www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de  
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)  (Gelesen 43936 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

angusy

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 3 121
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #150 am: 13. August 2019, 09:39:25 »



Ich weiß auch gar nicht, was Biostripptill wirklich ist.

Die Maxima ist die einzige Maschine in meinem Bestand, mit der ich 3 unterschiedliche Dosierungen in einer Überfahrt und eine Direktsaat mit Doppelscheiben erledigen kann.

Das Einzelkornaggregat bringt dabei nur die Erbsen aus. Dort, wo keine Erbsen hin sollen, läuft es "leer" mit.
Gespeichert

Felix

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2 006
  • Beruf: Produktmanager
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #151 am: 13. August 2019, 09:44:23 »

Ah ok, das erklärt es.

Biostriptill bedeutet sozusagen das du dort wo meinetwegen die Folgefrucht steht, Mais idR, einen Tiefwurzler stellst der eben den Boden dort "vorbereitet". Quasi StripTill halt nur mit Pflanzen anstatt mit Eisen.
Gespeichert
"Dem Mutigen gehört die Welt, frisch gewagt ist halb gewonnen"

johndeere820

  • Sr. Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 383
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #152 am: 13. August 2019, 10:49:12 »



Ich weiß auch gar nicht, was Biostripptill wirklich ist.

Die Maxima ist die einzige Maschine in meinem Bestand, mit der ich 3 unterschiedliche Dosierungen in einer Überfahrt und eine Direktsaat mit Doppelscheiben erledigen kann.

Das Einzelkornaggregat bringt dabei nur die Erbsen aus. Dort, wo keine Erbsen hin sollen, läuft es "leer" mit.

Mit welchem Reihenabstand säest du deine ZWF? 3 Dosierungen heißt Einzelkornaggregat, Mikrogranulatstreuer und Düngerschar?
Gespeichert

angusy

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 3 121
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #153 am: 13. August 2019, 11:04:43 »

3 Dosierungen heißt Einzelkornaggregat, Mikrogranulatstreuer und Düngerschar?

Richtig.

Meine Maxima ist immer auf 50cm eingestellt. 5cm neben dem Aggregat läuft das Düngeschar.

Ich habe dieses Jahr 2 Varianten getestet:
a) einfache Saat wie beschrieben
b) doppelte Überfahrt 25 cm versetzt (aber bei der 2. Überfahrt ohne Mikrogranulatstreuer !)


Ich werde dann sehen, was besser ist bzw. ob sich der Mehraufwand bemerkbar macht.
Gespeichert

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 097
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #154 am: 13. August 2019, 14:13:47 »

Vielen Dank fürs erklären  :) Jetzt erschließt sich mir auch warum die Fläche so "unberührt" ausschaut
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

angusy

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 3 121
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #155 am: 13. August 2019, 14:37:36 »

Naja, würde die Fläche "berührt" ausschauen, wäre ich hier OT.

Es geht ja um DIREKTSAAT.....
Gespeichert

angusy

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 3 121
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #156 am: 14. August 2019, 08:33:50 »

von heute
Gespeichert

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 097
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #157 am: 14. August 2019, 09:51:02 »

Naja, würde die Fläche "berührt" ausschauen, wäre ich hier OT.

Es geht ja um DIREKTSAAT.....

da wären wir wieder bei der Definitionsrumreiterei…

Ich hab auch Direktsaat gemacht: Direkt in die Stoppel, aber halt mit deutlich mehr Bodeneingriff, weil das halt beim Sägrubber systembedingt so ist

Hab grad kein Bild zur Hand

aber sei es drum, Hauptsache das Zeug marschiert vorwärts  ;D
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Fox!

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 251
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #158 am: 16. August 2019, 19:33:07 »

Update von der Ultima ZF: Vor einer Woche gedrillt, seitdem 2 x 4 mm Niederschlag. Während die konventionell bestellten Flächen davon nicht profitieren konnten, scheinen Stoppeln und Mulchauflage das Wasser deutlich besser im Boden zu halten, denn darunter ist es noch feucht. Bislang ist die DS ZF die einzige die aufgelaufen ist, der Rest hat noch nicht mal gekeimt...
Gespeichert

dirkk

  • Moderator
  • ******
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 4 017
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #159 am: 16. August 2019, 19:40:33 »

Ich hab zwar nichts gesät , aber ich kann berichten , dass unter Strohdecke der Boden  5 -10 cm gut feucht ist und zusätzlich gute Taubildung an der Stoppel erfolgt und diese damit allmählich mürber wird  . Sobald diese aufgerissen wird oder die Strohdecke fehlt , sieht es mau aus ..........

Es muß also noch mehr Wasser in der " Sparbüchse" Boden gesammelt werden .

gruß
dirkk
Gespeichert

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 097
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #160 am: 16. August 2019, 22:27:46 »

Ich kann dirkks Ausführungen soweit nachvollziehen.
Hätte aber Fragen:
Wozu Wasser sammeln, bzw. wie ist das weitere Vorgehen? Saat einer Zwischenfrucht oder im Frühjahr Saat einer Sommerung in die überwinternde Stoppel?
Wäre das mit dem Wassersammeln auch eine Option vor Winterungen? Was mich wieder zur Frage bringt, was machen mit dem Ausfallgetreide, in Raps kein Problem, aber in (Winter)Getreide?
« Letzte Änderung: 17. August 2019, 11:59:53 von nofear »
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Fox!

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 251
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #161 am: 17. August 2019, 09:41:10 »

Wasser sammeln ist hier in der Gegend wohl nie verkehrt  ;D Bei mir folgt anschliessend Mais. Dieses Frühjahr habe ich schon einen Unterschied in der Bodenfeuchte bemerkt, ob die Fläche bedeckt war oder nicht. Daher probiere ich weiter eine ZF vor der Sommerung zu etablieren. Vor einer Winterung würde das wohl nichts werden, bei mir folgt idR aber auch Sommerung auf Winterung.
Ausfallweizen ist sicherlich ein Thema, kommt auch mit hoch aber lange nicht so stark wie befürchtet. Kommendes Jahr möchte ich dazu einen Strohstriegel einsetzen - auch wegen der besseren Verteilung des Strohs.

Dirk geht ja wieder einen ganz anderen Weg.
Gespeichert

johndeere820

  • Sr. Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 383
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #162 am: 17. August 2019, 11:01:40 »

Wasser sammeln ist hier in der Gegend wohl nie verkehrt  ;D Bei mir folgt anschliessend Mais. Dieses Frühjahr habe ich schon einen Unterschied in der Bodenfeuchte bemerkt, ob die Fläche bedeckt war oder nicht. Daher probiere ich weiter eine ZF vor der Sommerung zu etablieren. Vor einer Winterung würde das wohl nichts werden, bei mir folgt idR aber auch Sommerung auf Winterung.
Ausfallweizen ist sicherlich ein Thema, kommt auch mit hoch aber lange nicht so stark wie befürchtet. Kommendes Jahr möchte ich dazu einen Strohstriegel einsetzen - auch wegen der besseren Verteilung des Strohs.

Dirk geht ja wieder einen ganz anderen Weg.

Erfahrungsgemäß ist Ausfallweizen nicht so schnell wie Ausfallgerste. Kann das in diesem Jahr wieder gut beobachten: in der Zwischenfrucht nach Wintergerste steht mehr Ausfallgetreide als in der Zwischenfrucht nach Winterweizen. Aussaat erfolgte am gleichen Tag mit der gleichen Mischung.

Strohstriegel steht bei mir nach wie vor auf der Wunschliste und zwar aus dem selben Grund wie bei dir: das Stroh ist einfach nicht vernünftig verteilt, gerade am Vorgewende! Dort läuft die Zwischenfrucht auch schlechter auf, als in der restlichen Fläche. Ich will vor der Zwischenfrucht so wenig Bodenbearbeitung wie möglich machen. Für die flache Arbeit kommt eine KSE zum Einsatz, die das Stroh kaum verteilt. Und mit nur einem etwas tieferen Arbeitsgang mit dem Grubber kriegt man das Stroh auch nicht wirklich gut verteilt. Konnte in diesem Jahr Flächen in der Gemarkung sehen, die zwischendurch mit einem Strohstriegel bearbeitet wurden. Das hat mir ganz gut gefallen. Gerade vor Raps und Zwischenfrüchten, wo das Zeitfenster vergleichsweise klein ist, könnte so ein Gerät gut passen.
Gespeichert

dirkk

  • Moderator
  • ******
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 4 017
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #163 am: 17. August 2019, 18:59:41 »

Saat einer Zwischenfrucht stände nur an , wenn der Schlag irgendwelche "Reparaturbedürftigkeiten"  hätte .......  das erledigt sich zur Zeit wegen Wassermangels . An sich wollte ich auch zwischen Winterweizen und Winterweizen so etwas auf 20 und 19 ha machen , aber da steht jetzt Wasser sammeln an erster Stelle . Denn sonst fehlt mir das Wasser nächstes Jahr , um Geld ins Korn zu bringen .
Jedenfalls zu Winterweizen nach Weizen läuft es so : Nach Hochschnitt und zweimal Striegeln im Abstand von zwei Wochen bzw. nach erfolgtem Niederschlag wird das Stroh ab Ende August bis Mitte September mit dem Mulcher auf 2-4 cm Stoppelhöhe klein gemacht . Dann ist das Stroh schon deutlich mürber und wird auch beim Mulchen deutlich feiner . Ein Grubbergang erfolgt dann Mitte September , um dann auch letzten Weizen einzumischen oder Restkörner zum Auflaufen zu bringen . Zur Saat Anfang - 10. Oktober wird dann noch einmal gegrubbert , meist auf 8 -10 cm . Durch den Mulchgang ist das Stroh nach zwei Grubbergängen auf 6 -10 cm kaum noch zu sehen . Dadurch ist der Stoppelweizen auch gut gesund unterwegs . Durch die Strohdecke bis Mitte September wird einiges an Wasser über die verdunstungsstärkste Zeit  " gerettet" . Glyphosat wird hier nicht eingesetzt und in Herbsten mit halbwegs Niederschlag ist auch folgende Wintergerste schön "weizenarm" .
Zu Sommerungen erfolgen nach der Hochschnitternte nur zwei Striegelgänge mit zeitlichem Abstand . Bislang erfolgte im Oktober ein Gang mit Glyphosat , wenn auch manchmal nur wenig Ausfallgetreide im Bestand war . In Zukunft sollte die Ernte recht verlustarm über die Bühne gehen , um die Stoppel auch weiterhin bis kurz vor der Aussaat im Frühjahr stehen zu lassen ohne Glyphosat . Das Stroh ist im Frühjahr sehr mürbe und macht bei lufttrockener Witterung keine Probleme beim Einarbeiten . Es sind ohnehin 1/3 bis 2/3 der Stoppel weggerottet und das Stroh/Spreu auf dem Boden weitgehend von den Bodenlebewesen beseitigt .
Allerdings muß in feuchten Jahren bedacht werden , das es unter der Strohdecke im Herbst wie auch im Frühjahr anhaltend nass sein kann ( aber sehr gute Tragfähigkeit ! )  ! Ein flaches Aufziehen ist dann vonnöten , um überhaupt noch etwas auf dem Feld bearbeiten zu können . Im Trockenklima sicherlich kein Problem , aber ich bin im Frühjahr bei weitem nicht der Erste , der ackern kann . Damit hab ich in den ersten Jahren auch etwas Lehrgeld bezahlt .

Durch den Hochschnitt hat der Drescher weitgehend weniger Verluste , so daß sich die Ausfallgetreideproblematik ziemlich verringert .

Gruss
dirkk
« Letzte Änderung: 17. August 2019, 19:02:04 von dirkk »
Gespeichert

Cyberlui

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 300
  • Beruf: Landwirtschaftsmeister
Re: Direktsaat von Zwischenfrüchten (möglich?)
« Antwort #164 am: 17. August 2019, 20:45:21 »

Kann jetzt auch Bilder beisteuern
Aussaat mit einem Horsch Airseeder nach 60mm und einer Woche nach dem Drescher, da Stroh abgefahren wurde und drauf kamen nochmal 40mm Niederschlag.
Gespeichert