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Autor Thema: Landwirtschaft in China  (Gelesen 7088 mal)

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Ansgar

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #15 am: 21. Juni 2015, 22:13:49 »

ist doch wie es ist. aus wikipedia:

Pestizid (von lat. pestis = Geißel, Seuche und lat. caedere = töten) ist eine aus dem englischen Sprachgebrauch übernommene Bezeichnung für chemische Substanzen, die lästige oder schädliche Lebewesen töten, vertreiben oder in Keimung, Wachstum oder Vermehrung hemmen.
Pestizid ist fur mich ein gängiger Begriff und auch treffender als Pflanzenschutzmittel.

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Ich weiß sehr wohl was Pestizide sind! Nun gut, trotzdem sollten wir mit solchen Begriffen sensibel umgehen. In jedem popeligen Seminar für Öffentlichkeitsarbeit kriegt man eingetrichtert, solche Begriffe wie Pestizide, Kunstdünger, Monokultur etc. zu meiden. Dann kann ich ja gleich sagen, dass ich mit meiner Feldspritze Gift versprühe.
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Georg

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #16 am: 21. Juni 2015, 22:16:44 »

Ich war in den letzten 10 Jahren 8 mal in China in Sachen Landwirtschaft unterwegs.

Die Frage nach LAndiwrtschaft in China ist so ähnlich wie Landwirtschaft in Afrika, oder Landwirtschaft in Europa!

China ist eigentlich ein Kontinent!
Die Nord - Süd Ausdehnung ist etwa wie Moskau im Norden und die Südägyptische Grenze. Oder Norddeutschland - Südgrenze von Algerien.

Ich denke da kann sich jeder so ungefähr vorstellen wie klimatisch unterschiedlich China ist.

Dann sind riesige Flächen von China ganz einfach nur Wüste, oder DUrch das besetzte Tibet die höchsten Gebirge der Welt

Wenn ich heir so einige Kommentare lese, müssen die Chinesen sich anscheinend alle selbst vergiften!

Fakt ist: In China leidet  niemand Hunger! Nach wie vor ist China in der Lage sich selbst zu ernähren. Und das sind immerhin dreimal mehr Menschen wie die gesamte EU die da jeden Tag essen wollen und auch bekommen!

Ich hab niergends auf der Welt ne vielfältigere Küche gesehen wie in China.  Gibt´s nicht - gibt's nicht...... ;D

@ Biobauer:
Das mit dem Bestäuben von Obstbäumen mit Pinseln hab ich 1983 als Praktikant in Japan schon gemacht, und wird auch heute noch dort gemacht. Die handbestäubte Apfelproduktion in China ist ausschließlich für den Export nach Japan. Die Apfelproduktion wäre ein Tread für sich.
So ein Apfel koste in Japan dann um die 5 Euro pro Stück!
Zu den Bienen, Japan ist ein extrem Bienenfrundliches LAnd und Bienenhaltung hat ne sehr hohe Kultur dort. Deutschland importiert im Durschnitt über 500 to Bienenhonig aus Japan! Und das alles dort trotz intensivster LAndiwrtschaft und Industrie!
Zum genfreien Biosojaanbau: Ja es wird tatsächlich auf sehr großen Flächen Bio angebaut. Vor allen Dingen auch genfreier Biosoja! Der Soja ist allerdings nicht für den heimischen Markt, sondern in der Hauptsache für den Export nach Japan. Da erlöst man den 4 bis 5 fachen Preis gegenüber dem Soja den man aus Brasilien importiert. Man vermehrt so die Menge für den heimischen Markt mal 5 fürs gleich Geld!

Zu Chinas Landwirtschaft vielleicht ein paar Interessante Zahlen: Die Hälfte der Weltweiten Schweinefleichsproduktion ist in China! Das Gleich gilt für Raps!
Landtechnik: In China wurden 2013 570 000 Schlepper über 20 PS verkauft. davon 80 000 über 65 PS! Insgesamt ist das mehr als das Doppelte vom Rest der Welt!
Ich hab letzte Woche mal den Agritechnica Plan durchgeschaut. Alleine in der Halle für Elektronik hat China einen Gemeinschaftsstand mit 400 qm gemietet! Da werden einige Überraschungen dabei sein.
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Georg

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #17 am: 21. Juni 2015, 22:21:30 »

zudem kommt immer viel biosoja aus china, was ich  für nicht glaubwürdig halte

Freud aus Österreich war mal da, die machen Bio, aber da ist teilweise soviel Schwefel und anderes in der Luft, da brauchst auch gar nicht spritzen  ;) Auch wenn nicht gespritzt, gesund wird das nicht sein. Dann lieber von Konvi von hier, da weiss ich wenigstens was drin ist  ;D

