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Autor Thema: Kompostdüngung  (Gelesen 3750 mal)

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angusy

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Kompostdüngung
« am: 27. November 2014, 17:54:10 »

Eignet sich eigentlich Kompost als Regenwurmnahrung?

Gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen Frisch- und Fertigkompost?
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:35:29 von dirkk »
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MathiasN

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #1 am: 29. November 2014, 15:56:13 »

Kompost eignet sich als Nahrung für Regenwürmer. Ich habe den Schichtweise angelegt und die Regenwürmer vermehren sich prächtig. Dann habe ich versucht die Würmer zwischen das gemüse anzusiedeln und auch das klappte gut. Viel weniger zum Hacken, weil die Erde ist und bleibt locker.
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:35:40 von dirkk »
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angusy

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #2 am: 07. Dezember 2014, 12:29:57 »

Ich will meine Frage etwas präzisieren:

Wenn durch die Bodenbearbeitung, warum auch immer, leider kein Material für Regenwürmer an der Oberfläche übrig geblieben ist, hilft dann eine Kopfdüngung mit Kompost oder abgepressten Gärresten?
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:35:50 von dirkk »
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Heiner

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #3 am: 29. Dezember 2014, 07:42:07 »

Ich will meine Frage etwas präzisieren:

Wenn durch die Bodenbearbeitung, warum auch immer, leider kein Material für Regenwürmer an der Oberfläche übrig geblieben ist, hilft dann eine Kopfdüngung mit Kompost oder abgepressten Gärresten?

Hallo angusy,

ich hatte gehofft, dass jemand kompetentes Dir antwortet, aber vielleicht reizt mein unzureichendes Wissen andere dazu das etwas weiter zu beschreiben :

Beim Kompost hängt es sehr davon ab wie der Kompost beschaffen ist, wenn es das "Zeugs" aus der grünen Tonne ist, und eher faulig als gut kompostiert auf den Acker kommt ist es eher negativ als positiv für die Regenwürmer, da sie Fäulnis nicht mögen (Methan und Schwefelwasserstoff).


Heiner
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:36:00 von dirkk »
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angusy

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #4 am: 29. Dezember 2014, 11:08:57 »

Danke Heiner!

Kann ich das als Laie irgendwie beurteilen?

Ich beziehe zertifizierten Frischekompost. Geruch, der irgendwie unangenehm wäre, konnte weder ich noch die Anwohner, die mich darauf angesprochen haben, feststellen.
Zudem setze ich noch abgepresste Gärreste ein. Optisch haben diese eine sehr schöne Struktur und sehen aus wie sehr feiner Mist. Auch diese sind geruchsmäßig eher unauffällig.
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:36:10 von dirkk »
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Tobi.

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #5 am: 29. Dezember 2014, 15:13:57 »

Einzugsgebiet der Kompostalnage!

Stadt: viel Matsch aus der Küche.
Ländliche Gegend: viel mehr Gartenabfälle/Heckenschnitt.

Weiterhin saisonabhängig:
Keine Gartensaison: ein halber Presswagen auf einer Sammeltour. (Überwiegend Matsch)
Gartensaison (mit vorhergehend wüchsigem Wetter): drei volle Presswagen auf der selben Sammeltour. (Viel mehr Struckturmaterial)
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:36:19 von dirkk »
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Heiner

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2014, 23:35:40 »

Kann ich das als Laie irgendwie beurteilen?

Hallo angusy,

im Grunde bleibt nichts anderes als die Ware in die Hand zu nehmen und zu riechen;
wenn es nach Fäulnis riecht, dann geht der Wurm da nicht dran, Tobi beschreibt die Problematik perfekt .

Der abgepresste Gärrest stellt kein Problem für die Würmer dar, ist allerdings wahrscheinlich auch kein sonderlich hochwertiges Regenwurmfutter.

Heiner
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:36:29 von dirkk »
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angusy

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #7 am: 01. Januar 2015, 13:45:02 »



Ich dünge seit 2011 einen Teil meiner Flächen mit Kompost. Der Grund hierfür war der Wunsch, den Bedarf von P, K und Ca mit einem organischen Dünger abzudecken. Nach den Bodenuntersuchungen zu urteilen, scheint das auch ganz gut zu funktionieren.

