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Autor Thema: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?  (Gelesen 112056 mal)

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nofear

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #390 am: 20. September 2019, 01:00:49 »

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

Ich will hier auch nicht groß orakeln, aber am Ende der DDR (ich war da leider oder gsd -je nach sichtweise- noch etwas zu jung um alles voll zu erfassen) hat man auch gedacht was soll sich hier ändern, obwohl viele wussten, dass es so nicht weitergehen kann. Der Umschwung kam bekanntlich dann doch recht flott.
Ist auch nicht alles besser geworden, aber vieles. Manches überhaupt erst möglich.

Wenn ich mir die heutigen gesellschaftlichen und politischen und auch wirtschaftlichen Zustände so ansehe, dann gibts da doch gewisse Parallelen.
(Ich weiß die Situation ist heute eine andere und der Vergleich hinkt, es gibt keine zwei Pakte mehr die sich gegenüberstehen, nicht schwarz und weiß, heute gibt's mehr)

Aber zum Thema:
Die kleineren-mittleren Ackerbaubetriebe (bis 300ha) haben hier alle zusätzliche Einkommen/Standbeine oder laufen teilweise bei guter Struktur fast im Nebenerwerb. Oder anders ausgedrückt: lukratives Hobby, das Geld wird woanders verdient.
« Letzte Änderung: 20. September 2019, 07:15:48 von nofear »
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Euro-T

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #391 am: 20. September 2019, 07:15:46 »

Ich denke schon dass die nächsten Jahrzehnte sehr viel im Umbruch ist. Tierhaltung wird zurück gehen, extensivere Haltungsformen werden zunehmen, viele Flächen werden extensiver genutzt werden, in den Gunstlagen wir dagegen sehr intensiver Ackerbau betrieben.

Global gesehen würde ich Deutschland durchaus als einen absoluten Gunststandort betrachten - vermute aber, du wirst deine Aussage eben nicht rein auf den Standort bezogen haben, denn nach einer Forftührung der Intensität sieht es ja aktuell nicht gerade aus... - oder du redest von wirklich großen Zeitspannen...was machen wir zwischendrin?

und nun weg vom tier, das thema geht um ackerbau.
ich will hier mal nicht unbedingt den wirtschaftlichen aspekt reinbringen, sondern den ackerbaulichen, ich frag mich wirklich, was wir hier weiterhin anbaun sollen, 20 bp auf sand (da haben uns die 650mm immer gerettet), mittlerweile sind wir bei 450mm und klimatisch auch nicht unbedingt auf der sonnenseite in bayerisch sibirien. eine option wäre grundfutter erzeugen für andere betriebe, wird hier vermehrt nachgefragt,
oder die oberfränkische trockenfruchtfolge einführen, wr wr kg....

Das steht zwar in völliger Diskrepanz zu meiner vorherigen Aussage, aber das könnte in manchen Teilen des Landes noch eher ein ernstes Problem werden, als es die sinnlose Regulierungswut vermag.

Beides zusammen macht`s dann mancherorts schon jetzt so richtig ernst, da helfen dann auch keine 2000 ha.   
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Gruß

~~ Olli

nofear

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #392 am: 20. September 2019, 07:20:51 »

Das steht zwar in völliger Diskrepanz zu meiner vorherigen Aussage, aber das könnte in manchen Teilen des Landes noch eher ein ernstes Problem werden, als es die sinnlose Regulierungswut vermag.

Beides zusammen macht`s dann mancherorts schon jetzt so richtig ernst, da helfen dann auch keine 2000 ha.

Wenn man gelassen wird, finden sich oftmals Lösungen.

Die Benachteiligung der letzten beiden Jahre durchs Wetter machen mir weitaus weniger Sorge als die gezielte/bewusste durch die Politik...
Aber wie Du schreibst: beides zusammen  :nacht: 
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BNT

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #393 am: 20. September 2019, 07:52:01 »


Nein, Tiere produzieren überhaupt keinen Dünger oder Nährstoffe, das musst du vorher alles erstmal übers Futter zuführen. Die haben sogar noch einiges an Verlusten...