Da würde ich Dir aber mal raten, alles was Du so ist gaaaaaaaaaaaaaaanz genau anzuschauen! Du glaubst gar nicht wie viele Inhaltsstoffe unserer Lebensmittel schon aus China kommen! China ist bie Lebensmittel derzeit Handelsbilanzneutral! Also alles was wir an Milch und Schweinefleischprodkte nach China leifern kommt wieder zurück! Meist in Form von Handarbeitsintensiven Produkten wie Beeren aller Art!
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Biobauer

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #18 am: 21. Juni 2015, 22:30:56 »


Das mit dem Bestäuben von Obstbäumen mit Pinseln hab ich 1983 als Praktikant in Japan schon gemacht, und wird auch heute noch dort gemacht. Die handbestäubte Apfelproduktion in China ist ausschließlich für den Export nach Japan. Die Apfelproduktion wäre ein Tread für sich.
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redn ma jetzt über japan oder china?

und 500 to san pillepalle, ich meine allein aus mexiko kommen über 15000 to.
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

309CA

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #19 am: 02. März 2017, 20:58:04 »

In China bekommens ja immer noch 3 €/kg SG bei den Schweinen das wäre doch was für Stratthof.....
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Warum gibt es Gülleauflagen ? wäre es Umwelttechnisch nicht besser wenn möglichst viel der Arbeitnehmer usw mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren müssen ?  Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.

Henrik

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #20 am: 03. August 2018, 07:46:17 »

Gibt es eigentlich auch Zahlen was China an Getreide bzw. Reis produziert? Ganz klein ist China ja auch nicht. Das sie mehr Käufer als Verkäufer sind auch klar.
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BNT

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #21 am: 03. August 2018, 07:57:29 »

350 Mio to Getreide produzieren sie. Verbrauch ca. 380 Mio to. Aber: Sie haben volle Lager (300 Mio to).

Wie die meisten anderen Staaten ist China vor allem Sojaimporteur.
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #22 am: 03. August 2018, 23:21:22 »

Danke. Das die Chinesen die Lager voll haben wundert mich nicht. Die denken ja sehr strategisch.
Wenn die soviel haben, hat das Auswirkungen auf die Preise.
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farming.ch

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #23 am: 04. August 2018, 08:41:32 »

350 Mio to Getreide produzieren sie. Verbrauch ca. 380 Mio to. Aber: Sie haben volle Lager (300 Mio to).

Wie die meisten anderen Staaten ist China vor allem Sojaimporteur.

Und importieren mit dem Soja gleich auch noch Phosphor, Stickstoff, etc...
Haben sie ev. auch eine Bodenphosphor-Strategie? Würde mich nicht verwundern, da P aus den Lagerstätten ja knapp zu werden droht in Zukunft.

China hat auch eine sehr alte, Tausende von Jahren, Tradition in Intensiv-Landwirtschaft. Bzw. wir würden das wohl eher als Gartenbau ansehen.
High-Input und High-Output pro Fläche.
Es gibt da das sehr interessante Buch "4000 Jahre Landbau in China, Korea und Japan" von F.H. King, einem US-Amerikaner.

"F.H. King, ehemals Professor der Agrarwissenschaft an der Universität Wisconsin und Leiter der Bodenabteilung des Landwirtschaftsministeriums der USA, bereiste den Fernen Osten und schrieb diesen fesselnden Reisebericht. Er macht anschaulich, wie es diesen Völkern gelang, mit wenig Vieh und trotz Überbevölkerung die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, ohne Kunstdünger anzuwenden - allein durch die zahllosen Methoden der Kompostwirtschaft, Mulch- und Mischkulturen, Gründüngung und Direktsaat."
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Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. - Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt. JCJ

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #24 am: 04. August 2018, 08:44:18 »

Gerne. China hat auch ein paar Mäuler zu versorgen und vielleicht wollen sie keine steigenden Lebensmittelpreise riskieren. China verfügt auch über entsprechende finanzielle Mittel.
Und natürlich, mit so hohen Lagerbeständen lässt sich sehr gut arbeiten.

Etwas übertrieben ausgedrückt: Wie sich China am Markt verhält hat größere Auswirkungen auf den Getreidemarkt, als die Ernteergebnisse in der EU.


Noch kurz zum Biogetreidemarkt. 34% des dt. Biogetreides werden importiert, hauptsächlich aus Rumänien und der Ukraine. Da dies über längerfristige Verträge läuft, wird man sich immer auch an deren Ernteergebnisse orientieren müssen.

Ja klar importieren die auch Nährstoffe, aber wohin sollen sie die tun? Es führt doch zu denselben Problemen, die unsere viehstarken Betriebe haben. Irgendwann bist du mit P in Versorgungsstufe E und dann sind die Vorteile weg.

In China werden jetzt übrigens auch da und dort mal 10 to Weizen gedroschen.
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in China
« Antwort #25 am: 09. November 2018, 20:37:46 »

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