lösung.
Es wird ein Mix von allem möglichen sein.

Gruß

Friedhelm
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Gufera

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Re: Jetzt noch neue Diesel-Schlepper kaufen ?
« Antwort #121 am: 27. August 2019, 09:42:11 »

Es gibt ja die ersten Wasserstoff basierenden Langzeit Stromspeicher für den Privathaushalt, aber die sind noch recht teuer (ab 54‘000 EUR) und der Wasserstoff lässt sich mit vertretbarem Aufwand nur auf ca. 300 bar komprimieren, was für den mobilen Einsatz eine eher zu geringe Energiedichte wäre.

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jotesen

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Re: Jetzt noch neue Diesel-Schlepper kaufen ?
« Antwort #122 am: 27. August 2019, 11:20:17 »

Meines Wissens ist das im Standgas auch offen, aber nicht so weit, wie im mageren Teillastbereich. Standgas ist ein relativer Begriff. Die meisten geben dann doch ein wenig Gas. Wenn man ein geregeltes AGR hat, wird das über die Luftmesse gemessen. Wenn der nun bei wenig Drehzahl doch ein wenig ziehen muss, solche Lastspitzen gibt es auch in diesen Arbeitsfeldern, kann ich mir schon vorstellen, dass das AGR auf macht und die Verbrennung sehr kalt abläuft.
Die kleinen Gemüseschlepper haben aber meistens ohnehin kein externes AGR, sondern eine interne Regelung über die Ventilzeiten. Da wird dann zwangsläufig im Standgas schon Abgas rückgeführt.

Bin aber auch nur Laie.

Danke, wieder was gelernt.
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Wer mir was gutes tun will, findet hier meine Amazon Wunschliste.

farming.ch

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Re: Jetzt noch neue Diesel-Schlepper kaufen ?
« Antwort #123 am: 27. August 2019, 18:42:26 »

Da kommt was ins Rollen, Revolutionen haben mit Beginnen zu tun...

"Schweizer Schwerverkehr: Wasserstoff im Tank"

"An der IAA Nutzfahrzeuge im vergangenen Jahr zeigte Hyundai ein erstes Bild seines neuen Nutzfahrzeugs Xcient mit Brennstoffzellentechnologie. Bereits Ende 2019 sollen die ersten Fahrzeuge laut den Koreanern im Pilotmarkt Schweiz an den Start gehen."

"Die Promotoren

"Zu den Promotoren der Einführung von Brennstoffzellenlastwagen zählt der Verein H2 Mobilität Schweiz. Diesem gehören derzeit die Mineralölfirmen Tamoil, Shell Switzerland, Socar, Agrola, Avia Vereinigung, Coop Mineralöl und Migrol an. Ferner die Transportunternehmen Galliker Transport & Logistics, Camion Transport, F. Murpf, G. Leclerc und die Grossverteiler Migros und Coop sowie die Emil-Frey-Gruppe und die Firma Fenaco. Diese repräsentieren ein schweizweites Netz von über 2000 Tankstellen und eine Flotte von mehr als 4000 schweren Nutzfahrzeugen."

Quelle: https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/schweizer-schwerverkehr-wasserstoff-im-tank


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tuning Esel

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Re: Jetzt noch neue Diesel-Schlepper kaufen ?
« Antwort #124 am: 27. August 2019, 20:40:30 »

Na ja 4000 LKWs wirt es nicht geben, bei Traveco sind es 10 stück auf 350, die dan für den Volg laden belieferung kommen, also für die belieferung von kleinen lebensmittel Läden, die lauffen 2 schicht, also so 22St am Tag, für nebenantriebe gehe es nicht wie zb Tankwagen pumpe oder die pumpe zum Lose Futter blasen, sie beim Wasserstoff noch nicht möglich, es gehe nur kleine sachen wie hebebühne oder Kipper
Die Fenaco macht aber noch ne Syntetic Diesel Tankstelle in Sursee und da werden so 20 oder mehr LKWs mit dem  aufbereitetem Fritentfett betankt(sol ein neues system aus USA sein, weiss den Namen aber nicht mehr..) und ein Electro LKW sol auch kommen von Mercedes , ist abe rnur eingeschränk nutzbar, weil 3 Achse mit nicht mal 8T zuladung..ist 8 T schwerer als vergleich Diesel.., soweit ich informiert wurde..
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Cyberlui

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Re: Jetzt noch neue Diesel-Schlepper kaufen ?
« Antwort #125 am: 27. August 2019, 23:19:41 »

Bei E antrieben im LKW bereich muss ich immer an meinen 2 Job als Rübenkutscher denken. Unsre LKW´s laufen normalerweise 24/6, also 6 Tage die Woche 24 h. E antrieb wäre nur über Wechselakku möglich, alles andere ???? Wie willst in 15 min alle 4 h den Akku sonst voll bekommen???
Denke Rübenkutscher uns Forst werden so ziemlich die letzten sein die noch mit Diesel fahren, auser es gibt da in den nächsten Jahren ne tolle Erfindung zum Strom speichern?? :frage: :frage:
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Gufera