Mit der Kopfdüngung im Frühjahr habe ich in 2014 begonnen. Zum einen aus der Not heraus, weil der Kompost im Herbst nicht verfügbar war; zum anderen weil die Technik für eine vernünftige Verteilung bereitstand. Irgendwelche genaue Vergleiche zwischen herkömmlicher und der Kompostdüngung habe ich bislang nicht angestellt. Die externen Beobachter hier haben im trockenen Frühjahr 2014 meinen kompostgedüngten Flächen optisch eine besseren Zustand zugesprochen. Zur Anrechnung des mit dem Kompost ausgebrachten Stickstoffs habe ich auf den Spätdüngung im Weizen verzichtet. Die Erträge waren vergleichbar zur herkömmlichen Düngung. Allerdings baue ich auch nur B-Weizen an, so dass die Eiweißwerte eine untergeordnete Rolle spielen.

In der Gerste hat sich die Kopfdüngung nicht bewährt, da die zwangsläufig entstehenden Fahrspuren bis zur Ernte Wachstums- und Ertragsdepressionen hatten.

Die Ausbringung erfolgte mangels Frost im letzten Winter ab März, nachdem die Flächen befahrbar waren, mit einem Bergmann TSW, Arbeitsbreite 13,5m mit einer Menge zwischen 30-50 tFM/ha.
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:40:45 von dirkk »
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charlie

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #8 am: 01. Januar 2015, 14:02:29 »



Ich dünge seit 2011 einen Teil meiner Flächen mit Kompost. Der Grund hierfür war der Wunsch, den Bedarf von P, K und Ca mit einem organischen Dünger abzudecken. Nach den Bodenuntersuchungen zu urteilen, scheint das auch ganz gut zu funktionieren.

Mit der Kopfdüngung im Frühjahr habe ich in 2014 begonnen. Zum einen aus der Not heraus, weil der Kompost im Herbst nicht verfügbar war; zum anderen weil die Technik für eine vernünftige Verteilung bereitstand. Irgendwelche genaue Vergleiche zwischen herkömmlicher und der Kompostdüngung habe ich bislang nicht angestellt. Die externen Beobachter hier haben im trockenen Frühjahr 2014 meinen kompostgedüngten Flächen optisch eine besseren Zustand zugesprochen. Zur Anrechnung des mit dem Kompost ausgebrachten Stickstoffs habe ich auf den Spätdüngung im Weizen verzichtet. Die Erträge waren vergleichbar zur herkömmlichen Düngung. Allerdings baue ich auch nur B-Weizen an, so dass die Eiweißwerte eine untergeordnete Rolle spielen.

In der Gerste hat sich die Kopfdüngung nicht bewährt, da die zwangsläufig entstehenden Fahrspuren bis zur Ernte Wachstums- und Ertragsdepressionen hatten.

Die Ausbringung erfolgte mangels Frost im letzten Winter ab März, nachdem die Flächen befahrbar waren, mit einem Bergmann TSW, Arbeitsbreite 13,5m mit einer Menge zwischen 30-50 tFM/ha.
Welche Komposte welcher Herkunft verwendest du?
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:40:34 von dirkk »
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

angusy

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #9 am: 01. Januar 2015, 14:07:36 »

Unterschiedlich, da zwei Bezugsquellen:

1) Frischkompost 95% Biotonne

2) Frischkompost 50% Biotonne
« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:37:35 von dirkk »
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charlie

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Re:Kompostdüngung
« Antwort #10 am: 01. Januar 2015, 14:12:35 »

Unterschiedlich, da zwei Bezugsquellen:

1) Frischkompost 95% Biotonne

2) Frischkompost 50% Biotonne

Verwende auch Frischkomposte jedoch ohne Biotonnenanteil, sondern aus Landschaftspflege und Grünanlagenmaterial

« Letzte Änderung: 05. Januar 2015, 23:40:16 von dirkk »
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Gruß

Charlie

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superuser

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Re: Kompostdüngung
« Antwort #11 am: 13. Januar 2021, 09:06:01 »

Hallo,

ich möchte diesen Herbst das erste mal mit Kompost arbeiten. etwa 30 t Fm nach WG zu WR. In wie weit kann ich bei 80% Biotonne und 20 % Grünschnitt (etwa 9 kg gesamt N/ t) mit einer Düngewirkung im Herbst zum Raps rechnen. Sonst gebe ich immer 30 kg N über AHL zur Saat.

Wie sieht die weitere Düngewirkung aus. Ich muss im Folgejahr 4% zu DBE im Raps anrechnen. Kommen die auch? 


Viele Grüße und besten Dank
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"Die Deutschen haben von jeher die Art, daß sie es besser wissen wollen, als der, dessen Handwerk es ist, und es besser verstehen als der, der sein Leben damit zugebracht." Zitat Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter