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Autor Thema: Landwirtschaft in Schweden  (Gelesen 39250 mal)

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Sven1971

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #45 am: 23. Oktober 2016, 15:53:47 »

In der Anleitung sieht das einfach aus. Das will ich aber erst mal in der Praxis sehen.
Spätestens wenn der Häcksler wieder dran soll muss ja der Tridem ohne Deichsel vor den JF bugsiert und richtig positioniert werden.  :frage:
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Die Größe macht es nicht allein, sonst holt die Kuh den Hasen ein.

blumentopfbauer

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #46 am: 23. Oktober 2016, 19:04:57 »

Wenn ich das so lese, wird der Häcksler ans Fahrgestell gefahren nicht umgekehrt.

Ich finde solche Sachen spannend. Denn wenn ein grosser Schlepper vorhanden ist kann man so die Auslastung des Schleppers steigern.
z.B. bei weit entfernten Flächen:
Schlepper plus Häckselwagen mit Hacken im Felde, 1-2 LKW (mieten?) mit Hacken auf der Strasse. Wenn die Leistung eines solchen Gespannes für die Flächen Ausreicht, wieso nicht, anstatt 1 SF Häcksler mit 3-4 Abfahrern?

Den Rest des Jahres hat man einen normalen Hackenlift.

Nebenbei gesagt ist es für mich immer interessanter eigene Gerätschaften einzusetzen oder Geräte mieten, als den Lohner zu bestellen.
Auch wenn ich nach Vollkosten nicht an des Lohners Preis rann komme, bleibt das Geld für den Fahrer (mich) und meist für den Schlepper auf dem Betrieb.
Ausserdem, wenn der Lohner kommt, ist das ratz fatz einsiliert und tip top verdichtet.
Nur leider ist das liebe Geld auch ratz fatz fort und meine eigen Gerätschaften stehen und kosten auch.

Geht natürlich nur, weil ich ein kleiner Krauter bin ;D

Gruss
 
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Tim

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #47 am: 20. November 2016, 19:33:26 »


z.B. bei weit entfernten Flächen:
Schlepper plus Häckselwagen mit Hacken im Felde, 1-2 LKW (mieten?) mit Hacken auf der Strasse. Wenn die Leistung eines solchen Gespannes für die Flächen Ausreicht, wieso nicht, anstatt 1 SF Häcksler mit 3-4 Abfahrern?

Unabhängig vom hakenlift - hat ne weile gebraucht - aber das Teil hat ja einen schwenkbaren Turm und kann demnach auch andere Fahrzeuge parallel beladen wenn es notwendig wäre - krass!

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FFFlorian

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #48 am: 20. November 2016, 20:05:59 »

Weiß jemand warum die erste Achse ausgehoben ist, für den Bodendruck wären ja besser sie unten zu haben oder ist mit Fluhrschäden bei Kurven zu rechnen ?
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Niedersachse

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #49 am: 20. November 2016, 20:56:01 »

Moin!
Das mit dem Flurschaden kann schon sein, es dürfte aber wohl einfach eine lastgesteuerte Liftachse sein, die am Anfang einfach noch nicht runter geht.
Mfg
Niedersachse
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #50 am: 28. Januar 2017, 19:17:00 »

War die Tage auf einen Vortrag wo es um Rapsanbau in Schweden ging.

In Schweden werden gute 100.000 Raps angebaut. Die Fläche ist über die Jahre recht konstant. Viele Flächen haben Kohlhernie, weil es mal nach dem Krieg mit dem Rapsanbau übertrieben wurde und da alle zwei Jahre Raps angebaut wurde.

Raps wird durch die nördlichere Lage meist früher als bei uns angebaut, das heist von Anfang August bis Mitte August. Dann werden die Tage schon deutlich kürzer und kälter und das Herbstwachstum reicht nicht mehr aus.

Raps wird mit rund 50 Körner gesät, derzeit laufen mal versuche auch mit wengier Körnern auszukommen.

Der Raps wird zu etwa 40% nach dem Pflug gedrillt, zu 20% mit Grubber oder Carrier mit Biodrill, zu 20% mit Heva oder Claydon, etwa 10 % in Mulchsaat mit einer konvi Drillmaschine, die letzten 10% sind Einzelkornsaat und Direktsaat.

Problem ist durch die langen Tage aber die kurze Vegatation das der Raps schnell in die Erde muss. Für die Rapsaussatt wird dann sogar die Weizenernte unterbrochen. Das heist erst frühe Sorten Weizen ernten, dann Raps drillen und dann den Rest Weizen drillen.
In der Fruchtfolge steht Raps normalerweise 5-6 jährig heute!

Auf jeden Fall immer wieder interessant über den Tellerrand zu schauen  :)

Gruss

Henrik
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granola

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #51 am: 28. Januar 2017, 23:12:30 »

ich hoffe das klappt das wir uns das im Juni in natura anschauen!
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Schau genauer hin, nimmt Dir die Zeit!

Henrik

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #52 am: 15. Juni 2017, 20:47:28 »

ich hoffe das klappt das wir uns das im Juni in natura anschauen!

Hat doch geklappt  :)

Waren ja mit ein paar Usern die Tage in Schweden unterwegs, muss sagen war sehr interessant!

Lt der aussagen der Betriebsleiter war es dort bis vor kurzem sehr trocken und teilweise noch kalt. Das hat man den Beständen aber nicht mehr angesehen. Die sahen sehr gut aus, sehr gleichmäßig, egal ob Rüben, Mais oder Getreide.
Beim Raps die gleichen Probleme wie bei uns  :(

Großen Dank an Tomtex, der sich wirklich viel Zeit genommen hat und uns den kompletten und sehr umfangreichen Betrieb gezeigt hat  :)
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #53 am: 17. Juni 2017, 19:45:51 »

Ein paar Bilder habe ich auch noch für diesen Bereich hier  :)

Angehängte Hächsler sind dort auch noch im Einsatz  :)

Biokartoffeln bei Tomtex  :)  :daumen:

Hofcafe auf einem tollen Hof, dazu noch mit Galerie und Kunsthandwerkverkauf, zum Glück hatten wir keine Frauen dabei und es war nicht offen  ;D

Weizen

Schweden ja sehr groß, geografisch waren im südlichen Teil unterwegs, bis Stockholm hoch haben wir es nicht geschafft. Die Entfernungen sind schon sehr groß, aber das fahren ist dort ja sehr entspannt.
Auch dort wechselt die Landschaft sehr oft, mal fährt man durch Seen und Waldreiche Gebiete, dann kommen wieder ldw. genutze Flächen. Sehr abwechslungsreich. Derzeit sind die Tage ja sehr lang, man hat was vom Tag.
Jagdlich haben wir eher weniger gesehen, aber auch viele Seen die zum baden, angeln etc. einladen. Ist einfach deutlich entspannter als bei uns gefühlt. Durch die hohen Arbeitskosten, auch durch hohe Auflagen was Arbeitsschutz angeht, sind die Schweden glaube ich führend was Dinge der Arbeitserleichterung angeht.

Anreise mit dem Auto ist bei den Entfernungen schon Vorteilhaft, aber egal ob über die Vogelfluglinie oder Rostock-Trelleborg, soweit ist es dann am Ende auch nicht.

Kann es auf jeden Fall empfehlen. Haben ja auch einige im Forum die sich dort gut auskennen.  :)

Die Landpreise bzw. Hofpreise varieren je nach Region auch. Viele Höfe werden ähnlich in Dänemark auch nach einer Generation wieder verkauft. Gefühlt ist dort das Verständnis für die landwirtschaft noch viel größer als bei uns.
Mit der Sprache auch kein Problem, viele Wörter sind auch dem Sinn nach zu verstehen, aber besser ist noch das viele Schweden deutsch sprechen. Verständigung auf jeden Fall kein Problem.

Wer noch kein Urlaubsziel für den Sommer hat, sollte das ruhig mal in Erwägung ziehen. Mir hat es gut gefallen  :)


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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #54 am: 17. Juni 2017, 19:49:56 »

Und noch eins vom Weizen
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tomtex

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #55 am: 24. Juni 2017, 17:54:14 »


Großen Dank an Tomtex, der sich wirklich viel Zeit genommen hat und uns den kompletten und sehr umfangreichen Betrieb gezeigt hat  :)
Gern geschehen, wenn ihr mal wieder in die Gegend kommt dann zeig ich Euch den Rest des Betriebes...oder mehr von der Umgebung!
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bayernfarmer

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #56 am: 24. Juni 2017, 22:06:04 »

Hallo,
Schweden ist schon eine Reise wert.
War selbst schon mal ne Woche dort unterwegs, rund um Stockholm, Södertaelje - Scania ( glaub nicht richtig geschrieben), Sloot Taxinge , Mariefred etc.
Urlaub, den man sich mal gönnen sollte, aber der Gelbeutel wird bei nen Famlienurlaub schon beansprucht.

Danke auch für die Eindrücke von eurer Reise-

mfg
fritz


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Sven1971

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #57 am: 24. Juni 2017, 22:59:40 »

Nächsten Samstag fahre ich wieder rauf  ;D
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Uwe

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #58 am: 25. Juni 2017, 00:17:25 »

Hab mich letztes Jahr mal ein bißchen mit deren Sortenempfehlungen für Winterweizen ("Höstvete") beschäftigt.
Ich war auf Dienstreise da und habe die schönen Weizenschläge bewundern dürfen.
Letztlich ist ja Auswinterung mein größtes Problem und möglicherweise sind uns die Schweden beim Thema Winterhärte voraus?
Leider haben die aber im Großen und Ganzen das gleiche genetische Material wie wir.
Da wird auch nur Julius, Toras, Skagen usw. angebaut.
Vielleicht sollte ich also bei dem Thema eher nach Russland schielen?!?
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Sven1971

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Re: Landwirtschaft in Schweden
« Antwort #59 am: 25. Juni 2017, 09:37:08 »

In welcher Gegend bist Du gewesen?

Hier mal die Sortenauswahl der Schwedischen Genossenschaft:
https://www.lantmannenlantbruk.se/sv/produktkatalog/vaxtodling/hostutsade/hostvete/

http://paper.agriprim.se/split_document.php?subfolder=ScSeed/&doc=VeteGuide_2017_till_web.pdf

http://swedishagro.se/vaxtodling/utsade/hostutsade/hostvete

http://www.scandinavianseed.se/?p=1177
http://www.scandinavianseed.se/?p=1178

Frontal und Mariboss sollen sehr winterhart sein, aber auch Olivin und Ellvis.

Je weiter man nach Norden geht und sich der Anbaugrenze für WW nähert, um so winterhärter müssen die Sorten sein. Ganz unten im Süden gibt es die selben Sorten Sorten wie hier auch.
« Letzte Änderung: 25. Juni 2017, 11:39:38 von Sven1971 »
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