Mist, Jauche und Gülle sind also kein Dünger? Okay ...  :frage:

Zitat
Und ob es noch Jahrzehnte dauert sei mal dahingestellt. So eine Entwicklung verläuft nämlich nicht Linear, sondern immer in S-Kurven.

Ich hätt' jetzt echte gedacht, du kommst mit dem Hockey Stick. :D

Wir haben doch als Paradebeispiel den Biolebensmittelmarkt. Der wächst seit Jahrzehnten exponentiell. Wo siehst du da die S-Kurve?


Wenn wir schlau wären, würden wir in den Exportmarkt einsteigen. China wird sich never ever selbst mit Fleisch versorgen können. Sollen's bei uns vegan werden - China ist eine gute Kundschaft. Die wollen am Sonntag ihren Schweinebraten. Aber wir dürfen die ja nicht beliefern.


Zur Regulierungswut - ich denke, viele haben doch noch nicht mal erfasst, wie viel das Glyphosatverbot kosten wird. Da fehlt ein wenig der Weitblick.
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Wade

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #394 am: 20. September 2019, 09:53:07 »


Nein, Tiere produzieren überhaupt keinen Dünger oder Nährstoffe, das musst du vorher alles erstmal übers Futter zuführen. Die haben sogar noch einiges an Verlusten...

Mist, Jauche und Gülle sind also kein Dünger? Okay ...  :frage:

Und wo kommen die Nährstoffe in der Gülle her? Da hätte ich schon erwartet dass du so weit denken kannst um zu verstehen dass die Tiere nicht die Nährstoffe erzeugen. Keine Ahnung ob du hier gerade nur trollen willst oder du es wirklich nicht verstehst??
Man könnte auch direkt das Futter auf den Acker fahren, es braucht den Zwischenschritt "Tierhaltung" nicht damit es einen Düngerwert hat! Und das wird ja z.T. auch schon gemacht in Viehlosen Biobetrieben (-> Cut & Carry). Oder eben Gründüngung aufm Acker. Oder keine Strohbergung sondern es auf dem Acker belassen -> weniger Entzug.

Viehhaltung produziert keinen Dünger/Nährstoffe, es führt sogar noch Nährstoffe aus dem Betrieb ab.

Zitat
Und ob es noch Jahrzehnte dauert sei mal dahingestellt. So eine Entwicklung verläuft nämlich nicht Linear, sondern immer in S-Kurven.

Ich hätt' jetzt echte gedacht, du kommst mit dem Hockey Stick. :D

Wir haben doch als Paradebeispiel den Biolebensmittelmarkt. Der wächst seit Jahrzehnten exponentiell. Wo siehst du da die S-Kurve?
[/quote]
Nein, der Biomarkt ist kein gutes Beispiel weil es eben kein Marktumschwung durch technischen Fortschritt ist. Vergleich das mal mit mit meinen anderen Beispielen, dann fällt dir der Unterschied vielleicht auf.

 
Ich denke schon dass die nächsten Jahrzehnte sehr viel im Umbruch ist. Tierhaltung wird zurück gehen, extensivere Haltungsformen werden zunehmen, viele Flächen werden extensiver genutzt werden, in den Gunstlagen wir dagegen sehr intensiver Ackerbau betrieben.

Global gesehen würde ich Deutschland durchaus als einen absoluten Gunststandort betrachten - vermute aber, du wirst deine Aussage eben nicht rein auf den Standort bezogen haben, denn nach einer Forftührung der Intensität sieht es ja aktuell nicht gerade aus... - oder du redest von wirklich großen Zeitspannen...was machen wir zwischendrin?

Ich geh da von den nächsten Jahrzehnten aus. Und ich meinte eigentlich schon Standortbezogen. Hier in den Mittelgebirgen gibt es viele Flächen auf denen sich normaler Ackerbau nicht rentiert, da erntet man auch mit hohem Aufwand nur die Hälfte von den Gunststandorten. Vor allem in einem Jahr wie diesem oder letztes Jahr. Da geht das heute schon in die Richtung, schlechte Flächen werden weiter extensiviert, oder nur noch für Umweltschutz/Landschaftspflege bewirtschaftet.

