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Autor Thema: Unfall im Getreidelager  (Gelesen 3783 mal)

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ct

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Re: Unfall im Getreidelager
« Antwort #15 am: 24. Januar 2020, 08:15:47 »

Keine Ahnung, aber das wäre doch mal Aufgabe der BG, testen und Empfehlungen ausprechen!

Da hat sich schon mal jemand GEdanken zu gemacht:

https://publikationen.dguv.de/regelwerk/regeln/915/behaelter-silos-und-enge-raeume-teil-1-arbeiten-in-behaeltern-silos-und-engen-raeumen

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Gruß ct

Georg

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Re: Unfall im Getreidelager
« Antwort #16 am: 24. Januar 2020, 09:45:00 »

hab letztes Jahr paar Videos dazu angeschaut, vor allem bei den Amis kommt das wohl öfter vor dass es solchen tragischen Unglücke gibt.
Wenn man erstmal verschüttet ist hat man noch 1-2 Minuten, dann erstickt man.

Hier gibts nen Fall von einem Farmer der zum Glück eine Atemmaske mit Fiter & Ventilator auf hatte, der hat das ganze mit sehr viel Glück überlebt.

https://www.youtube.com/watch?v=nEW4xO9mMGI&feature=youtu.be

hier trainieren Feuerwehrleute wie man jemanden frei bekommt, ist anscheinend gar nich so einfach, selbst wenn man nur bis zur Hüfte drin steckt...



Tja, ein netter Video.....

Musst aber nicht bis nach USA wegen so eines Unfalles..
Vor ca. 15 Jahren ist heir in der Nähe von Hassfurt ein Landiwrt von seinem Getreidesilo "verschluckt" worden.

Ich hab ja von 73 bis 76 bei der BayWa Kaufmann gelernt. U.a war Teil der Ausbildung auch Getreidelagermanagement.

Es gab damals schon glasklare Regeln und Anweisungen wie man sich in einem Getreidelager verhalten darf:
1. Abolutes Rauchverbot wegen der Gefahr der Getreidestaubexplosion
2. Bei einer Störung, egal wo in der Anlage, war vor der Behebung der Todmannshcalter zu drücken das die geamte Anlage funktionslos war.
3. Einsteigen in eine LAgerbos oder in ein Silo selbst beim Zusammenkehren wenn es leer war, durfte die jeweilige Person nur einsteigen wenn mit einem Seil unter den Armen gesichert war und eine zweite Person außen am Seil stand!

Und wir (drei Lehrlinge) bekammen vom Lagermeister dann noch eine "Hardcore" demonstration, wie gefährlich das Einsteigen in ein Lager sein kann bzw ist.
Er hat jeden Lehrling aufdas Getreide eines vollen Silos steigen lassen und einfach nur den Umlauf (Unten raus und oben wieder rein) eingeschaltet. Jeder Lehrling durfte Das, natürlich am Seil gesichert, mal life erleben, wie schnell da ein Sog ensteht udn wie schnell man sich da "selbst beerdigt"! Ca 10 dz Umlauf reichen, und man ist gnadenlos weg....

Irgendwie wird da der gesamte Siloinhalt wie Wasser. Obwohl beim Umlaufen des Getreides (Unten raus und oben wieder rein) eigentlich nur die Mitte mit einem Durchmesser von ca 1,5 m bewegt wird....

Wennso ein Lager/silo geleert wird man gnadenlos auch vom Rand mit reingezogen.
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wollomo

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Re: Unfall im Getreidelager
« Antwort #17 am: 24. Januar 2020, 11:17:26 »


Doch kennen wir auch alle die Vorschriften ?  Was passiert im Versicherungsfall wenn die Vorschriften nicht  beachtet werden und wie leicht wird dieses nicht beachten in Grob Fahrlässig eingestuft ?
Du musst für deinen Betrieb selbst eine Gefährdungsbeurteilung machen und auch schriftlich dokumentieren. Die für dich relevanten Vorschriften musst du eigentlich selbst wissen. Dazu eben Unterweisungsunterlagen erstellen (gibt auch Vorlagen die ergänzt werden müssen/können) und deine Mitarbeiter mind. jährlich oder bei Bedarf darauf schulen. Im Fall der Fälle kommt es eben immer darauf an was du als Betriebsleiter falsch gemacht hast. Wusstest du vom Mangel, wurdest evtl. sogar von der BG darauf hingewiesen hast du schnell eine grobe Fahrlässigkeit am Hals. Wusstest du vom Mangel nicht, hast deinen Mitarbeiter auch auf Verhalten im Umgang mit mangelhafter Ausrüstung oder Betriebseinrichtung hingewiesen (eigentlich ein Verwendungsverbot) dann hast du wahrscheinlich ein Verfahren wegen "einfacher" Fahrlässigkeit am Hals. Der Übergang ist sicher fließend und wird letztendlich vom Gericht entschieden. Bezahlen muss die Versicherung immer, kann sich das aber natürlich auch wieder von dir holen. Strafrechtlich kommt natürlich auch nochmals ein Batzen hinzu.
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Cyberlui

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