www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de  
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Wildschwein Schadensvermeidung  (Gelesen 46127 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Fox!

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 419
Re: Wildschwein Schadensvermeidung
« Antwort #135 am: 11. November 2019, 12:54:49 »

Hier läuft die Zusammenarbeit mit den Jägern recht harmonisch ab - es müssen halt beide Seiten mitspielen. Ich habe kommendes Jahr Maisflächen in sensiblen Gebieten was Wildschweine angeht. Habe darauf kurzerhand die Jäger zusammen telefoniert um mögliche Maßnahmen unsererseits zu besprechen, welche eine Bejagung einfacher gestalten.
Gespeichert

Der_Oberfranke

  • Junior Member
  • **
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 90
Re: Wildschwein Schadensvermeidung
« Antwort #136 am: 11. November 2019, 17:22:38 »

Diskussion mit der Jägerschaft von Jänner bis Dezember.

Das dürfte in den brisanten Regionen der Normalfall sein - da ist Harmonie fast unmöglich. Regionen, in denen auf Augenhöhe zwischen Landwirten und Jägern diskutiert wird kennen denke ich nur recht moderaten Schwarzwilddruck - bzw. schaden.

Zitat
Entschädigungen müssen meist erstritten werden

Wildschadenentschädigung ist hier mittlerweile eigentlich in so gut wie jedem Revier vertraglich ausgeschlossen, anders bekommt man hier keine Jagd mehr verpachtet, ein Ding der Unmöglichkeit. Und selbst so findest eigentlich kaum mehr lokale Jäger, weil die Region hier (Fichtelgebirge, Frankenwald und Teile des Maintals) einfach stellenweise ein enormer Hotspot für Wildschweine sind. Unser Revier hier ist an einen Jäger aus 450 km Entfernung verpachtet...prinzipiell ein fähiger Mann, mit dem man tatsächlich gut auskommt. Aber Problem ist halt einfach, dass er nur wenige Wochen im Jahr vor Ort ist. Engagement ist von beiden Seiten vorhanden - der gute Mann hat in zusammenarbeit mit den Landwirten massiv mit Hochsitzen aufgerüstet, aber hilft halt auch nix wenn nur sehr selten einer tatsächlich ansitzt.

In den vergangenen Jahren wurden revierübergreifen Bewegungsjagden durchgeführt, ist zwar ne recht nette Sache, aber den Schwarzwildbesatz hat auch das nicht merklich gemindert. Gefühlsmäßig verschärft sich die Problematik eher....bei einem befreundeten Landwirt haben die Säue vergangene Woche in der Hofstelle die Fahrsilos aufgedeckt und sich daran bedient.
Gespeichert

stoppelrübe

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 161
  • Beruf: Landwirt
Re: Wildschwein Schadensvermeidung
« Antwort #137 am: 11. November 2019, 19:49:41 »

Ich komme mit den Jägern vor Ort auch klar. (bin aber auch in unserer Gemeinde im Jagtvorstand) Der Wildschaden wird meist auf den kurzen Dienstweg geregelt. Heist meist Wildbrett als Schadenersatz. Nur bei größeren Schäden wird ein entschädigt.
Das betrifft zu 90% die Neuansaat von Wiesen die von den WS umgebrochen wurden. Im Mais ist auch Schaden vorhanden aber das wird meist mit den erlegten WS geregelt.
Wenn bei mir Schaden auftritt (WS haben im letzten Herbst fast 0,5ha Triticale plattgemacht, ist bis zur Ernte nur teilweise verwachsen ) nehme ich Wild zur Weiterverarbeitung in der Direkvermarktung, da haben wenigstens alle etwas davon. :schwein:am Spieß lecker
Gespeichert

ct

  • Moderator
  • ******
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 3 670
  • Mit viel Licht ist auch der Schatten heller
Re: Wildschwein Schadensvermeidung
« Antwort #138 am: 12. November 2019, 07:13:56 »

Bild des Tages vom 11.11.2019, aufgenommen im September

darauf beziehen sich die letzten 4 Beiträge, die ich hier zum Thema angefügt / zusammengeführt habe
« Letzte Änderung: 12. November 2019, 07:16:59 von ct »
Gespeichert
Gruß ct

ct

  • Moderator
  • ******
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 3 670
  • Mit viel Licht ist auch der Schatten heller
Re: Wildschwein Schadensvermeidung
« Antwort #139 am: 16. Januar 2020, 08:58:06 »

Video - Wildschweine vor der Haustür - Kampf gegen die Plage

Seit Jahrzehnten drängen Wildschweine zunehmend in den urbanen Bereich. Doch welche Gefahren gehen von den Wildschweinen aus und welche Ängste treibt die Menschen um? Wie beurteilen Wissenschaftler das wachsende Problem?

https://www.mdr.de/tv/programm/video-372564_zc-12fce4ab_zs-6102e94c.html

https://www.mdr.de/video/mdr-videos/c/video-372564.html
Gespeichert
Gruß ct

Peter83

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 693
  • Beruf: Landwirt
Re: Wildschwein Schadensvermeidung
« Antwort #140 am: 18. April 2020, 11:20:59 »

wie zäunt man am besten ein?
Habe gestern gut 1,5km Zaun aufgestellt mit frei Litzen in 20/40/75 cm Höhe. Unten und oben Strom drau gegeben und in der Mitte nochmal Erde.

Würdet ihr das auch so machen oder drei mal Strom?
Gespeichert

dirkk

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 4 300
Re: Wildschwein Schadensvermeidung
« Antwort #141 am: 18. April 2020, 23:39:13 »

den 20 er und 40 er bestromen - den 75 er brauchst du bei Sauen nach meiner Erfahrung nicht .....  ich mache nur einen auf 20 -35 , reicht bei mir . Wichtig ist immer  kräftig Strom ( kein Gras anwachsen lassen )  und die ersten Tage regelmäßig kontrollieren . Wenn die Sauen mal " eine gefeuert " bekommen haben , respektieren sie den Zaun und es wird ruhiger .

gruss
dirkk
Gespeichert
Seiten: 1 ... 7 8 9 [10]   Nach oben