Zitat
und nun weg vom tier, das thema geht um ackerbau.
ich will hier mal nicht unbedingt den wirtschaftlichen aspekt reinbringen, sondern den ackerbaulichen, ich frag mich wirklich, was wir hier weiterhin anbaun sollen, 20 bp auf sand (da haben uns die 650mm immer gerettet), mittlerweile sind wir bei 450mm und klimatisch auch nicht unbedingt auf der sonnenseite in bayerisch sibirien. eine option wäre grundfutter erzeugen für andere betriebe, wird hier vermehrt nachgefragt,
oder die oberfränkische trockenfruchtfolge einführen, wr wr kg....

Das steht zwar in völliger Diskrepanz zu meiner vorherigen Aussage, aber das könnte in manchen Teilen des Landes noch eher ein ernstes Problem werden, als es die sinnlose Regulierungswut vermag.

Beides zusammen macht`s dann mancherorts schon jetzt so richtig ernst, da helfen dann auch keine 2000 ha.   

Das hab ich hier und auch in einigen Chats auch schon öfter gesagt. Ich seh den Klimawandel als viel größeres Problem für uns Landwirte als zb Glyphosatverbot. Überspitzt ausgedrückt: Was hilft mir nen Kanister Glyphosat in der Wüste...

(Ich sehe ein Glyphosatverbot auch als absolut unnötig, richtig angewand hat das wesentlich weniger Folgen als alternative Mittel oder mechanische Bekämpfung)
Aber wenn ich die Wahl hätte zwischen PSM Verbot & kein Klimawandel, müsste ich nicht lange überlegen...

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BNT

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #395 am: 20. September 2019, 10:08:29 »

Der Unterschied zwischen Dünger und Nährstoffen sollte dir bekannt sein.

Oder nimmst du Luftstickstoff auch in deine Düngebilanz auf? ;)


Es geht um die Nährstoffverfügbarkeit.
Kann bei dir ja anders sein, aber die meisten Biobauern, die ich kenne, sehen die Güllewirkung in ihren Beständen mehr als eindeutig.
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Wade

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #396 am: 20. September 2019, 10:14:19 »

Dann kannst das auch in ne Biogas schmeißen und hast weniger Nährstoffverlust als über Tierhaltung.
Der einzige Unterschied ist, dass die Nährstoffe aus Gülle z.T. schneller/direkt verfügbar sind, aber auch wesentlich Flüchtiger. Die Nährstoffe aus Silage-Düngung werden halt erst nach und nach verfügbar. Man düngt eben nicht die Pflanze, sondern den Boden.
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BNT

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #397 am: 20. September 2019, 10:21:22 »

Na klar geht das auch mit Biogas. Nur was machst du denn mit dem Strom und der Abwärme. Die musst du genauso vermarkten.

Ich kenne das Gerede von Flächenkompostierung und Gründüngung nur zu gut. Auch das sind keine Prozesse ohne Wirkungsgradverluste. Das hatten wir ja schon mal als Thema, wie viel N2O nach dem Mulchen von Kleegras emittiert.

Was ich mich aber viel mehr frage: Was essen die Menschen, wenn sie auf tierische Produkte verzichten müssen. Mit Reis alleine wird sich niemand zufrieden geben. Irgendwo her muss das Geschmackserlebnis kommen.
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Rohana

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #398 am: 20. September 2019, 10:33:14 »

Da steht doch die (bio)chemische Industrie schon in den Startlöchern um für dein Geschmackserlebnis zu sorgen! Konsistenzgeber, Aromen, bisschen Farbe hie und da...  wer braucht da noch "echte" Produkte?
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Mathias

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #399 am: 20. September 2019, 10:44:31 »


Nein, Tiere produzieren überhaupt keinen Dünger oder Nährstoffe, das musst du vorher alles erstmal übers Futter zuführen. Die haben sogar noch einiges an Verlusten...

Mist, Jauche und Gülle sind also kein Dünger? Okay ...  :frage:

Und wo kommen die Nährstoffe in der Gülle her? Da hätte ich schon erwartet dass du so weit denken kannst um zu verstehen dass die Tiere nicht die Nährstoffe erzeugen. Keine Ahnung ob du hier gerade nur trollen willst oder du es wirklich nicht verstehst??
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Ich hätte da von dir als Biolandwirt erwartet das du fachlich etwas weiter bist.
Es gibt auch noch andere Sachen als irgendwelche Nährstoffsalden.
Biologie zum Beispiel.
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angusy

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #400 am: 20. September 2019, 10:49:25 »

NEIN

Das ist die Antwort auf die Frage des Threads.

Und seit gestern bin ich dieser festen Auffassung. Da wird mir für 1.400 EUR/ha und Jahr angeboten, Flächen für irgendein Vogelprogramm zur Verfügung zu stellen.

1.400 EUR/ha

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
8t/ha Brotweizen sind wahrlich kein Missertrag
150 EUR/t Brotweizen hat man auch nicht immer sicher

Das ergeben gerade einmal 1.200 EUR/ha und dazu hat man noch Arbeit und Risiko.

Ich würde gerade gerne meine komplette Ackerfläche dem Programm zur Verfügung stellen.
Aber das geht nicht. Vögel fressen Insekten und ich bin Insektenschützer !!!!!


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BNT

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #401 am: 20. September 2019, 11:00:04 »

Da steht doch die (bio)chemische Industrie schon in den Startlöchern um für dein Geschmackserlebnis zu sorgen! Konsistenzgeber, Aromen, bisschen Farbe hie und da...  wer braucht da noch "echte" Produkte?

Die haben nach der Analogkäse Geschichte auch dazu gelernt und verkaufen den nun als veganen Käse. :D

1.400 Euro ist gutes Geld. Ohne Aufwand und mit wenig Risiko - ideal.
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greenlife

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #402 am: 20. September 2019, 11:01:04 »


Oder nimmst du Luftstickstoff auch in deine Düngebilanz auf? ;)


In der Stoff-Strom-Bilanz gibt es unter Zufuhr den Punkt:
 
N-Deposition über Luftpfad(++) in kg/ha   

(++) auf Grundlage des Hintergrundbelastungsdatensatzes des Umweltbundesamtes

Quelle: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/duengung/duengeverordnung/stoffstrombilanz.htm

Ja...in Zukunft rechnen viele, für die die Stoff-Strom-Bilanz dann verpflichtend wird (zuerst v.a. Viehhalter, rote Grundwasserkörper), die Stickstofffrachten aus der Luft mit ein.
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BNT

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #403 am: 20. September 2019, 11:19:42 »

Stimmt. Diesen Eintrag gibt es. Er ist aber sehr überschaubar und hebt sich dann mit quasi Natur gegebenen Verlusten (Verlagerung, Emissionen, usw.) wieder aus.
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Rammstein

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #404 am: 20. September 2019, 11:28:56 »

Aber zum Thema:
Die kleineren-mittleren Ackerbaubetriebe (bis 300ha) haben hier alle zusätzliche Einkommen/Standbeine oder laufen teilweise bei guter Struktur fast im Nebenerwerb. Oder anders ausgedrückt: lukratives Hobby, das Geld wird woanders verdient.
Als kleinerer Ackerbaubetrieb (der weit von der 300ha Grenze entfernt ist) im Nebenerwerb, sehe mittlerweile das Risiko das mein außerlandwirtschaftliches Einkommen in Zukunft nicht mehr ausreicht um die Ldw. mit durchzuschleppen. Wenn sich nur die hälfte an Vorahnungen bewahrheitet, bin ich auf Programme wie z.B. Rotmilan angewiesen. Nur warum sollte es da dann noch soviel Geld für geben wie heute?
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Gruß Rammstein