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Autor Thema: Landwirtschaft in Holland  (Gelesen 37688 mal)

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Josef

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #45 am: 01. Oktober 2019, 18:04:00 »

Zitat
Es ist ja weitreichend bekannt wie die Böden durch die Gülle vollgedüngt sind... Die Holländer wissen Das nur zu gut!


Georg, warst du in deinem früheren Lohner Leben nicht auch groß im Klärschlamm- und Güllebereich tätig
mit eigener Technik?

Hoffentlich sprichst du hier nicht aus eigenen Erfahrungen...



ade
tomiq

So langsam vermisse ich den Button   I Like hier
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Josef

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #46 am: 01. Oktober 2019, 18:05:05 »

Seid ihr alle zufrieden, mit der Situation, wie sie momentan ist?   Ich habe es jedenfalls satt, dass die Landwirtschaft der Sündenbock für alles sein soll.

Georg, dein Beitrag war nicht wirklich konstruktiv . Ich habe viele Freunde in den Niederlanden, iwelche wirklich nachhaltig wirtschaften.

Ich denke es wäre nicht schlecht, die Welle von den Niederlanden nach Deutschland schwabben  zu lassen. Nur damit das Ganze gut für den einzelnen ausgeht, bräuchten wir schon mal 20.000 Trecker auf den deutschen Autobahnen. Momentan ist eine wahnsinns Ferienzeit. Durch den Feiertag ist halb Deutschland unterwegs. Außerdem sind in vielen Bundesländern Herbstferien.
Gruß Martin

Und schon wieder volle Zustimmung!
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nofear

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #47 am: 01. Oktober 2019, 18:18:42 »

Die Franzosen gleich noch mit dazu!!!
Ne Art Streikkasse (z.B. 20€ pro Trekker) müsste es auch geben, damit die, die angeklagt werden nicht komplett in den Ruin getrieben werden.
Irgendwie haben die Deutschen davon nix groß vorher erfahren, sonst hätte man das gleich mal etwas ausdehnen können. Wird wohl aber auch Absicht gewesen sein, dass vorher nix verlautbart wird....

Aber ich denk seit der Aktion und dem Urteil von Müllermilch werden sich in D viele Bauern es sich leider lieber zweimal überlegen sowas durchzuziehen.



 
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Falk

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #48 am: 01. Oktober 2019, 18:34:55 »

Ich habe ja bereits nbei der JHV anklingen lassen, das ich es schön fände, wenn der Verein sich mal engarieren würde!
Ein wenig öffentlichkeitsarbeit, wie das aussieht, das ist sicherlich schwierig!
Abgetan würde es mit "wir erreichen ja eh nichts und zu wenige , mit dem was Wir tun können!"
Das ist unser Deutsches Problem... lasst mal die anderen machen, die Grundsätzliche Einstellung dazu!
Ich würde gern auf die Strasse gehen, ich sperre auch die Autobahn...
Bloß ich allein würde wohl ins LKH kommen (sicherlich würde da hier einige Beifall klatschen)!
Aber wenns 2000 Trecker sind, sieht das wohl ein wenig anders aus!
Ich bewundeere unsere NAchbarn für unseren Mut auf zu stampfen, und würde so ein Statement von uns hier in Deutschland freuen!

@Georg Ich finde es beschämend wie Du über Leute sprichst die für Dein Auskommen Sorgen/gesorgt haben!
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2019, 19:37:31 von Falk »
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Georg

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #49 am: 01. Oktober 2019, 19:23:30 »

OK

Ich muss da mal einiges (zum Wiederholtenmale) klarstellen!