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Re: Jetzt noch neue Diesel-Schlepper kaufen ?
« Antwort #126 am: 28. August 2019, 03:23:05 »

Bei E antrieben im LKW bereich muss ich immer an meinen 2 Job als Rübenkutscher denken. Unsre LKW´s laufen normalerweise 24/6, also 6 Tage die Woche 24 h. E antrieb wäre nur über Wechselakku möglich, alles andere ???? Wie willst in 15 min alle 4 h den Akku sonst voll bekommen???
Denke Rübenkutscher uns Forst werden so ziemlich die letzten sein die noch mit Diesel fahren, auser es gibt da in den nächsten Jahren ne tolle Erfindung zum Strom speichern?? :frage: :frage:

Diese Technik gibt es schon in Form von einem Wasserstofftank. Ein Brennstoffzellen Fahrzeug ist ja nix anderes als ein Elektrofahrzeug mit Wasserstoff als Stromspeicher. Daher wird es auch mit FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle) abgekürzt.
Bei dieser Technik besteht halt momentan noch die Problematik dass es (noch) kein flächendenkendes Tankstellennetz gibt, und deren Aufbau und Betrieb relativ kostenintensiv ist.
Ein weiteres „Problem“ was derzeit besteht ist dass nicht beliebig oft nacheinander getankt werden kann. Bei den heute üblichen Zapfsäulen können z.b 4 LKWs nacheinander mit je 15 kg (in ca. 4 min) oder 2 LKWs mit je 30 kg (in ca. 7 min) betankt werden, danach muss die Anlage für rund 15 Minuten stehen um das Gas wieder auf Solldruck zu komprimieren (Druck im Zwischenspeicher muss höher als Betankungsdruck sein).
Es gibt da halt diverse Herausforderungen die es zu meistern gilt, unter anderem muss das Gas vor dem Betanken auf minus 40 Grad herunter gekühlt werden um die Erwärmung aufgrund der Expansion beim Betanken zu kompensieren.

Eine ganz andere Technologie für die Energie (Strom) Speicherung stellt ja die kommende Feststoffbatterie dar. Toyota hat ja vor kurzem einen Durchbruch verkündet, und für 2020 eine serienreife Batterie angekündigt. Die neue Batterie soll deutlich höhere Ladeleistungen und auch eine deutlich höhere Energiedichte ermöglich. Ich muss aber ehrlicherweise gestehen dass ich mich in dieser Thematik bis jetzt noch viel zu wenig eingelesen habe. Mal schauen was uns die Japaner während der Olympia 2020 in Tokio präsentieren werden.   


« Letzte Änderung: 28. August 2019, 03:58:38 von Gufera »
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Friedhelm

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Re: Jetzt noch neue Diesel-Schlepper kaufen ?
« Antwort #127 am: 28. August 2019, 09:55:55 »

Hallo,

Wenn ich das lese:
Durchbruch / Serienreife in 2020 usw..... = funktionieren wird das eventuell irgendwo 2025 und dann ist da Patent drauf kostet viel Geld und in breiter Serie nichts vor 2030....
Für den Verkehr über lange Distanzen und/oder mit höheren Lasten wird der elektrische Antrieb egal ob Brennstoffzelle oder AKKU die nächsten 5 bis 10 Jahre keine nennenswerte Rolle spielen.

El. Antrieb macht in einigen Bereichen heute schon Sinn und würde richtig schnell sehr viel bringen in Ballungsräumen und Zentren wenn richtig eingesetzt und gefördert:
Taxis auf E-antrieb umstellen und die Wartebereiche mit induktivem Laden ausrüsten.
Alle Lieferdienste die innerstädtische Bereiche versorgen mit E-Antrieb. (Post E-transporter) hier eventuell auch spezielle Buchten mit induktiven Laden. Hier kann durchaus auch ein E-LKW mit seiner Reichweite passen
Handwerker die innerstädtisch unterwegs sind.
Kommunale Versorgungsfahrzeuge für den innerstädtischen Dienst....

Da kann man mit verhältnissmäßig wenig Aufwand und Kosten auch die dafür notwendige Infrastruktur schaffen.

Wenn man das vernünftig fördert hat man genau die Flotten zu packen die sehr viel fahren, also ständig unterwegs sind in den Städten und würde sämtliche Emmisionen direkt und massiv senken.
Diese Fahrzeuge laufen dann effektiv und unweltfreundlich.
Damit haben sich eventuell sogar sämtliche Fahrverbote erledigt

Wenn Mami sich über die Förderung ein E-Mobil zum shoppen und für max. 10.000 km im Jahr vor die Tür stellt bringt das nichts, im Gegenteil das ist umwelttechnisch sogar schlechter.
Sie könnte besser mit nem 1,2 Liter Diesel weiter fahren der wäre umweltfreundlicher.....

Gruß

Friedhelm


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