1. Sorry, ich hab anscheinend gegenüber Manchen hier eine andere Rechtsauffassung, da ich hier immernoch in einem Rechtsstaat lebe. Ich erwarte ganz einfach das sich auch meine Mitmenschen an Gesetz und Ordnung halten. Das gilt ganz einfach das ich erwarte das alle Fahrzeuge rechts auf der Strasse fahren oder sich Landwirte, so unsinnig sie sein mag, auch an die (Gülle, Dünge etc.) Verordnungen halten!
@ tomiq und aelbler: Ja ich war von 89 bis 93 einer der größten Klärschlamm und Gülleverteiler. Meine Firma hat und zwar IMMER in Gesetzlichen Rahmen im Jahr mehr Tonnen organische Masse verteilt/gedüngt, wie die meisten Biogasanlagenzeigt in ihrer 20 jährigen Laufzeit zusammenbringen!
Und aus dieser Tätigkeit hab ich damals, um die Düngung noch besser zu machen, mein GPS entwickelt und schon 1993 den ersten Klärschlammstreuer und das erste Güllefass besessen das den Dünger nach Bodenkarte in variablen Raten ausgebracht hat. Bezahlt habe ich das alles selbst! Keine Förderungen oder Subventionen! Ich war damals schon weiter mit funktionierender Technik wie heute noch einige träumen!
Das es soweit (Düngeverpordnung etc) wie es heute ist, war abzusehen, da ich damals schon die Güllesauerei in Holland mit Schrecken gesehen habe.
Ihr habt doch auch Kinder oder Enkel? Sollen die das durch viel zu viel Gülle Nitrat und Phosphat *Piep*e Wasser drinken?
Ich will es nicht! Und aelbler, zu Deiner Anmerkung die ja auch Charly im Mai so ähnlich hier gebracht hat: Ich hab niemanden angezeigt, sonder wurde aufgrund meiner Sachkenntnisse von der Behörde als Gutachter gehört!

Nun eine Frage an Euch beide:
Wir sind uns ja wohl einig, das es mit der Gülleverordnung noch schlimmer kommen wird?
Und es muss wohl so sein! Denn dieser besagte Landwirt der im Frühjahr entgegen aller Verordnungen Klärschlamm ausgebracht hat, hat letzte Woche den Gipfel draufgesetzt!
Genau die Felder, die mit über 200 kg N im April mit Klärschlamm gedüngt wurden wurden letzte Woche nochmal nach Silomais mit 20cbm ha Gärreste gedüngt....
Entgegen aller Vorschriften, wie unsinnig sie auch sein mögen, hat er nun Weizen gedrillt!

Was würdet Ihr machen? Ich muss da gar nicht dahinter her sein, das macht schon die Wasserschutzpolizei!
Ich würde schon um eine Stellungnahme gebeten, hab ich aber abgelehnt es  bei Gärresten eindeutige Vorschriften gibt und es da viel bessere Fachbehörden gibt. Und da wundert Ihr Euch noch wenn die Düngevorschriften strenger werden?

2. Zu den Holländern! Ich hab ja geschrieben das ich die Aktion super und lustig finde!

Als Deutscher Landwirt kann ich es aber ganz bestimmt nicht für gut befunden oder unterstützen!
Sorry, wer hat den für das Dilemma gesorgt!
Es waren doch die Holländer mit ihrem Marktvorteilen wie billiger Sojaimport und andere Vorteile, sehr billiges Gas für ihre Gewächshäuser etc. Etc.
Die Holländer waren es doch die den Rest der Agrarwirtschaft in das lebendige Wachs3n oder Weichen getrieben haben?
Sorry und nun wollt Ihr sie noch unterstützen? Eurer Konkurenz helfen, damit es bei Euch noch schneller bergab geht?
Wie blöd kann man eigentlich sein?
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BNT

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #50 am: 01. Oktober 2019, 19:42:02 »

sonder wurde aufgrund meiner Sachkenntnisse von der Behörde als Gutachter gehört!

Echt jetzt? Da haben die niemanden vom LfL oder einen Ziviltechniker geholt?
Wie denn das?
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agri

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #51 am: 01. Oktober 2019, 19:44:28 »

Die Holländische Landwirtschaft ist , wie andere Benelux Staaten auch ein Großer Abnehmer unseres Getreides welches als Futter eingesetzt wird und erzeugt damit auch Gülle , ob wir uns dazu mal Gedanken machen müssen ?

sollte die Tierhaltung dort so gehandhabt werden wie angedacht brauchen wir uns über steigende Getreide Preise nicht mehr unterhalten , wie unsere Veredlungswirtschaft  expandiert auf die steigenden Auflagen merken wir doch schon .

Georg , hättest du mal deine Gedanken vor 20 oder 10 Jahren schriftlich verfasst 
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Josef

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #52 am: 01. Oktober 2019, 19:48:57 »

Die Holländische Landwirtschaft ist , wie andere Benelux Staaten auch ein Großer Abnehmer unseres Getreides welches als Futter eingesetzt wird und erzeugt damit auch Gülle , ob wir uns dazu mal Gedanken machen müssen ?

sollte die Tierhaltung dort so gehandhabt werden wie angedacht brauchen wir uns über steigende Getreide Preise nicht mehr unterhalten , wie unsere Veredlungswirtschaft  expandiert auf die steigenden Auflagen merken wir doch schon .

Schön das es Ackerbauern gibt die auch mal ein wenig weiter denken!

Wo bleibt das Getreide! Ich habe in Diskussionen mit Ackerbauern oft das Gefühl die produzieren nur für die direkte Menschliche Ernährung!
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Georg

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #53 am: 01. Oktober 2019, 20:13:05 »

sonder wurde aufgrund meiner Sachkenntnisse von der Behörde als Gutachter gehört!

Echt jetzt? Da haben die niemanden vom LfL oder einen Ziviltechniker geholt?
Wie denn das?
Weil ich´s kann und darf! Genauso wie in Östrreich ein Zviltechniker....

Das Problem ist, das inzwischen dem seit zig Jahren CSU verkrusteten Landiwrtschaftsbehörden keiner mehr über den Weg traut!
Bestes Beispiel unser derzeitiger Ministerpräsident Söder, der zum extremen Schaden der Bayerischen LAndiwrtschaft die Grünen Ideologen auf der rechten Seite überholen will!
Wie will man so einem Politiker und seiner Landwirtschaftsministerin  noch trauen?
Und unser Wirtschaftsminister von den freien Wählern ist kein deut besser! Macht gestern die große Show das er 300 Windräder bauen will, kann aber wegen der öffentlichen Stimmung die 10 H Regelung nicht kippen!
Das ist fast wie im Irrenhaus oder hochgradige Volksverdummung!
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Georg

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #54 am: 01. Oktober 2019, 20:26:16 »

Die Holländische Landwirtschaft ist , wie andere Benelux Staaten auch ein Großer Abnehmer unseres Getreides welches als Futter eingesetzt wird und erzeugt damit auch Gülle , ob wir uns dazu mal Gedanken machen müssen ?

sollte die Tierhaltung dort so gehandhabt werden wie angedacht brauchen wir uns über steigende Getreide Preise nicht mehr unterhalten , wie unsere Veredlungswirtschaft  expandiert auf die steigenden Auflagen merken wir doch schon .

Georg , hättest du mal deine Gedanken vor 20 oder 10 Jahren schriftlich verfasst

Agri, und dafür müssen wir den Holänder dankbar sein, das sie aus Detuschland Getreide importieren?

Sorry aber ich kanns einfach nicht glauben! Holländer und irgendjemanden was Gutes tun?
JA sie kaufen aus Deutshcland Getreide, weil wir so blöd sind und es billiger anbieten wie der Rest der Welt!
Sobald die Holländer die Tonne Getreide von irgendwo nur 2 EUro billiger bekommen sind wir raus aus dem Geschäft!

WIr machen seit 30 Jahren nur noch höher wieter scherer schneller um noch billiger produzeiren zu können und haben uns in so eine Sackgasse maöveriert, das wir eigentlich nicht mehr billiger können.
Schiße doch drauf, wenn Du viel produzierst und am Ende unter Deinen eigene Kosten vermarkten musst?
Kann weniger nicht Mehr sein?
Ich hab da auch keine Patentlösung, sehe es aber ganze einfahc wie es ist!

Das Problem leigt doch wo ganz anders!
Wir, und da sind wir unter Erpressung der Amis mit Federführend in der EU, haben für das Russlandembargo gesorgt!
Putin  hat mit unserer Hilfe, siehe Sepp Dürr und unserer Landmaschinenindustrie die komischerweise nicht unters Embargo fällt, seine LAndiwrtschaft auf Trapp gebracht, udn schüttet uns nun mit seiner Überproduktion, größer wie die gesamtdeutsche Ernte mit Getreide zu! Und zwar egal zu welchen Preis! Dort liegt das Desaster des Getreidepreises!

Wenn Du den Holländern nicht zum Preis verkaufst den sie bieten, dann bist Du raus aus dem Geschäft und es fahren die Getreideschiffe vom Schwarzne Meer über den Rhein MAin Donau Kanal nach Holland an unseren vollen Silos vorbei!

Ergebnis: Irgendwann müssen unsere Silos auch geleert werden udn wir verkaufen zur Freude der Holländer noch billiger...
Und, dann der Gipfel, wir wollen die Holländer noch beim Demonstrieren im Interesse ihrer Sache unterstützen?
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ulli

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #55 am: 01. Oktober 2019, 20:55:56 »

Wie blöd kann man eigentlich sein?
Augenscheinlich: Ziemlich!

Sorry und nun wollt Ihr sie noch unterstützen? Eurer Konkurenz helfen, damit es bei Euch noch schneller bergab geht?
Ich stehe nicht in Konkurrenz zu irgendeinem Holländischen Landwirt. In Grenznahen Gebieten mag das anders sein, anderes Thema. Was aber Fakt ist: Die haben genau die selben (Image-)Probleme wie wir. Diese resultieren zum kleinen Teil aus Fakten, welche zu untersuchen und abzustellen sind. Zum absolut größten Teil resultieren sie aus einer Ideologisch verblendeten Spendensammelindustrie, welche auf unserem Rücken (Ja, unserem! Dem der Deutschen wie dem der Niederländer!) mit polemischem Schwachsinn alle gegen uns aufhetzt, und dafür vor absolut keinem Mittel zurück schreckt. Resultat von solchem Handeln:
Zitat
Es ist ja weitreichend bekannt wie die Böden durch die Gülle vollgedüngt sind...
Was ist das bitte? Sachlich fundierte Kritik? Oder doch eher ein pauschaler Rundumschlag? Du forderst, das man sich an Gesetze hält? Einer der ältesten Grundsätze ist "In dubio pro reo iudicandum est", es kann und es darf keinen Generalverdacht geben, zumal sich, genau wie in Deutschland, die absolute Mehrzahl der Niederländischen Betriebe zu 100% im gesetzlichen Rahmen bewegen werden. Übrigens ist es nichts verwerfliches, den gesetzlichen Rahmen zu nutzen, um Geld zu verdienen! Es braucht sich auch meiner Meinung nach niemand rechtfertigen wenn der Laden brummt, da steht in den allermeisten Fällen nämlich sehr viel Können und Arbeit hinter! Wer will mich denn zwingen, auf Einnahmen zu verzichten? Warum sollte das nur in der Landwirtschaft gelten? Wie hast du den Preis für deine Kameras kalkuliert? Bei minimalem Gewinn für dich, wären die Verkaufszahlen potentiell höher- ein Plus an Sicherheit- gut für die Gesellschaft!  :daumen: :daumen:

Was aber bei solchen pauschalen Anschuldigungen raus kommt, ist Hass und Groll der Gesellschaft gegen einen kompletten Berufsstand, sind Kinder die die Schule wechseln müssen und auf der neuen Schule den Beruf ihrer Eltern verschweigen müssen, nie jemanden nach Hause lassen können, weil sie fertig gemacht werden von denen, die solche Sätze ihrem Nachwuchs eintrichtern, und, damit komme ich zum Schluss, sind BerufsKOLLEGEN die die Courage haben genau DA GEGEN auf die Straße zu gehen, und heute Den Haag zu zu machen. Letztere haben nicht nur mein Verständnis, sie haben auch meinen vollen Respekt! 
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2019, 21:01:21 von ulli »
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be prepared for the worst, but expect the best

donnershag

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #56 am: 01. Oktober 2019, 21:27:50 »

OK

Ich muss da mal einiges (zum Wiederholtenmale) klarstellen!

1. Sorry, ich hab anscheinend gegenüber Manchen hier eine andere Rechtsauffassung, da ich hier immernoch in einem Rechtsstaat lebe. Ich erwarte ganz einfach das sich auch meine Mitmenschen an Gesetz und Ordnung halten. Das gilt ganz einfach das ich erwarte das alle Fahrzeuge rechts auf der Strasse fahren oder sich Landwirte, so unsinnig sie sein mag, auch an die (Gülle, Dünge etc.) Verordnungen halten!
@ tomiq und aelbler: Ja ich war von 89 bis 93 einer der größten Klärschlamm und Gülleverteiler. Meine Firma hat und zwar IMMER in Gesetzlichen Rahmen im Jahr mehr Tonnen organische Masse verteilt/gedüngt, wie die meisten Biogasanlagenzeigt in ihrer 20 jährigen Laufzeit zusammenbringen!
Und aus dieser Tätigkeit hab ich damals, um die Düngung noch besser zu machen, mein GPS entwickelt und schon 1993 den ersten Klärschlammstreuer und das erste Güllefass besessen das den Dünger nach Bodenkarte in variablen Raten ausgebracht hat. Bezahlt habe ich das alles selbst! Keine Förderungen oder Subventionen! Ich war damals schon weiter mit funktionierender Technik wie heute noch einige träumen!
Das es soweit (Düngeverpordnung etc) wie es heute ist, war abzusehen, da ich damals schon die Güllesauerei in Holland mit Schrecken gesehen habe.
Ihr habt doch auch Kinder oder Enkel? Sollen die das durch viel zu viel Gülle Nitrat und Phosphat *Piep*e Wasser drinken?
Ich will es nicht! Und aelbler, zu Deiner Anmerkung die ja auch Charly im Mai so ähnlich hier gebracht hat: Ich hab niemanden angezeigt, sonder wurde aufgrund meiner Sachkenntnisse von der Behörde als Gutachter gehört!

Nun eine Frage an Euch beide:
Wir sind uns ja wohl einig, das es mit der Gülleverordnung noch schlimmer kommen wird?
Und es muss wohl so sein! Denn dieser besagte Landwirt der im Frühjahr entgegen aller Verordnungen Klärschlamm ausgebracht hat, hat letzte Woche den Gipfel draufgesetzt!
Genau die Felder, die mit über 200 kg N im April mit Klärschlamm gedüngt wurden wurden letzte Woche nochmal nach Silomais mit 20cbm ha Gärreste gedüngt....
Entgegen aller Vorschriften, wie unsinnig sie auch sein mögen, hat er nun Weizen gedrillt!

Was würdet Ihr machen? Ich muss da gar nicht dahinter her sein, das macht schon die Wasserschutzpolizei!
Ich würde schon um eine Stellungnahme gebeten, hab ich aber abgelehnt es  bei Gärresten eindeutige Vorschriften gibt und es da viel bessere Fachbehörden gibt. Und da wundert Ihr Euch noch wenn die Düngevorschriften strenger werden?

2. Zu den Holländern! Ich hab ja geschrieben das ich die Aktion super und lustig finde!

Als Deutscher Landwirt kann ich es aber ganz bestimmt nicht für gut befunden oder unterstützen!
Sorry, wer hat den für das Dilemma gesorgt!
Es waren doch die Holländer mit ihrem Marktvorteilen wie billiger Sojaimport und andere Vorteile, sehr billiges Gas für ihre Gewächshäuser etc. Etc.
Die Holländer waren es doch die den Rest der Agrarwirtschaft in das lebendige Wachs3n oder Weichen getrieben haben?
Sorry und nun wollt Ihr sie noch unterstützen? Eurer Konkurenz helfen, damit es bei Euch noch schneller bergab geht?
Wie blöd kann man eigentlich sein?

Georg zumindest in Punkt eins muss ich ziemlich schmunzeln. Aber nichts desto Trotz, ich glaube fest daran, dass wir Leute wie Dich brauchen, um eine Kampagne aufzustellen.

Also denk mal konsequent konstruktiv: wir brauchen als erstes Mal Forderungen, wofür oder wogegen?
Dann brauchen wir Vernetzer, da hast Du die optimale Struktur. Was wir sonst noch brauchen, weist du bestimmt am besten.

Gruß
Martin
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2019, 21:35:04 von donnershag »
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Georg

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #57 am: 01. Oktober 2019, 21:44:53 »

Wie hast du den Preis für deine Kameras kalkuliert? Bei minimalem Gewinn für dich, wären die Verkaufszahlen potentiell höher- ein Plus an Sicherheit- gut für die Gesellschaft!  :daumen: :daumen:

Ulli, Du musst Du ganz bestimmt keine Sorgen um meine Kalkulationen machen, denn dafür bin ich ganz alleine verantwortlich wieviel Verlust oder Gewinn ich am Jahresende schreibe und was ich für die Gesellschaft tue oder nicht.

Genauso wenig mache ich mir Sorgen um Deinen Betrieb!

Denn in Einem sitzen wir beide im gleichen Boot.  Egal wie, wenn wir mehr ausgeben wie wir einnehmen, sind wir Pleite und können nicht mal mehr die Internetgebühren bezahlen um uns hier zu koppeln!

Zu Deiner Beruhigung, mein Geschäft ist gar nicht so schlecht!
Nachhaltig mache ich mir aber schon so meine Gedanken um die Geschäftssituation meiner Kundschaft.
Jedes Jahr fast 10%weniger Kunden, und somit sinkt auch mein Geschäftdpotential....

Mir wirds nicht mehr sehr weh tun, da ich mit 62 Jahren irgendwann wohl mal auf Staatskosten leben kann ( wenn dann noch Geld in der Rentenkasse ist) wenn nicht, werde ich auch nicht verhungern.. hab da in meinem Leben etwas vorgesorgt.... ;D

Zitatebene korrigiert, Klaus
« Letzte Änderung: 02. Oktober 2019, 07:33:13 von Klaus »
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bluna

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #58 am: 01. Oktober 2019, 22:02:51 »

Sorry aber Georg hat eben verstanden wie Marktwirschaft funktioniert.

Beispiele:
Warum regen sich die Bauern denn eigentlich auf, wenn Ackerland zu Bauland wird?
Das ist doch super, je weniger Acker es in Deutschland gibt, desto wertvoller wird der einzelne ha.

In der Industrie machen Firmen wie MAN und Mercedes seit 30 Jahren Zusammenarbeit im großen Stil.
Aber der deutsche Bauer denkt, wenn er  3ha mehr als der Nachbar hat, dann gehts aufwärts.

Meiner Meinung nach hat der Familienbetrieb in Deutschland fertig.

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donnershag

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Re: Landwirtschaft in Holland
« Antwort #59 am: 01. Oktober 2019, 22:12:13 »

Sorry aber Georg hat eben verstanden wie Marktwirschaft funktioniert.

Beispiele:
Warum regen sich die Bauern denn eigentlich auf, wenn Ackerland zu Bauland wird?
Das ist doch super, je weniger Acker es in Deutschland gibt, desto wertvoller wird der einzelne ha.

In der Industrie machen Firmen wie MAN und Mercedes seit 30 Jahren Zusammenarbeit im großen Stil.
Aber der deutsche Bauer denkt, wenn er  3ha mehr als der Nachbar hat, dann gehts aufwärts.

Meiner Meinung nach hat der Familienbetrieb in Deutschland fertig.

Das hieß ja, absolute Kapitulation?? Ich glaube aber immer noch, dass die Bauernhöfe (Familienbetriebe) , der beste Platz zum Kinder aufwachsen sind. Und damit mehr als erhaltenswürdig sind. Die Städter mögen da anderer Meinung sein.

Gruß
Martin


Zitatebene korrigier, Klaus
« Letzte Änderung: 02. Oktober 2019, 07:35:19 von Klaus »
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